Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Feminismus - Freiheit für Frauen UND Männer

pit b., Sunday, 12.12.2004, 15:53 (vor 7725 Tagen) @ Melanie Sophia

Als Antwort auf: Feminismus - Freiheit für Frauen UND Männer von Melanie Sophia am 11. Dezember 2004 12:35:49:

Komisch, ich glaube sowas habe ich schonmal irgendwo gelesen.

Schade dass bisher sowenig Frauen hergefunden haben, die meisten

Beiträge scheinen hier von Typen der Denkweisen
"Feminismus=Männerversklavung" zu sein.
[/i]

Der Feminismus ist eine Bewegung die sich gegen die Unterdrückung von
Frauen wehrt. Bis hier hin noch nichts schlechtes.
Aber eine übertrieben pro-feministische Gesellschaft, die sich nur
auf Frauenbenachteiligung sensibilisiert und dabei Männerbenachteiligungen
ignoriert bzw. toleriert oder gar fördert da sie der Allgemeinheit dienen
soll (Wehrpflicht!), dass ist eine männerfeindliche Gesellschaft.


Hätte sich einer von euch die Mühe gemacht sich wenigstens oberflächlich
mit den neueren Büchern von A. Schwarzer zu befassen, wüsstet ihr, dass
eines der Bücher sogar den Untertitel "Gegen die Spaltung der Menschen in
Männer und Frauen" hat.

Auzug aus einem Inzterview mit Alice Schwarzer mit dem WDR
anlässlich ihres 60en Geburtstages:

" Also, wenn Sie mich ernsthaft fragen:Können Männer auf dem Wege
Ihrer Vermenschlichung, was ja auch heißt, sich ein Stückchen von der
verloren gegangenen Weiblichkeit wieder zu holen, auch wieder ein bisschen
mehr lernen, ihren Nächsten aufmerksam und einfühlsam und fürsorglich zu
behandeln, also Kinder, Frauen, Alte? Und das bedeutet ein Stück Arbeit.
Und dafür könnten sie so ein kleines Stückchen von der Macht, die sie haben
- nicht alle Männer, weiß Gott nicht alle, aber doch einige - abgeben"

Sieh an, sieh an.
Gegen die Spaltung der Menschheit in Männer und Frauen also.
Aber die Männer müssen sich zunächst noch vermenschlichen! Was die
Frauen natürlich schon sind, denn sonst müssten die Männer dazu ja nicht
ihre weiblichkeit wieder holen.


D.h. der Feminismus tritt dafür ein, dass Menschen in erster Linie Menschen
mit ähnlichen Pflichten und Rechten sein sollen, bzw. dürfen.

Mit Ähnlichen Pflichten und Rechten!?
Die Wehrpflicht habe ich schon erwähnt, oder!?
Ich wüsste nicht dass sich der Feminismus mal dagegen eingesetzt hätte.
Also ähnlichen Pflichten, dass gilt scheinbar nur für die Männer.


Für die Männer heisst das, dass sie zuerst gewisse Privilegien verlieren,
dann aber persönliche Freiheiten gewinnen.

Ich mag diese Forderung nicht: Macht abgeben oder Privilegien verlieren,
besonders. Möglicherweise liegt das daran dass "Mann" Macht eben nicht in
die Wiege gelegt bekommt, wie sich die Frauen das scheinbar vorstellen,
sonder dass man dafür arbeiten muss. Warum soll "Mann" etwas davon abgeben
an jemanden der zwar nicht viel davon hat, aber auch nichts dafür tut?

Wegen der Gerechtigkeit etwa!?

Soviel zum Thema gleiche Rechte und gleiche Pflicht.

Tut mir leid, ich lese nichts von Alice Schwarzer.
Ich glaube das würde mich nur aufregen und verblöden tut man davon auch.


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