Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das Ende der Arbeit

Narrowitsch, Berlin, Saturday, 20.02.2010, 00:00 (vor 5794 Tagen) @ Rainer

Danke Rainer, interessantes Interview!

Dieses schmeichelt meiner Eitelkeit. Obwohl ich es nicht zum ÖK - Professor gebracht habe, komme ich seit Jahr und Tag zu vergleichbaren Schlüssen, wie der Herr Jeremy Rifkin Freilich nur mit "gefühlten" Zahlen (meine weibliche Seite?)und auf Grund von Beobachtungen.

So hat es mir die Sache mit der Maschinensteuer schon seit langem angetan, sie gehört zu meinen "geheimen" Vorschlägen zur Umverteilung von Menschen produzierten Reichtums. Sie wäre ein ernst zu nehmender Beitrag zur Entlastung des viel bejammerten Kostenfaktors "menschliche" Arbeit. Arbeitgeber stünden vor der Wahl zwischen besteuerter Automatenarbeit oder hoher Löhne. Ersteres käme der Alimentierung, derjenigen zu Gute, die es nicht zu den 12% hochqualifizierten, vermutlich genial veranlagten Arbeitern schaffen.

Richtig halte ich auch eine Ressourcensteuer. Auch bürgerliche Ökonomen überlegen seit mehr als 200 Jahren dererlei. Thomas Pain zum Beispiel- beileibe kein Kommunnist.

Allerdings , von Zeitdollars und dergleichen halte ich wenig. Trotz gewisser Tendenzen in der Produktion - Neosozialismus verböge den Segen in einen Fluch.

Jeremy Rifkin hielt wohl auch vor deutschen Politikern Vorträge. er schreibt:

"Es liegt daran, dass viele Politiker Europa lieber als Sündenbock missbrauchen, anstatt sich dem Grundproblem zu stellen: Die Arbeit verschwindet. Das will kein Politiker seinen Wählern erzählen."

Auch Westerwellen wissen um das Problem der schwindenen Arbeit....
Wie ich schon sagte, Politiker - und nicht nur die - haben kein Interesse an dem, was sie in ihren Reden phrasieren: gesellschaftliche Innovation, Zukunftsfähigkeit, neue Wege.

Mag sein, der Prof irrt, das aber werden wir einstweilen nicht erfahren, eine öffentliche Debatte seiner Ideen findet nicht statt. Aus gutem Grund.

Grüße!

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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