lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation
Hier zum zerpflücken:
http://www.freitag.de/community/blogs/magda/gender-mainstreaming---ein-gespenst
Der Verweis darauf, was nicht fehlen darf.
Die beschriebene Veranstaltung bestand mehrheitlich aus profeministischen und genderlastigen Akteuren. Der Schwerpunkt lag darauf, GM als Vorteils-Konzept für Männer und Frauen zu verkaufen. Jeder Widerspruch wird als biologistisch und rechts (was rechtsradikal bedeuten soll) abgewürgt. Aber, und das ist entscheidend:
Der Staats- und Medienfeminimus sieht sich an die Wand gedrängt. Nicht die "Rechten" sind eine Minderheit, sondern die Mehrheit der Bevölkerung weiß nichts über den Feminismus, - weder über den historischen noch den gegenwärtigen - noch wissen sie, wie frauenzentriert Gender Mainstreaming arbeitet. Viele glauben, es wäre ein neues pädagogisches Konzept und da sie mit solchen Spielereien schon in der eigenen Schulzeit konfrontiert waren, ist es halt der Lauf der Moden an Schulen. Welch ein Irrtum.
Wichtigster Punkt bleibt aber das Eingeständnis feministischer Protagonisten, dass man die Gleichberechtigung nur dialogisch mit den Männern führen kann. Hier zeigt sich die tiefe Verunsicherung durch die Männerbewegung. Die Öffentlichkeit kruder Methoden und antidemokratischer Machenschaften solcher Schweine, die immer etwas gleicher sind, ist nicht mehr zu leugnen. Nun wird versucht, sich über die Zeit zu retten, indem man Sozialverträglichkeit heuchelt. Das begann nicht mit der Debatte unter den Piraten, nicht mit der Mädchenmannschaft, nicht mit Gesterkamp oder dem Manifest der lila-grünen Pudel. Die mediale Aufmerksamkeit der letzten Jahre hat viele in das Lager der Maskulisten gezogen, die sich noch nicht öffentlich äußern, aber ihre Ansichten zumindest im privaten und beruflichen Bereich äußern, wenn sie sich als Journalisten noch nicht an die Öffentlichkeit trauen. Die üblichen Wendehälse werden aber noch rechtzeitig aus den Löchern kriechen und ihr Fähnchen in den Wind hängen.
Der Vorwurf der Rechtslastigkeit oder des Konservativismus muss keinen treffen. Auch nicht die Publikationen in der JF. All diese Formen der Teilhabe am Meinungsprozeß bekunden nur das Potential, welches notfalls auch in die ZEIT, FAZ, SPIEGEL, TAZ einfließt. Und die Drohkulisse, dass eine wirtschaftliche Katastrophe oder Verschlechterung der finanziellen Rahmenbedingungen den Feminismus nachhaltig beschädigt, dürfte ebenso zu erwarten sein. Was ist GM noch wert, sollte der Euro kippen und die EU ihren Einfluss verlieren? Hier gilt weiterhin, dass in guten Zeiten linke Männerpolitik ein Mittel der Wahl sein kann, wenn es auch verpufft, wie exemplarisch Hollstein oder Arne Hoffmann erleben können. Der linke Diskurs wird immer den Feminismus verteidigen und neben der generellen Gleichstellung nicht effektiv die Strukturen seines Selbstverständnisses in Teilen aufgeben können.
Rechtskonservativismus und Liberalismus sind - man erinnere sich an Augstein - weiterhin die bessere Wahl in der Außendarstellung. Auf der linken Seite, wenn man schon mit diesen Schablonen arbeiten muss, wird sich die Diskussion weiter festfressen. Da gibt es vielleicht einen Männergesundheitsbericht, eventuell eine Reaktion auf die prekäre Lage von Jungen in der Schule. Aber nur im Rahmen feministischer und der GM-Logik. Die Jungs werden dann getröstet und weiterhin abgemeiert, dass sie ruhig mal in der Schule schwach sein können und den Männern wird empfohlen beruflich kürzer zu treten, Babyurlaub zu nehmen und weniger Zigaretten zu konsumieren. Mehr wird von links nicht kommen. Wohlfeile Vorschläge im Sinne einer sich an die Wünsche der Frauen anpassenden neuen Männlichkeit. Da wird nichts ausgehandelt, sondern die Anteilnahme wird als neue alte Forderung daherkommen.
