Bald ist Europawahl....
Hallo!
Vermutlich ist das Interesse an der Europa-Wahl äußerst gering. Allerdings geht es da um mehr, als man vielleicht denken mag.
Unter http://www.europa-waehlt.de/wahl-o-mat/ wird zu 30 wichtigen Thesen euer Meinung gefragt und am Ende seht ihr, welcher Partei ihr am nächsten steht. Da viele Themen, die vom Wahl-O-Mat angesprochen werden, jeden von uns betreffen, hat man danach vielleicht mehr Motivation, zur Wahl zu gehen.
Dann möchte ich noch einen Link angeben, der zeigt, dass die GRÜNEN unwählbar sind: http://www.gabnet.com/mw/lore2.htm.
Gruß an Euch,
Magnus
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 29. Mai 2004 22:34:37:
Hallo Magnus,
du predigst einem überzeugten 
Mein Motto zur Wahl:
Männer wählt Vulgärfeminismus - wählt die Grünen!
Eugen
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 29. Mai 2004 22:34:37:
Was soll ich jetzt tun? Ich habe zum zweiten Mal den Wahl-omat benutzt und der sagt immer noch, ich soll die Grünen wählen.
Ich bin aber überzeugter SPD-wähler 
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Odin am 30. Mai 2004 02:21:06:
Was soll ich jetzt tun? Ich habe zum zweiten Mal den Wahl-omat benutzt und der sagt immer noch, ich soll die Grünen wählen.
Ich bin aber überzeugter SPD-wähler
Hach Odin,
Deine Überzeugung in Ehren, ich frage mich aber doch: Warum? Wenn der Herr Schröder sich etwa mit der Zunge über die Augenbrauen lecken könnte, dann wäre es für mich noch verständlich, wenn Du überzeugt die SPD wählst. Das kann er aber auch nicht. (
)))
Ich werde die Familien-Parte Deutschlands wählen, denn jede Stimme für diese Partei, ist ein unübersehbares Votum für eine bessere Familien- und Geselschaftspolitik.
Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Eugen Prinz am 30. Mai 2004 00:06:30:
Hallo Magnus,
du predigst einem überzeugten
Mein Motto zur Wahl:
Männer wählt Vulgärfeminismus - wählt die Grünen!
Eugen
Ohhh Eugen,
fürchtest Du Dich etwa vor der feministischen Weltrevolution und hoffst, wenn es soweit ist, werden die sagen: Den Eugen erschießen wir nicht, der war ein braves Männchen, den kastrieren wir nur? (
))))
Nimm Don Pedros Zornpillen und wähl die Familien-Partei Deutschlands
meint, Don Pedro (der mit dem sozialpolitischen Giftzahn)
Wahl-o-mat...warum denn das?
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Odin am 30. Mai 2004 02:21:06:
Was soll ich jetzt tun? Ich habe zum zweiten Mal den Wahl-omat benutzt und der sagt immer noch, ich soll die Grünen wählen.
Ich bin aber überzeugter SPD-wähler
<<<
Hi Odin
Deine Überzeugung in Ehren, deine Suche ebenfalls.
Nur, was soll das denn bringen?
Die Roten haben nen feministischen Sockenschuss, der im Hirn das Echo nicht mehr ruhig werden lässt.
Die grüne Schimmelpartei brauch ich gar nicht zu erwähnen, weil die absolut unwählbar ist und bleibt.
Dem Link in Magnus Posting bist du wohl gefolgt, oder?
Wenn nicht, dann hol das nach.
Aber dennoch machst du mich stutzig....
Wenn dieses Onlineproggie dir immer noch die schimmeligen als Wahlpartei präsentiert, dann überprüf mal deine Eingaben, die du dort machst.
Vielleicht klafft zwischen der gemutmassten Überzeugung, die du hier zu Markte trägst und dem, was du dort eingibst, ein elementares Loch.
Bei mir gab das proggi z.B. die FDP aus.
Aber auch denen werd ich was husten, denn Wahl ist etwas anderes, als statistische Empfehlungen eines fragwürdigen wahl-o-mates....
Mensch denk nach und mach die Augen auf...[/b]
Meint MeckMax
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 30. Mai 2004 09:56:19:
>Hallo Magnus,
du predigst einem überzeugten
Mein Motto zur Wahl:
Männer wählt Vulgärfeminismus - wählt die Grünen!Eugen
Ohhh Eugen,
fürchtest Du Dich etwa vor der feministischen Weltrevolution und hoffst, wenn es soweit ist, werden die sagen: Den Eugen erschießen wir nicht, der war ein braves Männchen, den kastrieren wir nur? ())))
Nimm Don Pedros Zornpillen und wähl die Familien-Partei Deutschlands
meint, Don Pedro (der mit dem sozialpolitischen Giftzahn)[/i]
ich hoffe doch, die Ironie war erkennbar. Natürlich meine ich, man solle die Grünen nicht wählen, u.a. wegen solcher vulgärfeminstischen Propaganda, auf die ich verlinkt habe.
Eine Wahlempfehlung kann ich dagegen nicht geben. Auch nicht für die Familienpartei. Weder möchte ich von 1,5 Millionen alleinerziehenden Frauen überstimmt werden, noch von Millionen Zugewanderten, die alle nach dem Willen dieser Partei für ihre zahlreichen Kindelein zusätzliche Stimmen bekommen sollen. Auch der Gedanke, dass ich mit meiner Hände Arbeit das Haushaltsgeld von Familien mehr und mehr aufbessern soll, wie es die Familienpartei fordert, passt mir garnicht.
Aber im Grunde ist es egal was man wählt, solange die Grünen damit vom Regieren ferngehalten werden. Als Opposition haben sie mir viel besser gefallen.
Eugen
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Odin am 30. Mai 2004 02:21:06:
Hi Odin,
womöglich machst Du den Fehler, zu glauben es müsse immerwährend anhalten einmal überzeugt worden zu sein. Vor 25 Jahren hätte ich mich mit der SPD evtl. auch arrangieren können. Die heutige SPD hat aber mit denen kaum mehr als den Namen gemein. Mut haben die Fakten zu betrachten, soweit sie für uns erkennbar sind.
Gruß,
Manfred
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 30. Mai 2004 09:47:53:
Naja, ich finde es ja quatsch, solch kleinen Parteien eine Stimme zu geben. Da kann ich ja gleich eine ungültige abgeben. Ich wähl die CSU, die sind am weitesten vom Vulgärfeminismus entfernt.
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 30. Mai 2004 09:47:53:
Ich halte Parteien die von vorneherein in extrem lobbyistischer Manier auf spezielle Grüppchen abzielen für äusserst fragwürdig.
Politik auf nationaler oder sogar europäischer Ebene sollte etwas gesellschaftlich übergreifendes sein,und hat daher grade die Aufgabe zwischen einzelnen Interessengruppen das herbeizuführen wir "Gerechtigkeit" oder auch "sozialen Frieden" nennen. Das ist schwierig, aber Parteien die dies schon im Ansatz verleugnen, kann ich nicht trauen.
Gruß,
Manfred
Re: Wie wahr, wie wahr!
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Manfred am 30. Mai 2004 12:38:45:
Hi Odin,
womöglich machst Du den Fehler, zu glauben es müsse immerwährend anhalten einmal überzeugt worden zu sein. Vor 25 Jahren hätte ich mich mit der SPD evtl. auch arrangieren können. Die heutige SPD hat aber mit denen kaum mehr als den Namen gemein. Mut haben die Fakten zu betrachten, soweit sie für uns erkennbar sind.
Gruß,
Manfred
Hey Manfred,
eine meiner Jugendsünden war sicher, daß ich auch mal Mitglied der SPD war. Aber als ich dann die Entwicklung erkannte, hab ich die Brocken hingeschmissen. Heute erheitern die mich nur noch.
