Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die Wahrheit, die Logik und der Feminismus

Zeitgenosse, Sunday, 30.05.2010, 15:03 (vor 5698 Tagen)

Wir wundern uns ja alle schon seit geraumer Zeit immer wieder über die geradezu haarsträubende Unlogik und Faktenresistenz des Feminismus. Hierzu Textauszüge aus Weiningers "Geschlecht und Charakter":

Die Frage ist, ob jemand die logischen Axiome als Kriterien der Gültigkeit seines Denkens, als Richter über das, was er sagt, anerkennt oder nicht, ob er sie zur steten Richtschnur und Norm seines Urteils macht. Eine Frau nun sieht nie ein, daß man alles auch begründen müsse; da sie keine Kontinuität hat, empfindet sie auch kein Bedürfnis nach der logischen Stützung alles Gedachten: daher die Leichtgläubigkeit aller Weiber. Also im Einzelfall mögen sie konsequent sein, aber dann ist die Logik nicht Maßstab, sondern Werkzeug, nicht Richter, sondern meistens Henker. Dagegen wird eine Frau durchaus, wenn sie eine Ansicht äußerte, und der Mann so dumm wäre, dies überhaupt ernst zu nehmen und einen Beweis von ihr verlangte, ein solches Ansinnen als unbequem und lästig, als gegen ihre Natur gerichtet empfinden. Der Mann fühlt sich vor sich selbst beschämt, er fühlt sich schuldig, wenn er einen Gedanken, habe er ihnen nun geäußert oder nicht, zu begründen unterlassen hat, weil er die Verpflichtung dazu fühlt, die logischen Norm einzuhalten, die er ein für allemal über sich gesetzt hat. Die Frau erbittert die Zumutung, ihr Denken von der Logik ausnahmslos abhängig zu machen. Ihr mangelt das intellektuelle Gewissen. Man könnte bei ihr von „logical insanity“ sprechen.
(Weininger- Geschlecht und Charakter)

Ein Wesen, das nicht begreift oder nicht anerkennt, daß A und non-A einander ausschließen, wird durch nichts mehr gehindert zu lügen; vielmehr, es gibt für ein solches Wesen gar keinen Begriff der Lüge, weil ihr Gegenteil, die Wahrheit, als das Maß ihm abgeht; ein solches Wesen kann , wenn ihm dennoch Sprache verliehen ist, lügen, ohne es zu wissen, ja ohne die Möglichkeit zu erkennen, daß es lügt, da es des Kriteriums der Wahrheit entbehrt. „Veritas norma sui et falsi est.“ Es gibt nichts Erschütternderes für einen Mann, als wenn er, einem Weibe auf eine Lüge gekommen, sie fragt: „Was lügst Du?“ und dann gewahren muß, wie sie diese Frage gar nicht versteht und, ohne zu begreifen, ihn angafft, oder lächelnd ihn zu beruhigen sucht – oder gar in Tränen ausbricht.
(Weininger – Geschlecht und Charakter)

Ich habe diese Aussage an anderer Stelle, ich weiß nicht mehr wo und vom wem, auch in folgender Form aufgeschnappt:

Der Mann argumentiert, um etwas als wahr zu beweisen. Die Frau argumentiert, um etwas (für sich) zu erreichen.

Gruß

Zeitgenosse


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