Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nochmals Taz: Die Verhandelbarkeit des Körpers

Mulher, Monday, 16.08.2010, 17:57 (vor 5628 Tagen) @ Müller

...Den Prozess betrachtet sie als Chance, mit sich ins Reine zu kommen. In der anschließenden Befragung durch den Richter wird deutlich, wie schwierig Benaissas Jugend war. Sie geht aufs Gymnasium in Langen, gerät bereits als 13-Jährige "auf die schiefe Bahn", wie sie sagt. Alkohol, Marihuana, vierzehnjährig auch Crack. Sie wird süchtig, lebt zwei Jahre auf der Straße, wird schwanger, steigt aus, wird, weil sie es will, clean, ist infiziert, bringt 1999 eine Tochter zur Welt. Per Kaiserschnitt, damit das Kind nicht angesteckt wird.

Sie redet auch über den Kontakt zu ihren Eltern. Der ist schwierig. Sie hält es da nicht lange aus. Das bikulturelle Milieu - man müsse sich das vorstellen, über Sexualität werde da nicht geredet. Benaissa ist marokkanischer Herkunft. Trotzdem kommt sie nach der Geburt wieder ins Gleichgewicht, geht auf die Abendrealschule, ist Klassenbeste und gerät 2000 vor dem Schulabschluss ins Casting. Innerhalb von wenigen Wochen ist sie Mitglied einer Girl-Group. "Dann war das Leben nicht mehr wie vorher."

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http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-verhandelbarkeit-des-koerpers/


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