Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Da schau! Interessantes im Deutschen Ärzteblatt

Eugen Prinz, Friday, 09.07.2004, 22:54 (vor 7882 Tagen)

Das Deutsche Ärzteblatt (21/04) brachte einen Beitrag zur Gesundheitsreform, geschrieben von Dr. Astrid Bühren, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes. Der Beitrag selber lohnt kaum das Hinsehen, das übliche, lobbyistische Gelaber über die Benachteiligung der Frau.

Bemerkenswert hingegen, dass das Blatt (26/04) den unten zitierten Leserbrief veröffentlichte. Das Deutsche Ärzteblatt (Auflage ca. 300 Tsd.) ist ja quasi das "offizielle Staatsorgan" der Weißkittel und eher als konservativ und "politisch korrekt" bekannt.

Der Leserbrief ist online nicht verfügbar. Trotz strengster Überwachung durch die Spitzel der Feminquisition konnte ich jedoch ein Duplikat erhalten, das ich den geneigten Lesern (mit ausdrücklicher Erlaubnis des Verfassers) zukommen lassen will. Der Brief, bzw. seine Veröffentlichung im DÄ, signalisiert vielleicht bei optimistischer Betrachtung, dass man inzwischen sogar in konservativen Kreisen bereit ist zur Kenntnis zu nehmen, dass es neben der feministischen Meinungs- und Definitionshoheit noch etwas anderes geben muss.

Eugen

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Es reicht!

Gebetsmühlenhaft werden im DÄ seit einigen Jahren regelmäßig die gängigen Salonwalzer des feministischen Diskurses aufgeführt, im DÄ 21 diesmal das Klagelied von der immer und überall benachteiligten Frau, die von der Solidargemeinschaft im Stich gelassen wird.

Reflexhaft klappen wieder alle die Hacken zusammen und streuen Asche aufs männliche Haupt! Vielleicht erinnern wir uns mal der Tatsache, daß Frau den Löwenanteil der Gesundheitskosten verursacht, bezahlt aus Beiträgen, die überwiegend von Männern aufgebracht werden und das Märchen von der geknechteten Frau, die für gleiche Arbeit weniger Lohn bekommt, wird auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer.

Gemärt wird über Zuzahlung, Dokumentation und DRG (die fast 100%- ige "weibliche Übermacht" in Pflegeeinrichtungen vergessen, Frau Kollega?) und wir warten auf den Tag, an dem der Ärztinnenbund allein schon die Geschlechtseigenschaft "weiblich" als entschädigungswürdig nach dem Schwerbehindertenrecht ansieht und Forderungen erhebt.

Männer versterben sieben Jahre früher als Frauen. Warum, interessiert das niemanden? Es wird schicksalhaft hingenommen und von der "genetischen Minderwertigkeit" des Y- Chromosoms" schwadroniert. Statt dessen brauchen wir noch einen Frauengesundheitsbericht mehr, über zwanzig Frauengesundheitsforschungszentren sind immer noch nicht genug, noch mehr warme Pöstchen sind für Frauen zu kreieren und zu reservieren.

Für die Erforschung des Brustkrebses wird ca. 50 mal mehr Forschungsgeld ausgegeben als für die z. B. des Prostata- Ca's. Unisextarife prellen den Mann nun auch in der privaten Rentenversicherung und der biologisch bedingte Umstand, daß Frauen Kinder gebären können, ist allemal gut, immer noch was mehr zu fordern, auch wenn man keine hat (40% der Akademikerinnen sind kinderlos). Als ob jede Frau, die ein Kind erzieht, auf eine todsichere Karriere verzichten mußte!

Es reicht jetzt wirklich. Die verquotete Republik ist mit ihren Sozialsystemen am Ende und der Mangel immer spürbarer. Gleichzeitig wird aus ideologischen Gründen eine nicht mehr überschaubare Masse an frauenspezifischen Maßnahmen, Förderungen, Einrichtungen finanziert, die Milliarden verschlingen und einzig dem Zwecke der Frauenbevorzugung auf allen Ebenen der Gesellschaft dienen. Solange sich die Ärzteschaft kritiklos feministischem Mainstream unterwirft, solange wird sie nicht ernst zunehmen sein in der Diskussion um ein effizientes und kostengünstiges Gesundheitssystem.

N.N.


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