Apropos Jugendsünden, manche meiner Jugendsünden, nicht die politischen, waren aber so schön, daß ich diese heute glatt nochmal machen würde.(
)
Man müßte nochmal zwanzig sein (
)))
meint Don Pedro
P.S. Natürlich nur mit der Erfahrung von heute! (
))
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von gole am 30. Mai 2004 12:38:49:
Naja, ich finde es ja quatsch, solch kleinen Parteien eine Stimme zu geben. Da kann ich ja gleich eine ungültige abgeben. Ich wähl die CSU, die sind am weitesten vom Vulgärfeminismus entfernt.
Nein ich glaube das kann man so nicht sagen. Mathematisch-logisch gesehen ist es wohl auch nicht ganz korrekt, obwohl grade die Wahrscheinlichkeitsrechnung viele Tücken aufweist.
Jedenfalls wird deine Stimme nicht gewichtiger, indem Du sie einer größeren Partei gibst. Man könnte genausogut argumentieren "die hätten das sowieso erreicht". Trügerisch ist auch, bereits VOR der Wahl deren Ergebnis ins eigene Wahlverhalten mit einzukalkulieren zu versuchen.
Damit würden nämlich kleiner Parteien niemals aus den Startlöcher herauskommen können, weil jeder schon per se meint, die Stimme sei "weggeschmissen". Eigentlich wird sie aber erst durch dieses Verhalten nutzlos.
Gruß,
Manfred
Re: FDP
Als Antwort auf: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 29. Mai 2004 22:34:37:
Ich denke, die FDP ist eine ganz gute Wahl.
"Die FDP will mehr Eigenverantwortung der Bürger
Die FDP ist die einzige Partei, die fordert: Schluss mit der Bevormundung der Menschen, mehr Eigenverantwortung, Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung."
Aus dem Kurzwahlprogramm:
"Bürokratie in Europa: Wie viel ertragen wir?
Überregulierungen durch Brüssel sind für jeden deutlich spürbar, wie sich an mehreren Beispielen ablesen lässt: Werbeverbote, Rauchverbot in Kneipen, Traktorsitzverordnung, Gurkenkrümmung und so weiter. Die FDP widersetzt sich deshalb allen Versuchen einer schleichenden Ausweitung der europäischen Gesetzgebungskompetenz. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Rechtsakte in Zukunft mit einem Verfallsdatum versehen werden. Die Fortsetzung, nicht die Abschaffung der Regulierung sollte künftig begründet werden müssen."
Hauptseite:
http://www.fdp-europawahl.de/webcom/show_article.php/_c-14/_nr-1/_lkm-27/i.html
Die Spitzenkandidatin ist sicherlich auch keine Femi-Zicke.
Sam
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Manfred am 30. Mai 2004 13:03:32:
Naja, ich finde es ja quatsch, solch kleinen Parteien eine Stimme zu geben. Da kann ich ja gleich eine ungültige abgeben. Ich wähl die CSU, die sind am weitesten vom Vulgärfeminismus entfernt.
Nein ich glaube das kann man so nicht sagen. Mathematisch-logisch gesehen ist es wohl auch nicht ganz korrekt, obwohl grade die Wahrscheinlichkeitsrechnung viele Tücken aufweist.
Jedenfalls wird deine Stimme nicht gewichtiger, indem Du sie einer größeren Partei gibst. Man könnte genausogut argumentieren "die hätten das sowieso erreicht". Trügerisch ist auch, bereits VOR der Wahl deren Ergebnis ins eigene Wahlverhalten mit einzukalkulieren zu versuchen.
Damit würden nämlich kleiner Parteien niemals aus den Startlöcher herauskommen können, weil jeder schon per se meint, die Stimme sei "weggeschmissen". Eigentlich wird sie aber erst durch dieses Verhalten nutzlos.
Gruß,
Manfred
Komm an meine Brust Manfred,
endlich schreibt hier jemand, der die Wahlgesetze kennnt. Auch Walverweigerung oder ungültig machen der Stimme, stärkt nur die Großen.
Mir bleibt unverständlich, warum Gole die CDU/CSU wählen will. Erst von Rot/GRÜN eingeseift, dann von der CDU rasiert? Und stärkt man die CDU, dann darf man nach der nächsten Bundestagswahl mit der frauenbewegten Frau Merkel als Bundeskanzlerin rechnen. Wie feministisch oder radikalfeministisch sie ist, wird sich dann schnell zeigen. Lieber gleich auswandern. (
)))
Mir scheint echt, der Deutsche Wähler leidet an einem Tick-Tack-Syndrom. Man verhält sich wie ein Uhrpoendel, immer hin und her. Will man Rot/Grün abstrafen, ei da wählt man eben CDU. Als ob es keine anderen und besseren Möglichkeiten gäbe
meint Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Eugen Prinz am 30. Mai 2004 12:00:25:
ich hoffe doch, die Ironie war erkennbar. Natürlich meine ich, man solle die Grünen nicht wählen, u.a. wegen solcher vulgärfeminstischen Propaganda, auf die ich verlinkt habe.
Das ist schon klar Eugen,
ich habe ja auch sehr ironisch formuliert.(
)))
Eine Wahlempfehlung kann ich dagegen nicht geben. Auch nicht für die Familienpartei. Weder möchte ich von 1,5 Millionen alleinerziehenden Frauen überstimmt werden, noch von Millionen Zugewanderten, die alle nach dem Willen dieser Partei für ihre zahlreichen Kindelein zusätzliche Stimmen bekommen sollen. Auch der Gedanke, dass ich mit meiner Hände Arbeit das Haushaltsgeld von Familien mehr und mehr aufbessern soll, wie es die Familienpartei fordert, passt mir garnicht.
Kann ich gut verstehen. Nur denken die bei der CDU ja auch schon über einen Solidaritätstag nach, an dem jeder Deutsche ohne Bezahlung arbeiten soll. Da Du den Eigennutz über Gemeinnutz zu stellen scheinst, nehme ich aber an, Du präsentiertst dann an diesem Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung? (
)))
Und wenn Du wie oben geschildert, Deine Wahl von bestimmten Kriterien abhängig machst, also keinesfalls ein "Kröte schlucken" willst, da wirst Du doch kaum eine wählbare Partei finden? Da sehe ich für Dich nur zwei Möglichkeiten. Entweder Du arbeitest mit, verbesserst bestehende Parteiprogramme, oder Du gründest eine eigene Partei.
Aber im Grunde ist es egal was man wählt, solange die Grünen damit vom Regieren ferngehalten werden. Als Opposition haben sie mir viel besser gefallen.
Ich denke mal, um an die Macht zu kommen, wird auch Frau Merkel Konzessionen an die Gründen machen. Das wär kein sicherer Weg.(
))))
Herzliche und liebe Grüße
Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Odin am 30. Mai 2004 02:21:06:
Ich habe zum zweiten Mal den Wahl-omat benutzt und der sagt immer noch, ich soll die Grünen wählen.
Ich bin aber überzeugter SPD-wähler 
Was soll ich jetzt tun?
Deine politische Einstellung grundlegend überdenken! Ich weiß nicht, wie du die Fragen im Wahl-o-mat beantwortet hast, aber eine Übereinkunft mit den Grünen zu finden, ist mir rätselhaft, zumalen die bei mir schon im roten Bereich lagen! Bei mir war übrigens die CSU vorne, dann die CDU.
Bei vielen Fragen im Wahl-o-Mat muss man mal genau nachdenken. Nehmen wir die Aufnahme der Türkei in die Eu. Es ist für mich z.B. ganz offensichtlich, dass das für die nächste Legislaturperiode nicht in Frage kommt - und über mehr als die nächste Legislaturperiode brauchen wir bei dieser Wahl sowieso nicht reden. Da fand ich eine "privilegierte" Mitgliedschaft, wie sie von Frau Merkel erstmal angeboten wurde, wesentlich realistischer. Allein aus wirtschaftlichen, kulturellen und polititisch-rechtssaatlichen Gründen kann eine Türkeiaufnahme derzeit nicht zur Debatte stehen - und wenn du mich fragst in den nächsten 50 Jahren auch nicht.
