Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Eigentor

Garfield, Friday, 18.02.2005, 20:00 (vor 7656 Tagen) @ Cleo

Als Antwort auf: Re: Eigentor von Cleo am 18. Februar 2005 13:34:28:

Hallo Cleo!

Ja, sowas passiert schon mal. Witzig ist, daß du dir einen ähnlichen Klops nun gleich nochmal leistest:

"3. Fehlt es Männern an EQ und Einfühlungsvermögen."

"EQ" ist die Abkürzung für "Emotionaler Quotient". So ein Quotient kann niemandem fehlen - man kann nur einen zu niedrigen Quotienten haben. :-)

Hast du eigentlich schon mal darüber nachgedacht, wieso der EQ überhaupt erfunden wurde?

Früher gab es nur einen IQ, also den Intelligenz-Quotienten. Dabei schnitten und schneiden die allermeisten Frauen durchschnittlich ab. Unter Männern gibt es zwar mehr Vertreter mit sehr niedrigem IQ als unter Frauen, aber es gibt unter Männern eben auch mehr Vertreter mit sehr hohem IQ als unter Frauen.

Der "Frauen-sind-in-allem-überlegen"-Bewegung war es lange ein Dorn im Auge, daß Frauen bei Intelligenztests hartnäckig mehrheitlich nur durchschnittliche Ergebnisse erreichten und einige Männer den allermeisten Frauen in dem Bereich meilenweit davon zogen.

Also mußte etwas her, worin Frauen überlegen sind, und so erfand man den EQ. Seither wird fleißig behauptet, daß dieser EQ ja viiiiiel wichtiger und besser wäre als der patriarchale IQ. Und daß Frauen durch ihre überlegenen EQ-Werte überhaupt die besseren Menschen wären.

Gibt es aber nur positive Emotionen, wie Freude, Mitleid, Liebe usw.? Was ist mit den negativen Emotionen wie Haß, Eifersucht, Neid oder Mißgunst? Wer von Natur aus emotionaler veranlagt ist, wird also nicht nur seine positiven, sondern auch seine negativen Emotionen stärker ausleben.

Es mag sein, daß Frauen emotionaler sind. So erklärt sich dann auch, wieso viele Mobbing-Fälle von Frauen ausgehen. Und das erklärt auch, wieso vor allem Frauen immer wieder erklären, lieber mit männlichen Chefs und männlichen Kollegen zusammen zu arbeiten, weil sie da weniger Probleme durch Neid und Mißgunst haben.

Emotionen gehören zu unserem Erbteil aus dem Tierreich. Das bedeutet nicht, daß sie schlecht sind. Wir haben sehr viel aus dem Tierreich geerbt, mehr als uns allen bewußt ist. Das für schlecht zu erklären, würde bedeuten, die Menschen insgesamt für schlecht zu erklären.

Aber sie sind eben der primitivere Teil dessen, was einen Menschen ausmacht. Wir sind nicht durch unsere Emotionen zu dem geworden, was wir heute sind, sondern einzig und allein durch unsere Intelligenz. Nur mit unseren Emotionen würden wir heute noch durch Büsche und Bäume kriechen und könnten noch nicht einmal das Feuer nutzen. Denn der erste Mensch, der das Feuer genutzt hat, wurde dazu nicht durch seine Eomotionen getrieben. Ganz im Gegenteil: Er mußte erst eine Emotion überwinden, nämlich die aus dem Tierreich geerbte Angst vor dem Feuer.

Ich denke sogar, daß die Menschheit längst ausgestorben wäre, wenn sich unsere Vorfahren in früheren Zeiten nur auf ihre Emotionen und nicht auf ihre Intelligenz verlassen hätten.

Wer nun heute behauptet, daß der EQ wichtiger wäre als der IQ, der beweist damit vor allem eines: Seinen Mangel an Einfühlungsvermögen für die wirklichen Probleme der Menschheit.

Freundliche Grüße
von Garfield


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