Website von Bettina Röhl
Morb, Saturday, 23.10.2004, 23:34 (vor 7775 Tagen)
Hi,
ich weiß nicht, ob die Dame hier schon bekannt ist, es lohnt sich aber, bei ihr mal rein zu schauen.
Bettina Röhl über ...
Die bereits im Vorwege missratene RAF - Ausstellung und deren moralische Legitimation
Die 68er sind fakten - und logikresistent. Die 68er kamen nicht im gleichnamigen Jahr aus dem Nichts, sondern konnten auf Strukturen ideeller wie auch physischer Art zurückgreifen. Die kommunistischen Unterwanderungs-aktivitäten der DDR und anderer Staaten aus dem real-sozialistischen Lager ....
<hr>
Fischer:
...
Dass es Fischer war, der einst schrieb, dass ihm angesichts der RAF Opfer Buback, Ponto und Schleyer so recht keine Tränen kommen mögen, lässt seine heutige geradezu märtyrerhafte immer wieder erklärte Schuldübernahme für die Taten der Linken schon eher komisch erscheinen. Wer genau hinhört, hört von Fischer stets den Nachsatz, dass er immer nur seine politische Mitverantwortung meine, aber selbstverständlich keine individuelle, strafrechtlich relevante Schuld akzeptiere.
...
<hr>
Das RAF - Lied:
...
Gerhard Schröder verteidigte als Anwalt Horst Mahler,
einen der höchsten RAF Gründungs Kader.
Der hat durch Schröder seine Anwaltslizenz wieder erhalten.
und auch die Mescalero - Durchgeknallten,
die klammheimlichen Freuer der Buback Nachrufschreiber,
diese schlimmen Finger verteidigte Schröder.
Der Schriftsteller Erich Fried schrieb ein grausam Requiem
auf Siegfried Buback, das ist heute noch unangenehm.
...
<hr>
Gruß
Morb
Re: Website von Bettina Röhl
Peter, Sunday, 24.10.2004, 00:02 (vor 7775 Tagen) @ Morb
Als Antwort auf: Website von Bettina Röhl von Morb am 23. Oktober 2004 20:34:49:
Dass es Fischer war, der einst schrieb, dass ihm angesichts der RAF Opfer Buback, Ponto und Schleyer so recht keine Tränen kommen mögen, lässt seine heutige geradezu märtyrerhafte immer wieder erklärte Schuldübernahme für die Taten der Linken schon eher komisch erscheinen. Wer genau hinhört, hört von Fischer stets den Nachsatz, dass er immer nur seine politische Mitverantwortung meine, aber selbstverständlich keine individuelle, strafrechtlich relevante Schuld akzeptiere.
Gegen welchen Paragrafen soll Fischer denn verstossen haben? Dass er eine politische Mitverantwortung annimmt, ist doch schon mal was.
Gerhard Schröder verteidigte als Anwalt Horst Mahler,
einen der höchsten RAF Gründungs Kader.
Ich glaube, man darf es keinem Anwalt vorwerfen, dass er einen Mandanten verteidigt - das ist sein Beruf.
und auch die Mescalero - Durchgeknallten,
die klammheimlichen Freuer der Buback Nachrufschreiber,
diese schlimmen Finger verteidigte Schröder.
Der Anwalt hat keine Mitverantwortung fuer ein Verbrechen. Erst wenn er seinen Mandanten verraet, beginge er ein Verbrechen. So ist das im Rechtsstaat.
Der Schriftsteller Erich Fried schrieb ein grausam Requiem
auf Siegfried Buback, das ist heute noch unangenehm.
Ich kenne es nicht, es mag schlimm sein. Aber was hat das mit Gleichberechtigung zu tun?
Gruss,
Peter
Re: Website von Bettina Röhl
Morb, Sunday, 24.10.2004, 02:29 (vor 7775 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Website von Bettina Röhl von Peter am 23. Oktober 2004 21:02:20:
Gegen welchen Paragrafen soll Fischer denn verstossen haben? Dass er eine politische Mitverantwortung annimmt, ist doch schon mal was.
..und wenn er zugibt, selbst getötet zu haben, dann ist er ein Held.
Ich glaube, man darf es keinem Anwalt vorwerfen, dass er einen Mandanten verteidigt - das ist sein Beruf.
Der Anwalt hat keine Mitverantwortung fuer ein Verbrechen. Erst wenn er seinen Mandanten verraet, beginge er ein Verbrechen. So ist das im Rechtsstaat.
Ich kenne es nicht, es mag schlimm sein. Aber was hat das mit Gleichberechtigung zu tun?
Du kommentierst hier in den Originaltext hinein, den habe ich nicht verfasst, und kann deshalb schlecht Stellung dazu nehmen.
Was das mit dem Forenthema zu tun hat?
Was hat es mit dem Forenthema zu tun, wenn eine Mutter ihre Tochter ertränkt, weitere Beispiele erspare ich mir.
Zwischen Schwarz und Weiß gibt es noch eine ganze Menge Grautöne.
Vielleicht erschließt sich dann der Zusammenhang, den die tötende Mutter und Bettina Röhl, die uns einen Blick in die schmutzigen Unterhosen unsere amtierenden Regierung gewährt, mit dem Forenthema hat.
Weißt du, das mit dem Feminismus waren nämlich genau DIE.
Und ohne den Feminismus wären wir alle nicht hier.
Vielleicht liegt das Problem aber auch GANZ wo anders.
Gibt es in der (quasi nicht existenten) Männerbewegung, wie im realen Leben auch, etwa eine eher linke und eine eher rechte Strömung?
Kann es daran liegen, dass einige hier auf bestimmte Postings regelrecht allergisch reagieren?
Und absolut keine Zusammenhänge erkennen wollen?
Wie auch immer, Peter, wir werden wohl keinen gemeinsamen Nenner finden.
'Man konnte mir nichts nachweisen' - auch eine Qualifikation für die Besetzung von Regierungsposten.
Gruß
Morb
Gruss,
Peter
Re: Website von Bettina Röhl
Rüdiger, Sunday, 24.10.2004, 02:51 (vor 7775 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Website von Bettina Röhl von Peter am 23. Oktober 2004 21:02:20:
Dass es Fischer war, der einst schrieb, dass ihm angesichts der RAF Opfer Buback, Ponto und Schleyer so recht keine Tränen kommen mögen, lässt seine heutige geradezu märtyrerhafte immer wieder erklärte Schuldübernahme für die Taten der Linken schon eher komisch erscheinen. Wer genau hinhört, hört von Fischer stets den Nachsatz, dass er immer nur seine politische Mitverantwortung meine, aber selbstverständlich keine individuelle, strafrechtlich relevante Schuld akzeptiere.
Gegen welchen Paragrafen soll Fischer denn verstossen haben? Dass er eine politische Mitverantwortung annimmt, ist doch schon mal was.
Die FAZ veröffentlichte vor ein paar Jahren mal Bilder, Fotos von den Frankfurter Straßenschlachten von 1974, von der "Putzgruppe"; es ist ziemlich wahrscheinlich, daß einer der Vermummten, die da unbarmherzig mit Schlagwerkzeugen auf einen zu Boden gehenden Polizisten eindreschen (wahrscheinlich wäre es ihnen in diesem Moment egal gewesen, wenn "das Bullenschwein" dabei draufgegangen wäre, das war ja der Feind), Herr Joseph Fischer war. Das wäre u. U. versuchter Totschlag gewesen - aber die Staatsanwaltschaft ist ja weisungsgebunden (gerade neulich Deutschlandfunk-Sendung über diese problematische "Weisungsgebundenheit"), und da wird das bei solch hochpolitischen Sachen einfach "nach Ermessen eingestellt", d. h. unter den Teppich gekehrt. Fischer mußte damals, d. h. vor ein paar Jahren, als diese Bilder und Röhls Website aufkamen, ja mal vor Gericht aussagen und war heilfroh, als er seiner Vergangenheit als Teil der brutalen "Putzgruppe" mit pflaumenweichen Formulierungen und (gezielten?) Gedächtnisschwächen ausweichen konnte ...
Gruß, Rüdiger
Re: Website von Bettina Röhl
Odin, Sunday, 24.10.2004, 03:41 (vor 7775 Tagen) @ Rüdiger
Als Antwort auf: Re: Website von Bettina Röhl von Rüdiger am 23. Oktober 2004 23:51:31:
Gegen welchen Paragrafen soll Fischer denn verstossen haben? Dass er eine politische Mitverantwortung annimmt, ist doch schon mal was.
Die FAZ veröffentlichte vor ein paar Jahren mal Bilder, Fotos von den Frankfurter Straßenschlachten von 1974, von der "Putzgruppe"; es ist ziemlich wahrscheinlich, daß einer der Vermummten, die da unbarmherzig mit Schlagwerkzeugen auf einen zu Boden gehenden Polizisten eindreschen (wahrscheinlich wäre es ihnen in diesem Moment egal gewesen, wenn "das Bullenschwein" dabei draufgegangen wäre, das war ja der Feind), Herr Joseph Fischer war. Das wäre u. U. versuchter Totschlag gewesen - aber die Staatsanwaltschaft ist ja weisungsgebunden (gerade neulich Deutschlandfunk-Sendung über diese problematische "Weisungsgebundenheit"), und da wird das bei solch hochpolitischen Sachen einfach "nach Ermessen eingestellt", d. h. unter den Teppich gekehrt. Fischer mußte damals, d. h. vor ein paar Jahren, als diese Bilder und Röhls Website aufkamen, ja mal vor Gericht aussagen und war heilfroh, als er seiner Vergangenheit als Teil der brutalen "Putzgruppe" mit pflaumenweichen Formulierungen und (gezielten?) Gedächtnisschwächen ausweichen konnte ...
