Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Zum Kotzen...

crazyPhil, Thursday, 27.01.2005, 14:45 (vor 7678 Tagen) @ Naismith

Als Antwort auf: Re: Zum Kotzen... von Naismith am 26. Januar 2005 19:15:17:

Nein! Die Absicht ist enscheidend! Sie denken ja auch nicht, dass es grundsätzlich sexuelle Belästigung ist, wenn frau sich belästigt fühlt, oder?

Nein, und genau das ist der Punkt. Das Gesetz sieht nämlich eine Umkehr der Beweislast vor - nicht der "Diskriminierte" muß beweisen, daß er diskriminiert wurde, sondern der "Diskriminator" muß beweisen, daß er nicht diskriminiert hat. Was in den allermeisten Fällen schwierig bis unmöglich ist. Ob die Absicht des Gesetztes nun "gut" oder "schlecht" ist, ist irrelevant, denn es untergräbt die wirtschaftliche und soziale Selbstbestimmung des einzelnen in einer Weise, die mit einem Rechtsstaat eigentlich nicht vereinbar ist.

Auch die Regierung wird den Erfolg dieses Gesetzes (wenn es denn kommt) in ein paar Jahren an der Absicht messen. Dann wird es Korrekturen geben. Ihre Verschwörungstheorien sind irrelevant.

Die Wirkung dieses und ähnlicher Gesetze bestehen darin, die Freiheit des einzelnen einzuschränken und ihn zu zwingen, einer politisch korrekten Ideologie, wenn nicht in Gedanken, so doch in Taten zu folgen. Um das erkennen zu können, braucht man nicht auf "Verschwörungstheorien" zurückzugreifen. Der fromme Wunsch, der Gesetzgeber werde dieses Gesetz überprüfen und korrigieren, ist außerdem noch naiver als jede Verschwörungstheorie.

Die verletzten Eitelkeiten beziehen sich auf den abzusehenden Mißbrauch mit dem Antidiskriminierungsgesetz.

Dann zeigt Deine Kristallkugel was anderes an als meine. Das Gesetz lädt allein aufgrund der umgekehrten Beweislast massiv zum Mißbrauch ein. Und wenn ich gezwungen werde, z.B. eine Wohnung an jemanden zu vermieten, den ich in meiner Wohnung nicht haben will, dann ist das schon ein bißchen mehr als nur "verletzte Eitelkeit".

Was die existierende Diskriminierung von Männern betrifft kann es sogar nützlich sein.

Dein Wort in Gottes Ohr: ein Gesetz ist niemals völlig neutral, sondern wird bei der Anwendung nach dem herrschenden Zeitgeist ausgelegt. Und wie der aussieht, wissen wir ja...

- das demokratische Zustandekommen.

Auch hier paßt der Vergleich nicht so schlecht: die Nazis sind ja auch demokratisch (und demagogisch) an die Macht gekommen.

Sie haben Einschüchterung, Terror und Mord vergessen. Außerdem meinte ich nicht das demokratische Zustandekommen von Machtverhältnissen, sondern von Gesetzen. Wenn eine Mehrheit in D dieses Gesetz nicht will, so wird es abgeschafft werden.

Ach wirklich? So viel Naivität kann eigentlich nur durch Jugend entschuldigt werden :-) Mit Sicherheit ist eine Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland gegen die bestehenden Steuergesetze, trotzdem werden sie nicht abgeschafft (nur ein Beispiel von vielen). Dein naiver Glaube an die Perfektion der sogenannten Demokratie in allen Ehren, aber die reale Welt funktioniert leider anders.

Pah, Fascho!

Wie jemand, der einen Vergleich mit dem Nationalsozialismus anstellt, plötzlich selbst zum Nazi wird, wird wohl für immer Dein Geheimnis bleiben. Wahrscheinlich einfach Deine Standard-Reaktion auf alle, deren politische Meinung Dir nicht paßt...

Grüße
-crazyPhil


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