Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Nicks Postings

Rüdiger, Thursday, 30.12.2004, 23:43 (vor 7706 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Nicks Postings von Max am 30. Dezember 2004 14:34:33:

...es gibt eben Leute, die ein großes Wort zu führen in der Lage sind, da sie auch in großen Zusammenhängen zu denken vermögen. Bei anderen wieder reicht es nur für das kleine Wort, ......
Nun sind Religionsphilosophen nicht gerade dafür bekannt, daß sie sich mit Kleinigkeiten aufhalten -

Jaaa, die großen Philosophen dieser Welt - wie drückte das mal jemand aus?: "Für solche Kleinigkeiten war er zu groß. Sauerbruchs schneiden keine Hühneraugen." Ja, klar. Die sind so sehr mit dem großen Ganzen beschäftigt, daß ihnen für solche unwichtigen Details wie den praktischen, handfesten Protest gegen die Mainzer Frauenbib keine Zeit und Energie mehr übrigbleibt. (Das haben sie irgendwie mit den Marxisten gemeinsam, die sind ja auch Philosophen und sagen: Wenn wir das Weltsystem nicht insgesamt aus den Angeln heben können, dann lassen wir's ganz bleiben. Detailverbesserungen, die nichts am "System" ändern, verachten wir als unwichtig, bedeutungslos. - Geht's nicht auch 'ne Nummer kleiner?).

Nicks Beschreibung von den Zuständen an der Frankfurter Uni in den frühen 70ern hab ich mir gestern noch mal reingezogen. In diesen Punkten stimme ich ihm durchaus zu. Linke Rollkommandos, die Andersdenkende niederbrüllen oder plattmachen, kann ich mir ohne weiteres vorstellen. Da hilft auch kein fein intellektueller Widerstand (jedenfalls NICHT NUR), da muß manchmal auch handfester gearbeitet werden. Konnte Nick wohl damals auch. Kann er's jetzt noch, wenn er nur noch "das große Ganze" betrachtet und nicht mehr die viele Scheiße im Detail?

Gruß, Rüdiger


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