Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Guestwriter, Tuesday, 07.09.2004, 20:06 (vor 7822 Tagen)

... und natürlich sind wieder fast ausschließlich Frauen die Leidtragenden. Bis auf den geschlechtsneutralen Begriff "Kinder", der ím nachfolgenden Text auch ab und zu vorkommt; wobei vor allem weibliche Kinder gemeint zu sein scheinen. Naja, wenigstens geht diese Form der Gewalt dem Text zufolge nicht nur ausschließlich von Männern aus: Hier klicken.

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Guildo, Tuesday, 07.09.2004, 20:48 (vor 7822 Tagen) @ Guestwriter

Als Antwort auf: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Guestwriter am 07. September 2004 17:06:41:

Am Ende des Artikels ist folgendes zu lesen:

"Eine Fahne die auf das Leiden der Schwiegertöchter aufmerksam macht, die niedergemacht werden, weil sie eben den Sohn geheiratet haben und somit seine Aufmerksamkeit von der Mutter ablenken."

Erst wird wortreich über die bösen Männer schwadroniert und erst am Ende wird die Katze aus dem Sack gelassen: Indirekt wird hier zugegeben, das der Schuldige nicht der Mann ist, sondern die "böse Schwiegermutter"! Aber da Schwiegermütter nun mal Frauen sind, wird dies erst ganz zum Schluß vage angedeutet. So ein Ärger aber auch! Schon wieder ließ sich der Mann nicht als Täter dingfest machen, schon wieder entpuppt sich die Frau als das eigentliche Problem! Wo soll das noch hinführen, wenn bekannt wird, das vor allen Frauen sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen (zB. im Beruf; ich bin stets froh, wenn ich mit Männern zusammen arbeiten kann: weniger bis kein Mobbing, faire Zusammenarbeit, etc.)

denkt sich so der Guildo

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Max, Tuesday, 07.09.2004, 22:05 (vor 7822 Tagen) @ Guestwriter

Als Antwort auf: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Guestwriter am 07. September 2004 17:06:41:

Hi Guestwriter, hi Guildo,

psychische Gewalt ist eben auch Gewalt, wenngleich viel weniger beachtet als die körperliche. Und sie ist eine weibliche Domäne. Nachdem Frauen im allgemeinen über geringere Körperkräfte verfügen als Männer, haben sie über Jahrhunderte hinweg sehr subtile Formen von Gewaltausübung entwickelt (entwickeln müssen?).
Der Giftmord wird bspw. fast ausschließlich von Frauen verübt. Verächtlichmachungen, Intriganzen, Beschimpfungen, Demütigungen, üble Nachreden, emotionale und materielle Erpressungen aller Art: Frauen können´s hier zur Meisterschaft bringen und sie tun es oft genug.

Wenn Männer beim Thema Gewalt die Definitionshoheit hätten wie Frauen bei der "sexuellen Belästigung", dann würde gelten: Gewalt ist das, was der Mann als Gewalt erlebt. Und dann wäre auch sehr schnell klar, wer in Wahrheit das gewalttätige Geschlecht (in Partnerbeziehungen) ist: Es wären die Frauen! Es gibt nämlich keine Hinterfotzigkeit, die nicht irgendeine Frau irgendwann einmal an einem Mann begangen hätte - absolut keine!

Dadurch, daß es zeitgeistig korrekt ist, in Frauen die ewigen Opfer männlicher Gewalt zu sehen, widerfährt den Männern doppeltes Unrecht: Zum einen haben sie unter den Nickeligkeiten der Frauen zu leiden und zum anderen wird ihnen auch noch eingeredet, die Gewalt, die sie selbst erlebt haben, wäre keine.

Wir haben uns seit dem Mittelalter in einer Hinsicht zurückentwickelt. Damals wußte man nämlich noch, daß zänkische und keifende Weibspersonen das Leben von Männern vergällen können und man hat sie dementsprechend bestraft. Sie mußten Schandmasken aufsetzen und wurden so durch die Stadt getrieben oder am Pranger ausgestellt. Noch im 19ten Jahrhundert hatten Familienvorstände (Männer) das Züchtigungsrecht, das sich auch auf ihre Frauen erstreckte. Nur so zur Information...

