Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Merkel ist eine Ausnahme

Garp, Sunday, 20.06.2004, 14:46 (vor 7901 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Wann kommt endlich der Quoten-Kanzler ? von Sven am 20. Juni 2004 10:42:09:

Merkels Karriere hat zwar als Quotenfrau begonnen, aber heute ist sie dies, nach meiner Meinung, nicht mehr. Wer sich im Machtkampf gegen Stoiber und Koch durchsetzen kann hat machtpolitisch mehr zu bieten.
Jetzt kann man darüber streiten ob eine konservative Regierung „besser“ wäre. Jedenfalls hat man von Merkel noch nie solche „Weisheiten“ wie jetzt von Buhlmahn gehört.
Ich glaube auch, dass es die Frauenbeauftragten auf die Palme bringen wird, wenn sich eine Kanzlerin nicht um Frauenbelange kümmert und harte Reformen durchdrückt.
Hier zeigt sich auch die Heuchlerei bei der „Frauen als Führungskräfte“ Debatte.
Auf der einen Seite führen Frauen angeblich weniger autoritär und betonen die Gleichberechtigung. Wenn man Frauen nun an dieser Aussage misst und der Merkel Machtbewusstsein vorwirft, dann heißt es: Frauen werden noch immer anders bewertet als Männer und sieht dies als Diskriminierung.
Es zeigt sich mal wieder: Den Frauenbewegten kann man es nicht recht machen. Wer ständig betont er/sie sei besser, muss sich dann eben auch einen strengeren Maßstab gefallen lassen.
Dieser Widerspruch müsste doch eigentlich jedem auffallen? Insbesondere unseren Expertinnen im vernetzten Denken;-)


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