Was wills Du mit Deinem "wahrscheinlich" und "u.U." und als Gipfel der "Beweisführung" ein "ziemlich wahrscheinlich" und vor allen Dingen, was will eine Homepage von Bettina Röhl hier. Hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun, noch nicht mal im weitesten Sinne.
Bettina Röhl ist eine kranke Persönlichkeit und sie mußte es in Abgrenzung zu ihrer Mutter wohl auch werden. Es wäre gut, wenn sie mit sich und ihrer Vergangenheit ins Reine kommen könnte. Ihre Mutter war ebenso eine Randerscheinung der "68er" wie Woodstock und Fingerfarben. Klar, daß sie unter ihrer Mutter schwer zu leiden hatte. Aber muß sie das in aller Öffentlichkeit ausbreiten? Sie muß für ihre Mutter nicht Buße tun. Sie hat keine Schuld.
Schon wieder 68... und KEIN Thema?
Nick, Sunday, 24.10.2004, 06:35 (vor 7775 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Website von Bettina Röhl von Odin am 24. Oktober 2004 00:41:51:
Mensch, Odin!
"Was wills Du mit Deinem 'wahrscheinlich' und 'u.U.' und als Gipfel der 'Beweisführung' ein 'ziemlich wahrscheinlich' [sagen]?"
Rüdiger kann ja nicht mehr dazu sagen, weil, wie er richtig bemerkt, "nach Ermessen eingestellt wurde". Dieses Faktum ist ein schändlicher politischer Skandal allererster Güte - und zwar weder "wahrscheinlich" noch "u.U." noch "ziemlich wahrscheinlich", sondern das ist ganz sicher einer! Warum gehst du darauf nicht nur nicht ein, sondern benutzt es sogar, um wieder mal das Thema selbst zu unterbinden? Macht dir das etwa Ehre?
"...und vor allen Dingen, was will eine Homepage von Bettina Röhl hier. Hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun, noch nicht mal im weitesten Sinne."
Richtig, das hat überhaupt nichts mit "Gleichberechtigung" zu tun - sondern mit ihrer Zerstörung durch die Linken in der Folge von 68: der heutige Feminismus ist originär deren Erfindung und sogar ihr allergrößter bleibender "Erfolg". Und wieder: du möchtest partout nicht, daß das überhaupt Thema wird? Warum? Weil du selbst ein Linker bist? Mußt du dich deshalb genau so schändlich verhalten? Warum? Hast du da denn etwas zu verbergen? Was?
Ich habe leider noch niemals erlebt, daß ein Linker die Verantwortung übernommen hätte für das, was Linke in den letzten 40 Jahren angerichtet haben. Und tut es mal einer, dann ist er auch prompt kein Linker mehr, sondern wendet sich mit Schaudern davon ab. Zurück bleiben die immer Dümmeren. Hast du das nötig? Eigentlich doch nicht, finde ich...
"Bettina Röhl ist eine kranke Persönlichkeit und sie mußte es in Abgrenzung zu ihrer Mutter wohl auch werden. Es wäre gut, wenn sie mit sich und ihrer Vergangenheit ins Reine kommen könnte. Ihre Mutter war ebenso eine Randerscheinung der "68er" wie Woodstock und Fingerfarben. Klar, daß sie unter ihrer Mutter schwer zu leiden hatte. Aber muß sie das in aller Öffentlichkeit ausbreiten? Sie muß für ihre Mutter nicht Buße tun. Sie hat keine Schuld."
Brrrr, schüttel! Das ist diese bekannte, widerliche und bei Linken wegen ihrer notorischen Argumentationsarmut so beliebte 'Technik' des Pathologisierens: der Gegner sei angeblich krank und deshalb erübrige es sich, überhaupt auf ihn einzugehen. In der UdSSR saßen zahllose politische Dissidenten als "Irre" in der Psychiatrie. Diese Tatsache durfte in den 70ern nicht einmal benannt werden. Sie wurde vom linken Pöbel einfach niedergeschrien... ich kann mich gut daran erinnern!
Krank war zweifelsfrei die Mutter von Frau Röhl, die RAF-Gründerin Ulrike Meinhof, wie überhaupt die ganze Zeitgeistbewegung, deren maßgeblicher(!) Repräsentant sie war. Bis zu ihrem Selbstmord galt diese durchgeknallte Mörderin der gesamten studentischen Linken als die Ikone des "Kampfes gegen politische Isolationsfolter in den Knästen der faschistischen BRD" - eine Tatsache des blanken, historischen Irrwitzes, durch den die Wahrheit frech auf den Kopf gestellt und mit der Lüge dummer, ideologischer Schreihälse ausgetauscht wurde. Das war damals 'Mainstream' an den deutschen Universitäten. Bloß nicht drüber reden? Wieso?
Eine Schande, in der Tat! Aber ein Wort des Bedauerns dazu, der Selbstkritik oder gar der Verantwortungsübernahme? Pustekuchen! Weiter werden eitel die dümmlichen Mythen gepflegt, je und je. Die Schande der Deutschen Linken hat sie sich ganz allein selbst bereitet. Ich freue mich übrigens keineswegs darüber, sondern ich bedaure diese objektive Kläglichkeit, denn das Land bräuchte (auch) eine intellektuell redliche Linke - aber bestimmt nicht so eine geistlose, spießige, selbstgerechte Heuchelei.
Das ganze 68 bestand also deiner Meinung nach eigentlich überhaupt nur aus lauter Randerscheinungen "wie Ulrike Meinhof, Woodstock und Fingerfarben". Odin, aber auch! Dann gab es 68 ja gar nicht! Und sowieso, wer hätte es nötig, auf Randerscheinungen einzugehen? Besonders wenn er per definitionem "das Gute" vertritt, und den "Fortschritt". Da hat man das doch nicht nötig. Per definitionem.
Der Bürger hätte demgemäß nur noch das "Recht", gewissermaßen die Opposition zu kritisieren und gegen seine eigenen reaktionären Ansichten zu protestieren? Das genau ist die Wirkung des linken Mythos: eine totalitäre Weltsicht, die glatte Negation der historischen Wahrheit, das chronisch schlechte Gewissen und der Zwang zur dauernden Lüge und zum hektischen Vertuschen. Bloß geht das heute eben nicht mehr. Das Monstrum liegt in den letzten Zügen.
Wer es jetzt dennoch weiter versucht, der zerstört sich selbst.
Nick
Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema?
Andreas, Sunday, 24.10.2004, 14:15 (vor 7775 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Nick am 24. Oktober 2004 03:35:39:
Hallo Nick,
Richtig, das hat überhaupt nichts mit "Gleichberechtigung" zu tun -
Ich sehe in diesem Thread auch keinen Zusammenhang mit dem Forenthema.
sondern mit ihrer Zerstörung durch die Linken in der Folge von 68: der heutige Feminismus ist originär deren Erfindung und sogar ihr allergrößter bleibender "Erfolg".
Higgs-Bosonen hängen irgendwie auch mit unserem Forenthema zusammen...so etwa über 1 000 000 Ecken und Kanten. Trotzdem bringt uns eine Diskussion über Higgs-Bosonen hier nicht weiter - genausowenig wie eine Auseinandersetzung über Bettina Röhl oder wie diese Gestalten alle sonst noch heißen wollen...
Ich habe jedenfalls keine Lust mehr auf eine ausgedehnte 68er-Debatte, in der sich am Ende doch nur wieder alle gegenseitig beleidigen.
Und wieder: du möchtest partout nicht, daß das überhaupt Thema wird? Warum? Weil du selbst ein Linker bist? Mußt du dich deshalb genau so schändlich verhalten? Warum? Hast du da denn etwas zu verbergen? Was?
Wieso hat man etwas zu verbergen, wenn man die Diskussion in diesem Forum auf das Forenthema beschränken möchte? Ich bin weder rechts noch links, weder unten noch oben.
Gruß
Andreas
Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema?
Jolanda, Sunday, 24.10.2004, 17:46 (vor 7774 Tagen) @ Andreas
Als Antwort auf: Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Andreas am 24. Oktober 2004 11:15:15:
Lieber Andreas
Ich verstehe bestimmt von einigen Dingen weniger als ihr....aber ich erkenne ganz klar einen Zusammenhand zwischen der 68-er Ideologie und dem Feminismus.
Es sind vor allem und vorwiegend die Linken, die für die heutige Situation verantwortlich sind. Bei uns in der Schweiz ist es doch auch so, dass die Linken und die Grünen uns immer wieder von der Banchteiligung der Frau erzählen. Was in den 68-ern begonnen hat, das wird heute noch mit den selben Argumenten verteidigt und man versucht sogar immer noch, allen einzureden, dass die Frauen nach wie vor benachteiligt sind.
Hier steckt doch eine richtie Ideologie dahinter. Wir sind doch da an der Wurzel allen Uebels, ich verstehe nicht so ganz, warum das nichts mit dem Forenthema zu tun haben soll.
Du musst wissen, ich komme aus eine Arbeiterfamilie, mein Vater ist ein Linker und ich war der linken Politik immer näher als der bürgerlichen. Nur heute habe ich auch so meine Probleme mit den Linken, obwohl ich mich immer noch als "Linke" bezeichnen würde.
Trotzdem stehe ich vielen Aussagen von den Linken skeptisch oder mit Ablehnung gegenüber. Der Feminismus der Linken hat mich die letzten Jahre dazu gebracht, eben nicht mehr immer "links" zu wählen. Ich fühle mich aber trotzdem nicht verantwortlich für alle Aussagen und Handlungen der Linken.
Ich fühle mich auch nicht angegriffen, wenn man über die Linken diskutiert und ihnen einiges an Schuld zuweist an der heutigen Situation zwischen Mann und Frau. Ich weiss ja, dass diese Vorwürfe berechtigt sind.