Oder nehmen wir den EU-weiten Atomausstieg. Ist erstmal Schwachsinn, weil Alternativen fehlen. Die Alternativen, die man erforschen könnte, werden aber auch nicht in dem Maße gefördert. Die gewonnen Gelder durch die von den Grünen eingeführte Öko-Steuer für das Benzin werden nicht in Forschung für regenerative Energien gesteckt oder z.B. für einen Aufbau von Wasserstofftankstellen und die regenerative Erschließung des Rohstoffes davon, sondern das Geld fließt in die Rentenkassen! Hier fehlt VÖLLIG die Weitsicht - da ist sogar Arnold Schwarzenegger in Kalifornien weiter, denn dort hat er den flächendeckenden Ausbau von Wasserstofftankstellen beschlosssen, damit solche Autos auch eine Zukunf haben, das nur nebenbei. Hier jedoch wird mit dieser Steuereinnahme das die eigenen Fehlpolitik finanziell ausgeglichen - zumindest versucht man das.
Noch was zur Windkraft: So ein Teil muss - glaube ich - 15 Jahre erstmal stehen und sich drehen, bis es die Energie wieder reinhat, die bei der Herstellung verbraucht wurde oder bis sich das amortisiert! Was hier fehlt sind Konzepte. Und solange die fehlen, kann man nicht auf Atomkraft verzichten - leider. Der Strom kommt schließlich nicht aus der Steckdose. Im übrigen hat Frankreich 56 Atomkraftwerke, die meistens am Rhein stehen. Wird hier in Deutschland eines abgeschaltet, wird halt Strom aus Frankreich importiert. Was wir also brauchen sind einheitliche Konzepte, die vor allem nicht realitätsfern sind.
Oder nehmen wir die Ausage: "Die christlich-abendländische Kultur muss das Fundament Europas sein". Ich selbst bin Atheist, stimme aber dieser Aussage zu. Das liegt ganz einfach daran, WEIL die christlich-abendländische Kultur nun mal das Fundament Europas IST! Da gibt es nichts daran zu rütteln. In Kunst, Kultur, in unser aller Handeln sind wir mit dieser Kultur geprägt und genau das verbindet auch alle 25 Mitgliedsstaaten. Wenn du in Paris, Berlin, Athen, Rom oder Prag bist, dann fühlst du, du bist in Europa - gehst du in die Türkei, dann hast du dieses Gefühl nicht mehr, und wenn man sich dann fragt, warum das so ist, dann weiß man, dass es an der christlich-abendländischen Kultur liegt, die dort einfach untergeht.
Und was deine SPD überzeugung angeht: die SPD ist regierungsunfähig und hat Deutschland - schon damals in der sozial-liberalen Koalition - in den Ruin getrieben, durch Zins und Zinseszins. Auch dass die SPD mit der PDS, der Nachfolgepartei der SED koaliert, zeigt welches geistes Kind sie ist. Aber in der Geschichte es so darstellen, dass die armen SPD-Mitglieder ja gezwungen wurden sich als SED zu vereinigen.
Magnus
Ja!
Als Antwort auf: Re: FDP von Sam am 30. Mai 2004 13:42:14:
Ich denke, die FDP ist eine ganz gute Wahl.
Hallo Sam,
als die "Unisex"-Tarife für die Riester-Rente neulich im Bundestag beraten wurden, hat die FDP als einzige Partei dagegen gestimmt. Sie ist außerdem gegen die Wehrpflicht. Zwei gute Gründe für mich, deiner Aussage zuzustimmen.
Gruß
Frank
Re: Ja!
Als Antwort auf: Ja! von Frank am 30. Mai 2004 18:16:25:
Sie ist außerdem gegen die Wehrpflicht.
Soll ich jetzt lachen? Die haben in ewigen Jahren Regierungsbeteiligung nicht eine Initiative dahingehend gestartet...
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 30. Mai 2004 17:09:15:
Ich hab schon lange nicht mehr so gelacht wie über diesen Beitrag:
Bei vielen Fragen im Wahl-o-Mat muss man mal genau nachdenken.
Eben, da hast was verpasst
Allein aus wirtschaftlichen, kulturellen und polititisch-rechtssaatlichen Gründen kann eine Türkeiaufnahme derzeit nicht zur Debatte stehen - und wenn du mich fragst in den nächsten 50 Jahren auch nicht.
Mhm, mit einem Federstrich sind 40 Jahre Beitrittsverhandlungen und menschenrehtliche Entwicklungen in der Türkei vom Tisch gewischt...achja, und wie in der CDU so üblich bist Du sicher dafür, dass die Türkei in die NATO soll...achja, und die hier lebenden Türken sind halt nur Europäer 2. Klasse. Nett von Dir.
Oder nehmen wir den EU-weiten Atomausstieg. Ist erstmal Schwachsinn, weil Alternativen fehlen.
Mhm, weil auch der Atomausstieg sofort erfolgen soll..?
[blabla]
Hier jedoch wird mit dieser Steuereinnahme das die eigenen Fehlpolitik finanziell ausgeglichen - zumindest versucht man das.
Nicht die eigene, sondern die der anderen.
Im übrigen hat Frankreich 56 Atomkraftwerke, die meistens am Rhein stehen.
ROFL...29 französische AKWS stehen am Rhein...da haben sie aber ne ganze Reihe davon gut cersteckt...wie waren die Standorte genau?
Wird hier in Deutschland eines abgeschaltet, wird halt Strom aus Frankreich importiert.
Dazu bedarf es Verträge, das geht nicht "einfach so".
Oder nehmen wir die Ausage: "Die christlich-abendländische Kultur muss das Fundament Europas sein". Ich selbst bin Atheist, stimme aber dieser Aussage zu. Das liegt ganz einfach daran, WEIL die christlich-abendländische Kultur nun mal das Fundament Europas IST!
Nö, ist sie eben nicht. Nicht dessen Europa, dessen Ergebnis die heutige EU ist. Außerdem wäre somit Krieg, Vertreibung, Mord, Totschlag die Basis des heutigen Europa...
Und was deine SPD überzeugung angeht: die SPD ist regierungsunfähig und hat Deutschland - schon damals in der sozial-liberalen Koalition - in den Ruin getrieben, durch Zins und Zinseszins.
Genau, immer ists die SPD (sagte schon Rudi Carell). Die Hochzinspolitik der Regierung Kohl hat den Aufschwung im Osten abgewürgt und damit die Situation geschaffen, die heute vorliegt - inkl. Arbeitslosenzahlen. Die jetzigen Regierung hat es immerhin geschafft, dass die Krankenkassen wieder PLUS machen...
Auch dass die SPD mit der PDS, der Nachfolgepartei der SED koaliert, zeigt welches geistes Kind sie ist.
Mhm, und die CDU koalierte mit Schill - in Köln übrigens mit den GRÜNEN....was sagt uns das?
Aber in der Geschichte es so darstellen, dass die armen SPD-Mitglieder ja gezwungen wurden sich als SED zu vereinigen.
Nun, dafür wurde die OST-CDU als ehemalige Blockpartei sauber in die WestCDU integriert - wie schon die Nazis, was man ja an Fällen wie Filbinger oder Hohmann sehen kann.
Jörg
Re: FDP
Als Antwort auf: Re: FDP von Sam am 30. Mai 2004 13:42:14:
Die Spitzenkandidatin ist sicherlich auch keine Femi-Zicke.
Die Spitzenkandidatin gehört in den Thread "Verdienstmöglichkeiten". Ich habe gerade wieder die Plakate gesehn und fragte mich nicht zum ersten Mal, ob es irgendetwas gibt, das dieser Partei nicht zu peinlich wäre, wenn die Umfragen es ihr nahelegen. In dieser Preisklasse ist ungefähr auch ihre Forderung nach Abschaffung der Wehrpflicht.
Wozu FDP? Die FDP ist nicht mal mehr Mehrheitsbeschafferin, und wird niemals eine Protestpartei werden. Dafür steht ihr nämlich diese marketing-wirtschaftliche Gesinnung im Weg.
muss wohl SPD wählen (n/t)
Als Antwort auf: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 29. Mai 2004 22:34:37:
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Jörg Rupp am 30. Mai 2004 19:07:29:
Naja, lachen kann ich über seinen Beitrag eigentlich nicht, ist viel wahres dran. Eher über deinen, ich meine kritisieren kann jeder. Aber wirklich verbessert hast du ihn ja nicht, oder was sollte diese Kritik?
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 30. Mai 2004 13:50:45:
Warum, es geht ja um die CSU bei den Europawahlen. Du bist wohl schon weiter? 
Aber mal ehrlich. es hat doch wirklich keinen Sinn, kleine Parteien zu wählen. Die Stimme zählt dann ja so gut wie nichts. Und die CSU scheint mir am wenigsten von den FeministInnen beeinflusst. oder nicht?
Re: FDP
Als Antwort auf: Re: FDP von Texaco am 30. Mai 2004 19:26:11:
Ich habe einen Link angegeben. Die inhaltliche Auseinandersetzung damit kann ich Dir nicht abnehmen.
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von gole am 30. Mai 2004 19:55:51:
Aber wirklich verbessert hast du ihn ja nicht
naja, vielleicht weisst Du ja die Standorte der 29 französischen AKWs am Rhein?
Das zum Thema "kritisieren kann jeder"....
LoL
Jörg
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von Jörg Rupp am 30. Mai 2004 18:54:49:
Sie ist außerdem gegen die Wehrpflicht.
Soll ich jetzt lachen? Die haben in ewigen Jahren Regierungsbeteiligung nicht eine Initiative dahingehend gestartet...
Worüber man lacht ist Geschmackssache, aber die FDP macht keinen Hehl daraus zuzugeben, dass sie zu Zeiten ihrer Regierungsbeteiligung noch FÜR die Wehrpflicht war. Sie haben ihre Einstellung dazu eben geändert.
Habe da mal ein Interview mit Wolfgang Gerhardt gesehen, in dem er seinen Meinungswechsel offen bekundete, auch, dass es ihm nicht ganz leicht gefallen ist seinen Standpunkt zu ändern.
Aus meiner Sicht eine vertretbare Art mit den Dingen umzugehen. Wie es in der Praxis (Regierungsverantwortung) aussehen würde sei freilich dahingestellt.
Schöne Grüße,
Manfred
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von gole am 30. Mai 2004 19:59:37:
Aber mal ehrlich. es hat doch wirklich keinen Sinn, kleine Parteien zu wählen. Die Stimme zählt dann ja so gut wie nichts.<
Auch mal ehrlich: das ist nicht richtig. Wenn es richtig wäre, hätten wir die Grünen gar nicht am Hals, die waren (prozentual) nämlich einmal verdammt klein und wären es nach Deiner Auffassung heute noch.
Und die CSU scheint mir am wenigsten von den FeministInnen beeinflusst. oder nicht?<
Mag sein. Allerdings sind mir die doch sehr obrigkeitsstaatlichen und Gartenzwerg-Idyllen förderlichen Ansichten (nicht zu vergessen: wehemente Wehrpflicht Befürwortung) der CSU insbesondere, aber auch der CDU mehr und mehr ein Dorn im Auge.
Aber das ist natürlich sehr subjektiv dargelegt und mir auch bewußt.
Schöne Grüße,
Manfred
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Jörg Rupp am 30. Mai 2004 19:07:29:
Hallo Jörg,
wie immer bist du sehr voreilig und wirst dann im gleichen Atemzug herablassend.
Egal, kommen wir zurück zum Inhalt:
Allein aus wirtschaftlichen, kulturellen und polititisch-rechtssaatlichen Gründen kann eine Türkeiaufnahme derzeit nicht zur Debatte stehen - und wenn du mich fragst in den nächsten 50 Jahren auch nicht.
Mhm, mit einem Federstrich sind 40 Jahre Beitrittsverhandlungen und menschenrehtliche Entwicklungen in der Türkei vom Tisch gewischt...achja, und wie in der CDU so üblich bist Du sicher dafür, dass die Türkei in die NATO soll...achja, und die hier lebenden Türken sind halt nur Europäer 2. Klasse. Nett von Dir.[/i]
Oh je. Also von "Europäern 2. Klasse" war nie die Rede. Ich kann mich nur wiederholen - und vielleicht denkst du dann nochmal darüber genau nach: Allein aus wirtschaftlichen, kulturellen und polititisch-rechtssaatlichen Gründen kann eine Türkeiaufnahme derzeit nicht zur Debatte stehen - und wenn du mich fragst in den nächsten 50 Jahren auch nicht. Vielleicht umschreibe ich das mal genauer: Wir haben hier in Deutschland Probleme den Herrn Kaplan abzuscheiben, weil ihm in der Türker die Todesstrafe drohen konnte. Dann das Türkische Vorgehen gegen die Kurden und die fehlende geschichtliche Auseinandersetzung mit dem Genozid und der Vertreibung der Armenier durch die Türken - das war übrigens im Jahr 1915 - nach Türkischen Aussagen schon "ewig" her. Hinzukommen die starken kulturellen schwanken und probleme innerhalb des Staates, und damit meine ich die Islamisten, die selbst in Ostanatolien nicht davor zurückschrecken, einen Krieg in einem Dorf wegen einem "Fernseher" anzufangen. Zwar garantiert auch derzeit die Türkei die Religionsfreiheit des einzelnen, trotzdem dürfen "religions-gemeinschaften" nicht ohne weiteres Gebäude bauen, darunter haben in der Türkei aber vorwiegend christliche Gemeinden das Nachsehen. Vor 30 Jahren wurden übrigens Theologische Hochschulen - christliche wie islamische - geschlossen. Die islamischen konnten inzwischen wieder öffnen. Von den einst 250.000 Griechisch-Orthodoxen in Istanbul sind knapp 2.000 übriggeblieben, von mehr als zwei Millionen Armeniern (in osmanischer Zeit) leben heute nur noch 80.000 im Land. Alle Christen zusammen, einschließlich der Ausländer, stellen heute einen Bevölkerungsanteil von weniger als einem Prozent dar, Tendenz sinkend! Christen fühlen sich in der Türkei zurrecht als Bürger zweiter Klasse, von Minderheitenschutz und religöser Freiheit ist die Türkei in der Realität noch Lichtjahre entfernt. Wer heute als Politiker über die Mitgliedschaft der Türkei OFFEN nachdenkt, handelt fahrlässig. Das einzige, was die Türkei übrigens an einer Mitgliedschaft interessiert, sind die daraus resultieren Gelder, die dem Land automatisch zufließen - dank schlechter Infrastruktur etc. Aus diesem Grund: ein klares Nein zum EU-Beitritt, solange Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte außen vorbleiben - alles andere ist rausgeschmissenes Geld, mit zusätzlich erleichterten Einreisebedingungne für Islamisten.
Oder nehmen wir den EU-weiten Atomausstieg. Ist erstmal Schwachsinn, weil Alternativen fehlen.
Mhm, weil auch der Atomausstieg sofort erfolgen soll..?[/i]
Natürlich nicht. Aber auch wenn es nicht sofort geschieht, werden Alternativen von den Grünen nicht angeboten. Da kann ich sie auch gleich abstellen und stehe am gleichen Punkt wie in 20 Jahren, wenn keine Alternativen da sind - es sei denn, man baut in der zwischen Zeit die umweltfreundlichen Kohlekraftwerke, nicht wahr?
Hier jedoch wird mit dieser Steuereinnahme das die eigenen Fehlpolitik finanziell ausgeglichen - zumindest versucht man das.
Nicht die eigene, sondern die der anderen.
[/i]
Klär mich auf! Und bitte berücksichtige die Schulden durch die sozialliberale Koalition und deren Zins und Zinseszins durch die Kredite. Die sind nämlich genauso viel, wie für Aufbau Ost draufging!
Im übrigen hat Frankreich 56 Atomkraftwerke, die meistens am Rhein stehen.
ROFL...29 französische AKWS stehen am Rhein...da haben sie aber ne ganze Reihe davon gut cersteckt...wie waren die Standorte genau?
Auch hier, lieber Jörg, kann ich nochmal sagen: lies mal genau! Scheint irgendwie ein Problem von dir zu sein, ich meine dein Vorschnelles handeln! Ich habe geschrieben: Im übrigen hat Frankreich 56 Atomkraftwerke, die meistens stehen am Rhein. 29 sind von 56 (es könenn auch 54 sein) nunmal die meisten, oder nicht? Immerhin sind 29 von 56 knapp 52% der Atomkraftwerke.
Wird hier in Deutschland eines abgeschaltet, wird halt Strom aus Frankreich importiert.
Dazu bedarf es Verträge, das geht nicht "einfach so".[/i]
Wird aber "einfach" so gemacht, da staunst du was? Das ist doch gerade der Witz, dass das Europäische Stromnetz miteinander gekoppelt wird. Sonst wäre doch nach dem Stromausfall in Italien nicht Deutschland auch von dem Black-out durch die "Kettenreaktion" betroffen! War doch erst letztes Jahr in der Presse erwähnt!
Oder nehmen wir die Ausage: "Die christlich-abendländische Kultur muss das Fundament Europas sein". Ich selbst bin Atheist, stimme aber dieser Aussage zu. Das liegt ganz einfach daran, WEIL die christlich-abendländische Kultur nun mal das Fundament Europas IST!
[quote]Nö, ist sie eben nicht. Nicht dessen Europa, dessen Ergebnis die heutige EU ist. Außerdem wäre somit Krieg, Vertreibung, Mord, Totschlag die Basis des heutigen Europa...[/quote]
Naja, entschuldige mal. Mach mal deine Augen auf! Christliche Feiertage, unsere Kunst - von Musik bis Malerei, unsere Literatur - alles ist durch die Christliche Kultur geprägt! Selbst die Inquisition ist ein Teil dieser Kultur, wenn es auch heute als Mahnung angesehen wird.
Und was deine SPD überzeugung angeht: die SPD ist regierungsunfähig und hat Deutschland - schon damals in der sozial-liberalen Koalition - in den Ruin getrieben, durch Zins und Zinseszins.
[quote]Genau, immer ists die SPD (sagte schon Rudi Carell). Die Hochzinspolitik der Regierung Kohl hat den Aufschwung im Osten abgewürgt und damit die Situation geschaffen, die heute vorliegt - inkl. Arbeitslosenzahlen. Die jetzigen Regierung hat es immerhin geschafft, dass die Krankenkassen wieder PLUS machen...[/quote]
Das mit den Krankenkassen ist wohl die erste Erfolgsmeldung von 6 Jahren Regierungszeit. Ansonsten schau dir die Statistik über die Verschuldung an. Dann fallen dir vielleicht die Schuppen von den Augen!
Auch dass die SPD mit der PDS, der Nachfolgepartei der SED koaliert, zeigt welches geistes Kind sie ist.
[quote]Mhm, und die CDU koalierte mit Schill - in Köln übrigens mit den GRÜNEN....was sagt uns das?[/quote]
Das Parteien an der Macht bleiben wollen - selbst die Grünen, wenn sich die Möglichkeit bietet. Und was Schill angeht: der ist Geschichte und hatte einst über 20% der Wählerstimmen erhalten, weil die SPD in ihrer Politik versagt hat! Das ist der springende Punkt. Es geht eigentlich nicht um Schill oder solche Populisten, sondern eher um das Umfeld, welches ein Nährboden für solche Personen darstellt.
Aber in der Geschichte es so darstellen, dass die armen SPD-Mitglieder ja gezwungen wurden sich als SED zu vereinigen.
[quote]Nun, dafür wurde die OST-CDU als ehemalige Blockpartei sauber in die WestCDU integriert - wie schon die Nazis, was man ja an Fällen wie Filbinger oder Hohmann sehen kann.[/quote]
So, damit hast du dich eben strafbar gemacht. Wenn ich Anzeige erstatten würde, wärst du fällig, da Verleumdung über das Internet ebenfalls strafbar ist. Hohmann ist kein Nazi, auch wurde die Strafanzeige gegen ihn wegen Volksverhetzung von der Staatsanwalschaft zurückgewiesen, weil sie keine volksverhetzenden Passagen erkennen konnten. Das Staatsanwaltschaft und die Generalstaatsanwaltschaft bestätigt. http://www.welt.de/data/2004/05/15/278066.html?search=Volksverhetzung&searchHILI=1
Und was die OST-CDU angeht: allein den Mut zu haben, eine andere Partei als die SED zu bevorzugen, den muss man erstmal haben. Die SED waren dort die unbestritten befürwortet. Andere Parteien verbal/stille Opposition - immerhin!
Wie ich bereits schon mal gesagt habe: du bist voreilig, beschäftigst dich nicht mit der anderen Meinung und schreibst drauf los und verlierst dabei zunehmend an Anstand und Sachlichkeit! Ich finde es desweiteren einfach nur erbärmlich, die Nazi-Keule auszupacken und mit dem Wort umsich zu schmeißen. Für mich ein Zeichen von Argumentationslosigkeit.
Viele Grüße,
Magnus
P.S.: Ich warte noch auf dein Antwort: index.php?id=30239
Atomkraftwerke Frankreich
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Jörg Rupp am 30. Mai 2004 19:07:29:
Sorry, habe da was verwechselt. Ich habe leider vergessen, wieviel Kraftwerke Frankreich hat, allerdings stehen fast alle an der Deutsch-Französichen Grenze.
Magnus
Mir fällt noch was ein...
Als Antwort auf: Atomkraftwerke Frankreich von Magnus am 30. Mai 2004 23:15:58:
Die Zahl 56 bezog sich auch nicht auf die Anzahl der Atomkraftwerke, sondern auf die im Betrieb befindlichen Blöcke. Atomkraftwerke haben sie nur um die 20.
Entschuldige für den Unsinn! Mein Fehler!
Magnus
Dienstpflichf auch für Frauen....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Manfred am 30. Mai 2004 22:13:41:
Mag sein. Allerdings sind mir die doch sehr obrigkeitsstaatlichen und Gartenzwerg-Idyllen förderlichen Ansichten (nicht zu vergessen: wehemente Wehrpflicht Befürwortung) der CSU insbesondere, aber auch der CDU mehr und mehr ein Dorn im Auge.
Die Wehrpflicht will z.B. auch die CDU nicht abschaffen, aber war es auch die CDU, die als einzige von einer Dienstpflicht auch für Frauen gesprochen hat - Stichwort "soziales" Jahr. Ob das richtig ist, sei dahingestellt, allerdings wird die Wehrpflicht nur aus einem Grund nicht abgeschafft: man braucht billige Arbeitkräfte für das Sozialsystem. Die Bundeswehr benötigt man nämlich so oder so - aber mit der Wehrpflicht fällt auch der Zivildienst - und jeder weiß, das ist nicht finanzierbar oder bring große Probleme mit sich. Der halbherzige Einsatz der Grünen gegen die Wehrpflicht hingegen ist einfach nur verlogen!
Was die CSU angeht: sie ist eine Volkspartei, die familienfreundlich und auch sozial ist. Bayern ist vielen Punkten - Wirtschaft, Umwelt, Schule etc. Vorbild und führend in Deutschland. Und das hat sicherlich seinen Grund, und genauso hat es einen Grund, dass die SPD dort keinen Fuß fassen kann: sie kann nämlich dort keine besseren Konzepte anbieten.
Magnus
Bleib lieber daheim! (n/t)
Als Antwort auf: muss wohl SPD wählen (n/t) von Pokemon am 30. Mai 2004 19:27:43:
Re: Wahl-o-mat...warum denn das?
Als Antwort auf: Wahl-o-mat...warum denn das? von MeckMax am 30. Mai 2004 11:34:01:
Es gibt viele Punkte, die bei einer Wahl eine Rolle spielen. Die Frauenpolitik der jeweiligen Partei ist nur einer davon. Eine Männerpolitik findet sich ohnehin bei keiner Partei.
Die Hochzeit des Feminismus war immerhin während der Kohlregierung. Muß ja auch irgendeinen Grund dafür geben.
Wie auch immer: Mit absoluter Sicherheit werde ich bei der nächsten Wahl NICHT die höchste aller Quotenfrauen Deutschland wählen und offenen Auges in das dargebotene Messer laufen.
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Manfred am 30. Mai 2004 12:38:45:
Hi Odin,
womöglich machst Du den Fehler, zu glauben es müsse immerwährend anhalten einmal überzeugt worden zu sein. Vor 25 Jahren hätte ich mich mit der SPD evtl. auch arrangieren können. Die heutige SPD hat aber mit denen kaum mehr als den Namen gemein. Mut haben die Fakten zu betrachten, soweit sie für uns erkennbar sind.
GERADE der jetzige Kurs der SPD und der Mut, lange verschobene Reformen endlich anzugehen, überzeugt mich.
Re: FDP
Als Antwort auf: Re: FDP von Sam am 30. Mai 2004 13:42:14:
habe ich auch mal gewählt. Werde ich aber nicht mehr machen, da ich
nach ausgiebiger Houellebecq Lektüre lieber doch nicht in einer
ultra-liberalen Gesellschaft leben möchte.
Ich denke, die FDP ist eine ganz gute Wahl.
"Die FDP will mehr Eigenverantwortung der Bürger
Die FDP ist die einzige Partei, die fordert: Schluss mit der Bevormundung der Menschen, mehr Eigenverantwortung, Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung."
Aus dem Kurzwahlprogramm:
"Bürokratie in Europa: Wie viel ertragen wir?
Überregulierungen durch Brüssel sind für jeden deutlich spürbar, wie sich an mehreren Beispielen ablesen lässt: Werbeverbote, Rauchverbot in Kneipen, Traktorsitzverordnung, Gurkenkrümmung und so weiter. Die FDP widersetzt sich deshalb allen Versuchen einer schleichenden Ausweitung der europäischen Gesetzgebungskompetenz. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Rechtsakte in Zukunft mit einem Verfallsdatum versehen werden. Die Fortsetzung, nicht die Abschaffung der Regulierung sollte künftig begründet werden müssen."
Hauptseite:
http://www.fdp-europawahl.de/webcom/show_article.php/_c-14/_nr-1/_lkm-27/i.html
Die Spitzenkandidatin ist sicherlich auch keine Femi-Zicke.
Sam
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 30. Mai 2004 23:11:06:
Hallo
So, damit hast du dich eben strafbar gemacht. Wenn ich Anzeige erstatten würde, wärst du fällig, da Verleumdung über das Internet ebenfalls strafbar ist. Hohmann ist kein Nazi, auch wurde die Strafanzeige gegen ihn wegen Volksverhetzung von der Staatsanwalschaft zurückgewiesen, weil sie keine volksverhetzenden Passagen erkennen konnten. Das Staatsanwaltschaft und die Generalstaatsanwaltschaft bestätigt.
Frage: Hat das Gericht damit wirklich Recht? Hohmann sagte: "Verbindendes Element des Bolschewismus und des Nationalsozialismus war also die religionsfeindliche Ausrichtung und die Gottlosigkeit. Daher sind weder "die Deutschen", noch "die Juden" ein Tätervolk. Mit vollem Recht aber kann man sagen: Die Gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts. Diese gottlosen Ideologien gaben den "Vollstreckern des Bösen" die Rechtfertigung, ja das gute Gewissen bei ihren Verbrechen. So konnten sie sich souverän über das göttliche Gebot "Du sollst nicht morden" hinwegsetzen. Ein geschichtlich bisher einmaliges millionenfaches Morden war das Ergebnis."
Damit erklärt Hohmann die "Gottlosen" als Kollektiv für schuldig. Als sich selbst als Atheist bezeichnender Mensch, diese Rede in irgendeiner Form zu relativieren ist irgendwie... Widersprüchlich.
Wenn du dir deinen Link ansiehst wirst du außerdem feststellen, daß sich das Urteil nur auf den in der Rede vokommenden Antisemitismus bezieht, der ja zumindest am Ende wiederrufen wird. Es gab allerdings keinen Strafantrag seitens der Staatsanwaltschaft bezüglich der Anti-Atheistischen und Anti-Agnostischen Teile des Textes, die durchaus unter den Strafbestand der Volkverhetzung fallen könnten. Ohne Strafantrag keine Richterliche Prüfung.
Der §130 sagt nämlich u.a.: "zum Haß gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstacheln,[..] oder die Menschenwürde anderer dadurch angreifen, daß Teile der Bevölkerung oder eine vorbezeichnete Gruppe beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden,"
Die "Gottlosen" sind definitiv eine religiös bestimmte Gruppe, die Bezeichnungen als "Tätervolk" und "Vollstrecker des Bösen" sind definitiv Beschimpfungen, bzw. böswillige Verächtlichmachungen.
Auf den Punkt gebracht: Wenn Jörg sich durch seine Nennung Hohmanns strafbar macht, dann tat Hohmann die in Bezug auf die "Gottlosen" mit Sicherheit auch.
susu
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Manfred am 30. Mai 2004 12:48:39:
Ich halte Parteien die von vorneherein in extrem lobbyistischer Manier auf spezielle Grüppchen abzielen für äusserst fragwürdig.
Lieber Manfred,
darf ich Dich darauf aufmerksam machen, daß die überwältigende Mehrheit der Bundesbürger in Familien lebt? Auch Du wirst vermutlich nicht aus einem Reagenzgals oder einem Waisenhaus stammen?
Wenn Du eine so große Wählerschicht wie unsere Familien als "spezielle Grüppchen" bezeichnest, und wenn Du ihnen nicht das Recht auf eine faire Wahlbeteiligung zubilligst, dann ist auch das mehr als fragwürdig.
Der alte Spruch des Freiherrn von Stein, Familie ist die Keimzelle unseres Staats-und Gemeinwesens, gilt unverändert auch heute noch. Familien erbringen zum Erhalt und Fortbestand unseres Staates eine sehr erhebliche und sehr wichtige Vorleistung. Zum Dank dafür führt eine seit Jahrzehnten verfehlte Familienpolitik dazu, daß Kinder heute zum Armutsrisiko werden. Nur wer die Familien fördert, sichert den Fortbestand unseres Gemeinwesens. Davon profitieren dann auch alle anderen Gruppen und Grüppchen unseres Volkes, sogar die Singles, die Radfahrer und sogar die Hundehalter, die ich besonders erwähnen möchte, weil in den heutigen Familien, die oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, der Familienhund der beste Freund der Kinder ist.
Mit echt nachdenklichen Grüßen
Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 29. Mai 2004 22:34:37:
Zum Glück interessieren mich Wahlen mittlerweile nicht einmal mehr die Bohne. So kann ich mir einen schönen Tag machen und das hoffentlich gute Wetter genießen.
Gruß
Andreas
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Manfred am 30. Mai 2004 22:13:41:
Mag sein. Allerdings sind mir die doch sehr obrigkeitsstaatlichen und Gartenzwerg-Idyllen förderlichen Ansichten (nicht zu vergessen: wehemente Wehrpflicht Befürwortung) der CSU insbesondere, aber auch der CDU mehr und mehr ein Dorn im Auge.
Aber das ist natürlich sehr subjektiv dargelegt und mir auch bewußt.
