Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Und nochmal Gentests, weil es alle angeht!

Lecithin, Tuesday, 21.12.2004, 13:37 (vor 7716 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Re: Und nochmal Gentests, weil es alle angeht! von Magnus am 20. Dezember 2004 15:02:59:

Eine Sache sollten wir uns alle klar machen: kurz oder lang wird das gemacht, was möglich ist.

Nein. Es wird vieles nicht gemacht, was möglich ist! Das hat einen ganz philosophischen Hintergrund: da es das Absolute nicht gibt, ist also alles relativ (es gibt etwas Absolutes, aber das würde zuweit führen und stört meine Argumentation nicht, versprochen :)). Da alles relativ ist, hat alles mindestend zwei Seiten, wenn nicht sogar 17 Seiten oder mehr. Da alles mindestens zwei Seiten hat und vordergründig nichts Absolutes existiert, hat so ziemlich jedes Ding seine guten und schlechten Seiten - wir haben das ab einem gewissen Lebensalter schon merken dürfen.
Da alles gute und schlechte Seiten hat und wir die Erosion des Guten als das Schlechte bezeichnen (jetzt mitdenken), ist jedes Ding zwischen Entwicklung (gut) und Verfall (böse) hin-und hergerissen!
Was dazu führt, dass es die augenscheinlich schlechten und bösen Dinge ebenso schwer haben,sich durchzusetzen, wie die guten - was die Welt im Gleichgewicht hält (obwohl sozusagen die Faulheit des Denkens des Menschen die Erosion des Guten fördert - aber dem kann man mit einigen Gaben Lecithin entgegenwirken :o)

Man kann auch sagen, dass doch alles gemacht wird, was möglich ist, ergo Dinge, die NICHT gemacht werden, sind nicht möglich. Was sehr existenziell heisst, dass man Einfluss nehmen kann auf das Schicksal (Fatum, fatal). Es läuft auf das Gleiche hinaus: Der Mensch kann selbstbestimmt agieren und hat Willen, aber es wird ihm nicht geschenkt.

Das Gefährliche an Propezeiungen ist, dass sie magnetisch auf ihre Erfüllung hinlaufen. Wenn man das weiss, macht man besser diese Propezeiungen nicht. Wenn man diese Prophezeiungen vermeidet und man nicht besonders helle ist, wird man aber schnell geisteskrank. Besser ist es, statt auf das Gute zu hoffen, das Gute zu prophezeien. Denn wenn sich schlechte Prophezeiungen selbst erfüllen, tun es auch die guten - es ist alles im Lot, man muss es nur sehen wollen.

Gegen "Schwerkraft" muss man angehen. Dass mehr und mehr Leute verzagen, fördert den Verfall, nicht umgekehrt!

Sicher ist auch, dass einige Menschen das wissen und zielbewusst ihre Ziele verfolgen, der Auswirkungen Du im Alltag spürst und Dir wie ein bewusstes Zusteuern auf den Abgrund hin vorkommt. Das, was Dir die schlechte Stimmung macht, macht manchen eine gute Stimmung.

Es ist absurd, zu argumentieren, dass alles ja eh verfällt und "Die" sowieso machen, was "SIE (die Kapitalisten, die Politiker, die Globalisierer, die Amerikaner, Die Feministinnen oder wer zur Hölle auch immer)" wollen und der Mensch keine Chance hat. Es ist absurd, weil "DIE" auch Menschen sind und das Ganze TUN. Ergo hat also jeder Mensch diese Chance, wenn "DIE" die Chance haben. Jedoch ergreifen muss man diese Chance...

Beste Grüße!
Lecithin


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