Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die Macht der Männer ...

Scipio Africanus, Sunday, 27.02.2005, 16:20 (vor 7647 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: Die Macht der Männer ... von Sven am 27. Februar 2005 13:35:28:

Hi,
du vermischst hier zwei Ebenen.
Zum einen, die Ebene des Individums, das nur 2 Arten von Gewalt (physische
und psychische) kennt und konkret ausüben kann.

Schon bei der psychischen Gewalt haben wir breiten Interpretationsspielraum, zumindest meistens, vor allem in Partnerschaftsbeziehungen, wie mein Beispiel zeigt.

Und zum zweiten die gesellschaftliche Ebene (für die von dir
genannte "strukturelle Gewalt"). "Gesellschaft" ist aber lediglich ein
abstrakter Begriff, weil "Gesellschaft" widerum nur aus Individuen besteht.
Konkrete "Gewalt" kann nur von Individuen ausgehen.
Die von dir genannte Abhängigkeit in der traditionellen Ehe wurde von
den Beteiligten frei mit allen Vor- und Nachteilen gewählt. Daher ist
m.M.n. dabei gar nicht von "Gewalt" zu reden. (Höchstens sich selbst gegenüber).
Gruss,
Sven


Dann dürfte sich kein Mann mehr über das ungerechte Ehe - und Scheidungsrecht beklagen ! Strukturen werden geschaffen (z.B durch Gesetze), und können im konkreten Fall von Personen genutzt werden, um Machtverhältnisse zu etablieren.
Ob es allerdings sinnvoll ist, den Gewaltbegriff so weit zu dehnen, ist eine andere Frage.
Die Römer - ich muss es wissen - differenzierten mehr im lateinischen als die deutsche Sprache. Potestas, potentia, violentia steht alles für den Begriff Gewalt. Deshalb sage ich auch: wie haben eine matria potestas, d.h die fast unbeschränkte VerfügungsGEWALT der Mutter über die Kinder und teilweise über den Besitz der Ehegemeinschaft (insbesondere die gemeinsame Wohnung).

scipio


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