Weisst du, hier muss man genauso differenzieren können, wie ich als Frau, die in diesem Forum schreibt, auch difffernzieren muss. Die Vorwürfe an die Frauen sind schliesslich berechtigt, ich muss mich deswegen aber doch nicht angegriffen fühlen, denn eine Frau werde ich immer bleiben, hier komme ich nicht raus.
Ein Linker muss kein Linker bleiben, wenn er nicht will, er kann es aber, auch wenn die Linken nicht nur gute Dinge tun. Die Schwächen einer Ideologie aufzudecken heisst doch nicht, dass man sich total davon entfernen muss, aber man sollte sie vielleicht kritischer betrachten.
Ich finde es sehr wohl wichtig, gerade die linke Politik gut im Auge zu behalten, denn sie fördert den Feminismus nach wie vor. Für mich ist das Topaktuell und hat sehr wohl, sehr viel mit diesem Forum und dessen Thema zu tun.
Ist aber meine ganz persönliche Meinung. Es wäre etwas anders für mich, wenn du begründest, dass dieses Thema dem Forum nicht gut tut und hier zu krasse, gegensätzliche Meinungen aufeinander prallen und du das aus diesem Grund hier nicht haben willst.
Du hast hier das sagen, ich würde das sofort respektieren, keine Frage.
Nur kann ich dir nicht ganz zustimmen, dass es nicht mit dem Thema des Forums zu tun hat.
Noch einen schönen Sonntag und geniesse Sonne...oder scheint die bei euch nicht 
Herzlicher Gruss
Jolanda
Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema?
Andreas, Sunday, 24.10.2004, 18:46 (vor 7774 Tagen) @ Jolanda
Als Antwort auf: Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Jolanda am 24. Oktober 2004 14:46:41:
Hi Jolanda,
Es sind vor allem und vorwiegend die Linken, die für die heutige Situation verantwortlich sind.
Es sind ja nicht nur die Linken. Es sind eigentlich alle Personen oder Gruppen, die aufgrund einer fehlgeleiteten Ideologie, aus Selbstsucht, Habgier oder aus welchen Motiven auch immer, ihre eigenen Interessen rücksichtslos durchzusetzen versuchen - und dies gerade auf Kosten der mentalen, kulturellen und materiellen Gesundheit unserer Gesellschaft. Solche Leute findet man nicht nur unter den Linken - man findet sie unter den "Konservativen" (was immer man auch darunter verstehen mag), den Liberalen, den Nationalisten oder den Feministinnen. Erfolgreich sind diese Leute deswegen, weil die meisten Menschen in unserem Lande aufgehört haben, selbstständig zu denken. Menschen, die nicht mehr denken, sind nach Belieben manipulierbar.
Bei uns in der Schweiz ist es doch auch so, dass die Linken und die Grünen uns immer wieder von der Banchteiligung der Frau erzählen. Was in den 68-ern begonnen hat, das wird heute noch mit den selben Argumenten verteidigt und man versucht sogar immer noch, allen einzureden, dass die Frauen nach wie vor benachteiligt sind.
Es sind nicht nur die Grünen, die uns diesen Unsinn einzureden versuchen. Ich hatte vor einiger Zeit mal einen kurzen Briefwechsel mit einem CDU-Bundestagsabgeordneten, der mich auch von der Benachteiligung der Frau überzeugen wollte - und zwar mit zum Teil absolut abenteuerlichen Argumenten. Irgendwann habe ich aufgehört zu antworten - das ist rausgeworfene Zeit.
Hier steckt doch eine richtie Ideologie dahinter. Wir sind doch da an der Wurzel allen Uebels, ich verstehe nicht so ganz, warum das nichts mit dem Forenthema zu tun haben soll.
Du musst wissen, ich komme aus eine Arbeiterfamilie, mein Vater ist ein Linker und ich war der linken Politik immer näher als der bürgerlichen. Nur heute habe ich auch so meine Probleme mit den Linken, obwohl ich mich immer noch als "Linke" bezeichnen würde.
Ich halte mich mittlerweile von allen politischen Strömungen fern - ob rechts, links oder was auch immer. Ich plädiere eher dafür, den Verstand einzusetzen, damit mittel- und langfristig Lebensbedingungen geschaffen werden können, die allen Menschen eine gesunde und freie Entwicklung ermöglichen. Ich brauche diesen ganzen rot-grün-konservativ-progressiv-liberal-feministischen-CDU-SPD-PDS-Schnickschnack nicht. Ich sage: einfach mal den Kopf einschalten und selbst denken! Dann erledigen sich viele Probleme von selbst.
Trotzdem stehe ich vielen Aussagen von den Linken skeptisch oder mit Ablehnung gegenüber.
Geht mir genauso! 
Ist aber meine ganz persönliche Meinung. Es wäre etwas anders für mich, wenn du begründest, dass dieses Thema dem Forum nicht gut tut und hier zu krasse, gegensätzliche Meinungen aufeinander prallen und du das aus diesem Grund hier nicht haben willst.
Das kommt darauf an. Ich habe nichts gegen solche Diskussionen, solange die Unterhaltung in geordneten Bahnen verläuft. Aber meistens schlägt es erfahrungsgemäß gerade bei diesem Thema im Verlauf der Diskussion den einen oder anderen vollständig aus der Bahn.
Noch einen schönen Sonntag und geniesse Sonne...oder scheint die bei euch nicht
Doch, doch...ich lebe ja nicht auf Pluto. 
schönen Gruß
Andreas
Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema?
Jolanda, Sunday, 24.10.2004, 19:55 (vor 7774 Tagen) @ Andreas
Als Antwort auf: Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Andreas am 24. Oktober 2004 15:46:37:
Doch, doch...ich lebe ja nicht auf Pluto.
schönen Gruß
--- Schmunzelt...nein, aber in Deutschland...und nun sage mir bloss, das sei manchmal nicht auch fern ab von Gut und Recht
)
Herzlicher Gruss
Jolanda
Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema?
Odin, Sunday, 24.10.2004, 17:18 (vor 7774 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Nick am 24. Oktober 2004 03:35:39:
Nur so als Schlußsatz:
Du hast meine Weigerung, das Thema "68" weiterzuverfolgen falsch verstanden. Ich finde es nicht zu unserem Thema gehörig - jedenfalls nicht am Beispiel dieser Homepage einer Frau, die gezwungen war, ihre Mutter zu verdammen (obwohl es, wenn man DIESEN Hintergrund beleuchtet vielleicht wirklich was mit unserem Thema zu tun hat. Viele von uns waren in der Nachkriegszeit gezwungen, sich gegen ihren Vater aufzulehnen).
Keineswegs möchte ich Reißaus nehmen, weil ich ein schlechtes Gewissen wegen irgendwelcher 68er hätte (ich selbst war damals übrigends noch zu jung und kann mich gar nicht zu dieser Bewegung zählen)
Das liegt daran, weil ich nicht wüßte wofür sich diese Bewegung entschuldigen sollte. Ich bin heilfroh, daß es diese Bewegung gab!
Ich kann mich noch gut an mein erstes Rockkonzert erinnern (Procul Harum, also wirklich nichts aggressives). Neben unseren Sitzreihen gingen ganze Wächterkolonnen mit Knüppel in der Hand auf und ab.
Bei meiner ersten Demo, bei der es um irgendwelche studentischen Kinkerlitzchen ging, gab es einen ähnlichen Auftritt der Polizei. Am Straßenrand standen noch Polizisten in Zivil, die fließig Fotos machten.
Daß Du heute wegen irgendwas demonstrieren darfst, ohne befürchten zu müssen, daß dich ein übelgelaunter Polizist versohlt, hast Du den damals erkämpften Freiräumen zu verdanken.
Auch die Experimente mit antiautoritärer Erziehung fand ich richtig und wichtig. Ebenso die neuen Lebensformen in Kommunen und WGs.
Beides ist aber älter. Auch der Feminismus ist wesentlich älter und entstand auch nicht neu während der 60er Jahre, sondern erheblich später. Leider gelang es hier den Feministen, Errungenschaften der 68er Bewegung wieder zu zerstören, z.B. die sexuelle Revolution. Von dieser ist heute leider gar nichts mehr zu spüren. Auch die Musik der 80er Jahre wurde wieder bieder und brav und hatte überhaupt nichts revolutionäres mehr an sich.
Aber wie es so ist: Auch in der DDR fühlten sich einige Leute sehr wohl und ärgern sich über die Unruhestifter, die ausreisen wollen. Wieso sollte man auch in Spanien Urlaub machen. Balaton ist doch auch sehr schön.
Genauso ist es mit der 68er Bewegung. Warum sollte man demonstieren wollen und was soll das Recht auf Demonstrationsfreiheit. Die Probleme, die man im Kaninchenzüchterverband hat, klärt man untereinander.
Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema?
Nick, Monday, 25.10.2004, 11:04 (vor 7774 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Odin am 24. Oktober 2004 14:18:18:
Lieber Odin!
Erst mal Anerkennung, daß du nicht "Reißaus nimmst". Chapeau!
Was du schreibst, kann ich z.T. gut nachvollziehen. Auch ich war zu jung, um ein erwachsener Zeitgenosse von 68 hätte gewesen sein zu können. An das "Lebensgefühl" damals kann ich mich aber noch gut erinnern: ein unbeschreibliches, erhebendes, allgemeines Empfinden von Freiheit, Edelmut und (Selbst-)Gerechtigkeit, von Erneuerung und Umsturz der "verkrusteten" bürgerlichen Welt lag in der Luft, das auch mich als Schüler gepackt hatte und natürlich auch meiner Auflehnung gegen den Vater viel Energie verlieh. Es war zudem ein wahres "Weltereignis", fand es doch keineswegs nur in Deutschland statt, sondern zeitgleich auch in Lima, Berkley, Paris, Tokio, Prag... mit einem Wort: "68" ist ein globaler Mythos!
