Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Weibliche Führungskompetenz

Narrowitsch, Berlin, Tuesday, 27.07.2010, 02:01 (vor 5648 Tagen) @ Garfield

Hallo Melkor!

Ich glaube, das ist kein speziell weibliches Problem.

Wahrscheinlich nicht. Den Unterschied macht der Umstand, dass niemand bislang forderte, mindestens 40% von Führungspositionen müssten in Männerhand und zwar wegen deren herausragenden und überlegenen Kompetenzen.

In dem Artikel wird ja auch beschrieben, wie Claas groß geworden ist:

Das ist so ein typischer Vertreter der alten Schule an der Spitze von
erfolgreichen Familien-Firmen. Jemand, der seine Firma von der Pike auf
kennt.

Von alten Patriarchen, die sich um Firma und Belegschaft kümmern, gibt es unendlich viele Geschichten, über Frauen habe ich noch nichts vergleichbares- mit Ausnahme des Autoverleihs Hertz- gelesen. Mag sein, dass es an der relativ kurzen Zeitspanne liegt, in denen Frauen vermehrt das Sagen in Familienunternehmen haben. Aber ich hege jedoch den Verdacht, dass es da nicht viel zu berichten gibt. Wäre es anders füllten jenen Berichte den Blätterwald und jeder Käseartikel begänne mit dem Satz: Frauen haben längst ihre Überlegenheit über Männer auch im Unternehmertum bewiesen.
Zwar klingen diese Untertöne mehr als genug in diversen Medienmachwerken an, aber zur finalen Siegesfanfare reicht es noch nicht. Wie sich das anhört, kennen wir aus dem Bereich Bildung.

Und auch das hier ist leider ganz typisch:

Zwar ist die Nachwuchschefin hervorragend ausgebildet - sie spricht
mehrere Sprachen, studierte in der Kaderschmiede Sankt Gallen, durchlief
ein Trainee-Programm bei ABB - im operativen Geschäft war sie aber bei
Claas nie tätig.

Was einmal mehr für die Tatsache spricht, dass gute Ausbildung und Eignung für anspruchsvolle Aufgaben zwei verschiedenen Paar Schuhe sind. Denke ich an die Gründerzeit, der Deutschland und Europa so unendlich viel verdankt, wundert es mich , wie Weltkonzernen entstehen konnten, ohne dass die Gründer St. Gallen oder "Eliteschulen in den USA" je gesehen haben.

Aber zumindest zeigt dieses Beispiel gut, daß die Behauptung, Frauen wären
bessere Führungskräfte, ganz klar auch nur ein Märchen ist.

Ebben.

Freundliche Grüße
von Garfield

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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