Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das Problem ist schon da

Gismatis, Basel, Tuesday, 11.05.2010, 05:54 (vor 5716 Tagen) @ Buttfrog

Hallo Buttfrog

Du hast dir ein schönes Gedankengebäude aufgebaut, das allerdings auf wackligen Füßen steht. Deshalb einige Anmerkungen und Richtigstellungen:

Ein anderes Problem liegt in der Sache selbst: Ob jemand überhaupt von
Natur aus homosexuell wird, ist noch überhaupt nicht sicher;

Doch, das ist ziemlich sicher. Anders ist es kaum zu erklären, dass Leute mir nichts dir nichts homosexuell werden, auch solche, die in einem Umfeld aufwachsen, wo Homosexualität verpönt und daher kein Thema ist.

was heute zu
hinterfragen verboten ist, zeigte in früheren Forschungen ein breites
Spektrum von möglichen Faktoren.

Die Forschungen waren halt zum Teil sehr unwissenschaftlich und ideologisch motiviert. Das war etwa so wie bei den heutigen "feministischen Wissenschaften". Tatsächlich ist man heute nicht viel schlauer als vorher. Immer wieder wird versucht, die Ursache der Homosexualität zu ergründen. Häufigstes Ziel dabei ist, Homosexualität heilen oder verhindern zu können. Angesichts des mangelnden Krankheitswertes von Homosexualität ist dieses Vorhaben zu recht verpönt.

Der Mensch ist in seiner natürlichen
Anlage vielleicht heterosexuell, aber er ist nicht unverwirrbar. Das
scheinen die häufigen Missbrauchsfälle in vielen Homosexuellenbiografien
zumindest nahezulegen.

Die meisten wurden aber nicht missbraucht. Also scheidet das als Erklärung aus.

Das Paradox der Advokaten der Homosexualität liegt darin, dass sie sich
ihres Selbstverständnisses wegen auf eine Position festlegen, die
Homosexualität als etwas Naturgegebenes, damit Unhinterfragbares festlegt;
die Natur wird hier also zur Rechtfertigung. Auf der anderen Seite sehen
sie sich von der natürlichen Art der Verhältnisse bedroht, weshalb sie
missionieren müssen. Sie tun dies unter dem Vorwand, die andere Seite habe
bereits missioniert, und sie würden das Gleichgewicht nur wieder herstellen
(Stichwort: "Zwangsheterosexualität"). Während die Natur also als
Rechtfertigung dient, wenn es darum geht, Homosexualität ihren Platz zu
verschaffen, wird sie in Frage gestellt, wenn es sich um die heterosexuelle
Norm handelt.

Das ist ein Missverständnis. Die "Zwangsheterosexualisierung" wird so verstanden, dass eigentlich Homosexuelle zu einem heterosexuellen Leben gezwungen werden, nicht dass jeder Heterosexuelle genauso gut hätte homosexuell werden können.

Was gewünscht wird, ist die Verunsicherung - ausdrücklich. Denn
Verunsicherung schafft Instabilität, und es geht darum, die
"zwangsheteroseuelle Matrix" zu zerstören. In einem Umfeld, in dem man
nicht mehr richtig oder falsch, gesund oder ungesund entscheiden kann, ist
alles möglich, und der oder die eine der "Initiierten" wird wohl auch den
einen oder anderen unsicheren Teenager auf seinem Weg des Ausprobierens
abgreifen und für die Sache gewinnen können.

Es geht hier um sexuelle Orientierung und nicht um Religion. Die sexuelle Orientierung ist normalerweise recht stabil. Das ist also nichts, worin man sich bekehren lassen kann wie bei Glaubensfragen. Nehmen wir an, Jugendliche sind wirklich so leicht beeinflussbar. Wo sind denn dann die Scharen von Jugendlichen, die plötzlich homosexuell werden oder nicht mehr wissen, was sie sind?

Das alles geschieht zum puren
Eigennutz. Für die Gesellschaft ist Homosexualität ohne Bedeutung und
Nutzen, sie schafft keine Stabilität, sondern führt der Sache selbst wegen
(auch wenn man das fortgesetzt der Nichtakzeptanz des gesellschaftlichen
Umfeldes zuzuschreiben versucht) zu fortgesetzten Unsicherheiten.

Bei den meisten besteht bezüglich der eigenen sexuellen Orientierung keine Unsicherheit. Wer unsicher ist, soll sich beraten lassen und Homosexuelle in Ruhe lassen mit seinen Neurosen.

Und die Bemühungen, das zu "normalisieren" werden weitergehen. So wie der
Umstand, dass Frauen die völlige Selbstaufgabe zugunsten des Jobs meiden,
von BerufsbenachteiligungssucherInnen (der Wortlänge wegen mit Binnen-I
geschrieben :-p)als unverrückbarer Beleg für die noch immer vorhandene
Unterdrückung von Frauen interpretiert wird und jedes männer- und
jungendiskriminierende Eingreifen legitimiert, so wird die natürliche (aber
verwirrbare) Veranlagung der Menschen, sich einen gegengeschlechtlichen
Partner zu suchen, um eine Familie mit eigenen Kindern zu gründen, von den
ZwangsheterosexualitätsnormierungsmechanismensucherInnen als Argument für
noch weiter greifende Manipulationserfordernisse angesehen werden. Diese
immer frühere, immer umfassendere Beeinflussung wird kommen, und sie wird
zu unseren bereits vorhandenen Problemen noch weitere hinzufügen.

Bleib doch auf dem Boden der Tatsachen! Damit dies eintrifft, muss deine Annahme zutreffen, dass Jugendliche wirklich so leicht beeinflussbar sind, wofür es nicht den geringsten Hinweis gibt, sondern nur deine Spekulationen. Zweitens muss diese Verunsicherung in einem Maß stattfinden, das alles bisher Gekannte in den Schatten stellt.

Ich glaube, es ist absolut illusorisch, anzunehmen, dass Leute, die
bereits jetzt ohne Selbstprüfung ihrer Thesen vorgehen, angesichts des
kompletten Scheiterns eines Tages aus ihrem Wahn erwachen und davon
ablassen. Selbstzerstörerisches Verhalten schwächt sich nicht ab, sondern
verstärkt sich, bis zum nicht mehr ausweichbaren Ende.

Dann schlage ich vor, dass du als erstes mal deine eigenen Thesen überprüfst!

Toleranz ist ein hohes und verteidigenswertes Gut, aber sie wird
bedeutungslos und sogar schädlich, wenn sie gar keine Grenzen kennt. Zu
tolerieren, was zum Schaden ist, ist ein Irrweg, den zu denken zu verlernen
die Menschen heute erst wieder lernen müssen. Dazu müssen sie es zuerst mit
dem Drachen P.C. aufnehmen, der jeden in seinem Feuer der Meinungshoheit zu
verbrennen droht, der über diese Grenzen öffentlich nachdenkt.

Vor allem müssen einige lernen, dass Toleranz kein Selbstbedienungsladen ist, in dem man sich das aussucht, was man ohnehin tolerieren kann, während man alles andere flugs zum nicht tolerierbaren schädlichen Einfluss erklärt!

Gruß
Gismatis

--
www.subitas.ch


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