Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Die superstarken Power-Wummen über 40 :-)

Narrowitsch, Berlin, Saturday, 30.01.2010, 05:32 (vor 5815 Tagen) @ SelbstistderMann

Ich bin wohl zu blöd die Kommentarfunktion zu entdecken, mein eingeschränktes Blickfeld mag schuld sein. Ich hätte folgendes dem Stürmer gern geschrieben:

"Ein schöner Artikel aus der never ending story "Frauen sind die besseren Menschen, aber immer Opfer".
Ingredienzien zu solchen journalistischen Glanzleistungen: Ein paar Frauenaussagen, ein paar Studien und der Verweis auf das Ausland, samt dort ansässigen Orakeln. Mehr Recherche braucht es nicht, tiefergehende Überlegungen auch nicht. Wohltuend in diesem Artikel ist die weitgehende Abwesenheit üblicher Weisheiten aus der Zunft soziologischer und psychoanalytischer Gesellschafskonstrukteure, frei von deren Gerede ist er dennoch nicht und so vergibt die Welt abermals die Chance eine vernünftigen Denkanstoß zu einem ernsten Thema zu geben. Hier ein paar Fragen an den frauenverstehenden Autoren und seine Bedauern heischenden Powerfrauen.

1. Kann es sein, dass Frauen, die nicht selten per Quote und Sonderförderung Männern auch dann vor die Nase gesetzt werden, wenn sie nicht gleich geeignet, wohl aber gleich qualifiziert sind, dass diese Frauen sich ein gewisses Bild der erwünschten Beziehung zusammenschustern, die Männer in die Flucht jagen?
Weil männliche Leistung nur geringe Anerkennung findet? Weil diese Frauen nicht einmal Mitgefühl entwickeln für das Unrecht, was ihren Partnern geschieht? Die das gleiche tun, wie unserer wackere Autor? Die, statt die tragischen Komponenten des derzeitigen Umbruchs zu verstehen, das Etikett "Verlierer" lustvoll und reichlich zwecks Selbsterhöhung verkleben. Dem Gedanken, trotz der Männer erniedrigenden Situationen doch noch ein verständvolles , herablassungsfreies Gemeinsames zu erkämpfen, bin ich noch nirgends begegnet. Es bedeute nämlich die Umwertung aller derzeitigen Werte.

2. "Männer müssen sich auf Frauen einstellen, die besser gebildet und höher bezahlt sind als sie selbst."- weiß Herr Stürmer zu berichten - und irrt. Zumindest in Beziehungsfragen. Nein , sie müssen nicht. Wäre es anders, wäre der Artikel überflüssig.

3. Eine wachsende Zahl Männer hat so einiges begriffen. Unter anderem sehen sie für den Fall einer Vaterschaft zunehmend klarer die Gefahr bedingungsloser psychischer und existenzieller Auslieferung an eine Frau, der sehr wahrscheinlich die Selbstverwirklichung für weitaus wichtige gilt, als Gemeinsamkeit. Soll er das Risiko tatsächlich tragen?

Um das Selbstwertgefühl der Powerfrauen nicht zu gefährden, müssen sie sich selbst und ihre schreibenden Versteher männliche Angst, besser Ängste, herbei reden. Das bewahrt sie vor der bitteren Erkenntnis, dass sie als Teil des feministisch inszenierten Gendermainstream mit für den Tod eines Ideals verantwortlich sind, welches diverse Männer einst so beschrieben: Ein Mensch, das ist ein Mann und eine Frau.

In diesem Sinne freut mich jede Träne, die ach so starken Frauen heimlich weinen."

Freilich ist im Artikel mehr herauszuholen, aber ein Kommentar, länger als der Artikel, das geht nicht.

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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