Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der Wert eines jungen Mannes

Prometheus, Luxemburg, Sunday, 15.08.2010, 15:59 (vor 5629 Tagen) @ Diego_unplugged

Es gibt keine überzähligen jungen Männer!

Ich glaube, du hängst dich zu sehr an der Formulierung überzähligen auf. Was Heinsohn mit überzählig meint, ist, dass es mehr Söhne gibt, als Gesellschaftliche Positionen verfügbar sind, die diese besetzen können. Klassischer Fall: der erst-geborene Sohn erbt den Hof, die anderen haben das Nachsehen. Nun müssen die zweit- und dritt-geborenen irgendwie aktiv werden, um sich eine Gesellschaftliche Stellung zu sichern, und so zu einer Fortpflanzungschance zu kommen. Das löst oft gesellschaftliche Unruhen aus.

Die 68er waren übrigens auch ein kleiner youth buldge, so dass es weniger Positionen als Bewerber gab. Das führte zu Unruhen, die letztendlich in vielen neuen Posten im Staatsbetrieb mündeten. Das ist letztendlich die Basis des Etatismus der Alt-68er, und nicht etwa idealistische Überzeugungen.

Auch der Feminismus ist eine Ideologie, bei der es primär um Posten und Positionen geht, diesmal für Frauen. Allerdings führt das zu einer Verknappung der für junge Männer verfügbaren Positionen, und das birgt gewaltiges gesellschaftliches Konfliktpotential.


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