Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Da sollten wir diesem Opfer - Leserbrief etwas entgegensetzen:

Gast316, Thursday, 02.12.2004, 21:21 (vor 7735 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Artikel-Link von Magnus am 02. Dezember 2004 17:06:36:

Interessanter Artikel auf der Seite:
http://www.facts.ch/dyn/magazin/gesellschaft/442368.html

Da sollten wir diesem Leserbrief etwas entgegensetzen:

Beatrice Müller
02.12.2004, 09:29
Dieser Artikel ist eine schamlose Ohrfeige für alle allein erziehenden Mütter, die die Verantwortung für ihren Nachwuchs zu 100% alleine tragen müssen. In Ihrem Artikel können Sie - bis auf die Problematik mit möglichem Missbrauch - überall Vater oder Mann mit Mutter oder Frau ersetzen. Schlussendlich gewinnt in einem Scheidungsfall immer die Partei, die die Beziehung dominiert hat und tonangebend war/ist, was zuhause zu geschehen hat. Kein Wort darüber, wie viel weniger Frauen für die gleiche Erwerbsarbeit verdienen, wie schwierig sich ein Wiedereinstieg gestaltet, was während 13 Wochen Schulferien zu machen ist mit Kindern, die betreut werden sollten und niemand ist da. Oder wie es sich anfühlt, wenn man auf der Arbeit ist, gleichzeitig aber zur x-ten kieferorthopädischen Kontrolle gehen muss mit dem Kind und anschliessend in die Psychotherapie, weil das Kind - und da bin ich ganz ihrer Meinung - einen Schaden von der Trennung davon trägt, der nicht wirklich gut zu machen ist. Diesen innerlichen Stress über Jahre aushalten zu müssen, sämtliche wichtigen Entscheidungen immer alleine treffen zu müssen, das ist verdammt hart. Warum erwähnen Sie mit keinem Wort, wie viele Väter innerhalb der ersten 2 Jahre nach der Scheidung von ihren Kindern absolut nichts mehr wissen wollen, weil Verdrängen besser als Hinschauen ist? Oder haben Sie das Gefühl, es schade den Kindern weniger, wenn Sie sie zur abgemachten Zeit frisch angezogen und mit dem Köfferchen wartend zum x-ten Mal wieder trösten müssen, weil Papa nun scheinbar doch nicht kommt? Klar, wer den nächsten Termin beim Psychiater und der Erziehungsberatung und dem Arzt und dem Zahnarzt wahrnehmen wird...


Autor: Beatrice Müller, Bern Datum: 02.12.2004, 09:29




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