Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Wenn Väter sich rächen

Scipio Africanus, Saturday, 05.03.2005, 14:43 (vor 7640 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Wenn Väter sich rächen von Arne Hoffmann am 05. März 2005 10:21:50:

Vor ein paar Tagen hatte ich hier schon auf die Arte-Sendung "In nomine patris" hingewiesen, die offenbar als Ziel hat die Väterbewegung zu diskreditieren. Jetzt hat arte unter http://www.arte-tv.com/de/Programm/72,group=252,week=12,year=2005.html bekanntgegeben, dass diesem Vorhaben ein gesamter Themenabend gewidmet werden soll. Arte schreibt:
--- Der Themenabend wendet sich gegen die landläufige Auffassung, dass Rechtsprechung und Gesellschaft Männer bei Scheidung oder Trennung benachteiligen. Die Beiträge zeigen unter anderem die Schwierigkeiten von Frauen, die Gewalt in der Ehe erfahren mussten und berichten von der offensiven Lobbyarbeit selbsternannter "Männerrechtler". ---

Es geht um Besitzstandswahrung, so scheint mir. So langsam kriegen die FeministInnen das "Muffensausen". Zumindest werden Männerrechtler jetzt wahrgenommen, ich betrachte das als einen Fortschritt, auch wenn die Berichterstattung wohl nur ein Versuch der Ausgrenzung darstellt, und sich nicht wirklich mit den Zielen der Männerbewegung auseinandersetzen will.

Ich habe den Eindruck, dass mit Wendungen wie "selbsternannter Männerrechtler" die stilistische Schlagrichtung schon vorgegeben wird. Was bitte soll das sein? Von wem sollte man denn als Männerrechtler "fremdernannt" werden? Hat man je von "selbsternannten Feministinnen" gesprochen? Wurscht, irgendwie klingt es abwertend, also rein damit in den Beitrag ...

Soll wohl auch andeuten, dass es eine Anmassung der Männerrechtler sei, für sich in Anspruch zu nehmen, für alle Männer zu sprechen. Tun wir das ? Ich glaube nicht.

Mir ist natürlich auch klar, dass vermutlich kaum ein Mensch auf einem so esoterischen Kanal wie arte die Sendung sehen würde, wenn Leute wie ich nicht ständig Reklame dafür machen würden. Ich finde das aber wichtig. Das könnte die erste mediale Breitseite gegen die erwachende Männerbewegung sein, und das verdient doch der Analyse. :-)

Auch Negativwerbung ist Werbung. Ich sehe das durchaus positiv.

Arne

scipio


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