Um die "Berechtigung" dieser Zeitgeist-Welle selbst kann es also eigentlich nicht wirklich gehen, da das notwendigerweise selbst Teil des Mythos bliebe, solange der nicht durchschaut ist. Auf jeden Fall wurde die globale 'Welle' ja von keinem ausgedacht, sondern entstand zeitgleich aus dem Nichts überall und hatte somit erkennbar überpersonale Ursprünge. Man war folglich einfach mitgerissen, weltweit, kollektiv, einheitlich und wohl kaum einer konnte sich dem gänzlich entziehen. Wenn auch dem formalen Inhalt nach "anders"(?), war "68" in seiner kollektiven Wucht sehr vergleichbar mit den anderen Mythen der Moderne, namentlich den großen Ideologiebewegungen nach dem ersten Weltkrieg (Faschismus und Bolschewismus), denen sich die Massen ja bekanntlich auch nicht entziehen konnten.
Die Bewertung von 68 ergibt sich für mich aber v.a. aus der nüchternen Rückschau auf die Wirkungsgeschichte dieses Mythos und seine reale Fortentwicklung, wie ich sie seit Anfang der 70er Jahre - zu Beginn dem naiven Lebensgefühl nach selbst noch ein 'radikaler Linker' - an der Universität in Frankfurt beobachtet habe. "68" war sehr schnell nach seinem kurzen Aufblitzen in verschiedene Fraktionen zerfallen, die allesamt überhaupt nichts mit Freiheit und Gerechtigkeit zu tun hatten (außer der Phrase nach, natürlich), sondern mit Psychose, Wahn, Terror und umsichgreifender Entpersönlichung. Es gab bombende und mordende Terroristen, dogmatische K-Gruppen, Stalinisten, Maoisten, Ostblockfanatiker, "Spontis"... und eben auch: "Weiberräte" (mit Vetorecht)! Hier sind all die feministischen Wahnvorstellungen ausgebrütet und vorgebildet worden und gelangten später mit den entsprechenden Weibern nach Verlassen der Uni in den "Überbau" der Gesellschaft, in dem sie sich beruflich niederließen. Wie wir wissen, sind gerade sie besonders weit damit gekommen. Der heutige Staatsfeminismus ist nun mal etwas völlig anderes, als der Feminismus der Weimarer Republik, gewissermaßen ein völlig anderes Universum, und hat damit überhaupt nichts zu tun, weder politisch noch personell.
Womit wir es heute zu tun haben, das entstand alles "damals", nach 68, denn vom "Vorher" hat ja fast nichts strukturell überlebt (schließlich ist man ja auch genau darauf so stolz). Aber es wirkt nur deshalb so ungebrochen fort, weil sich der Mythos bislang niemals rechtfertigen mußte. Die Akteure, die dem Mythos verpflichtet blieben, die ihn hüteten und bis heute pflegen, das sind in persona exakt die Akteure, die auch die "femiverseuchte" totalitäre Gutmensch-Welt heraufgeführt und ausgestaltet haben, in der wir heute leben. Das ist einfach eine Tatsache. Deshalb ist sie wichtig. Wie kann man das (mit Vernunft?) bestreiten? Stattdessen verschwindet die damalige Wirklichkeit auch heute noch bei vielen hinter dem verklärenden Schleier des Mythos. Auch bei dir, Odin.
Eine Anekdote dazu: Rüdiger hat die "Putztruppe" der Frankfurter Spontis erwähnt und die Rolle, die der gegenwärtige Außenminister in dem Zusammenhang gespielt hat. Ich habe Anfang der 70er in Frankfurt studiert und kenne die Verhältnisse deshalb gut, aus eigener Anschauung und persönlichem Erleben. Nicht anders als die Schlägertrupps von MSB-Spartakus, K-Gruppen und sonstigen (untereinander spinnefeindlichen!) Politorganisationen, war auch diese "Putztruppe" (niedlicher Name, gelle) schlicht und ergreifend eine SA-mäßige Prügelgarde, die gegebenenfalls völlig bedenkenlos politisch unliebsame Leute einfach zusammengeschlagen hat, falls nicht ohnehin das allgemeine Klima des linken Gesinnungsterrors seine einschüchternde Wirkung bereits ausreichend entfaltet hatte. Der "rechte Rand" dessen, was überhaupt geduldet wurde, waren die Jusos - und das auch nur, weil die sich damals derselben verbalen Radikalität bedien(en mußten), wie die prügelnden Polit-Pastaran, die den Campus und die Straßen der Stadt beherrschten. Der Geist war vollkommen tot in diesen Jahren!
Falls besonders mutige bürgerliche oder konservative Redner auf einer Studentenvollversammlung das Wort zu ergreifen wagten, dann wurden sie sofort vom linken Pöbel niedergebrüllt, danach der Ton abgedreht und wenn auch das nicht half, einfach krankenhausreif geschlagen und aus dem Saal geprügelt. Vor den Augen einer selbstgefällig grinsenden und johlenden Meute! Ich habe das selbst immer wieder so erlebt und beobachtet und kann bezeugen, daß dies keineswegs Einzelfälle waren, sondern im Gegenteil "völlig normaler" Alltag. Fischers Rolle dabei war nicht, wie er öffentlich gelogen hat, die eines "Mäßigers", sondern ganz im Gegenteil die eines Anführers und 'beherzten Zulangers'. Ich könnte hier seitenweise Erlebnisse niederschreiben, was für eine primatenhafte Gesinnung sich damals ganz frei, ungeniert und in brunzdummem Stolz ausgebreitet hat.
Das Unerträgliche an den "68er-Durchmaschierern", die heute immerhin die Regierung des Landes stellen und wichtige Machtpositionen in den Medien sowie in der Europa-Bürokratie (wichtig!) besetzt halten, ist, daß sie sich niemals in ihrem Leben für ihre Untaten rechtfertigen mußten, sondern sich sogar bis heute klammheimlich, aber unbekümmert im "Ruhm" ihrer eingebildeten Heldentaten sonnen! All das, was sie in selbstgerechter Anmaßung von ihren Vätern mit der (staatlich erzwungenen) HJ-Sozialisation verlangten, wofür ihnen jeder (zwangsgezogene!) Wehrmachtsgefreite Rede und Antwort zu stehen hatte, was inzwischen (zurecht) von jedem mickrigen Stasi-IM verlangt wird, das haben sie selbst niemals getan und tun es bis auf den heutigen Tag nicht: die Wahrheit sagen! Dabei stellt ihr eigener (freiwilliger!) Fanatismus für blutrünstigste Massenmörder und phänomenale Großverbrecher in aller Welt, deren ruchlose Taten allgemein bekannt waren, alles weit in den Schatten, was irgendein indoktrinierter Hitler-Pimpf unter den Bedingungen der totalen Diktatur dahergeredet und -gedacht haben mag (zumindest beim Reden aber hatte der, bei Gefahr des Todes, ohnehin keine Auswahl).
Die studentische Linke jener Zeit indes mußte das alles ja nicht tun, sondern die Leute wollten es tun! Das ist der entscheidende, riesige Unterschied. Alles was sie angerichtet haben, war freiwillig, vollbewußt und ganz unbedroht von außen (ungeachtet ihres hysterischen Geschreis vom angeblich faschistischen BRD-Imperialismus, als dessen permanentes Opfer sie sich ohne Ende inszenierten). Sie konnten jedoch in Wahrheit alles, was sie taten, nur deshalb tun, weil die garantierte Rede- und Versammlungsfreiheit der Demokratie ihnen noch den allergrößten Blödsinn zum gefahrlosen Ringelpietz mit Anfassen gestaltete. Ich weiß, daß der Mythos Anderes berichtet, aber das ist die Wahrheit. Trotz Benno Ohnesorg, der ja ein Einzelfall war - vom Polizisten Kurras ohne 'Auftrag' erschossen - und dessen Tod zum ehrbaren Rücktritt des damaligen (unschuldigen) Regierenden Bürgermeister von Berlin, Albertz, führte.
Wegen der unbedrohten Freiwilligkeit ihrer Taten und ihrer niederen Motive (Machtgenuß und 'Gaudi') sind die Vollstrecker von 68 in meinen Augen um ein Vielfaches verantwortlicher für ihr Tun, und deshalb schuldiger als ihre Väter, die ja jede abweichende Meinung oder gar einen Plan zum Umsturz unfehlbar mit ihrem Leben zu bezahlen gehabt hätten (samt KZ-Sippenhaft für die Familie), sobald das herauskam. Deshalb gebührt den heutigen Gutmenschen mit ihrer wohlfeilen, linken Gesinnungsethik das Äußerste an Verachtung und ewige Schande, vermehrt noch durch die Tatsache, daß sie selbst nicht das geringste Erbarmen zeigten bei der Beurteilung ihrer Väter, die in aussichtsloser Lage unter Bedingungen des totalen Krieges einem gnadenlosen Verbrecherstaat mit seinem geballten, allgegenwärtigen, unbegrenzten Terror ausgeliefert waren.
"Die 68er" bzw. ihre heutigen Vollstrecker sind deshalb in meinen Augen die elendesten und verkommensten Spießbürger, die dieses Land überhaupt jemals hervorgeracht hat. Für ihre Heuchelei gibt es kein Maß. Wo, bitte, ist die Verantwortungsübernahme für das eigene Tun, das ja bis in unsere Tage andauert? Eben! Es gibt sie nicht. Gegen den verehrten Herrn Außenminister wird stattdessen "weisungsgemäß eingestellt", obwohl jedem, der ihn damals kannte, zweifelsfrei klar ist, um wen es sich auf den Video-Aufnahmen handelt. Das Volk nickt artig dazu, "freut sich, daß es 68 gegeben hat", nennt 'krank', wer sich nicht darüber freut und ruft eifrig und im Chor, wie es ihm vorgesungen und befohlen wird: "Wehret den Anfängen!" und: "Haltet den Dieb!"
