Re: Behind Closed Doors
Als Antwort auf: Re: Behind Closed Doors von Arne Hoffmann am 24. März 2005 09:01:16:
Die Frage, wer wen wie oft in einer Partnerschaft schlägt, ist bereits seit über einem Vierteljahrhundert genauestens erforscht. Bereits 1981 veröffentlichten die führenden Sozialforscher auf diesem Gebiet, dass in etwa die Hälfte der Gewalttaten beidseitig und je zu ca. einem Viertel nur vom Mann bzw. nur von der Frau ausgeht.
Ja, das ist korrekt. Wie Jürgen Gemündens Doktorarbeit über "Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften" ausführt, landete diese Erkenntnis Anfang der achtziger Jahre sogar in deutschen Medien bis hin zur BILD-Zeitung. Allerdngs ging sie danach schnell in Vergessenheit und musste vor einigen Jahren von uns neu ausgegraben werden. Inzwischen waren etliche weitere stützende Studien dazu gekommen.
Sind meines Wissen bereits weit über 120, weltweit.
Alle mit ähnlichen Ergebnissen.
"Schön", dass bei den Beratungen zum Gewaltschutzgesetz aber nur die 'passenden' Erkenntnisse erwähnt wurden.
Der 'Schläger' (maskulin) muß gehen.
Über die einseitige, sogar noch verfälschte Publizierungsweise der KFN-Studie wurde ja auch schon häufiger Kritik laut.
Ein anderes Thema, das sogar seit den siebziger Jahren bekannt ist und aktuell erst wieder frisch entdeckt wird, als wäre es eine neue Erkenntnis, ist die Benachteiligung von Jungen im Schulunterricht.
Ich erinnere mich diesbzüglich an meine Schulzeit.
Damals wurde Legasthenie mehrheitlich bei Jungen diagnostiziert.
Die letzten PISA-Studien zeigen in die gleiche Richtung.
Arne
Gruß
Norbert
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Berthold,
24.03.2005, 10:49
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Arne Hoffmann,
24.03.2005, 11:01
- Re: Behind Closed Doors - Norbert, 24.03.2005, 11:32
- Re: Behind Closed Doors -
Arne Hoffmann,
24.03.2005, 11:01