Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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weingeist, Saturday, 17.07.2010, 16:51 (vor 5658 Tagen) @ Mus Lim

Mal angenommen, es stimmt, dass die durchschnittliche Frau durch Scheidung 44% ihres Einkommens einbüßt.

Mal weiter angenommen (was ich nicht glaube, aber nehmen wir es mal an), das Erwerbseinkommen einer Frau beträgt 77% dessen eines Mannes (also 23% Gender Pay Gap).

Dann gilt doch folgendes:

44% des Einkommens einer Frau sind Transferleistungen durch den Ehemann, das sind, bezogen auf ihr Erwerbseinkommen 44% / (100%-44%) = 79%, also die durchschnittliche Frau stockt ihr Erwerbseinkommen durch Heirat um 79% auf.

Bezogen auf das Einkommen des Mannes sind dies 77% * 79% = 60%, also transferiert der durchschnittliche Ehemann 60% seines Erwerbseinkommens an die Frau.

Diese Rechnung ist rechnerisch absolut korrekt! Allerdings habe ich 2 Faktoren berücksichtigt, die doch großen Einfluss auf das Ergebnis haben dürften:

1. der Anspruch der Frau auf nachehelichen Unterhalt (dieser würde das Ergebnis noch vergrößern), und
2. die nicht-erwerbstätigen Frauen, die im Gender-Pay-Gap nicht vorkommen, und deren Berücksichtigung das Ergebnis verkleinern würden.
3. Ein weiterer Faktor, der das Ergebnis verkleinern würde, ist die bei getrennter Veranlagung höhere Steuerlast.

Aber die Zahlen sind schon drastisch, lasst euch das mal auf der Zunge zergehen:

Bei 10 Millionen verheirateten Männern mit einem Durchschnittsjahresnetto von 20000 Euro (die echten Zahlen sind wahrscheinlich höher) ist dies schon eine Umverteilung um 10Mio * 20000 * 0.6 = 120 Milliarden Euro. Allein über die Transferleistungen innerhalb von Ehepaaren!


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