Was die Feministinnen nicht kapieren wollen, ist folgendes
Guter Gastkommentar auf der Welt. Genauso meine ich es auch: vom Normalfall ausgehen, in dem beide gemeinsam sorgen und nicht die eine dem Anderen das Butterbrot streitig machen kann. Ja wo gibt's denn sowas? (außer in der Femiwelt).
Gut für die Kinder
von Ulrich Mueller
Eine der wichtigsten Werte unserer Verfassung ist, dass nicht eheliche Kindern die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten haben sollen wie eheliche. Ein grober Verstoß dagegen ist nun zusammengebrochen: Nach dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof hat auch das Bundesverfassungsgericht die deutsche Regelung verworfen, wonach der mit der Mutter nicht verheiratete Vater die gemeinsame Sorge für ein gemeinsames Kind nur mit der freien, durch kein Gericht überprüfbaren Zustimmung der Mutter bekommt. Mütter haben nicht mehr das letzte Wort, ob ihr Kind einen vollgültigen Vater bekommt oder nicht.
Details sind noch zu klären. Lässt man es zunächst bei der Alleinsorge der Mutter, gibt aber dem Vater das Recht, die gemeinsame Sorge bei Gericht zu beantragen, wenn die Mutter nicht teilen will? Manche Mütter werden es auf einen Prozess ankommen lassen. Oder gibt man automatisch allen nicht ehelichen Vätern das gemeinsame Sorgerecht, räumt aber beiden Eltern ein Widerspruchsrecht ein? Alles spricht für diese zweite Lösung.
Bei einer Antragslösung zwingt man den Vater in einen gerichtlichen Streit, den die Beteiligten nie wieder gutmachen können. Bei einer automatischen gemeinsamen Sorge mit dem Recht zum Widerspruch werden aber Vater und Mutter, sofern sie am Kind überhaupt interessiert sind, zur Zusammenarbeit gezwungen. Die Antragslösung hat sich nicht bewährt. Mehrere europäische Länder, die diese Lösung hatten, haben bereits auf die automatische gemeinsame Sorge umgestellt.
Hinter dem geltenden Kindschaftsrecht steht ein abwertendes Frauenbild: Mütter seien halb Engel, halb Hyänen - auf jeden Fall getrieben von ihren Mütterinstinkten, gegen die man nichts tun solle, weil sie das Beste für das Kind sind. Die Mütter von heute sind aber nicht mehr die Muttis von gestern. Mütter von heute bewähren sich im Berufsleben und im öffentlichen Raum, sie haben gelernt, zwischenmenschliche Konflikte konstruktiv zu lösen. Die Urteile aus Straßburg und aus Karlsruhe muten den Frauen nun zu, diese Aufgabe auch mit den Vätern ihren Kinder zu lösen.
Wie den Männern die alte Denke "Die habe ich geheiratet, die gehört mir" ausgetrieben wurde, so wird nun den Frauen die Denke ausgetrieben: "Das habe ich geboren, das gehört mir." Das ist gut so für die Kinder.
Der Autor ist Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie und Sozialmedizin an der Philipps-Universität Marburg und Bundesvorsitzender des Verbandes "Väteraufbruch für Kinder e.V."
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article8826898/Gut-fuer-die-Kinder.html
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Oh la la,
05.08.2010, 16:51
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