Kleine Überlegung zu "Gleichberechtigung" und "Gleichstellung"
Man stelle sich die Welt mal als ein riesiges "Die Reise nach Jerusalem" vor, allerdings nicht nur mit einer Schulklasse, sondern mit Abermillionen von Menschen beiderlei Geschlechts als Teilnehmern. Es findet ein Wettbewerb statt und eine Selektion, weil nach jeder Runde ein Teilnehmer ausscheidet und ein Stuhl weg genommen wird. Der Wettbewerb wird von persönlichen Eigenschaften bestimmt, wie z.B. Schnelligkeit, Beharrlichkeit, Intelligenz, Bildung, persönliche Interessen, Geschicklichkeit, Beharrlichkeit, Kreativität, Mut, Risikobereitschaft, Motivation, aber auch einfach dem blankem Zufall, eigenen Entscheidungen, Präferenzen, von allen nur irgendwie möglichen Dingen. Aber niemand wird aufgrund seines Geschlechts bevorzugt oder benachteiligt. Es gibt keine Diskriminierung.
So funktioniert "Gleichberechtigung".
Man nehme nun an, mit jedem Durchlauf werden die verbleibenden Stühle immer wertvoller und damit natürlich begehrter.
Zudem läge - weil Männer und Frauen in ihren persönlichen Eigenschaften, die den Wettbewerb aber entscheiden, nun mal nicht absolut gleich sind - die Wahrscheinlichkeit, dass nach jedem einzelnen Durchlauf eine Frau ausscheidet bei 50,000001 % und dass ein Mann ausscheidet bei nur 49,999999 %. Man lasse es einen minimal kleinen Unterschied sein, aber eben einen Unterschied und er existiere auch, obwohl Frauen schon mit allen nur erdenkbaren Mittel gefördert werden, nicht aus dem Spiel auszuscheiden.
Nach Abermillionen von Durchläufen sind nur noch 10.000 Stühle übrig. Und aufgrund der o.g. Wahrscheinlichkeiten sind so gut wie nur noch Männer übrig. Das ist unter den gesetzten Annahmen eine mathematische Gegebenheit, aber sicher keine Diskriminierung.
Wenn man dazu noch einkalkuliert, dass an dem Spiel - freiwillig - stets weniger Frauen teilnehmen als Männer, dann ist - rein mathematisch - auch klar, dass am Ende des Spiels noch deutlich weniger Frauen übrig sind, da geringere Wahrscheinlichkeit und geringere Teilnahme miteinander multipliziert nun mal mathematisch kein anderes Ergebnis zulassen. Weniger als 50 % multipliziert mit weniger als 50 % ergibt eben noch weniger als 50 %.
Wenn man mit dem Endergebnis aus ideologischen Gründen nun nicht einverstanden ist, nicht zuletzt, weil die Stühle von Frauen und Männern gleichermaßen begehrt werden, was läge dann näher, als eine Diskriminierung zu behaupten, auch ohne sie schlüssig beweisen zu können?
Und um diese vermeintliche Diskriminierung abzustellen, wird dann gefordert, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann oder eine Frau ausscheiden, künftig bei exakt 50 % liegt. D.h., in bestimmten Abständen wird einer nach einer Runde ausgeschiedenen Frau der Stuhl eines x-beliebigen Mannes überlassen, der an ihrer Stelle aus dem Spiel ausscheiden muss, obwohl er sich erfolgreich einen Stuhl sichern konnte. Mehr noch, es wird aufgrund der unterschiedlichen Beteiligung am Spiel so oft ein erfolgreicher Mann zugunsten einer Frau aus dem Spiel ausgeschlossen, dass eine Wahrscheinlichkeit von meinetwegen 70 % besteht, dass ein Mann das Spiel verlässt und somit am Ende exakt 5.000 Frauen und 5.000 Männer übrig bleiben.
Diskriminierung. Echte Diskriminierung.
So funktioniert "Gleichstellung".
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Stuhlverrücker,
01.05.2010, 21:14
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Roslin,
01.05.2010, 22:24
- Gleichheit: Nein, Danke! - TZone, 02.05.2010, 00:41
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Roslin,
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