Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Welt: Familienkrieg um Ulrike Meinhof

pappa_in_austria, wien, Friday, 04.06.2010, 13:31 (vor 5696 Tagen) @ pappa_in_austria

Die Welt

So schwebt über den harten Missbrauchsvorwürfen eine ganz andere Debatte: Entweder geht Ulrike Meinhof als Terroristin und Rabenmutter in die Geschichte ein. Oder als eine verirrte intellektuelle Seele, die ihre Kinder vor einem bösen, kranken Vater schützen wollte. Diese verschiedenen Bilder konkurrieren seit Längerem miteinander. Die linke Publizistin Jutta Ditfurth hat mit ihrer Biografie vor wenigen Jahren ein idealisierendes Meinhof-Bild gegen das ebenso faktenreiche wie kühle Recherchewerk Stefan Austs gestellt. In den vergangenen Tagen kam es nun zum Showdown dieser Entwürfe.

Nach dem bewegenden Leidensprotokoll im "Stern" legte die mit Anja Röhl seit Längerem bekannte Autorin Jutta Ditfurth in mehreren Interviews nach und behauptete, "seit Jahren" vom Missbrauch gewusst zu haben. Die Tatsache, dass sich in ihrer 2007 veröffentlichten Meinhof-Biografie lediglich ein paar dunkle Andeutungen befinden, erklärt Ditfurth gegenüber dieser Zeitung mit juristischem Druck: "Anja Röhl durfte über den Missbrauch nicht schreiben, weil die Sache als verjährt gilt."


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