Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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OT: Einstampfen & verdampfen...hirnlos ohne Zukunft - nur noch weg aus Underdog -D!

Garfield, Tuesday, 11.05.2010, 17:26 (vor 5715 Tagen) @ Michi

Hallo Michi!

Konsequenzen aus NRW-Wahl:
Koch will bei Kindern und Bildung sparen

Als ich das las, klang das für mich erstmal wie ein Racheplan, so nach dem Motto, "na, sollen sie mal sehen, was es ihnen bringt, uns abzuwählen". :)

Aber so verkehrt ist der Vorschlag gar nicht. Im Bildungswesen sehe ich durchaus Sparpotenzial: Gelder für "Mädchenförderung" kann man problemlos streichen. Gelder für irgendwelche "Gender Mainstreaming"-Maßnahmen sowieso. Geplante Umbauten von Schulgebäuden zwecks Umgestaltung zu Ganztagsschulen oder auf behindertengerechte Einrichtungen kann man ebenfalls streichen oder zumindest aufschieben - das wird zwar Einigen übel aufstoßen (insbesondere der Bauindustrie), aber die überwiegende Mehrheit wird dadurch nicht betroffen sein. Solche Maßnahmen kann man ja durchführen, wenn ohnehin eine Renovierung fällig ist, aber extra Geld nur dafür locker zu machen, ist ein Luxus, den wir uns schon lange nicht mehr leisten können.

Und bei Kindern gibt es auch Sparpotenzial:

Die geplante Garantie für einen Kindergartenplatz klingt ja schön und gut, aber wieso soll eine Alleinerziehende, die den ganzen Tag zu Hause sitzt, einen Kindergartenplatz garantiert bekommen? So eine Garantie macht nur Sinn für erwerbstätige Eltern.

Aber auch da frage ich mich, wieso Firmen keine Kindergärten für bei ihnen beschäftigte Eltern einrichten bzw. den Eltern keine Zuschüsse dafür zahlen können. Wieso muß das immer alles am Effektiv-Steuerzahler hängen bleiben?

Generell kann man auch bei finanziellen Leistungen für Kinder durchaus sparen. Das mag erst einmal hart klingen. Aber das Problem bei solchen Subventionen besteht darin, daß sie den Empfängern de facto gar nichts bringen. Üblicherweise werden nämlich dann immer die Preise entsprechend erhöht, so daß die Subvention flugs in andere Taschen weiter fließt. Die Arschkarte hat dann aber der Effektiv-Steuerzahler, der die Subvention finanzieren muß. Und oft schadet die Subvention sogar auch den Empfängern, weil diverse Preise in der Summe so stark erhöht werden, daß die Subvention das gar nicht ausgleicht.

Das gilt so natürlich für sämtliche Subventionen, die Privatleute oder Firmen bekommen können. Da gibt es jede Menge Sparpotenzial, und damit kann man obendrein auch noch einen gewissen Ausgleich für die zu erwartende erhöhte Inflation schaffen. Denn Subventionsstreichungen bewirken manchmal Preissenkungen.

Allein in der Landwirtschaft könnte man so Milliarden einsparen. Dann gehen zwar die Lebensmittelpreise wahrscheinlich hoch, aber wenn man gleichzeitig auch noch bei der "Entwicklungshilfe" spart, gleicht sich das wieder zumindest teilweise aus. Denn die "Entwicklungshilfe" hat ja vor allem den Zweck, Überproduktion gewinnbringend in den Export abfließen lassen zu können, auch für die Landwirtschaft. Was hier natürlich die Preise hoch drückt. Auch könnte man durch solche Sparmaßnahmen ja die Steuern senken, was weiteren Ausgleich schaffen würde. Und die Bauern in den Entwicklungsländern wären darüber auch froh - dann gäbe es da wohl auch weniger Probleme mit Hungerkatastrophen.

Sparpotenzial sehe ich außerdem auch noch beim Verwaltungswasserkopf und bei Politikerprivilegien - aber davon hat der Herr Koch selbstverständlich nicht geredet.

Man wird natürlich wieder einmal nur überall dort sparen, wo es nichts zu sparen gibt und anderweitig das Geld weiterhin sinnlos milliardenweise zum Fenster hinaus baggern.

Freundliche Grüße
von Garfield


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