Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gendersprache, oder auch nicht.

Norbert, Tuesday, 15.02.2005, 13:09 (vor 7659 Tagen)

Hi
Ich hörte unseren Außenminister Fischer bei seiner 'Pressekonferenz' wegen der Visa-Angelegenheit.

Ich dachte zunächst mich verhört zu haben, bei einer weiteren Ausstrahlung bestätigte sich dieses aber.

Es sprach von 'Fehlern seiner Mitarbeiter und ... Mitarbeiter.'
Oops fehlte da jetzt nicht ein 'innen'.

Tja political correctness kann selbst so einen versierten Redner ins Staucheln bringen.
Mal wieder ad absurdum geführt.

Gruß
Norbert

Re: Gendersprache, oder auch nicht.

Magnus, Tuesday, 15.02.2005, 13:42 (vor 7659 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Gendersprache, oder auch nicht. von Norbert am 15. Februar 2005 11:09:45:

Hi
Ich hörte unseren Außenminister Fischer bei seiner 'Pressekonferenz' wegen der Visa-Angelegenheit.
Ich dachte zunächst mich verhört zu haben, bei einer weiteren Ausstrahlung bestätigte sich dieses aber.
Es sprach von 'Fehlern seiner Mitarbeiter und ... Mitarbeiter.'
Oops fehlte da jetzt nicht ein 'innen'.
Tja political correctness kann selbst so einen versierten Redner ins Staucheln bringen.
Mal wieder ad absurdum geführt.
Gruß
Norbert

Zum feministischen Neusprech - dazu gehört auch, dass das "innen" nur bei positiven Wörtern verwendet wird - habe ich hier: index.php?id=43020 noch was an Scipio geschrieben. Was du festgestellt hast, ist keine Besonderheit, sondern ein Faktum. Interessant wäre mal zu sehen, wieviele Mitarbeiter (die übrigens alle unschuldig sind) von Fischer überhaupt männlich sind? Allein schon die Bezeichnung "Volmer-Erlass" hat er geschickt gewählt, um einen unwichtigen notfalls abzusägen. Auch er ist eigentlich unschuldig.

Magnus

Re: Gendersprache, oder auch nicht.

Norbert, Tuesday, 15.02.2005, 14:30 (vor 7659 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Re: Gendersprache, oder auch nicht. von Magnus am 15. Februar 2005 11:42:01:

Hi
Ich hörte unseren Außenminister Fischer bei seiner 'Pressekonferenz' wegen der Visa-Angelegenheit.
Ich dachte zunächst mich verhört zu haben, bei einer weiteren Ausstrahlung bestätigte sich dieses aber.
Es sprach von 'Fehlern seiner Mitarbeiter und ... Mitarbeiter.'
Oops fehlte da jetzt nicht ein 'innen'.
Tja political correctness kann selbst so einen versierten Redner ins Staucheln bringen.
Mal wieder ad absurdum geführt.
Gruß
Norbert

Zum feministischen Neusprech - dazu gehört auch, dass das "innen" nur bei positiven Wörtern verwendet wird - habe ich hier: index.php?id=43020 noch was an Scipio geschrieben. Was du festgestellt hast, ist keine Besonderheit, sondern ein Faktum. Interessant wäre mal zu sehen, wieviele Mitarbeiter (die übrigens alle unschuldig sind) von Fischer überhaupt männlich sind? Allein schon die Bezeichnung "Volmer-Erlass" hat er geschickt gewählt, um einen unwichtigen notfalls abzusägen. Auch er ist eigentlich unschuldig.
Magnus

Hi Magnus
Du hast Recht, dieses abartige Neusprech ist nichts Besonderes mehr.
Bemerkenswert finde ich allerdings, wie selbst ein darauf so versierter Redner, wie Herr Fischer dieses so deutlich dokumentierte, aber ins Straucheln geriet.
Die '...' bedeuteten eine Sprechpause.
D.h. er 'erwischte' sich bei einer pc-inkonformen Aussage.
Und brauchte einen Moment um die Kurve zu bekommen.
Es hörte sich dann natürlich wie völliger Quatsch an, was es ja auch ist.

Gruß
Norbert

Re: Gendersprache, oder auch nicht.

Frauenversteher ex, Tuesday, 15.02.2005, 17:01 (vor 7659 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Re: Gendersprache, oder auch nicht. von Norbert am 15. Februar 2005 12:30:57:

Als der Fischer noch nicht so blöd war, hat er mal einen Einwand so gekontert:

Also, das hieße nun, um den Bart der Kaiserin zu streiten.

As time goes by

Versprecherle

ssipio africanus, Tuesday, 15.02.2005, 14:42 (vor 7659 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Gendersprache, oder auch nicht. von Norbert am 15. Februar 2005 11:09:45:

Hi
Ich hörte unseren Außenminister Fischer bei seiner 'Pressekonferenz' wegen der Visa-Angelegenheit.
Ich dachte zunächst mich verhört zu haben, bei einer weiteren Ausstrahlung bestätigte sich dieses aber.
Es sprach von 'Fehlern seiner Mitarbeiter und ... Mitarbeiter.'
Oops fehlte da jetzt nicht ein 'innen'.
Tja political correctness kann selbst so einen versierten Redner ins Staucheln bringen.
Mal wieder ad absurdum geführt.
Gruß
Norbert


Das scheint auf den ersten Blick nur ein unbedeutender kleiner Versprecher, so wie er uns allen ab und zu passiert.
In diesem Fall handelt es sich aber um einen sogenannten "Freudschen Versprecher", der tief blicken lässt.
Was war passiert ? Fischer wollte beide Geschlechter in der heute oft gehörten Form ... Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter .. ansprechen.
Die erste Sünde beging er, als er zuerst Mitarbeiter anstatt Mitarbeiterinnen ansprach, was bei den GrünInnen den Parteiausschluss zur Folge haben kann.
Etwas verwirrt wahrscheinlich wurde ihm klar, dass er eine zweite Frauenrechtsverletzung begehen würde, wenn er Frauen in negativem Zusammenhang explizit erwähnt (Fehler der Mitarbeiterinnen !). Das hätte definitiv das politische Ende für Fischer bedeutet. Der schlaue Fischer aber zog seinen Hals sehr geschickt aus der Schlinge indem er ... zweimal Mitarbeiter, also Männer bezüglich der Fehler erwähnte und die Frauen wegliess, was bei den GrünInnen sehr korrekt ist.
Uff Fischerle, das war knapp !

scipio

Tja

Magnus, Tuesday, 15.02.2005, 15:07 (vor 7659 Tagen) @ ssipio africanus

Als Antwort auf: Versprecherle von ssipio africanus am 15. Februar 2005 12:42:03:

Etwas verwirrt wahrscheinlich wurde ihm klar, dass er eine zweite Frauenrechtsverletzung begehen würde, wenn er Frauen in negativem Zusammenhang explizit erwähnt (Fehler der Mitarbeiterinnen !). Das hätte definitiv das politische Ende für Fischer bedeutet.

Tja, bei den Grünen heißt es zwar: Die Hälfte der Macht den Frauen, aber leider nicht die Hälte der Verantwortung....

Magnus

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