Re: Da sollten wir diesem Opfer - Leserbrief etwas entgegensetzen:
Als Antwort auf: Da sollten wir diesem Opfer - Leserbrief etwas entgegensetzen: von Gast316 am 02. Dezember 2004 19:21:42:
Ich habe den Artikel von Martin van Creveld reingesetzt:
"Das arme starke Geschlecht: Schon vor der Geburt diskriminiert Männer arbeiten schwerer, sterben früher und haben weniger Rechte als Frauen - Essay von Martin van Creveld Das kürzlich ergangene Urteil des Verfassungsgerichts in Karlsruhe, unverheirateten Vätern das Sorgerecht auf ihre Kinder zu verwehren, könnte das Leben von Hunderttausenden Männern beeinträchtigen; trotzdem stieß es auf erstaunlich wenig Widerspruch. In Deutschland wie auch anderswo sind Männer scheinbar nicht in der Lage, die Demontage ihrer sozialen Stellung ernstzunehmen, natürlich nur solange, bis sie sich mit den Folgen auseinandersetzen müssen. Nehmen wir ein Pärchen, das jahrelang zusammengelebt hat. Sie haben ein Kind oder mehrere Kinder. Eines Tages beschließen sie, sich zu trennen - vielleicht, weil die Frau einen neuen Geliebten hat. In diesem Fall würden die Kinder nach dem Gesetz automatisch der Mutter zugesprochen. Möglicherweise vernachlässigt sie sie, zieht mit ihnen ans andere Ende der Welt oder schafft sie sich vom Hals, indem sie sie in ein Internat steckt, das alles kann sie tun, ohne dass er ein Mitspracherecht in der Sache hätte. Im Falle ihres vorzeitigen Todes werden die Kinder in der Regel bei den Angehörigen der Mutter untergebracht, und wieder hat der leibliche Vater das Nachsehen. Dennoch muss er, solange seine Kinder unter 25 sind, für ihren Unterhalt zahlen. Was nichts anderes bedeutet, als dass er per Gesetz zu einem wandelnden Geldautomaten geworden ist. Was für das Sorgerecht gilt, trifft auf nahezu jeden anderen Aspekt des modernen Lebens genauso zu; wohin wir uns auch wenden, stoßen wir auf diskriminierte Männer. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Diskriminierung schon vor der Geburt einsetzt. Eröffnet man einer Schwangeren, sie bekomme einen Jungen, wird sie gleich erklären, wie groß und kräftig und vital "er" sich anfühle, ist es ein Mädchen, betont sie, wie zart und schutzbedürftig "sie" sei. Wie weitere Studien belegen, setzt sich diese Ungleichbehandlung in der Kindheit fort. Ein und dasselbe Verhalten, z.B. Weinen, wird bei einem Jungen missbilligt und gerügt, während es bei einem Mädchen dazu führt, dass man es in den Arm nimmt und tröstet. So war es schon im alten Sparta, als die Mütter (nicht die Väter) ihre Söhne aufforderten, mit ihren Schildern zurückzukehren oder auf ihnen. Auch im Erwachsenenalter halten sich diese Vorstellungen. Da Männer groß und stark sind, erwartet man von ihnen, dass sie ihr Äußerstes geben. Frauen sind im Durchschnitt kleiner und schwächer und man gesteht ihnen zu, sich das Leben leichter zu machen. Infolgedessen sind es zu allen Zeiten und überall auf der Welt die Männer, die praktisch alle harten und gefährlichen Berufe ausüben, von der Forstwirtschaft bis zur Schwerindustrie, vom Bergbau bis zur Hochseefischerei. Selbst in unseren modernen Industrienationen ist es so, dass verheiratete Männer zur Arbeit verpflichtet sind, verheiratete Frauen jedoch nicht. Kein Wunder, wenn uns die Statistiken