Anerkennung?
hallo,
danke erstmal für die zahlreichen ausführlichen Antworten. 
Wann findet ihr nur die Zeit dazu?
Da ich selber meistens abend weg bin und selten vor 11 oder 12 Uhr abends online gehe, konnte ich gestern nicht mehr antworten. Ich hab ja keinen Stammposterstatus mehr.
Ich schaff auch nur so was wie eine Sammelantwort.
Zum einen habt ihr meinen Eindruck bestätigt.
Als ich noch regelmäßig hier schrieb, haben mich die Verbitterung und die Wut vieler Schreiber oft betroffen gemacht und erschreckt, und offenbar hat sich an der emotionalen Situation der hier Schreibenden nichts geändert.
Geändert hat sich die Bewusstseinslage der Nation. Das Thema Männerdiskrimnierung genießt in der deutschen Presse zunehmende Aufmerksamkeit. Allerdings scheint diese noch keine praktischen Auswirkungen auf die Justiz und Verwaltung zu haben. Unsere bürokratischen Mühlen mahlen langsam und die Entscheidungsträger werden in meinen Augen zu wenig fortgebildet.
Man braucht viel Geduld und einen langen Atem. Gar nicht so einfach.
Eine Aussage ist mir besonders gut in Erinnerung innerhalb eurer Forumsantworten, nämlich die mit der fehlenden Anerkennung. Das kann einem schon zu schaffen machen und das Selbstwertgefühl beeinträchtigen...
Darüber wüsste ich gerne mehr.
Anerkennung wofür genau fehlt denn den meisten Männern?
Und von wem würdet ihr die Anerkennung erwarten? Von offizieller Seite oder von den Frauen privat?
Für welche Leistungen von Frauen wäret ihr umgekehrt bereit, Anerkennung zu zollen?
Und noch was geht mir durch den Kopf: einige meinten (sinngemäß), sie hätten lange genug den Dialog mit den Frauen versucht, aber vergeblich, und jetzt sei das Maß voll. Was waren das denn für Dialogversuche? Private Versuche innerhalb einer Partnerschaft? Oder innerhalb von Organisationen? Oder am Arbeitsplatz?
Was genau ist denn passiert, das dann soviel Unmut hervorgerufen hat?
Das die Gesetzeslage Männer benachteiligt, darüber brauchen wir uns ja kaum streiten. Das sieht ja nun wohl jede Frau. Ich wundere mich zum Beispiel schon seit langem, dass noch keine unterhaltspflichtigen Väter, die nach der Trennung in Steuerklasse Eins eingestuft wurden, dagegen auf die Straße gegangen sind. Da sackt der Staat Milliarden an Steuergelder ein und bereichert sich an Ehescheidungen, und keiner demonstriert oder kämpft dagegen....
Wenn ich Frauen gezielt auf Männerdiskriminierung anspreche, habe ich selten Widerspruch oder Ungläubigkeit erlebt. Ich hab mal Unterschriften gesammelt, als wir vom Väteraufbruch aus einen Stand bei einem Stadtfest hatten, und die Resonanz war wirklich durchweg positiv.
Aber was die Frauen so privat denken, scheint ja gar nicht das zu sein, worauf es euch ankommt, oder seh ich das falsch?
Um Verständnis und Anerkennung zu bekommen, muss man doch erst mal im Gspräch sein.... Und um Verständnis und Anerkennung schmerzlich zu vermissen, muss man da nicht auch vorher im Gespräch gewesen sein?
In welcher Form fand/findet denn überhaupt derzeit dieser als dysfunktional empfundene Genderdialog statt? Nur durch die Presse oder Funkmedien?
Da schreibt jemand einen Presseartikel und Menschen reagieren darauf im Internet. Oder es gibt eine Fernsehsendung mit Politikerinterviews mit anschließendem chat. Aber ist das denn ein wirklicher, ein echter Geschlechterdialog?
Un was ist mit denen, die gar nicht kommunizieren, sondern nur kämpfen wollen? Was ist, wenn die Frauen gar nicht zurückkämpfen? Seid ihr sicher, dass die Frauen die euch geläufigen Spielregeln der 'Kriegskunst' überhaupt kennen und beherrschen und ihr auf gleichwertige Gegnerinnen stoßt? Dass ihr eine Chance auf einen fairen Kampf habt?
Ich würde mich freuen, wenn ihr auch weiterhin so sachlich und höflich antwortet, und nicht Energien vergeudet durch Recherchen, wer ich bin und was ich bin und was ich geschrieben hab und in welche Schublade ich denn wohl passe. Das führt nirgendwohin.
Und keine Sorge, ich hab nicht vor, jetzt wieder regelmäßig hier zu posten.
Aber vllt. hin und wieder mal...
Mir liegt die Männerbewegung nun mal am Herzen, und ich wünsch mir eben langfristige eine andere friedlichere Gesellschaft. Vllt. können wir ja die Weichen stellen, damit unsere Enkelkinder, sofern wir überhaupt welche haben werden und der Zeugungs-und Gebärstreik nicht zu masiv wird, mal weniger Frust haben als wir. 
ciao
Beatrix
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Beatrix,
26.01.2005, 20:26
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Ferdi,
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