Manche ertragen das eben weniger gut, als andere. Uns allen indes wird einfach frech zugemutet, in so einer völlig verdrehten, verlogenen und verrückten Scheinwelt zu leben, in der eine von notorischen Totalitaristen gegründete "Partei der Bürgerrechte"(!) [GrünInnen] sich die moralische Definitionsmacht angemaßt hat, was politisch korrekt gedacht und gesagt werden darf (s. jüngst: Rocco Buttiglione), was noch erlaubt und was unerlaubt ist - und die inzwischen das Denken der Menschen über zahllose Kanäle subtil steuert und manipuliert: linksgrüne Ideologie beherrscht heute weitgehend den "Zeitgeist"! Wer ausscheert, kriegt Ärger, wer diesem Zeitgeist einfach nur widerspricht, der ist schon deshalb der Dumme (oder Schlimmeres). Feminismus ist nur eine Erscheinungsform dieser Perversion unter vielen anderen. Ich verweise als kleines Beispiel dafür, wie stammhirn-reflektorisch das inzwischen abläuft, auf mein Schreiben an Amnesty International und die Reaktionen von dort.
Abweichende Ansichten muß man heute nicht mehr verbieten; das ist altmodisch. In unserer Mediendiktatur "verbieten sie sich von selbst"! Das ist praktisch und viel effektiver als alles, was es vorher jemals in der Richtung gab. Und man arbeitet, natürlich leise und unauffällig, weiter an der endgültigen Perfektionierung. Demonstrieren darfst du heute, ohne daß dich ein Polizist verprügelt. Dafür darfst du aber auch absolut sicher sein, daß von deiner Demonstration keiner außer dir selbst Notiz nimmt. So macht man das heute.
Ich beharre also auf "68" (und seinen vielfältigen Folgen) als wichtigem Thema und daß es wie kaum ein zweites zum Forenthema gehört, weil da nämlich die konkrete, ideologische Wurzel all der Probleme liegt, mit denen wir uns hier herumschlagen. Man wird die verwirrenden, z.T. sehr widersprüchlichen Phänomene niemals begreifen, wenn man den "Zeitgeist" nicht durchschaut und versteht, der ihnen allen gemeinsam zugrunde liegt. Den Zeitgeist zu durchschauen aber ist sehr, sehr schwer, denn er hat ja jeden von uns auf mannigfache Weise imprägniert. Keine Generation zuvor war je so sehr "Produkt des herrschenden Zeitgeistes", wie die gegenwärtige. Das ist extrem lebensgefährlich! Der Zeitgeist bestimmt auf allerlei indirekten Wegen all die persönlichen Strukturen unseres Denkens, Erlebens und Erkennens, die aber nun mal nötig sind, um ihn überhaupt zu durchschauen: ein typischer Circulus vitiosus. So entsteht eine spezifische seelische Blindheit für die Zusammenhänge der eigenen Lage, in der gewissermaßen der grüne Wald vor lauter dichtbewachsenen Bäumen nicht mehr erkennbar ist. Es gibt deshalb partout keinen anderen Weg, als den MYTHOS selbst in seiner Tiefe zu knacken. Und dieser Mythos lautet in seiner heutigen, historisch-konkret faßbaren Form nun mal: "68" (natürlich inklusive der - z.T. komplizierten - Zerfallsprodukte).
Das mag für manche ein ganz schön zähes Geschäft werden, denn es macht wahrscheinlich traurig und wütend, es zerstört liebgewonnene Idyllen, haut gewohnte Haltegriffe aus der Wand heraus und läßt einen vielleicht am Ende ziemlich ratlos dastehen. Aber es gibt keine Alternative dazu. Unsere Väter / Großväter mußten schließlich auch lernen, daß die Hitlerjugend mit ihren schönen Liedern am Lagerfeuer vor allem eines war: scheiße! Wer nun heutzutage beim ständigen Träumen immer noch Adoleszent geblieben und trotzdem in die Jahre gekommen ist, der sollte sich allmählich mal etwas sputen, damit er nicht dümmer stirbt, als der eigene Vater.
Herzlicher Gruß
vom Nick
Sehr gut! (n/t)
Rüdiger, Thursday, 28.10.2004, 01:08 (vor 7771 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Nick am 25. Oktober 2004 08:04:23:
d
Gute Analyse! (n/t)
Guildo, Thursday, 28.10.2004, 09:50 (vor 7771 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Nick am 25. Oktober 2004 08:04:23:
Re: Was ist daran analytisch?
Eugen Prinz, Thursday, 28.10.2004, 13:45 (vor 7771 Tagen) @ Guildo
Als Antwort auf: Gute Analyse! (n/t) von Guildo am 28. Oktober 2004 06:50:48:
Nick schrieb...
...war "68" in seiner kollektiven Wucht sehr vergleichbar mit den anderen Mythen der Moderne, namentlich den großen Ideologiebewegungen nach dem ersten Weltkrieg (Faschismus und Bolschewismus...
Dabei stellt ihr eigener (freiwilliger!) Fanatismus für blutrünstigste Massenmörder und phänomenale Großverbrecher in aller Welt, deren ruchlose Taten allgemein bekannt waren, alles weit in den Schatten...
...sind die Vollstrecker von 68 in meinen Augen um ein Vielfaches verantwortlicher für ihr Tun, und deshalb schuldiger als ihre Väter,
Deshalb gebührt den heutigen Gutmenschen mit ihrer wohlfeilen, linken Gesinnungsethik das Äußerste an Verachtung und ewige Schande,
Die 68er" bzw. ihre heutigen Vollstrecker sind deshalb in meinen Augen die elendesten und verkommensten Spießbürger, die dieses Land überhaupt jemals hervorgeracht hat.
Keine Generation zuvor war je so sehr "Produkt des herrschenden Zeitgeistes", wie die gegenwärtige. Das ist extrem lebensgefährlich!
Ich möchte mal wissen, was an Nicks Tirade "analytisch" sein soll. Was ein Glück für ihn, daß "die 68er" auch irgendwie irgendwas mit Feminismus zu tun haben. Sonst würde er es ja nirgendwo los. Ansonsten ist das eine einzige, hasserfüllte, privat motivierte Abrechnung mit einer geschichtlichen Epoche, gespickt mit mit Pauschalisierungen und bombastischen Übertreibungen - und sonst nichts. Wie üblich.
Eugen
Re: Was ist daran analytisch?
Guildo, Thursday, 28.10.2004, 15:00 (vor 7770 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Was ist daran analytisch? von Eugen Prinz am 28. Oktober 2004 10:45:43:
Vielleicht keine Analyse? Nur: Recht hat er!
Guildo
Re: Was ist daran analytisch?
Jolanda, Friday, 29.10.2004, 03:56 (vor 7770 Tagen) @ Guildo
Als Antwort auf: Re: Was ist daran analytisch? von Guildo am 28. Oktober 2004 12:00:16:
Vielleicht keine Analyse? Nur: Recht hat er!
Guildo
-- Ja hat er 
Lieber Gruss
Jolanda
Re: Was ist daran analytisch?
Eugen Prinz, Friday, 29.10.2004, 10:23 (vor 7770 Tagen) @ Jolanda
Als Antwort auf: Re: Was ist daran analytisch? von Jolanda am 29. Oktober 2004 00:56:42:
>Vielleicht keine Analyse? Nur: Recht hat er!
Guildo
-- Ja hat er
Lieber Gruss
Jolanda[/i]
Nein, hat er nicht, und Guildo nicht und du auch nicht 
... um mal den Stil deiner Antworten aufzunehmen.
Thema unerwünscht?!
Guildo, Friday, 29.10.2004, 10:55 (vor 7770 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Was ist daran analytisch? von Eugen Prinz am 29. Oktober 2004 07:23:21:
> > Vielleicht keine Analyse? Nur: Recht hat er!
Guildo
-- Ja hat er
Lieber Gruss
Jolanda[/i]
Nein, hat er nicht, und Guildo nicht und du auch nicht
... um mal den Stil deiner Antworten aufzunehmen.
Hallo Eugen,
eine Diskussion über die verheerenden Folgen der "68er" scheint ja in diesem Forum unerwünscht zu sein, daher habe ich mich kurz gefaßt.
Seltsam, dass du Ruths psychologisierende Ausfälle als gute Analyse durchgehen läßt. Wer gegen den Zeitgeist redet, muß wohl heutzutage damit leben, als psychisch krank und komplexbeladen diffamiert zu werden.
Gruß vom Guildo
Re: Thema unerwünscht?!
Nick, Friday, 29.10.2004, 11:50 (vor 7770 Tagen) @ Guildo
Als Antwort auf: Thema unerwünscht?! von Guildo am 29. Oktober 2004 07:55:41:
Hi Guildo!
"Seltsam, dass du Ruths psychologisierende Ausfälle als gute Analyse durchgehen läßt.
Wer gegen den Zeitgeist redet, muß wohl heutzutage damit leben, als psychisch krank und komplexbeladen diffamiert zu werden."
Wie ich bereits geschrieben habe (index.php?id=35498): "Es gibt keinen anderen Weg, als den MYTHOS selbst in seiner Tiefe zu knacken. Das mag für manche ein ganz schön zähes Geschäft werden, denn es macht wahrscheinlich traurig und wütend, es zerstört liebgewonnene Idyllen, es haut gewohnte Haltegriffe aus der Wand heraus und läßt einen vielleicht am Ende ziemlich ratlos dastehen. Aber es gibt keine Alternative dazu. Wer beim ständigen Träumen immer noch Adoleszent geblieben und trotzdem in die Jahre gekommen ist, der sollte sich allmählich mal etwas sputen, damit er nicht dümmer stirbt, als der eigene Vater."
