Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....

Jolanda, Monday, 13.12.2004, 01:38 (vor 7724 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Nikos am 12. Dezember 2004 07:13:30:

Lieber Nikos

Weisst du, was das Traurigste an der Geschichte ist?

Dass dieser Mann nun sehr viel im Internet unterwegs ist und auch in einem Chat. Ich habe dort zwei gute Freunde, mit denen unterhalte ich mich hin und wieder und da habe ich ihn auch angetroffen.

Er hat sich öffentlich unterhalten. Er hat wild herum geflirtet und sorry, sich von so doofen Tussis anmachen lassen. Ich dachte zuerst, ach einfach so ein junger Mann, der auf diesem Weg Kontakt sucht und noch zu wenig schlechte Erfahrungen gemacht hat, so wie der sich behandeln lässt von diesen jungen, dreisten Kücken.

Aber als er dann so ganz locker mal einwarf, dass er schon mal abgezockt wurde und dass er seine Tochter wohl erst wieder sieht, wenn sie 14 Jahre alt ist, da wurde ich schon hellhörig. Alle anderen sind darauf gar nicht eingegangen.

Ich habe ihn dann privat gefragt, ob er das wirklich so locker nimmt, dass er sein Kind nicht mehr sieht, er würde sich hier so geben, als wenn das alles halb so wild sei, aber das müsse ihn doch unheimlich verletzt haben und ihm weh tun, wenn man ihm seine Tochter entzieht.

Er meinte dann, er habe da keine Chance, weil sie nie verheiratet waren und er hätte sich damit abgefunden und wenn seine Tochter dann 14 Jahre alt ist, dann wird er sie treffen, ihr in die Augen sehen und sie wird wissen, dass er sie immer geliebt hat.

Ich finde diesen Gedanken ja schön und ich wollte ihm diesen Glauben auch nicht zerstören und habe deshalb nichts gesagt. Nur habe ich mir gedacht, wenn dieses Kind, das noch keine zwei Jahre alt ist, nun so lange keinen Kontakt haben wird zu seinem Vater und wer weiss, was die Mutter ihm alles über ihn erzählen wird, ich weiss nicht, ob das dann wirklich einmal so einfach sein dürfte, wenn er seine Tochter dann zum ersten mal sieht. Ich wünsche es ihm ja von Herzen. Nur ich fand das schon ein bisschen blauäugig.

Er wollte dann auch nicht mehr gross reden, denn public, da waren ja die ganzen jungen Kücken im Chat, mit denen wollte er sich unterhalten...lächelt.

Ich habe nur gedacht, oh man(n), ich hoffe echt, du läufst nicht ein zweites mal so in die Scheisse. Ich denke dann aber auch immer, es steht mir ja nicht zu, mich in das Leben eines anderen Menschen einzumischen, er muss selber entscheiden, wie er leben will.

Aber ich wundere mich einfach nicht mehr so, dass es immer noch so leicht möglich ist, einen Mann über den Tisch zu ziehen. Sie lassen viel zu viel mit sich machen, viel zu viel Nikos.

Einen lieben Gruss
schickt dir
Jolanda


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