Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation

peilbeil, Friday, 14.05.2010, 14:38 (vor 5712 Tagen) @ Movemen

Es bleibt demnach die Zeitfrage. Weitere zehn oder fünfzehn Jahre mag
mancher hier im individuellen Lebensplan nicht haben, weil die Kinder bis
dahin groß sind, die berufliche Karriere sich dem Ende zuneigt, alle
privaten Schlachten geschlagen sind. Aber politisch muss man diese
Zeitspanne ansetzen, bis ein wirksames Gegengewicht zum
institutionalisierten Feminismus existiert.

Glaube ich nicht. Ich denke, wenn der Feminismus kollabiert, dann sehr schnell oder garnicht. Es kommt für die Lebensdauer eines Gedankensystems nicht darauf an, ob es wahr oder falsch ist, sondern ob es sich mit den Zeitumständen verträgt oder nicht. Der Staatsfeminismus ist saumäßig teuer und verlangt eine statische, pazifizierte Umgebung. Der Feminismus parasitierte in einem Zeitraum, in dem sich Volkswirtschaften von der wertschaffenden Güterproduktion abkehrten und von der Finanzblasenökonomie (sprich Verschuldung) abhängig wurden. Verfügung über Geld und jurisische Macht wurde virtualisiert und die Gesellschaft mit Scheindiskursen überzogen. Diese Welt bricht gerade zusammen, mit Allem - ich wiederhole: Mit Allem!


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