Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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@Expat und alle: Vollquote - und wo ist der Kommentar? (k/t)

Ekki, Thursday, 03.06.2010, 13:24 (vor 5698 Tagen) @ Expat unplugged

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,698198,00.html

1)
Expat, kannst Du das vielleicht mal kommentieren? Du lebst doch

in

dieser Weltgegend.

2)
In Polen habe ich Ähnliches beobachtet: Zwar wird da nicht
aufdringlich in der medizinischen Geschichte von Wildfremden gestöbert,
aber wenn die Rede auf den Familienstand kommt, wird man z.B. gefragt:
"Willst du denn nicht ein Stück von dir auf Erden hinterlassen,

wenn

du nicht mehr bist?"[/b][/i] Und daß Jungverheiratete von ihren Familien

in

puncto Nachwuchs unter Druck gesetzt werden, habe ich schon vor meinen

10

Jahren Polen gehört - und es stimmt auch. In meiner nächsten Umgebung
konnte ich den Effekt beobachten: Nacheinander verabschiedeten sich die

von

mir rekrutierten Übersetzerinnen in die Mutterschaft (i.d.R. 2 Kinder

kurz

hintereinander) und zogen sich als Telearbeiterinnen in die Häuser

zurück,

für die sie ihren Männern die Kredite aus den Rippen geleiert hatten.

In

den anderen Abteilungen Ähnliches - gemildert lediglich durch die

Tatsache,

daß unsere Juristen und Ökonomen ja im Gegensatz zu den Übersetzern

ständig

direkt mit Mandanten arbeiten müssen und sich ein reines

Tele-Arbeitertum

nicht leisten konnten. Die sorgten dann entweder für eine Betreuung

ihrer

Kinder, oder wechselten zu anderen Unternehmen, die noch
familienfreundlicher waren als unseres, welches ohnehin schon
Auszeichnungen ob seiner Familienfreundlichkeit erhalten hat. Die noch
familienfreundlicheren Unternehmen haben dann wohl auch ihren leitenden
Mitarbeiterinnen Telearbeit ermöglicht oder was - ich weiß es nicht.

3)
Ein glänzender Beleg für meine These, daß die Familienpolitik
aller bisherigen Bundesregierungen deshalb ins Leere

läuft,

weil das Fortpflanzungsverhalten nichts, aber auch gar

nichts[/b][/u]

mit Geld zu tun hat. Die innere Einstellung[/u] macht's.

4)
Daß ich mich in einem solche gesellschaftlichen Klima nicht
wohlfühlen
würde, habe ich ja in Polen am eigenen Leibe erlebt. Wer
weiß, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich als Pole geboren worden

und

dem besagten gesellschaftlichen Druck ausgesetzt gewesen wäre und

mir

nicht eine eigene Wohnung hätte leisten können,[/b] in der ich

friedlich

vor mich hin onanieren hätte können, um dann im Kontakt mit der
Weiblichkeit ganz entspannt zu sein. Bereits im

kommunistischen

Polen[/b] war es ein Thema, daß junge Leute wg Wohnungsnot auch nach

der

Heirat bei einem der Schwiegerelternpaare leben mußten, was dann nicht
selten zum Auseinanderbrechen der Ehe führte, weil die Schwiegereltern

sich

in alles einmischten. Und deshalb beobachte ich es mit Sorge, daß

auch

im "Westen" aufgrund der Wirtschaftskrise immer mehr junge Menschen
gezwungen sind, imm "Hotel Mama" zu bleiben. Da ist dann, wenn man
entsprechende Eltern hat, auch das Sexual-/Fortpflanzungsverhalten

unter

"schönster" Kontrolle.[/b] In meinem eigenen Leben ist 1982 eine

Beziehung

in die Brüche gegangen, weil ich nach einem abendlichen Besuch bei

meiner

Freundin, die im Haus ihrer Eltern in einer Dachwohnung lebte,

übernachtet

hatte, ohne daß wir ihre Eltern vorher konsultiert hatten. Daß wir dabei

in

getrennten Betten schliefen, weil wir beide viel zu viel Angst vor

einem

"Betriebsunfall" hatten, ist das Tüpfelchen auf dem I in dieser

Tragödie.


Gruß

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


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