Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: So nebenbei bemerkt

Katrin, Tuesday, 23.04.2002, 16:30 (vor 8686 Tagen) @ Georg

Als Antwort auf: So nebenbei bemerkt von Georg am 23. April 2002 12:09:51:

Hi Georg,

sorry - aber so richtig viel kann ich mit solchen Weisheiten nicht anfangen... Ich will Dir sagen warum:

Was ich dir wünsche (und mir)

Dem anderen etwas Gutes zu wünschen ist ja schön. Zweifelhaft wird es für mich, wenn es rein Wünsche sind, die den anderen betreffen um MIR das Leben zu erleichtern.. :-(

Ich wünsche dir Augen,
mit denen du einem Menschen ins Herz schauen kannst
und die nicht blind werden aufmerksam zu sein auf das,
was er von dir braucht.

Natürlich wünsche ich mir einen Partner, der mir ins Herz sehen kann. Allerdings erwarte ich nicht, daß er immer weiß, was ich brauche.

Ich wünsche dir Ohren,
mit denen du auch Zwischentöne wahrnehmen kannst,
und die nicht taub werden beim Horchen auf das,
was das Glück und die Not des anderen ist.

Klar. Verständnis für den anderen aufbringen ist wichtig. Aber ich wage zu bezweifeln, ob wir nicht sowieso schon viel zu sehr "in den anderen hineingucken/ interpretieren" anstatt ihn einfach um seine Meinung zu fragen... ;-)

Ich wünsche dir einen Mund,
der das Unrecht beim Namen nennt,
und der nicht verlegen ist um ein Wort
des Trostes und der Liebe zur rechten Zeit.

Ist mir zuwenig. Kann nur noch nicht begründen warum...

Ich wünsche dir Hände,
mit denen du zärtlich liebkosen kannst
und die nicht festhalten,
was du in Fülle hast und teilen kannst.

Liebe geben - aber ja nichts zurückverlangen? Liebe heißt für mich, geben und nehmen. In der Partnerschaft sollte sich beides die Waage halten und auf die Dauer ausgleichen. Mal gibt man mehr, mal weniger, mal hält man fest, mal lässt man los.

Ich wünsche dir Füße,
die dich auf den Weg bringen zu dem,
was wichtig ist, und die nicht stehen bleiben vor den Schritten,
die entscheidend sind.

Ich wünsche dir ein Rückgrat,
mit dem du aufrecht und aufrichtig leben kannst
und das sich nicht beugt vor Unterdrückung, Willkür und Macht.

ok.

Ich wünsche dir ein Herz,
in dem viele Menschen zuhause sind und
das nicht müde wird,
Liebe zu üben und Schuld zu verzeihen.

Statt "Schuld zu verzeihen" - würde ich mir lieber den "gegenseitigen Respekt" wünschen. Respekt und Toleranz vor der Andersartigkeit meines Gegenübers.

Ein Wort gibt das andere,
und eine belanglose Meinungsverschiedenheit
wächst sich in Windeseile zu einem handfesten Streit aus.
Am Ende behält das Schweigen das letzte Wort.

Nicht immer. Es liegt an uns, wie wir mit Meinungsverschiedenheiten umgehen. Herrscht Toleranz und Respekt vor, wird wohl auch kein Streit daraus... ;-)

Ich wünsche dir, daß du stark genug bist,
deine eigenen Fehler einzugestehen,
und dich nicht länger schämen mußt für deine Schuld.

*autsch*
Damit mache ich meinem Gegenüber ein schlechtes Gewissen. Wer sagt denn, daß der andere immer Fehler macht. Warum Scham? Warum Schuld? Mein Gegenüber ist ein eigenständiger Mensch - mit eigenen Gedanken und eigenem Tun. Was ich als falsch sehe, kann für den anderen richtig sein.

Ich wünsche dir, daß deine Liebe groß genug ist,
zuzuhören, wo die Not des anderen liegt,
der dir so weh tat, daß du verstehen und vergeben kannst.

Verständnis ist sehr wichtig.

Vielleicht eine kleine Anregung für künftige Diskusionen, können wir alle dran wachsen.

Vielleicht.

LG, Katrin


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