Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nur zu Klarstellung: Ich kenne 3 Frauen, die selbiges zuhause mit Mutti erleben mussten (kwT)

Roslin, Monday, 09.08.2010, 16:56 (vor 5635 Tagen) @ der_quixote
bearbeitet von Roslin, Monday, 09.08.2010, 17:01

Das ist doch nach wie vor ein riesiges Tabuthema, die Misshandlung von Kindern durch Frauen, besonders dann, wenn es sich um die Mutter handelt.

Ich kenne auch einen Mann, der von seiner Mutter regelmäßig schwer verprügelt wurde, mit dem Handfeger.
Keiner erfuhr davon, er hat nie darüber geredet, erst mit Ende 20, als seine Mutter schon mehr als 10 Jahre tot war, begann er in einer Therapie darüber zu sprechen.

Seine Geschwister wussten nichts davon, sein Vater wusste nichts davon.
Sie hat in immer nur vormittags verprügelt, wenn sie mit ihm allein in der Wohnung war, die älteren Geschwister waren in der Schule, der Mann zur Arbeit.

Jahrelang ging das so: 2-3 mal pro Woche schwerste Prügel. Oft konnte er nicht sitzen vor Schmerz. Trotzdem hat er sich nie offenbart. Der Junge war eben unruhig, wenn er nicht sitzen konnte.

Dieses routinemäßige Prügeln endete erst, als er schulpflichtig wurde.

Ich vermute, die Mutter fürchtete, der Junge hätte sich vielleicht verplappert, hätte er auch in der Schule nicht stillsitzen können, wäre darauf angesprochen worden und hätte dann womöglich auf seinen grün und blau geschlagenen Po verwiesen.

Nach außen hin hat der Mann eine völlig unauffällige, normale Kindheit in einer gutbürgerlichen Familie erlebt.

Es war alles in Ordnung.

Mulmig wird einem zumute, stellt man sich vor, in wievielen Familien möglicherweise alles in Ordnung ist, weil Kinder schweigen.

Ich denke, dass besonders häufig Söhne schweigen, wenn es um ihre Mütter geht, wesentlich häufiger als Mädchen, denen man mittlerweile Mut gemacht hat, zu reden, gerade wenn es um ihre Väter geht.

Denn dieser Teil der Wahrheit passt in's poltitisch korrekte Konzept der Väter-und MännerdiffamiererInnen.

Den anderen Teil der Wahrheit dagegen, den will man tunlichst unter der Decke halten, wird hier doch die Frau als Täterin sichtbar, nicht als Opfer.
Das ist inopportun für die PolitlobbyistInnen des Geschlechtes mit dem eingebauten Opferappeal, der sich so gewinnbringend vermarkten lässt.


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