Heutzutage sind Männer den gewaltsamen Übergriffen von Frauen fast schutzlos ausgeliefert, denn es wird allgemein als wenig kultiviert erachtet, wenn Männer der weiblichen Aggression und Hysterie mit einem Schlag ein Ende setzen. Gut - wer will das auch? Ich nicht.
Die Feststellung aber, daß durch die Narrenfreiheit für gewalttätige Frauen gesamtgesellschaftlich nichts gewonnen worden ist, bleibt dennoch richtig.

Ich finde, daß Männer und Frauen in Paarbeziehungen ihren Umgang mit den Aggressionen gegeneinander individuell regeln sollten, ohne Einmischung des Staates. Ich bin mir sicher, daß sich die Frauen dann besser überlegen würden, ob sie psychische Gewalt anwenden wollen oder nicht, einfach deswegen schon, weil Frauen sich sowieso die ganze Zeit überlegen, was das Beste für sie ist. Und noch nicht mal da kommen sie i.d.R. zu vernünftigen Schlüssen....

Freundlicher Gruß - Max

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Guildo, Tuesday, 07.09.2004, 22:39 (vor 7822 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Max am 07. September 2004 19:05:30:

Hallo, Max!

Dieser Text aus der Bibel (Jesus Sirach 25/13-21) ist über 2100 Jahre alt, aber von erschreckender Zeitlosigkeit:

13 Jede Wunde, nur keine Herzenswunde; jede Bosheit, nur keine Frauenbosheit.
14 Jedes Ungemach, nur kein Ungemach durch die zurückgesetzte Frau, jede Rache, nur keine Rache durch die Nebenfrau.
15 Kein Gift ist schlimmer als Schlangengift, kein Zorn schlimmer als Frauenzorn.
16 Lieber mit einem Löwen oder Drachen zusammenhausen, als bei einer bösen Frau wohnen.
17 Die Schlechtigkeit einer Frau macht ihr Aussehen düster und verfinstert ihr Gesicht wie das einer Bärin.
18 Sitzt ihr Mann im Freundeskreis, muss er unwillkürlich seufzen.
19 Kaum eine Bosheit ist wie Frauenbosheit; das Los des Sünders treffe auf sie.
20 Wie ein sandiger Aufstieg für die Füße eines Greises ist eine zungenfertige Frau für einen stillen Mann.
21 Fall nicht herein auf die Schönheit einer Frau, begehre nicht, was sie besitzt.

Tja, früher war eben nicht alles besser,

stellt der Guildo fest (und Beten hilft hier auch nicht!)

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Odin, Tuesday, 07.09.2004, 23:32 (vor 7821 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Guildo am 07. September 2004 19:39:33:

16 Lieber mit einem Löwen oder Drachen zusammenhausen, als bei einer bösen Frau wohnen.

AMEN

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Martin, Wednesday, 08.09.2004, 00:56 (vor 7821 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Odin am 07. September 2004 20:32:25:

Die Drachen kannst du ruhig beschimpfen (von mir aus auch die Einhörner, die Pegasusse und die Zentauren...),
aber die Löwen stehen immer noch unter meinem Schutz!
(...)

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Guildo, Wednesday, 08.09.2004, 01:04 (vor 7821 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Martin am 07. September 2004 21:56:05:

Die Drachen kannst du ruhig beschimpfen (von mir aus auch die Einhörner, die Pegasusse und die Zentauren...),
aber die Löwen stehen immer noch unter meinem Schutz

Wie meinen? Erklär das mal!

Hier werden weder Löwen noch Drachen beschimpft, sie sind vielmehr einer (bösen) Frau vorzuziehen!

Auch wenn deine Bemerkung sicher nur scherzhaft gemeint war, du hast womöglich den Sinn des Spruches nicht erfaßt.

korrigiert der Guildo

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Martin, Wednesday, 08.09.2004, 01:17 (vor 7821 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Guildo am 07. September 2004 22:04:50:

Hier werden weder Löwen noch Drachen beschimpft, sie sind vielmehr einer (bösen) Frau vorzuziehen!

Aber nur ganz knapp ("lieber"), was heißen soll, dass Frauen ein noch größeres Übel darstellen als diese Bestien ohnehin schon sind!

Auch wenn deine Bemerkung sicher nur scherzhaft gemeint war,

Über diese unerwartete, aber durchaus nicht uninteressante Deutung muss ich gelegentlich mal nachdenken ...

du hast womöglich den Sinn des Spruches nicht erfaßt.

