Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Erinnerung: Heute, 20:15 "Tatort: Blinder Glaube" - Dann Anne Will ...

Ekki, Monday, 02.08.2010, 23:36 (vor 5641 Tagen) @ Leser

Hallo allerseits!

Nach Feierabend gebe auch ich meinen "Senf" zu der gestrigen Sendung.

Alice Schwarzer lieferte ein wirkliche Musterbeispiel an Demagogie ab - teilweise dreiste Verdrehung der Tatsachen, teilweise entwaffende brutale Offenheit:

Auf die Frage von Anne Will: "Werden Prominente härter angefaßt?"

Schwarzer: "Eindeutig ja und nein". (Wörtliches Zitat - ist das nun schon Senilität? Dann weiter:) "Die Anwälte der Klägerin haben mich nicht zurückgerufen. Der Anwalt von Herrn Kachelmann dagegen war sehr aktiv und zuvorkommend. 'Ja, liebe Frau Schwarzer ...' " (Wie allerdings der Anwalt von Kachelmann zu dieser Anrede kommt, weiß nur er allein. - Jedenfalls Schlußfolgerung Schwarzer:) "Die Kachelmann-Anwälte sind besser, deshalb kommt Kachelmann in der Öffentlichkeit zu gut weg."

Den Kommentar kann sich jeder selbst schreiben.

Schwarzer zur Rolle der Ex-Freundin von Kachelmann: "Die Geschädigte kann sich nicht ins Fernsehen setzen." Hier wurde ihr allerdings heftigst widersprochen. Nur der Ex-Staatsanwalt Karge pflichtete diesem unterirdischen Schwachsinn bei: "Das würde doch niemand senden." Dazu Tiedje: "Das würde in jedem Fall live gesendet."

Schwarzer zu möglicher Falschbeschuldigung: "Sehr gut möglich - aber auch nachvollziehbar angesichts der Kränkung, die diese Frau durch Kachelmann erfahren hat." Da bleibt einem doch glatt die Spucke weg!

Richtig die Fetzen flogen dann gegen Ende der Sendung zwischen Schwarzer und Friedrichsen:

Schwarzer hielt Friedrichsen vor, Kachelmann noch vor Prozeßbeginn für unschuldig zu erklären und begründete das mit dem letzten Satz in dem SPIEGEL ONLINE-Artikel von Friedrichsen.

Nachdem sie diesen Hinweis während der ganzen Sendung immer wieder wiederholt hatte, reichte es der Moderatorin, und Anne Will ließ zum Schluß den inkriminierten Satz einblenden. Er lautet:

"Doch in Prozessen, das lehrt die Erfahrung, ist alles möglich. Manchmal sogar ein überfälliges Wunder."

Das war der Ausdruck der Hoffnung auf einen Freispruch - keinesfalls aber die Vorwegnahme des Urteils.

Friedrichsen hat während der ganzen Sendung immer wieder betont, daß in dem Prozeß noch alles Möglich ans Tageslicht kommen könne und das Verfahren völlig offen sei.

Alles in allem:

Eine dankenswerte Selbstvorführung einer alt geworden und wohl auch schon senilen Haßpredigerin.

Gruß

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


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