Im Familienrecht wird sich nichts bewegen. Das letzte Urteil der EU zur Gleichbehandlung väterlicher Interessen bei nicht-ehelichen Kindern ist stillschweigend zur Kenntnis genommen worden und das Justizministerium will das Problem aussitzen. Das ist das Dialogische des Feminismus. In Amt und Würden sind Leutheuser-Schnarrenberg oder Zypries oder Schröder/Köhler trotz aller Beteuerungen nur dabei, Frauenpolitik zu machen - und die ist dann schon mal von Untätigkeit gekennzeichnet.
Und die Wirtschaft mag in der Gestalt von Hans-Olaf Henkel bei solchen Veranstaltungen den Kopf schütteln, danach geht man nach Hause, macht wieder Geld, macht noch mehr Geld, macht, das andere Geld machen und wird auf politischen Druck eine Non-Profit-Quote einführen. Lästig, wie eine Bauvorschrift oder Produktionsauflagen, aber über den Preis der Ware sozialisierbar.
Es bleibt demnach die Zeitfrage. Weitere zehn oder fünfzehn Jahre mag mancher hier im individuellen Lebensplan nicht haben, weil die Kinder bis dahin groß sind, die berufliche Karriere sich dem Ende zuneigt, alle privaten Schlachten geschlagen sind. Aber politisch muss man diese Zeitspanne ansetzen, bis ein wirksames Gegengewicht zum institutionalisierten Feminismus existiert. Und so, wie man die Erfahrungen an die Söhne weiterreicht, muss man den Feminismus mit den Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen, als Multiplikator und kommunizierend weitertragen. Momentan wackelt der Turm zu Babel schon mächtig. Der Maskulismus und die Männerrechtsbewegung sind Bestandteil der öffentlichen Debatte. Und der besetzte Raum wird täglich größer.
gesamter Thread:
- lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation -
vt,
14.05.2010, 06:55
- lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation - Kurti, 14.05.2010, 08:25
- lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation -
Movemen,
14.05.2010, 08:26
- Freitag setzt angeblich auf Deeskalation -
Eugen,
14.05.2010, 13:13
- oh doch, die wollen euch nur nicht dabei haben -
vt,
14.05.2010, 17:05
- und um eine ältere Diskussion zum Thema GM -
vt,
14.05.2010, 17:30
- die BlockwärterIn -
XRay,
14.05.2010, 17:40
- die BlockwärterIn -
vt,
14.05.2010, 18:07
- die BlockwärterIn -
XRay,
14.05.2010, 18:56
- genau so - vt, 14.05.2010, 19:32
- die BlockwärterIn -
XRay,
14.05.2010, 18:56
- die BlockwärterIn -
vt,
14.05.2010, 18:07
- die BlockwärterIn -
XRay,
14.05.2010, 17:40
- und um eine ältere Diskussion zum Thema GM -
vt,
14.05.2010, 17:30
- Freitag setzt angeblich auf Deeskalation - Kurti, 14.05.2010, 19:04
- oh doch, die wollen euch nur nicht dabei haben -
vt,
14.05.2010, 17:05
- lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation - Garfield, 14.05.2010, 14:19
- lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation - peilbeil, 14.05.2010, 14:38
- Freitag setzt angeblich auf Deeskalation -
Eugen,
14.05.2010, 13:13
- lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation -
Kurti,
14.05.2010, 08:55
- lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation - Balthasar, 14.05.2010, 12:22
- lesbo-feministische Zeitung Freitag setzt auf Deeskalation - XRay, 14.05.2010, 17:16
- Ja, das hätten die wohl gerne - nichts da, wer... - Ein Mann, 14.05.2010, 19:09