(räusper)

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Guildo, Wednesday, 08.09.2004, 01:28 (vor 7821 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Martin am 07. September 2004 22:17:08:

Ich hoffe die Drachen werden dir die einseitige Parteinahme für die Löwen nicht übelnehmen. Drachen können jedenfalls ziemlich nachtragend sein! (ob sie nun grüne Schuppen haben und Feuer speien oder weiße Kittel tragen und mit "Frau Oberschwester" angeredet werden)

warnt der besorgte Guildo

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... - Wahnsinn, Leute, Wahnsinn!

Ekki, Tuesday, 07.09.2004, 22:41 (vor 7822 Tagen) @ Guestwriter

Als Antwort auf: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Guestwriter am 07. September 2004 17:06:41:

Da wird ein Text geschrieben, der fast ohne große Veränderungen das schildert, was Männer an psychischer Gewalt durch Frauen erfahren - nur eben mit umgekehrtem Vorzeichen.

Ich habe mich hier mehrfach, u.a. noch ganz kürzlich, dahingehend geäußert, daß die Männerbewegung sich selber einen Bärendienst erweist, wenn sie dauernd auf dem - eher marginalen - Problem von physischer Gewalt der Frauen gegen die Männer herumreitet, denn "wenn man sich dauernd mit einem Randphänomen von 10% beschäftigt, können die "restlichen" 90% munter ins Kraut schießen".

Es ist mir ein Hochgenuß, Euch im Folgenden zu demonstrieren wie gering - aber auch wie entlarvend! - die Änderungen sind, die man an dem Text vornehmen muß, um aus wahrlich berufenstem Munde (nämlich dem einer Frau!) eine exzellente Schilderung der psychischen Gewalt von Frauen gegen Männer zu erhalten.

Das Problem ist mehr als relevant. Psychische Gewalt ist die Domäne der Frauen schlechthin. Sie ist der Schlüssel zu buchstäblich allem, was im Verhältnis zischen den Geschlechtern im Argen liegt. Wenn wir die Frauen nicht auf diesem Gebiet entlarven und bekämpfen, werden wir nie etwas erreichen.

Und nun: Viel Vergnügen beim Lesen!

Eine Fahne gegen die psychische Gewalt an Schwiegertöchtern

Dieses Wochenende gehen viele Frauenorganisationen mit Fahnen auf die Straße. Es wird demonstriert gegen Gewalt an Frauen. Es werden die Frauenhäuser, Organisationen die sich um missbrauchte Frauen und Mädchen kümmern (wie Wildwasser), Frauenbeauftragte, um hier nur einige zu nennen mit dabei sein. Dies halte ich für sehr wichtig. Zu oft sind Frauen Gewalt ausgesetzt, werden missbraucht und erniedrigt und jede Institution ist wertvoll, die sich dieser Frauen annimmt.
Dabei geht es auch um das neue Gesetz, dass Frauen besser vor gewalttätigen Ehemänner schützt, die in Zukunft die Wohnung verlassen müssen, so dass nicht wie bisher die Frau auf der Straße steht, wenn sie sich der Gewalt entziehen möchte.
Eine Art der Gewalt jedoch fehlt bei den Demonstrationen, eine Fahne fehlt. Es ist unsere, die der psychischen Gewalt.

Bravo! Der schönste "Freud", den ich je gesehen habe! Ja, "liebe" Frauen, die psychische Gewalt ist fürwahr "eure Gewalt"!

Wir sind einer Gewalt ausgesetzt, die keiner sieht, die keine Spuren und sichtbare Narben hinterlässt. Der psychischen Gewalt.

Dieser Art von Gewalt sind die Männer seitens der Frauen ausgesetzt.

Sowohl oftmals durch den Ehemann, der versucht seine Frau unter Drohungen mit Verlassen oder ständigen Streitigkeiten, Liebesentzug am funktionieren zu halten.

Standing ovations! Da ist ja geradezu klinisch behandlungsbedürftig, wie hier eine Frau von den Waffen spricht, die ihr Geschlecht ständig anwendet, und gleichzeitig ihre Anwendung den Männern unterstellt. Grade gab's doch von Guildo ein Posting mit 14 Reaktionen binnen weniger als 24 Stunden zum Thema "Manipulation durch Sexentzug". Man sieht: Die Damenschaft weiß, welche Probleme wirklich drücken.