Jeder tut halt das, was er kann.
Das soll man immer anerkennen.
Schließlich haben sie sich viel Mühe gegeben.
Meint und findet
der liebe gute Nick
Erzähl doch mal mehr!
Texaco, Friday, 29.10.2004, 12:41 (vor 7770 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Re: Thema unerwünscht?! von Nick am 29. Oktober 2004 08:50:59:
Hallo Nick!
Ich habe zwar selbst gerade gepostet, man solle sich doch bitteschön ans Forums-Thema halten und keine allgemeinen Diskussionen beginnen, aber dein ursprünglicher Beitrag interessiert mich. Leider geht die Information mal wieder in der Aufregung rings rum unter. Vielleicht hast Du Lust, einen neuen Thread zu beginnen, und (ohne Wertungen, über die sich andere aufregen können) zu erzählen, wie es damals in den 70ern an der Uni Frankfurt zuging.
Du wirst jetzt sagen: "Habe ich doch schon." Aber vielleicht kannst du es noch konkreter erzählen. Zum Beispiel würde mich interessieren, bei welchen Anlässen wann jemand für seine Meinung krankenhausreif geschlagen wurde? Und von wem? Waren das Ausnahmen oder die Regel? usw. Welche Vorfälle hast du selbst erlebt?
Ich war vor kurzem einmal auf dem Frankfurter Campus, und schon die Architektur erscheint einem wie die Kulisse eines Happenings, wie es nur hier geschehen konnte, und die nur zu diesem Zweck errichtet worden sein kann, mittlerweile aber Reif für den Abriß ist.
Re: Erzähl doch mal mehr!
Andreas (der andere), Friday, 29.10.2004, 13:02 (vor 7770 Tagen) @ Texaco
Als Antwort auf: Erzähl doch mal mehr! von Texaco am 29. Oktober 2004 09:41:54:
Ich habe zwar selbst gerade gepostet, man solle sich doch bitteschön ans Forums-Thema halten und keine allgemeinen Diskussionen beginnen, aber dein ursprünglicher Beitrag interessiert mich.
Hi, falls Du denkst, daß das Thema den Forenrahmen sprengen würde, möchte ich nochmal an dieses nette kleine Forum hier erinnern, das gerade aus eben diesem Grund eingerichtet wurde, und in dem es im Moment schon wieder sehr, sehr ruhig zugeht:
http://www.f27.parsimony.net/forum67817/index.htm
Gruß, Andreas d.a.
Re: Erzähl doch mal mehr!
Nick, Friday, 29.10.2004, 15:19 (vor 7769 Tagen) @ Texaco
Als Antwort auf: Erzähl doch mal mehr! von Texaco am 29. Oktober 2004 09:41:54:
Hi Texaco,
das ist eigentlich nicht konsistent...
Trotzdem: Ich habe in Frankfurt (später in Marburg) Medizin studiert. Dieser Fachbereich liegt in Niederrad, also jenseits des Mains, so daß mein Unialltag gottseidank etwas weg vom Schuß war. Persönlich erlebt habe ich eine ganze Reihe von Studentenvollversammlungen, auf denen es hoch herging, inklusive körperlicher Gewalt gegen unliebsame Redner, ausgehend von K-Gruppen, Spontis (Cohn-Bendit, Fischer etc.) und MSB-Spartakus. Es ist nicht die Regel gewesen, und zwar einfach deshalb, weil sich in dem repressiven Klima sowieso praktisch keiner dazu getraut hat, der gegen den Mainstream eingestellt war. Vorgekommen ist es aber.
Erlebt habe ich auch das Umfeld der zu manchen Zeiten täglich stattfindenden Demonstrationen im Westend und in der Innenstadt ("Häuserkampf"). Das Ausmaß an irrationaler Gewalt, das da in Szene gesetzt wurde, war einfach atemberaubend brutal und im Grunde Bürgerkrieg. Tagebuch geführt habe ich allerdings nicht, deshalb könnte ich solche konkreten Angaben, wie du sie gerne haben möchtest, sowieso nicht machen, selbst wenn ich das wollte.
Ich will aber nicht. Du hast nämlich vergessen, mir meine Rechte vorzulesen 
Der Asta in Frankfurt steht also immer noch? Ich war seit bald 30 Jahren nicht mehr da gewesen. Vielleicht fahr ich doch mal hin, wenn ich wieder in der Gegend bin, und schau mir die Ruine an; sie war schon damals sehenswert, das stimmt. Kaum vorstellbar, daß das die Jahrzehnte überdauert haben soll...
Vielleicht mach ich das mal zusammen mit Max und einem 40-Tonner-Tieflader? Es war ja schon mal in dem Zusammenhang von "Haushaltsauflösungen" die Rede gewesen, wenn ich mich recht erinnere... 
Gruß vom Nick
P.S.: Es wurde hier behauptet, der MSB-Spartakus (Ostblockfanatiker) hätte nicht geprügelt. Das stimmt nicht. In Marburg hatten die damals ihre Hochburg. Das Vorgehen gegen "Rechte" (gemeint war damit z.B. Junge Union) war keineswegs durch Diskussion und Toleranz geprägt, sondern von Gewalt und eliminatorischem Gesinnungsterror. Ein gewisser "Hannes" ist mir in Erinnerung geblieben. Er hat mir mal einen Mülltonnendeckel über den Schädel gezogen. Werd' ich nie vergessen. Was ich danach mit ihm gemacht habe, sage ich hier nicht... 
Re: das Thema ...
Andreas (der andere), Friday, 29.10.2004, 12:56 (vor 7770 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Re: Thema unerwünscht?! von Nick am 29. Oktober 2004 08:50:59:
Es gäbe durchaus noch die Alternative, positive wie negative Aspekte, die es beide ohne Zweifel gab und gibt, als eben das zu betrachten - nebeneinander existierend. Wenn Ihr die Phänomene als Konglomerat der Entwicklungslinien, die - vom Privaten ins Politische, sowie umgekehrt - die ganze Gesellschaft durchziehen, statt als fest umrissenes Gebilde betrachten würdet, bekämt Ihr vielleicht auch keine Erklärungsnot, wenn man Euch bitten würde, das ideologische Feld konkret abzugrenzen, oder die Strömungen eindeutig in einer politischen Ideologie zu verorten. - So einen Diskussion scheint hier aber eh keiner führen zu wollen, und deshalb ist das auch mein einziges Statement dazu.
Cheers
Re: das Thema ...
Nick, Friday, 29.10.2004, 14:57 (vor 7769 Tagen) @ Andreas (der andere)
Als Antwort auf: Re: das Thema ... von Andreas (der andere) am 29. Oktober 2004 09:56:56:
Hallo Andreas!
Die Frage "positiv oder negativ" ist gewissermaßen eine 'innermythologische Frage' und stellt sich für mich im Grunde nicht, da ich ja kein besonderes, persönliches Bedürfnis habe, den Mythos emotional zu bewerten (ungeachtet der gewählten Ausdrucksform
). Es geht eher um das kühle Erfassen der zahllosen Entwicklungslinien, die sich da verknäult haben - und die umfassen ungleich viel mehr noch die historischen Fäden, die da aufgegriffen, weitergesponnen und danach noch fester verknotet wurden, als die damaligen, innergesellschaftlichen, zeitgeistigen Aufwallungen. Letztere sind eher täuschende, verhüllende Oberfläche.
Die Akteure waren - und sind es leider oftmals bis heute geblieben - leider ganz unbewußte Vollstrecker eines uralten Erbes von Gewalt und Hybris, das schon ihre Vorfahren zerstört hat: unreife Daueradoleszenten. Will sagen, sie haben ihr Herkommen eben nicht geistig durchdrungen und erlöst, sondern fortgeführt und an uns alle weitervererbt. In diesem Sinn ist "das Heute" ihr Vermächtnis: es wird ihnen nicht erspart bleiben, sich als Verantwortliche zu erkennen für die heutigen Zustände.
Das Besondere an dieser Bewegung ist jedoch, daß es nie zu einer aufrichtigen Reflexion des eigenen Tuns gekommen ist, die über das Subjektiv-Illusorische hinausgekommen wäre ("Che hat für Gerechtigkeit gekämpft" und "Dutschke hat die NVA verweigert" etc.) und auch die Frage der Schuld gestellt hätte. Es herrscht die reinste, naivste Apologetik. Das Persönliche kann deshalb bis heute jederzeit im kollektiven Mythos seine Gebrogenheit finden. Deshalb auch die gereizte Hysterie, sobald es da zu (leichten) Erschütterungen kommt...
Es gibt immer noch keinerlei Bemühungen, gewissermaßen "von außen" die eigene Biographie zu betrachten und von daher die Vergangenheit zu bewerten, sondern der Mythos lebt ungebrochen und geradezu infantil weiter - und ist sogar "an der Macht". Solange das so bleibt, wird der Wahn weitergehen und nichts als Verwirrung und Scheitern gebären. Wir sind Zeitzeugen dieser Tatsache.
Es wäre deshalb so dringend notwendig, endlich erwachsen zu werden und sich dem eigenen Versagen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen, für die Betreffenden selbst, wie auch für die Gesellschaft als Ganze. Denn die objektiven Konsequenzen dieser kollektiven Reifeverweigerung sind viel fürchterlicher und zerstörerischer als alles, was es vorher gegeben hat. Es geht um nichts weniger, als die Selbstvernichtung.
Aber die Zeit ist wohl immer noch nicht "reif" dafür. Es wird wohl wieder erst "den großen Zusammenbruch" geben müssen. Allerdings wird der dann möglicherweise der letzte gewesen sein...
Gruß vom Nick
P.S.: Alles, was man nicht rückhaltlos mit dem Geist durchdringt, muß man als Schicksal erleiden
Re: Thema unerwünscht?!
