Was ist Geld... und die Eurokrise...
Hallo Steuerzahler
90 Prozent der Bevölkerung sind gegen die Finanzierung maroder Staaten.
Aber über 90 Prozent der selbstgefälligen Volksvertreter stimmen genau
anders herum!
Die Volkswirtschaften (insbesondere innerhalb der EU) sind derart stark miteinander verzahnt, dass es keine Rolle spielt, ob 90 Prozent der Bevoelkerung gegen die Finanzierung maroder Staaten sind. Die enge Verbundenheit all dieser Volkswirtschaften zwingt die relativ besser gestellten Staaten zur Finanzierung der akut vom Konkurs bedrohten Staaten, weil deren Bankrott sonst einen Dominoeffekt ausloesen und auf die noch nicht konkursiten Staaten zurueckwirken wuerde. Eine Wahl hat man also faktisch gar nicht mehr. Nur glauben ueber 90 Prozent der Bevoelkerung, dass sie noch eine Wahl haetten - diese Wahl besteht jedoch hoechstens in der Art des Untergangs; die Abwendung desselben steht als Option gar nicht mehr zur Wahl.
Wuerde man Griechenland heute nicht 'retten', muesste man morgen die heimischen 'systemrelevanten' Finanzinstitute und erhebliche Teile der Exportindustrie 'retten', welche einen Glaeubigerstatus gegenueber der griechischen Wirtschaft einnehmen. Und selbst wenn der Griechenbankrott allein das Genick der Eurozone nicht braeche, stehen weitere potentiell bankrotte PIGS-Staaten zur Sanierung an, die beim Praezedenzfall eines griechischen Staatsbankrotts sofort akut wuerden. Derselbe Effekt natuerlich bei der Verabschiedung von Hilfspaketen: sofort machen auch die anderen Staatsbankrotteure die hohle Hand und verlangen nach Hilfe.
Die staatliche Wohlfahrt steckt bis zum Hals in dieser Verschuldungsspirale mit drin und ihr droht inzwischen schon bei geringeren Stoerungen auf dem Geld- und Kapitalmarkt der Kollaps; das war auch der Grund, weshalb in der Finanzkrise der letzten beiden Jahre beispielsweise gewisse Banken als 'systemrelevant' deklariert und in der Folge gerettet werden mussten. Es ging nicht um das 'too big to fail' von gewissen Finanzinstituten sondern um die aeusserst enge Verquickung zwischen der (staatlichen) Wohlfahrtsindustrie, (privatwirtschaftlichen) Grosskonzernen aus der Finanzindustrie sowie der Volkswirtschaftspolitik, die Wohlfahrt und Hochfinanz in einen gesetzlichen und waehrungspolitischen Rahmen einbettet. Faktisch haben wir es mit einem Korporationismus zwischen Staat und Grosskonzernen zu tun, wie wir ihn von sozialistischen, faschistischen und nationalsozialistischen Staaten kennen. Kommunistische Regimes gingen sogar noch weiter, beseitigten die privatwirtschaftlich gefuehrten Unternehmen weitgehend und verleibten deren Aktiva in das Staatswesen ein, wie es der marxistischen Doktrin entspricht.
Ausnahmslos alle Staaten der westlichen Welt sind marode. Sie unterscheiden sich nur darin, dass einige von ihnen naeher am Bankrott stehen als andere. Demnach ist der Ausgang dieser Tragoedie vorherbestimmt. Am vergangenen Wochenende wurde einfach der Zeitpunkt des Zusammenbruchs der Eurozone etwas hinausgeschoben. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich rechne mit dem Zusammenbruch in 20 bis 30 Jahren (mit viel Glueck vielleicht erst in 40 Jahren); wenn's dumm laeuft, kann er aber auch schon in den naechsten zehn Jahren eintreffen.
Das hat Revolutions-Ausmaße, zumal im eigenen Land nicht einmal
Geld zur Beseitigung der Schlaglöcher da ist!
Ob es in der Zukunft eine Revolution gibt, wird sich zeigen. Wahrscheinlicher ist, dass das konkursite System unter seiner eigenen Last zusammenkracht, und dann kommen die gnadenlosen Verteilungskaempfe mit den entsprechend hohen Opferzahlen. Wenn es eine Revolution gibt, dann hoechstens eine unter dem Eindruck des in naher Zukunft ohnehin zusammenbrechenden Wirtschaftssystems.
Fegt diese selbsternannten Volksvertreter weg!
Und mit ihnen den Staats-Feminismus!
Beide werden so oder so abtreten muessen. Doch was kommt danach?
Gruss
Maesi
gesamter Thread:
- Was ist Geld... und die Eurokrise... -
Ein Mann,
02.05.2010, 10:45
- Was ist Geld... und die Eurokrise... -
Steuerzahler,
02.05.2010, 10:48
- Was ist Geld... und die Eurokrise... -
Ein Mann,
02.05.2010, 11:31
- der feine Unterschied -
Michael,
02.05.2010, 14:08
- der feine Unterschied - guerrero, 02.05.2010, 14:39
- der feine Unterschied -
Michael,
02.05.2010, 14:08
- Was ist Geld... und die Eurokrise... -
Maesi,
04.05.2010, 00:09
- Was ist Geld... und die Eurokrise... - Steuerzahler, 04.05.2010, 01:20
- Der Untergang ... - bla, 04.05.2010, 05:34
- Was ist Geld... und die Eurokrise... -
Ein Mann,
02.05.2010, 11:31
- Was ist Geld... und die Eurokrise... -
Oliver,
02.05.2010, 12:02
- Was ist Geld... und die Eurokrise... -
Ein Mann,
02.05.2010, 12:27
- euro-diefalle-schnappt-zu - Ein Leser, 02.05.2010, 13:21
- Was ist Geld... und die Eurokrise... -
Ein Mann,
02.05.2010, 12:27
- Jeder, der das wissen wollte kennt das Thema seit Einführung des Euros.... (nT) -
Swen,
02.05.2010, 13:24
- Jeder, der das wissen wollte kennt das Thema seit Einführung des Euros.... (nT) - Oliver, 02.05.2010, 13:37
- Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent -
jens_,
02.05.2010, 14:26
- "Money as Debt – Geld als Schuld" - Mus Lim, 02.05.2010, 22:31
- Interview mit Prof. Schachtschneider -
Mus Lim,
02.05.2010, 22:17
- Lauf durchziehen und aufmunitionieren: Den Rechtsstaat gegen diese Regierung verteidigen! -
TZone,
02.05.2010, 23:28
- Lauf durchziehen und aufmunitionieren: Den Rechtsstaat gegen diese Regierung verteidigen! - Steuerzahler, 03.05.2010, 09:26
- Lauf durchziehen und aufmunitionieren: Den Rechtsstaat gegen diese Regierung verteidigen! -
TZone,
02.05.2010, 23:28
- Was ist Geld... und die Eurokrise... -
Steuerzahler,
02.05.2010, 10:48