Eine Gewalt, die Frauen zwingt irgendwo hinzuziehen, wo sie gar nicht leben wollen, weil ER da großgeworden ist,

Hä? Ich kenne persönlich etliche Fälle, in denen Männer nicht umziehen konnten, weil ihre Frauen buchstäblich nicht mit- (will sagen: mit weg-) zogen.
Und wenn Frau wg Mann umzieht?
Dann bestimmt deshalb, weil am neuen Wohnort ein Leben in kärglichster Armut, aber wahrer Liebe, fern vom schöden Mammon - eben ein gottgefällig-selbstloses Leben - wartet. *sich-abroll-vor-Lachen*

weil ER keine Miete bezahlten will,

Brüll! In welcher Welt lebt die Autorin? Die Miete zahlt der Meistverdienende, und das ist - auch und gerade bei Emanzens! - in 99% aller Fälle der Mann. Und wer keine Miete zahlt, landet früher oder später hinter schwedischen Gardinen, wo er dann seinen Lebensabschnittspartner garantiert los ist.

weil ER ja gewohnt ist, dass seine Mutter/Eltern so mit ihm umgehen.

Daß seine Mutter/Eltern wie mit ihm umgehen? Ihn zwingen, hinzuziehen wo er nicht will? Aber er soll doch angeblich derjenige sein, der die arme Frau dazu zwingt. Was denkt die Autorin sich hier - wenn sie denkt? Kompensation auf Seiten des Mannes nach dem Motto "Jetzt tu ich anderen an, was mir selbst angetan wurde?"

Eine Gewalt, die Frauen in ihren Gefühlen lächerlich und "g'spinnert" darstellt. Eine Gewalt die die Frau als Person nicht ernst nimmt, ihre Probleme nicht wichtig.

Ich kapituliere: Besser hat nie jemand beschrieben, besser könnte auch ich nicht beschreiben, was Männer erleben, wenn sie Frauen ihre Gefühle offenbaren. Die Autorin ist eine Analytikerin ersten Ranges!

Doch die Hauptursache der Gewalt liegt bei der Schwiegermutter/Eltern. Frauen werden niedergemacht, ihrer Menschenrechte beraubt, indem die Post kontrolliert wird, sie ständig überwacht werden, der Müll durchsucht und ihnen jede Kompetenz abgesprochen wird, ihr Leben eigenständig und verantwortlich gestalten zu können.

Exakt dieses Verhalten erfahren nicht wenige zukünftige Männer als Kinder und Jugendliche seitens ihrer Eltern. Und später in der Ehe seitens ihrer Frauen (und seitens der Schwiegermütter oft noch obendrein).

Eine psychische Gewalt die unter die Gürtellinie geht indem jüngeren Frauen gesagt wird: "Mit deinem Unterleib hast Du meinen Sohn verblödet".

Oder so:

Eine psychische Gewalt, die unter die Gürtellinie geht, in dem jungverheirateten Männer von ihren Frauen gesagt wird: "Du hast mich nur als Sexobjekt geheiratet und bist ansonsten ein Versager, weil du es noch nicht geschafft hast, Generaldirektor geworden bist und mir einen Lebensstil a la Prinzessin Diana zu ermöglichen".

Wobei wir unsere Ehre und unsere Selbstachtung verlieren, weil wir dargestellt werden als böse Hexen, niederträchtige Weiber, unsaubere Drecksäue, misshandelnde Mütter, sexbesessene Luder, geldgeile Saumatzen, Schmarotzer die sich ihr Leben an der Seite des Sohnes durch Betrug ergaunert haben, indem sie ihm ein Kind untergejubelt haben, wo man nicht mal weiß ob es überhaupt von ihm ist, unfähige "Kinder" denen jeder Schritt, jede Arbeit gesagt werden muss, Beklopfte die Frau Mutter nicht für voll nehmen kann, dumme die keine Ahnung haben was Sohnemann braucht, Geistesgestörte die die Familie kaputt machen, Schwachsinnige die nicht erkennen wie gut Frau Mutter doch zu ihnen ist, unordentliche denen die Schränke kontrolliert werden müssen, verschwenderische denen der Müll durchsucht werden muss nach noch verwendbarem. Huren dies mit jedem Mann treiben der sich auch nur 500 Meter im Umkreis aufhält, Säuferinnen die nicht zurechnungsfähig sind, verlogene Schnallen die Lügen über die gute Mutter erzählen.