Eugen Prinz, Friday, 29.10.2004, 12:40 (vor 7770 Tagen) @ Guildo
Als Antwort auf: Thema unerwünscht?! von Guildo am 29. Oktober 2004 07:55:41:
Hallo Eugen,
eine Diskussion über die verheerenden Folgen der "68er" scheint ja in diesem Forum unerwünscht zu sein, daher habe ich mich kurz gefaßt.
Seltsam, dass du Ruths psychologisierende Ausfälle als gute Analyse durchgehen läßt. Wer gegen den Zeitgeist redet, muß wohl heutzutage damit leben, als psychisch krank und komplexbeladen diffamiert zu werden.
Gruß vom Guildo
Hallo Guildo,
tut mir leid, wenn ich dir Unrecht tun sollte.
Aber als ich vor längerem das Thema 68er angesprochen hatte, da habe ich vielleicht ein Faß angestochen - gleich war ich der Sympathisant von Massenmördern usw. - nur mal zum Beispiel.
Oder wenn ich selbst mal gegen den Zeitgeist rede und mich gegen die Institution der Ehe unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen ausspreche, dann muss ich mich als krank und hasserfüllt bezeichnen lassen.
Oder Bruno, der sich sehr viele Gedanken macht und diese auch umsetzt, muß sich von Einem, der nur einfach "seinen Gefühlen freien Lauf" lässt, belehren lassen, er solle doch mal nachdenken.
Ich habe diese Diskussionskultur hier nicht erfunden.
Es ist leider so, dass die ganze Männerkiste bei der leisesten Berührung in ein Dutzend Teile zerfällt: Gläubige/Ungläubige, Altlinke/Neoliberale, Kommunisten/Kapitalisten, Grüne, Rote, Schwarze ...
Ich habe nur ein Interesse: Die gesetzlichen Benachteiligungen der Männer zu beseitigen! Das mache ich - wenn es sein muss - zusammen mit Kommunisten, Kapitalisten, Ketzern, Katholiken...
Aber wenn jeder von denen seine privaten Empfindlichkeiten mit reinbringt, dann kann nicht daraus werden.
Also nichts für Ungut und einen schönen Tag,
Eugen
Re: Thema unerwünscht?!
Max, Friday, 29.10.2004, 14:19 (vor 7770 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Thema unerwünscht?! von Eugen Prinz am 29. Oktober 2004 09:40:59:
Hallo eugen,
Ich habe nur ein Interesse: Die gesetzlichen Benachteiligungen der Männer zu beseitigen! Das mache ich - wenn es sein muss - zusammen mit Kommunisten, Kapitalisten, Ketzern, Katholiken...
...da frage ich mich schon, wer hier der Träumer und wer der Realist ist.
Gesetzliche Benachteiligungen von Männern sind systemimmanent, der Feminismus fast schon ein Staatsziel. Solange Frauen den Benachteiligtenstatus gepachtet haben, so lange wird eine gesetzliche Benachteiligung von Männern runtergespielt, ignoriert oder sonst irgendwie mit den "Rechten von Frauen und Kindern" begründet werden. Gesetzliche Männerbenachteiligung ist doch lediglich ein Detail in einer ganzen Reihe von "Merkwürdigkeiten", die allesamt auf einige wenige Denkfehler zurückzuführen sind. Daß das Private politisch sei, ist einer davon. Daß der Staat (bald alles) zu regeln habe, ein anderer.
Wie, bitteschön, möchtest du mit einem Kommunisten zusammen etwas beseitigen, das zur gedanklichen Grundausstattung eines Kommunisten gehört?
Anstatt nun eine gesetzliche Benachteiligung von Männern beseitigen zu wollen, halte ich es für wesentlich sinvoller, die völlig ungerechtfertigte Bevorzugung von Frauen zu beseitigen. Die typischen Benachteiligungen von Männern resultieren doch erst aus der Bevorzugung der Frauen!
Konkrete Beispiele: Anstatt in Ergänzung der Frauenquoten auch noch Männerquoten zu fordern, sollten Frauenquoten abgeschafft werden.
Anstatt eine allgemeine Dienstpflicht auch für Frauen zu fordern, sollte der Zwangsdienst für alle abgeschafft werden - usw.
Es erscheint mir doch wesentlich einfacher zu sein, die von Dir genannten Ketzer, Kapitalisten, Katholiken und Kommunisten unter einen Hut zu bringen, wenn als gemeinsames Ziel die drastische Reduzierung staatlicher Allmacht stünde und mit der zusammen - quasi in einem Aufwasch - der staatlich geförderte Weiberwahnsinn.
Die so viel geschmähten "Neoliberalen" sitzen bspw. in der Wirtschaft, in der CDU und in der FDP und haben bereits den gewissen Einfluß, den unsereiner als "Männerrechtler" noch nicht hat (und in diesem System vermutlich auch nie kriegen wird). Die erkennen den ganzen Weiberwahnsinn als das, was er ist: Ein Detail, lediglich ein Detail. Und die wissen, daß dieser Schwachsinn nach einer drastischen Deregulierung automatisch ausgespukt haben wird.
Ich weiß: "Neoliberal", "freie Marktkräfte", "Deregulierung" - usw. - das sind alles Begriffe, die einem bundesdeutschen Linken Schauer des Ekels über den Rücken jagen. Dennoch bin ich sehr dafür, diese Kräfte zu unterstützen und zwar deswegen:
Man geht gegen den Staatsfeminismus vor, ohne sich dabei die üblichen, feministischen Schlagworte, Unterstellungen und Haßparolen einzuhandeln.
Man wird als Gegner nicht direkt angreifbar und erspart sich geschlechterbezogene Pseudo-Diskussionen. Man diskutiert stattdessen über das Wohl und die Zukunft Aller, Frauen eingeschlossen.
Der totalitäre Staatsfeminismus wird quasi nebenbei mit "über die Klinge springen".
Alles in allem halte ich eine Linie, die sich pauschal gegen die Politik der Alt-Linken und deren Staatsfetischismus richtet, für effizienter, da leichter und breiter vermittelbar (einen Kurt Beck wirst du nicht davon überzeugen können, daß sein Weibsgequatsche völlig debil ist. Der bleibt lieber debil).
Wirtschaftsthemen z.B. finden ein weit größeres Publikum als reine Geschlechterthemen. Und wenn ich über die Wirtschaft den Geschlechterwahnsinn wegbekomme: Warum nicht? Wirtschaftlich liegt ja auch eine Menge im Argen. Und wenn über eine Deregulierung endlich das Kiffen legal wird: Umso besser.
Eines wird mit Sicherheit nicht gehen: Die Allmacht des Staates erhalten und dennoch gesetzliche Männerbenachteiligungen abschaffen. In diesem Staat nicht mehr.
Gruß - Max
Re: Was ist daran analytisch?
Jolanda, Friday, 29.10.2004, 14:30 (vor 7770 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Was ist daran analytisch? von Eugen Prinz am 29. Oktober 2004 07:23:21:
> > Vielleicht keine Analyse? Nur: Recht hat er!
Guildo
-- Ja hat er
Lieber Gruss
Jolanda[/i]
Nein, hat er nicht, und Guildo nicht und du auch nicht
... um mal den Stil deiner Antworten aufzunehmen.
-- Der Stil meiner Antworten....grinst...ist doch eigentlich dein Stil, dich hinter den negativen Aussagen von anderen zu verstecken, aber ich weiss Eugen, wenn zwei das Selbe tun ist das noch lange nicht das Gleiche, gell 
Re: Was ist daran analytisch?
Eugen Prinz, Friday, 29.10.2004, 14:52 (vor 7769 Tagen) @ Jolanda
Als Antwort auf: Re: Was ist daran analytisch? von Jolanda am 29. Oktober 2004 11:30:26:
-- Der Stil meiner Antworten....grinst...ist doch eigentlich dein Stil, dich hinter den negativen Aussagen von anderen zu verstecken, aber ich weiss Eugen, wenn zwei das Selbe tun ist das noch lange nicht das Gleiche, gell
blaber ... grinst ... laber ... schmunzelt ...Rhababer... genau ... pupst ... noch lange nicht das Selbe ... kichert ...und schon garnicht ... rülpst ... das Gleiche... 
Re: Was ist daran analytisch?
Jolanda, Friday, 29.10.2004, 16:03 (vor 7769 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Was ist daran analytisch? von Eugen Prinz am 29. Oktober 2004 11:52:44:
>-- Der Stil meiner Antworten....grinst...ist doch eigentlich dein Stil, dich hinter den negativen Aussagen von anderen zu verstecken, aber ich weiss Eugen, wenn zwei das Selbe tun ist das noch lange nicht das Gleiche, gell
blaber ... grinst ... laber ... schmunzelt ...Rhababer... genau ... pupst ... noch lange nicht das Selbe ... kichert ...und schon garnicht ... rülpst ... das Gleiche...
Wie geistvoll du doch bist
)
Man merkt sofort, du hast schon ein Buch geschrieben, welche Sprache, welche Eleganz, eben ein richtig guter Schreiber
)
Re: Schon wieder 68... und KEIN Thema?
Rüdiger, Sunday, 24.10.2004, 21:16 (vor 7774 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Nick am 24. Oktober 2004 03:35:39:
Mensch, Odin!
"Was wills Du mit Deinem 'wahrscheinlich' und 'u.U.' und als Gipfel der 'Beweisführung' ein 'ziemlich wahrscheinlich' [sagen]?"
Rüdiger kann ja nicht mehr dazu sagen, weil, wie er richtig bemerkt, "nach Ermessen eingestellt wurde". Dieses Faktum ist ein schändlicher politischer Skandal allererster Güte - und zwar weder "wahrscheinlich" noch "u.U." noch "ziemlich wahrscheinlich", sondern das ist ganz sicher einer!
