Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Ekki, Thursday, 13.01.2005, 13:19 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 10:54:15:

> > Fairerweise: Immerhin gehören dazu ebensoviele Männer, die es mit verheirateten Frauen treiben.

Auch wieder wahr.
Arne[/i]

Das ist vielleicht noch ein Aspekt, der bisher nicht zur Sprache kam:
Der Mann, der einer verheirateten Frau "ein Kind macht", hat unter Umständen ein außerordentlich hohes Interesse an einem Verbot von selbstbestimmten Vaterschaftstests.
Wenn seine Vaterschaft zu früh bekannt wird, dann muss er Alimente zahlen, das Kind aber gilt als ehelich, und üblicherweise darf er es nicht mal sehen, "um den Familienfrieden nicht zu gefährden", also um den Ehemann nicht ständig daran zu erinnern, dass seine Frau fremdgegangen ist.
Da kömmt der Verdacht auf, all die männlichen Befürworter von Zypries´ Plänen könnten womöglich irgendwo Kuckukseier gelegt haben.
Eugen

Hallo Eugen!

Sehr guter Aspekt, der sich allerdings dann von selbst erledigt, wenn sich endlich einmal die eigentlich banale Selbstverständlichkeit herumsprechen - und juristisch umgesetzt - werden würde, daß jeder Mensch, Mann oder Frau, nur die Kinder annehmen bzw. für sie Alimente zahlen muß, die er/sie auch wirklich gewollt hat.

Mehr noch:

Meiner Meinung nach ist der Mann hier viel schutzwürdiger als die Frau, denn aufgrund der Art und Weise, wie sein Geschlechtstrieb konstruiert ist, ist der Mann viel leichter gegen seinen Willen zum Vater zu machen, als eine Frau gegen ihren Willen zur Mutter (läßt man einmal die Vergewaltigung, die ich 1.) verurteile und die 2.) nicht für die Mehrheit ungewollter Schwangerschaften verantwortlich ist, außer Acht).

Wer eine andere Auffassung vertritt, bei dem liegt m.E. zumindest der Verdacht nahe, daß in ihm zumindest im Unterbewußtsein noch die spinnerte Auffassung klerikaler Zölibatäre wirksam ist, daß man ein Kind "aus Gottes Hand als Geschenk anzunehmen habe".

Da der oben skizzierte Bewußtseinswandel - und erst recht dessen juristische Umsetzung! - angesichts des jüngsten BGH-Urteils leider mehr als unwahrscheinlich ist, bleibt nur eines:

Hoffentlich kommt bald die Pille für den Mann - dann brauchen die Männer die Frauen nicht mehr zu fragen, ob sie verhüten, und müssen auch nicht mehr befürchten, ein Kind untergejubelt zu bekommen.[/u][/i]

Gruß

Ekki


gesamter Thread:

 

powered by my little forum