Genial! Hier braucht man ja fast nichts mehr zu verändern, damit's auf die Männer paßt: Man braucht eigentlich nur "mißhandelnde Mütter" durch "ihre Kinder sexuell mißbrauchende Väter", "an der Seite ihres Sohnes" durch "an der Seite ihrer Tochter", "Sohnemann" durch "Ehefrau", "ein Kind untergejubelt" durch "rücksichtslos geschwängert", "Huren" durch "Hurenböcke" (und danach natürlich "jedem Mann" durch "jeder Frau") und "Säuferinnen" durch "Säufer" zu ersetzen.

Und der ganze Rest kann wortwörtlich so stehenbleiben - er ist eine wahrscheinlich lückenlose Auflistung der Vorwürfe, die Männer von Frauen zu hören bekommen!

Und auch an die psychische Gewalt im Umgang mit den Kindern möchte ich erinnern. Wie die Kinder zum Leibeigenen dressiert werden. Wie Mütter oft wochenlang ihre Kinder (in der Kindheit) anschweigen um sie gefügig zu machen. Wie Eltern ihren Kindern essen entziehen, damit sie "brav" werden. Wie Kinder durch Liebesentzug bestraft werden, der sie veranlasst selbst als Erwachsene noch wie ein hündisch ergebener Sklave der Mutter hinterher zu hecheln, um evtl. doch noch ein klein wenig Anerkennung und Mutterliebe zu erhaschen. Mütter/Eltern die ständig psychische Gewalt ausüben, indem sie dem Kind die Gewissheit vermitteln, es sei nichts wert, nicht gut genug, zu nichts zu gebrauchen.

Zum Thema Kindesbehandlung genügt es wohl, auf das in diesem Forum immer wieder diskutierte Thema des Kindesentzuges nach der Scheidung zu verweisen.

All diese psychischen Schläge hinterlassen kein blaues Auge, keine sichtbaren Wunden. Und doch haben viele Menschen ein Leben lang daran zu tragen. Haben kein unbelastetes Leben, können nie in Selbstachtung leben und Einklang mit sich. Sind die ewigen zweiten, die sich nichts zutrauen, die psychisch krank werden, die eine stark verminderte Lebensqualität haben. Oftmals einzig und allein durch psychische Gewalt von Frau zu Frau, von Mutter zu Kind.

Exakt! Man(n) hat keine Möglichkeit, aus einer von Frauen geprägten Erziehung unbeschadet herauszukommen! Im günstigsten Fall läßt man seinen Frust in Foren wie diesem ab. Und im weniger günstigen Fall kommt man regelrecht auf die schiefe Bahn.

Dieses Thema ist nicht beliebt und doch für uns alle, für die Gesellschaft so wichtig.

Goldene Worte! Erst wenn die von Frauen gegen Männer ausgeübte psychische Gewalt angeprangert und ihr aktiv entgegengetreten wird, kann die Gesellschaft gesunden.

Deshalb werde ich virtuell eine Fahne für uns tragen.

Mach mal. Davon abgesehen aber habe ich schon ganz zu Anfang deines Beitrags, o Frau, den Eindruck gehabt, daß du bei seiner Abfassung eine starke Alkoholfahne hattest.

Ich meinerseits werde die Fahne der Männer hochhalten - ganz ohne besoffen zu sein, sondern im Gegenteil, bei nüchternstem Verstand.

Gegen die psychische Gewalt an Frauen und Mädchen, an Kinder die in eine Dankbarkeitsrolle dressiert werden ...

Einfach umwerfend, diese Eigentore! Bei Ester Vilar kann man Punkt für Punkt nachlesen, wie die Frauen die zukünftigen Männer zur Dankbarkeit gegenüber sich selbst (d.h. gegenüber den Frauen) erziehen und so verhindern, daß die Dressurmaßnahmen durchschaut werden.

und schon von klein an nicht kindsein dürfen sondern die Verantwortung für das Wohl der Mutter übernehmen müssen.

