Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mittelmaß

Sophie X, Thursday, 10.06.2010, 16:30 (vor 5692 Tagen) @ Michi

Liebe Bundesregierung, sehr geehrte Frau Merkel,

wen meinen Sie eigentlich, wenn Sie sagen, wir hätten jahrelang über
unsere Verhältnisse gelebt?

Ich jedenfalls habe das nämlich ganz sicher nicht getan. Ich gebe nur das
Geld aus, das ich habe. Ich zahle Steuern, bin gesetzlich krankenversichert
und sorge privat für das Alter vor. Ich habe mich durch Ihre Abwrackprämie
nicht dazu verlocken lassen, einen überflüssigen Neuwagen zu kaufen, ich
bin kein Hotelier und kein Milchbauer. Und "Freibier für alle" habe ich
auch noch nie verlangt.

Braver Junge...

Wer war wirklich maßlos?
Meinen Sie vielleicht die Arbeitslosen und Hartz IV-Bezieher, bei denen
jetzt gekürzt werden soll? Meinen Sie die Zeit- und Leiharbeiter, die nicht
wissen, wie lange sie ihren Job noch haben?

Staatlich geschaffene und geförderte "Karrieren"...

Nein, maßlos waren und sind ganz andere: Zum Beispiel die Banken, die erst
mit hochriskanten Geschäften Kasse machen, dann Milliarden in den Sand
setzen, sich vom Steuerzahler retten lassen und nun einfach weiterzocken
als ob nichts gewesen wäre.

Wer hat denn die Steuergelder zur Verfügung gestellt? Der Steuerzahler gewiss nicht...

Mehr Beispiele gefällig?
Zum Beispiel ein beleidigter Bundespräsident, der es sich leisten kann
Knall auf Fall seinen Posten einfach hinzuwerfen - sein Gehalt läuft ja bis
zum Lebensende weiter, Dienstwagen, Büro und Sekretärin inklusive.

Schwaches Beispiel. Lieber jemanden der zurücktritt, als irgenwelche Seeslkleber..

Zum Beispiel die Politik, die unfassbare Schuldenberge aufhäuft und dann
in Sonntagsreden über "Generationengerechtigkeit" schwadroniert. Die von
millionenteuren Stadtschlössern träumt und zulässt, dass es in Schulen und
Kindergärten reinregnet. Die in guten Zeiten Geld verpulvert und in der
Krise dann den Gürtel plötzlich enger schnallen will, aber immer nur bei
den anderen und nie bei sich selbst.

Liebe Frau Bundeskanzlerin, nicht die Menschen, sondern der Staat hat dank
Ihrer tätigen Mithilfe möglicherweise über seine Verhältnisse gelebt.

Im Kern richtig, nur viel zu weichgekocht ausgedrückt.

Ganz sicher aber wird er unter seinen Möglichkeiten regiert.

Ganz sicher nicht; was Deutschland braucht ist nicht "mehr Regierung", sondern weniger. Weniger aus Berlin und gar nichts mehr aus Brüssel!

Gruß

Sophie X


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