Ja, ist er. Aber weil ich weder wortgenau Zeitungsberichte über Jahre hinweg memorieren kann und weil, wie gesagt, wegen der Einstellung der Verfahren der genaue Sachverhalt nie eruiert wurde, bleibt es beim "Wahrscheinlich". Es sollte auch keine "Beweisführung" sein, ich bin ja (leider?) nicht der Staatsanwalt .... (Du brauchst dich wegen meiner Formulierungen nicht auf den Schlips getreten fühlen, Odin 
Warum gehst du darauf nicht nur nicht ein, sondern benutzt es sogar, um wieder mal das Thema selbst zu unterbinden? Macht dir das etwa Ehre?
"...und vor allen Dingen, was will eine Homepage von Bettina Röhl hier. Hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun, noch nicht mal im weitesten Sinne."
Richtig, das hat überhaupt nichts mit "Gleichberechtigung" zu tun - sondern mit ihrer Zerstörung durch die Linken in der Folge von 68: der heutige Feminismus ist originär deren Erfindung und sogar ihr allergrößter bleibender "Erfolg".
Da bin ich mir nicht so GANZ sicher, behandelten doch die SDSler die Stellung der Frau anfangs als "Nebenwiderspruch" und mußten erst durch Tomatenwürfe vom Gegenteil "überzeugt" werden - aber einen Gutteil Verantwortung für den Feminismus trägt die Linke schon.
Gruß, Rüdiger
@Nick - Gratulation, denn ...
Ekki, Monday, 25.10.2004, 14:54 (vor 7773 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Nick am 24. Oktober 2004 03:35:39:
... eine Negation ist noch keine Definition.
Will sagen:
In dem, was Du an den 68ern ablehnst[/i][/u], Nick, kann ich nur jedes Deiner Worte mit meinem Herzblut unterschreiben.
Ich habe zwar die wilde erste Zeit der 68er nicht mehr miterlebt, dafür aber die - bis heute anhaltende - Phase, in der diese Leute, wie Du glänzend analysiert hast, ihre Gegner durch Ignorieren kleinhalten können, bzw. (und das ist eigentlich schon die nächste Phase) in der die Gegner der 68er aus Angst freiwillige Selbstzensur üben.
Daß ich mit dem, was Du befürwortest[/i][/u] (war nicht Gegenstand dieses Threads, aber vieler anderer Postings), über Kreuz liege, ist eine andere Tatsache. Mit diesem Hinweis will ich jedoch meine Zustimmung zu Deinen hervorragend durchargumentierten Postings in diesem Thread keineswegs[/i][/u] schmälern, und noch viel weniger[/i][/u] möchte ich diese Feststellung als "Aufhänger" benutzen, um die Kontroversen zwischen uns wieder anzufachen.
Nein, mir geht es um etwas anderes:
Es ist meines Erachtens nicht nur legitim, sondern geradezu geboten, daß zwei Personen/Gruppen, die sich in der Ablehnung (= Negation) eines bestimmten Phänomens einig sind, auch dann zur Bekämpfung dieses Phänomens zusammenarbeiten, wenn und obwohl sie wissen, daß sie sich in der Befürwortung (= Definition) dessen, was sie anstelle des abgelehnten Phänomens ablehnen, keineswegs einig sind.[/i]
Freilich, es gibt ein bedrohliches Beispiel:
Die sogenannte Anti-Hitler-Koalition im Zweiten Weltkrieg.
Sie führte zwar zur Vernichtung des in Auge gefaßten Gegners (Hitler) und zum Aufblühen desjenigen Teils Europas, der unter die Kontrolle der West-Alliierten kam, sondern auch zur jahrzehntelangen Versklavung des anderen Teils, der unter die Kontrolle der Sowjetunion geriet.
Es ist nun wahrlich nicht Forenthema - und wäre wohl auch ein Faß ohne Boden - ob und wie es möglich gewesen wäre, zwei Fliegen (nämlich Nationalsozialismus und Bolschewismus) mit einer Klappe zu schlagen.
Ich möchte aber hoffen, daß bei dem Forenthema, dem Kampf gegen den radikalen Feminismus, alle, die dieses Ziel teilen, zusammenarbeiten.[/i][/u] Ich weiß, daß es hier manchmal auch zwischen Gegnern des Feminismus "hoch hergeht" (dieser Thread ist ein Beispiel dafür), und ich war und bin daran ja auch nicht unbeteiligt, wozu ich im Übrigen auch stehe. Aber ein dickes Fell brauchen wir hier alle, so pointiert, wie unsere Ansichten sowohl in der Negation als auch in der Definition sind. Bei alledem sollte aber der gemeinsame Feind nicht aus dem Blickfeld geraten.
Ich jedenfalls sehe für mich keinen Grund[/i], irgendeinen der Forenteilnehmer zu ignorieren, nur weil ich mich mit ihm mal in der Wolle gehabt habe. Dafür ist mir erstens[/i] der Kampf gegen den gemeinsamen Feind zu wichtig, und zum anderen[/i] empfinde ich, in der virtuellen Foren-Realität wie im realen Leben, eine über jedes taktische Kalkül weit hinausgehende, starke emotionale Verbundenheit mit allen, die irgendein mir wichtiges Ziel teilen - und mögen die Meinungsverschiedenheiten mit diesen Personen auf anderen Gebieten so groß sein, wie sie wollen.
In diesem Sinne freundliche Grüße von
Ekki
Re: Website von Bettina Röhl
Peter, Sunday, 24.10.2004, 09:21 (vor 7775 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Website von Bettina Röhl von Odin am 24. Oktober 2004 00:41:51:
Bettina Röhl ist eine kranke Persönlichkeit und sie mußte es in Abgrenzung zu ihrer Mutter wohl auch werden. Es wäre gut, wenn sie mit sich und ihrer Vergangenheit ins Reine kommen könnte. Ihre Mutter war ebenso eine Randerscheinung der "68er" wie Woodstock und Fingerfarben. Klar, daß sie unter ihrer Mutter schwer zu leiden hatte. Aber muß sie das in aller Öffentlichkeit ausbreiten? Sie muß für ihre Mutter nicht Buße tun. Sie hat keine Schuld.
Sie hat keine Schuld und sie ist vielleicht krank, das ist aber kein hinreichender Grund, ihre Anklagen abzuweisen. Nur passen sie nicht hier ins Forum, deswegen soll das mein letzter Beitrag dazu sein. Ich hab' keinen Bock auf mehr 68-er-Diskussion.
Gruss,
Peter
Re: Website von Bettina Röhl
Nick, Sunday, 24.10.2004, 09:33 (vor 7775 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Website von Bettina Röhl von Peter am 24. Oktober 2004 06:21:43:
Hallo Peter,
daß die Auseinandersetzung ausgerechnet mit denjenigen, die den ganzen Vulgär-Feminismus hervorgebracht, vorangetrieben und zu verantworten haben, nicht in dieses Forum passen würde, ist eine ziemlich abenteuerliche Idee, die sich nur behaupten, nicht aber begründen läßt.
Der "Bock" oder "Nichtbock" anderer Leute ist ebenfalls kein Argument für garnichts.
Die Feststellung, daß da Fersengeld gegeben wird, wo eigentlich Rede und Antwort fällig wären, ist hingegen ein gewichtiges Argument, das in Betracht gezogen werden muß.
Nick
Re: Website von Bettina Röhl
Max, Sunday, 24.10.2004, 17:10 (vor 7774 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Re: Website von Bettina Röhl von Nick am 24. Oktober 2004 06:33:56:
Hallo Nick,
Die Feststellung, daß da Fersengeld gegeben wird, wo eigentlich Rede und Antwort fällig wären, ist hingegen ein gewichtiges Argument, das in Betracht gezogen werden muß.
...so etwas nenne ich "den Nagel auf den Kopf getroffen", gerne auch mal "Treffer und versenkt" oder "das Kind beim Namen genannt."
*LOL* - Max
Re: Website von Bettina Röhl
Peter, Sunday, 24.10.2004, 09:18 (vor 7775 Tagen) @ Rüdiger
Als Antwort auf: Re: Website von Bettina Röhl von Rüdiger am 23. Oktober 2004 23:51:31:
es ist ziemlich wahrscheinlich, daß einer der Vermummten, die da unbarmherzig mit Schlagwerkzeugen auf einen zu Boden gehenden Polizisten eindreschen (wahrscheinlich wäre es ihnen in diesem Moment egal gewesen, wenn "das Bullenschwein" dabei draufgegangen wäre, das war ja der Feind), Herr Joseph Fischer war. Das wäre u. U. versuchter Totschlag gewesen - aber die Staatsanwaltschaft ist ja weisungsgebunden (gerade neulich Deutschlandfunk-Sendung über diese problematische "Weisungsgebundenheit"), und da wird das bei solch hochpolitischen Sachen einfach "nach Ermessen eingestellt", d. h. unter den Teppich gekehrt.
Ich gebe dir recht, die Weisungsgebundenheit ist ein Uebel. Ob die Wahl der Staatsanwaelte durch das Volk wie in Amerika viel besser ist, kann ich nicht sagen.
als er seiner Vergangenheit als Teil der brutalen "Putzgruppe" mit pflaumenweichen Formulierungen und (gezielten?) Gedächtnisschwächen ausweichen konnte ...
Naja, er ist ja nicht der einzige mit Gedaechtnisschwaeche und Black-Outs
auch nicht-68-er hatten manchmal so was.
Gruss,
Peter
Kennst Du unser Forenthema? (n/t)
Odin, Sunday, 24.10.2004, 01:26 (vor 7775 Tagen) @ Morb
Als Antwort auf: Website von Bettina Röhl von Morb am 23. Oktober 2004 20:34:49: