Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Da sind diesmal deutliche Worte drin - mehr oder weniger.

Texaco, Tuesday, 15.06.2004, 19:08 (vor 7906 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: RoteMännerInfo Nr. 70 von Odin am 14. Juni 2004 23:33:16:

"Schwerpunktmäßig werden wir uns mal nicht mit „den Anderen“, sondern ausführlich mit der Männerbewegung selbst beschäftigen. Anlass ist allerdings ein „taz“-Interview mit Elisabeth Badinter – und manch merkwürdige Reaktion einzelner Männerrechtler darauf. Ähnliches ist uns aus Kreisen der Väterbewegung vertraut."

Dieses Rote-Männer-Info hat fast soviel Spaß gemacht wie ein Emmalein-Posting. Einer seiner Autoren macht auf Publikumsbeschimpfung, bringt seine Gedanken aber leider nicht so auf den Punkt, dass sie diskutierbar wären. Ich versuche mal, die Aussagen von (?) zusammenzufassen:

1. Männerforen sind unproduktiv. Weil sie sich lieber in Empörung übertreffen, anstatt - ?
2. Daran sind schon einige (?) Foren zugrunde gegangen. Und zwar - ?
3. Mit solchen Leuten kann man sich nicht zusammen auf die Straße trauen. Und die wollen ja auch gar nicht! Die sitzen lieber im eigenen Saft, meckern rum und fühlen sich in Wirklichkeit wohl dabei.

6. Das tradierte Geschlechterverhältnis ist eine Umklammerung. Daraus SOLL sich jeder Mensch befreien. Und WILL das auch, sofern er alle Tassen im Schrank hat.
7. Die Gender-Theorie ist trotzdem diskreditiert.

8. Aussagen wie "Frauen die Last der Familie abnehmen" führen auf Masku-Seite zu Empörung. Warum?
a) "Unsensible Wortwahl" der Senderin.
b) Geistiger Altbackenheit der Empfänger.
c) Jedenfalls nicht wegen irgendwelcher diskutablen Argumente.

9. Ein aufgeschlossener Zeitgenosse diskutiert nämlich nicht, wo die Last landet, wenn sie "den Frauen abgenommen" wird.

10. Die Vorstellung, die traditionelle Familie sei was Tolles - vor allem für Kinder - ist kein ernstzunehmendes Argument. Der Grund: Musikantenstadl schmeckt fad. Der andere Grund: Junge Eltern entdecken, daß sie zwar in alte Rollenmuster zurückfallen, sind aber beide nicht glücklich damit.

11. Die Lösung bietet diesen Familien wie immer das Geld der anderen: "dass der Staat für ausreichende und qualitativ ordentliche Betreuungsmöglichkeiten für den Nachwuchs zu sorgen hat: In Krippen, Kindergärten, Horten und Ganztagsschulen."

12. Demgegenüber sind Frauen, die vom Geld der anderen leben, ein "Gesindel, das die eigene Lebensuntüchtigkeit [...]generalstabsmäßig plant". Der Unterschied ist, daß sie erstens nicht arbeiten, und zweitens daß das Geld nicht von kinderlosen steuerzahlenden Singles kommt, sondern vom Ex-Gatten höchstpersönlich.

13. Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen Vulgärfeminismus und Feminismus, aber keinen entscheidenden Unterschied zwischen Vulgärfeminismus und dem Maskulismus in -?- Foren. Und zwar - ?.

"Soviel intellektuelle Ehrlichkeit muss sein."

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Ich bin hieraus nicht besonders schlau geworden. Auch nicht aus der "Verpflichtungen privatisierenden Sozialstaatlichkeit". Ich konnte nur zwei Dinge mitnehmen:

- Alte Geschlechterrollen sind schlecht, neue bedeuten Freiheit, sind also gut. Diese Freiheit beinhaltet natürlich nicht das Recht, in tradierten Rollen zu leben.
- Der Staat hat das gefälligst herzustellen. DAFÜR sollte man sich einsetzen!

Das ist die Sicht, die unser Autor wohl als "konstruktiv" bezeichnen würde. War das schon alles?

Und was macht man als Mitmensch, der sich und seinen Mitstreitern "unkonstruktives" strikt verbietet, wenn er schlicht über den Tisch gezogen wird? Wie war das mit der Rieser-Rente und den SPD-Delegierten?

Und woran mangelt es Männern mehr? An gutem Willen? Oder an der Fähigkeit, einmal kollektiv auf den Tisch zu hauen?


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