bestätigen, dass Frauen wesentlich weniger arbeiten als Männer, sie weniger Zeit bei der Arbeit verbringen, halbtags arbeiten und früher in Rente gehen. Das gilt für Israel, wo der Autor lebt, wie für Großbritannien, Japan und Schweden. Mögen die Leser für sich entscheiden, ob das auch in Deutschland so ist. Wenn Frauen schon immer weniger gearbeitet haben als Männer und nicht so schwer wie diese, wovon leben sie dann? Die Männer tragen der Frauen Last. Der entscheidende Faktor, der dies gewährleistet, ist die Familie. Die Gesellschaft, in der Männer nicht dazu herangezogen werden, ihre Frauen zu versorgen, muss erst noch erfunden werden. Umgekehrt ist die Zahl der Frauen, die bereit sind, ihre Männer zu unterstützen, immer sehr klein gewesen; selbst heute verdienen nur etwa zehn Prozent der US-amerikanischen Frauen mehr als ihre Ehemänner, und Statistiken zeigen, dass die Scheidungsrate unter solchen Ehepaaren extrem hoch ist. Eine weitere Form der Versorgung von Frauen durch die Gesellschaft stellt die Sozialfürsorge dar. Es war für Frauen stets leichter als für Männer, in den Genuss von Sozialleistungen zu kommen; das galt bereits in biblischen Zeiten, als Moses all jene "verfluchte", die das Recht der Witwen beugen wollten. Auch der moderne Wohlfahrtstaat bildet da keine Ausnahme. Beispielsweise zahlen schwedische Männer etwa zwei Drittel aller Steuern, erhalten jedoch nur ein Viertel der staatlichen Sozialleistungen. Zum Teil ist die Folge, dass das steuerpflichtige Vermögen schwedischer Frauen im Verhältnis zu dem der schwedischen Männer 1,5 zu 1 beträgt; auch hier mögen die Leser selbst beurteilen, ob die Situation in Deutschland vergleichbar ist. Wie Forschungen in einer Reihe von Ländern ergeben haben, ist die Wahrscheinlichkeit der Festnahme bei einer Frau, wenn sie das Gesetz gebrochen hat, geringer als bei einem Mann. Wird sie doch verhaftet, fordert man warscheinlich ihren Ehemann auf, eine Kaution zu stellen, ist ..."
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- WOW! -
Alex, der Eidgenosse,
02.12.2004, 17:12
- Ich glaub das langsam alles echt nicht mehr :-) -
Arne Hoffmann,
02.12.2004, 17:49
- Re: Ich glaub das langsam alles echt nicht mehr :-) -
Jolanda,
02.12.2004, 19:02
- Re: Ich glaub das langsam alles echt nicht mehr :-) - Arne Hoffmann, 02.12.2004, 20:33
- Re: Ich glaub das langsam alles echt nicht mehr :-) - Nikos, 02.12.2004, 21:19
- Re: Ich glaub das langsam alles echt nicht mehr :-) -
Jolanda,
02.12.2004, 19:02
- Artikel-Link -
Magnus,
02.12.2004, 19:06
- Re: einfach nur erschreckend -
Karin,
02.12.2004, 20:13
- Re: einfach nur erschreckend - Schweizer, 07.12.2004, 11:35
- Da sollten wir diesem Opfer - Leserbrief etwas entgegensetzen: -
Gast316,
02.12.2004, 21:21
- Re: Da sollten wir diesem Opfer - Leserbrief etwas entgegensetzen: - Nikos, 02.12.2004, 21:38
- Re: Da sollten wir diesem Opfer - Leserbrief etwas entgegensetzen: - AJM, 02.12.2004, 22:04
- Re: Da sollten wir diesem Opfer - Leserbrief etwas entgegensetzen: - Gast316, 03.12.2004, 01:42
- Re: einfach nur erschreckend -
Karin,
02.12.2004, 20:13
- Jetzt besonders wichtig! - Nick, 02.12.2004, 20:03
- Re: WOW! - Nikos, 02.12.2004, 21:04
- Ich glaub das langsam alles echt nicht mehr :-) -
Arne Hoffmann,
02.12.2004, 17:49