Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Heuchler, verdammte

Narrowitsch, Berlin, Monday, 25.01.2010, 18:19 (vor 5819 Tagen) @ tommy (eig. reg. wgvdl.com-user)


Quelle:
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/27824/2/1#texttitel

Ob Obdachlose Männer auch elegant gekleidet und gut frisiert zum
Immo-Makler rennen? Oder beklaut man die bloß im verpissten
Obdachlosenasyl???

Nichts genaues weiß die SZ nicht, daraus macht sie einen Frauenbetroffenheitsartikel.
Zwar existieren keine repräsentativen Untersuchungen, dennoch schätzen Sozialverbände den Anteil männlicher Obdachloser auf 85%. Bleiben ca 15% weibliche Obdachlose. Weiblich?

Sofort reagiert der journalistische Reflex, der selektive und findet geschwind die richtigen Gegenstände, äh, Protagonistinnen für einen Artikel, aus dem ebenso selektive Mitmenschlickeit trieft, fest mit Standarterklärungen verlötet, der Kerle in die Schmuddelecke stellt, dort wo die Männer als verdächtige Schläger und Vergewaltiger immer abgelegt werden.

Recherchiert hat die Erfinderin des Schmarrens nur wenig, sonst wüsste sie beispielsweise, dass nicht wenige Vermieter Hartz 4 - Empfänger in ihren Häusern wohnen lassen. Vom Amt kommt die Miete pünktlich, die Nebenkosten auch.
Freilich, 1200 -Euro - Mieten übernimmt Mama Staat noch immer nicht. Nichtmal für Frauen, die sich 2 x ins Nest des Chefs legten.

"Ihre Beziehung zerbricht, weil der Freund sie mit seiner fanatischen Eifersucht quält. Was Carolin Mändler nun braucht, ist Zeit. Zeit zum Verschnaufen, Zeit, um die Ereignisse zu verkraften."

Was für eine Heuchelei! Wieviel Zeit, glaubt sie, brauchen Männer, deren Weiber die Beziehungen, gar Ehen, zerbrachen? Weiber, wie Vampire, gnadenlos, mit dem stolzen Satz auf den Lippen:"Dem hab ich die Koffer vor die Tür gestellt!" Interessiert die SZ nicht.

Die Wiki nennt ein paar Gründe, die in die Wohnungslosigkeit führen. Wer prozentual von ihnen getroffen ist, hätte die schreibende Powerwumme recherchieren können, bevor sie das weibische Klagelied anstimmt :

"Mietschulden und Zwangsräumungen mit zunehmender Tendenz

Scheidung vom Ehepartner oder Trennung vom Partner

Arbeitslosigkeit und Krankheit

Suchtverhalten wie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit

fehlende Resozialisierung nach Gefängnisaufenthalt

psychische Störungen."

Denen hilft kein Frauenhaus, den Kerlen.

Frau Christine Zerwes würde, könnte Mann sie Aug in Aug auf ihren Artikel ansprechen, natürlich behaupten. ihr Thema sei aber das Thema Frau und Obdachlosigkeit und nichts anderes. Wie sehr sie und ihr Blatt sich der erbarmungslosen Heuchelei schuldig macht, wird beiden nicht einmal auffallen. Wie diesem ebenso erbärmlichen Leserbriefschreiberling/in Joe Bergmann, der dem W. Gogolin meint eine Erklärung zum Sexismus geben zu müssen...

Wir sehen einmal mehr, Frauen und der Beruf der Journalistin verträgt sich nur selten, Gesamtzusammenhänge interessieren sie nicht, wohl aber Stimmungsmache.

Zum Erbrechen

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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