Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Peter, Monday, 06.12.2004, 22:27 (vor 7730 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Schwachsinn! von Martin am 06. Dezember 2004 17:49:58:

>Einen ersten Schritt dazu hat ein britischer Forscher gemacht, der mit Hilfe eines Computerprogrammes aus den Fotos des Mannes und der Frau das wahrscheinliche Bild des zukuenftigen Kindes zusammensetzt
Es soll vorkommen, dass das selbe Elternpaar mehrere Kinder in die Welt setzt und diese alle anders aussehen.

Deswegen schrieb ich auch von wahrscheinlichem Aussehen. Welche Gene im Zusammenspiel die Nasenpartie bestimmen oder die Augenbrauen, haengt natuerlich auch vom Zufall ab. Ein solches Programm, zur Vaterschaftsfeststellung eingesetzt, wird auch nur Wahrscheinlichkeiten berechnen koennen, dass ein Kind einen bestimmten Mann zum Vater habe. Sogar ein Gentest bestimmt nur Wahrscheinlichkeiten, die Sicherheiten liegen fuer einen Bildtest nochmals deutlich darunter. Deswegen sollte ein Bildtest auch nicht zur endgueltigen Vaterschaftsbestimmung eingesetzt werden.

Dass Gesichtszuege Informationen ueber die Eltern enthalten, wurde schon frueher von Anthropologen in Vaterschaftsgutachten eingesetzt, die z.B. Kinn- und Nasenpartien verglichen. Diese Art von Tests wurden dann in den siebziger Jahren durch die sichereren Bluttest verdraengt.

Der Bildtest hat aber gegenueber Gewebetests einen grossen Vorteil: Eine Probeentnahme ist nicht noetig, kann also auch nicht zur Rechtswidrigkeit des Testes fuehren. Durch moderne Bilderkennung wird die Arbeit der Anthropologen vereinfacht und damit fuer (fast) alle erschwinglich.

Einen Nachteil will ich nicht verschweigen: Fotos kann jeder machen, und Vaterschaftswahrscheinlichkeiten koennten dann von Dritten bestimmt werden, nicht nur von den Eltern selber.

Gruss,

Peter


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