Nein, Männer sind es, die von klein auf dazu erzogen werden, daß ihre einzige wahre Selbstverwirklichung in der Selbstaufopferung für Weib und Kind liegt, derweil die Frauen verinnerlichen, daß sie die anbetungswürdigen Göttinnen sind, denen die Männer zu dienen haben!

Eine Fahne das dieses Problem anerkannt wird, ebenso wie es jetzt ja langsam beim Mobbing in den Betrieben geschieht.

Zunächst einmal ist der erste Teil des Satzes (bis zum Komma) sprachlich und logisch dermaßen daneben, daß es mir als Berufslinguisten einfach auf den Magen schlägt. Man versuche mal, diesen Satzteil in irgendeine Sprache zu übersetzen!

Zweitens aber - und das ist viel wichtiger! - ist es in der Tat so, daß das Mobbing in Firmen ein nicht annähernd aufgearbeitetes Problem ist.

Und hier ist nachdrücklich festzustellen, daß bei diesem Mobbing so gut wie immer die Frauen Täter und die Männer Opfer sind. Es mag manchmal so aussehen, als ob ein Mann eine Intrige ins Werk gesetzt hätte, aber bei näherem Hinsehen stellt man oft fest - oder erahnt zumindest - daß er dazu von einer Frau angestiftet wurde.

Eine Fahne die auf das Leiden der Schwiegertöchter aufmerksam macht, die niedergemacht werden, weil sie eben den Sohn geheiratet haben und somit seine Aufmerksamkeit von der Mutter ablenken.

Oder so:

Eine Fahne, die auf das Leiden der Männer aufmerksam macht, die zwischen ihrer Ehefrau und ihrer Schwiegermütter zerrieben werden wie ein Getreidekorn zwischen zwei Mühlsteinen.

Liebe Grüße
Ruth Gall für die Selbsthilfe Initiative der Schwiegertöchter

Liebe Grüße
Ekki, dem (nicht nur) bei dem Beitrag von Frau Gall die Galle überläuft angesichts der Verlogenheit der Frauen und dem unschuldigen Leiden der Männer.

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... - Wahnsinn, Leute, Wahnsinn!

Maesi, Monday, 13.09.2004, 22:01 (vor 7816 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... - Wahnsinn, Leute, Wahnsinn! von Ekki am 07. September 2004 19:41:09:

Hallo Ekki

Da wird ein Text geschrieben, der fast ohne große Veränderungen das schildert, was Männer an psychischer Gewalt durch Frauen erfahren - nur eben mit umgekehrtem Vorzeichen.

Zustimmung

Ich habe mich hier mehrfach, u.a. noch ganz kürzlich, dahingehend geäußert, daß die Männerbewegung sich selber einen Bärendienst erweist, wenn sie dauernd auf dem - eher marginalen - Problem von physischer Gewalt der Frauen gegen die Männer herumreitet, denn "wenn man sich dauernd mit einem Randphänomen von 10% beschäftigt, können die "restlichen" 90% munter ins Kraut schießen".

In der Tat ist die psychisch/emotionale Gewalt weiter verbreitet als die physische Gewalt; deren gesellschaftlichen Auswirkungen taxiere auch ich als wesentlich schwerwiegender als jene von physischer Gewalt.

Es ist mir ein Hochgenuß, Euch im Folgenden zu demonstrieren wie gering - aber auch wie entlarvend! - die Änderungen sind, die man an dem Text vornehmen muß, um aus wahrlich berufenstem Munde (nämlich dem einer Frau!) eine exzellente Schilderung der psychischen Gewalt von Frauen gegen Männer zu erhalten.
Das Problem ist mehr als relevant. Psychische Gewalt ist die Domäne der Frauen schlechthin. Sie ist der Schlüssel zu buchstäblich allem, was im Verhältnis zischen den Geschlechtern im Argen liegt. Wenn wir die Frauen nicht auf diesem Gebiet entlarven und bekämpfen, werden wir nie etwas erreichen.

Zweifellos richtig. Psychisch/emotionale Gewalt ist allerdings wesentlich schwerer zu erfassen als physische Gewalt:

1. hinterlaesst sie keine so offensichtliche Spuren wie physische Gewalt und
2. haengt ihre Wirkung wesentlich staerker von situativ geltenden Parametern ab.

Mit Punkt 2 meine ich, dass es sehr stark darauf ankommt, in welcher emotionalen Verfassung sich das Gewaltopfer befindet, ob und wie stark die psychische Gewalt als solche empfunden wird; d.h. es gibt kaum einen objektiven Massstab, an dem die Intensitaet psychischer Gewalt gemessen werden kann. Messbarkeit hingegen ist die Basis fuer wissenschaftliches Arbeiten.

Eine Fahne gegen die psychische Gewalt an Schwiegertöchtern
[Kommentierung des Textes ueber psychische Gewalt unter gegenteiligen geschlechtlichen Vorzeichen]

Hervorragend kommentiert, Ekki. Ich glaube, jeder einigermassen objektiv denkende Mensch wird nachvollziehen koennen, dass psychisch/emotionale Gewalt keineswegs hauptsaechlich (oder gar nur) von Maennern veruebt wird; und die meisten werden Dir auch beipflichten, dass sie weit eher von Frauen ausgeht.

Man muss sich fragen, weshalb nicht oefter solche Erwaegungen Eingang in die Geschlechterdebatte finden. Die Antwort liegt darin begruendet, dass in der gesellschaftlich relevanten Debatte eine Grundpraemisse sehr selten angezweifelt wird: naemlich jene, dass Gewalt geschlechtsspezifisch zu betrachten ist.

Damit wird das Pferd aber vom Schwanz her aufgezaeunt. Eigentlich muessten die diversen Gewaltformen untersucht werden und dann koennten auch geschlechterspezifische (oder andere) Besonderheiten wissenschaftlich erfasst und allenfalls zusaetzlich erforscht werden. Durch den ideologisch vorgegebenen Rahmen wird aber genau das verhindert; Wissenschaftler gehen vielmehr schon mit ideologischen Vorurteilen an die Erforschung. Das Resultat sind dann diese einseitig auf Frauen ausgerichtete Untersuchungen - Untersuchungen weiblicher Gewalt an Maennern, sucht man weitgehend vergeblich. Das insofern absurd, als die Gewalt IMHO meist wechselseitig bedingt ist; d.h. mit der Beschraenkung der Betrachtung auf eine bestimmte Seite (fast imer die weibliche), wird man das Phaenomen 'Gewalt in Partnerschaften' niemals adaequat beschreiben koennen - ebensogut koennte man in der Physik sich nur auf die Erforschung von negativen Ladungen konzentrieren und saemtliche positiven Ladungen ignorieren. Solange dieser sexistische Rahmen jedoch von Wissenschaftlern akzeptiert und eingehalten wird, wird die asymmetrisch praktizierte Forschung weiterhin die von der Ideologie gewuenschten Ergebnisse liefern, und damit werden natuerlich auch die oeffentlichen Diskurse in die ideologisch gewuenschte Richtung steuern.

Gruss

Maesi

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... - Wahnsinn, Leute, Wahnsinn!

Ekki, Tuesday, 14.09.2004, 12:10 (vor 7815 Tagen) @ Maesi

Als Antwort auf: Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... - Wahnsinn, Leute, Wahnsinn! von Maesi am 13. September 2004 19:01:41:

Hallo Maesi!

Deine Zustimmung hat mich sehr gefreut.

Gerade habe ich wieder so eine Steilvorlage bekommen und entsprechend reagiert. Guck mal hier:

index.php?id=33749

Herzlicher Gruß

Ekki

Re: Die Entdeckung der psychischen Gewalt...

Joseph S, Wednesday, 08.09.2004, 01:40 (vor 7821 Tagen) @ Guestwriter

Als Antwort auf: Die Entdeckung der psychischen Gewalt... von Guestwriter am 07. September 2004 17:06:41:

Hallo Guestwriter,

das ist ja, wenn man genau hinsieht, aber leider nur dann, ein heftiger Text gegen Müttergewalt.
Die Männer werden dabei trotz Anklage nur als mechanische Erfüllungsgehilfen der Mutter
dargestellt. Nur die Opferstruktur ist feministisch korrekt, und wie es dem Männern dabei geht
fragt mal wieder niemand.

Wenn ich mal Zeit habe, werde ich vielleicht über die seltsamme Aufzählung " an Frauen und Mädchen,
an Kinder " nachgrübeln. Was sind die Kinder, wenn Mädchen extra aufgeführt werden müssen ?

Gruß
Joseph

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