Schöne Grüße,
Manfred
Also, die CSU sieht zusätzlich auch Familie nur dort, wo das Paar einen Trauschein hat. Die Familien-Partei dagegen sieht, genau wie ich, Familie immer da, wo Eltern mit ihren Kindern leben, unabhängig vom Trauschein. Und so ist es dann nur folgerichtig, wenn die Familien-Partei auch für ganz Europa ein einheitliches Familienrecht anstrebt. Es darf einfach nicht sein, daß Kinder aus europäischen multinationalen Ehen nach Deutschland regelmäßig entführt werden und die teutonisch Justiz davor die Augen verschließt und kaltblütig gegen die Menschnrechte verstößt.
Ich weise mal besonders auf das Programm 2002 hin, dessen familienrechtlicher Teil aus meiner Feder stammt. Daran kann man natürlich durchaus Kritik üben. Besser als Kritik wäre jedoch konstruktive Mitarbeit, um zu verbessern wo Verbesserungen notwendig sind.
Mit besten Pfingsgrüßen
Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von susu am 31. Mai 2004 09:34:29:
Hi susu,
anscheinend werden Off-Topic-Diskussionen - insbesondere im Zusammenhang mit Vorwürfen einer rechtsradikalen Gesinnung - hier doch schick. Dann geb ich auch mal meinen Senf dazu.
Auf den Punkt gebracht: Wenn Jörg sich durch seine Nennung Hohmanns strafbar macht, dann tat Hohmann die in Bezug auf die "Gottlosen" mit Sicherheit auch.
Ich bin mir da nicht so sicher. Es kann sein, dass analog zu "Soldaten sind Mörder" (was bekanntlich von der Meinungsfreiheit gedeckt ist), die "Gottlosen" als eine so große und allgemein gehaltene Gruppe definiert werden, dass sie nicht speziell vor Verächtlichmachen etc. geschützt sind.
Martin Hohmann wegen einer gründlich missglückten Rede als Nazi zu bezeichnen oder in deren Nähe zu rücken halte ich jedenfalls für falsch. Zwei Zitate von ihm zur Illustration:
- Am 6. Juni 2003 hielt Hohmann anlässlich des Abschlusses des Staatsvertrages zwischen der Bundesrepublik und dem Zentralrat der Juden in Deutschland in der Debatte die Schlussrede. Er befand darin: "Juden gehören seit Jahrhunderten zu uns. Unser aller Wunsch ist: So soll es wieder werden. (...) Wir haben bei der Zuwanderung nach Deutschland jetzt sogar die Situation, dass erstmals mehr Juden nach Deutschland gekommen sind als nach Israel. Das (...) ist ein sehr positives, gutes Zeichen. (...) Die Juden sind ich spreche als Christ unsere weit älteren Brüder und Schwestern. Sie waren sozusagen Gottes erste Liebe. (...) Ziel des Vertrages mit dem Zentralrat der Juden ist (...), jüdische Identität sowie jüdisches kulturelles und religiöses Leben, also Jüdischkeit, in Deutschland langfristig zu sichern."
- In Hohmanns persönlicher Erklärung vor seinen Fraktionkollegen führte er aus: "Ich habe mich immer gegen das Verschweigen der Naziverbrechen an den Juden gewandt. Als eine meiner ersten Aufgaben als Bürgermeister habe ich für die Wiederherstellung des jüdischen Friedhofs Sorge getragen. Als Leiter des Geschichtskreises habe ich veranlasst, dass die Vertreibung und Ermordung der Juden meiner Heimatgemeinde Neuhof festgehalten, veröffentlicht und aufgearbeitet wurde. In meiner Volkstrauertagsrede aus Anlass der 50-jährigen Wiederkehr der Reichspogromnacht habe ich 1988 die schweren Verbrechen der Nazis in den Mittelpunkt meiner Rede gestellt. Die Verbrechen habe ich anhand von Einzelbeispielen aus unserem Ort dargestellt und habe am Schluss meiner damaligen Rede die ermordeten Juden unserer Gemeinde namentlich aufgeführt. Diese Rede habe ich mit folgendem Satz beendet: Wenn es möglich ist, zu verzeihen und zu vergeben, dann möchte ich stellvertretend die Ermordeten heute um Vergebung bitten.
Im Bundestag habe ich in den letzten fünf Jahren als Berichterstatter für die Entschädigung von NS-Opfern loyal im Auftrag unserer Fraktion und im Sinne der NS-Opfer gearbeitet.
Als einziger Bundestagsabgeordneter habe ich vor einem Jahr aus Anlass des 50. Jahrestages der Gründung der Jewish Claims Conference bei der Gedenkfeier an Gleis 17 in Berlin-Grunewald teilgenommen. In meiner Bundestagsrede vom 6. Juni 2003 zum Staatsvertrag der Bundesrepublik mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland habe ich aus tiefster Überzeugung das Buch Genesis zitiert, um warnend die Unantastbarkeit der Juden hervorzuheben. Danach sagt Gott zu Abraham: 'Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. Ich will segnen, die dich segnen, wer dich verwünscht, den will ich verfluchen.'
Dass ich nun öffentlich als jemand dastehe, der Juden in ihren Gefühlen verletzt und als Antisemit erscheint, trifft mich tief. Mein Anliegen war das Gegenteil. Auch meine Frau und meine Kinder leiden unter dem gegen mich erhobenen Vorwurf des Antisemitismus.
Mehrfach habe ich mich entschuldigt. Ich möchte alles tun, damit die von mir hervorgerufenen Verletzungen geheilt werden und bitte nochmals um Verzeihung."
Man sollte auch nicht ganz unter den Tisch fallen lassen, dass Hohmanns Meinungsfreiheit auch von verschiedenen Juden und Menschen jüdischer Abstammung verteidigt wurde, darunter Norman Finkelstein (Historiker), Sonja Margolina (Journalistin) und Moishe Friedman (Oberrabbiner der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde Österreichs). Allerdings richtete sich die Aufmerksamkeit der Medien vor allem auf die Empörung der Zentralratsmitglieder, die mal wieder von der "schlimmsten Beleidigung seit dem Holocaust" sprachen, und auf SPD/Grüne, die offenkundig heilfroh waren, dass dieses Spektakel von ihrem Reformchaos ablenkte. Dass sich die CDU/CSU zu einer panischen "Distanzierung"/"Reinigung" hat treiben lassen (woran erinnert mich das jetzt?), war eine heftige Überreaktion und nur durch eine aus den Fugen geratene Medienkampagne zu erklären: Zeitungen wie die "WAZ" gingen soweit, Hohmann mit Goebbels zu vergleichen; die "Bild" bezeichnete ihn durchgehend als "Hetzer" usw.
In der Entscheidung der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Fulda, auf die Strafanzeigen unter anderem des Zentralrats wegen Volksverhetzung kein Ermittlungsverfahren gegen Hohmann einzuleiten, heißt es: Hohmann habe festgestellt, dass weder die Deutschen noch die Juden ein "Tätervolk" seien. Auch habe er in längeren Passagen der Rede die Einzigartigkeit des Holocaust ebenso betont wie dass die Mehrheit der Deutschen sich zu einer Wiedergutmachung ausdrücklich bekenne, auch wenn diese unermessliches Leid nicht ungeschehen machen könne.
Trotzdem halte ich die Rede für abenteuerlich (was ich jetzt lang und breit begründen könnte, hab ich aber keinen Bock zu). Genauso abenteuerlich finde ich allerdings, dass viele Leute bei ihrem Urteil immer noch nicht in der Lage sind, zwischen einzelnen Äußerungen und der betreffenden Person zu unterscheiden. Natürlich gehört das zum politischen Machtspiel.
Arne
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Manfred am 30. Mai 2004 13:03:32:
Damit würden nämlich kleiner Parteien niemals aus den Startlöcher herauskommen können, weil jeder schon per se meint, die Stimme sei "weggeschmissen". Eigentlich wird sie aber erst durch dieses Verhalten nutzlos.
Gruß,
Manfred
Noch besser Manfred,
ich hüpfe immer bsonders hoch und darum gelingt mir auch mal ein Blick über den Tellerand. (
))))
Die großen Parteien haben das Parteienfinanzierungsgesetz geändert, zum Nachteil der Kleinparteien und mit dem Ziel, ihre eigene Macht zu sichern.
So müssen kleine Parteien jetzt einen bestimmten Prozentsatz an Stimmen erhalten, um auch zukünftig für ihre Wahlkämpfe Bundesmittel zu bekommen. Da dies viele Kleinparteien nicht schaffen werden und ihre Wahlkämpfe nicht aus Spenden und Beiträgen finanzieren können, darf ab der nächsten Legislaturperiode damit gerechnet werden, daß ein Großteil der Kleinparteien von der Bildfläche verschwunden ist. Das ist undemokratisch! Und damit erhalten Großparteien noch mehr Bundesmittel, um diese für inhaltsleere Wahlkämpfe zu verpulvern, die sich bekanntlich doch sehr oft nur in Schlagworten erschöpfen.
Demokratie ist gut, funktioniert aber nicht immer
meint: Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 31. Mai 2004 09:57:51:
Ich halte Parteien die von vorneherein in extrem lobbyistischer Manier auf spezielle Grüppchen abzielen für äusserst fragwürdig.
darf ich Dich darauf aufmerksam machen, daß die überwältigende Mehrheit der Bundesbürger in Familien lebt?<
Darfst Du. Du darfst auch wählen wen Du willst, solange Du mir zubilligst, dass ich es genauso halte.
Auch Du wirst vermutlich nicht aus einem Reagenzgals oder einem Waisenhaus stammen? <
Was solls, während meiner Geburt war auch ein Arzt anwesend, muß ich deswegen die "Deutsche Ärztepartei" wählen?
Wenn Du eine so große Wählerschicht wie unsere Familien als "spezielle Grüppchen" bezeichnest, <
Ah, jetzt kommt er zum Punkt... 
Während ich das schrieb schoß mir der Gedanke von der Partei der "Raucher" der "Biertrinker", der Senioren etc. durch den Kopf. Das sind Grüppchen, die Senioren eine Gruppe und die Familien wohl (noch) die am wenigsten spezielle. Habe es schlecht rübergebracht; dass Familien durch die "Grüppcheneigenschaft" nicht gut beschrieben werden, billige ich gerne zu.
Trotzdem ändert das nichts an meiner Grundhaltung, denn nach Deiner gesamten Argumentation könntest Du genausogut die "Frauenpartei" wählen.
und wenn Du ihnen nicht das Recht auf eine faire Wahlbeteiligung zubilligst, dann ist auch das mehr als fragwürdig.<
Ja wenn! Allerdings wirst Du das in mein Posting nicht hineindeuteln können, sofern Du Deinerseits fair bleibst.
Der alte Spruch des Freiherrn von Stein...<
Ich habe neben der Bibel eine über 700 Seiten starke "Zitaten- und Sprüchesammlung", soll ich jetzt damit kommen? Zumindest ist da für jede Lebenslage was drin 
Zum Dank dafür führt eine seit Jahrzehnten verfehlte Familienpolitik
dazu...<
Glatte Themaverfehlung! Das sehe ich ganz ähnlich und es gibt keinen sachlichen Grund mir etwas anderes unterstellen zu wollen!
Nochmal: ich spreche mich weder gegen Familien aus, noch dagegen, dass eine vernüftige Familienpolitik sinnvoll ist.
Ich spreche mich aber nach wie vor gegen Parteien aus, die zusehr auf Gruppenlobbyismus abhebt, was man zugegebenermaßen am Namen der Partei nicht eindeutig festmachen kann, letztlich noch nicht mal am Parteiprogramm. Eine Partei, die antritt, nur um eine bestimmete Gruppe zu protegieren (wenn es auch eine große Gruppe ist) handelt in meinen Augen gesamtgesellschaftlich verantwortungslos, weil sie sich von vorne herein von der Verpflichtung der Ausgewogenheit und eines sozialen Konsens freispricht.
Schöne Grüße,
Manfred
(der, wenn er wieder an Deine Brust kommen darf um Nachricht bittet 
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Andreas am 31. Mai 2004 10:10:57:
Zum Glück interessieren mich Wahlen mittlerweile nicht einmal mehr die Bohne. So kann ich mir einen schönen Tag machen und das hoffentlich gute Wetter genießen.
Gruß
Andreas
Schau dir den link an: http://www.gabnet.com/mw/lore2.htm und stell dir die Frage, ob du es anderen überlassen willst diese "abzuwählen", oder ob du dich an der Abwahl aktiv beteiligst. Bei der nächsten Wahl geht es zwar nicht um deren Abwahl, aber zu einer Bundestagswahl würde ich schon hingehen.
Gruß,
Jens
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 31. Mai 2004 10:13:09:
Also, die CSU sieht zusätzlich auch Familie nur dort, wo das Paar einen Trauschein hat.<
Den Trauschein würde ich ebenfalls nicht überbewertet haben wollen. (Was allerdings für mich wiederum eine gewisse Problematik mit den Homo-Ehen aufwirft.)
Es darf einfach nicht sein, daß Kinder aus europäischen multinationalen Ehen nach Deutschland regelmäßig entführt werden und die teutonisch Justiz davor die Augen verschließt und kaltblütig gegen die Menschnrechte verstößt.<
Zustimmung
Mit besten Pfingsgrüßen
Don Pedro
Gleichfalls,
Manfred
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Arne Hoffmann am 31. Mai 2004 10:23:55:
Hallo Arne
Ich bin mir da nicht so sicher. Es kann sein, dass analog zu "Soldaten sind Mörder" (was bekanntlich von der Meinungsfreiheit gedeckt ist), die "Gottlosen" als eine so große und allgemein gehaltene Gruppe definiert werden, dass sie nicht speziell vor Verächtlichmachen etc. geschützt sind.
Der Satz "Soldaten sind Mörder" ist nur unter Bestimmten Umständen von der Menungsfreiheit gedeckt. Das BVG-Urteil sagt eindeutig "kann...gedeckt sein", das BVG stellte den Fall, der zum Höchstrichterlichen Entschluß führte, nach dem Urteil zum Amtsgericht zurück. Er ging dann nochmals durch 3. Instanzen. Das BVG entschied so, da
1) Mord in der Umgangssprache nicht zwingend dem juristischen Begriff gleichzusetzen ist, sondern ganz allgemein eine als moralsich verwerflich empfundene Tötung bezeichenen kann und
2) Der Kontext, in dem dieses Zitat fiel berücksichtigt werden müsse: In diesem Fall fand es sich auf einem Autoaufkleber, neben einem weiteren, der einen fallenden Soldaten mit der Bildunterschrift "Why?" zeigte.
Zentral für das BVG war weiterhin, daß als für Leser des Aufklebers bekannt voraus gesetzt werden könne, daß die Bundeswehr noch keine Kampfeinsätze durchgeführt habe (war ja 96). Das ist mitlerweile nicht mehr gegeben und insofern ist der Satz "Soldaten sind Mörder" nicht mehr auf dieser Schiene von der Möglichen Beschneidung der Ehre von Bundeswehrangehörigen zu befreien.
Die Gründe aus denen "Soldaten sind Mörder" straffrei bleiben kann, sind bei der Hohmann Rede nicht gegeben. Der Satz "Die Gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts." fällt IMO eindeutig unter den 130. Die Gottlosen sind eine religiös ausgezeichnete Gruppe, damit auch nicht eine "so große und allgemeine Gruppe", daß sie nicht verächtlich gemacht werden könnten.
<O>Martin Hohmann wegen einer gründlich missglückten Rede als Nazi zu bezeichnen oder in deren Nähe zu rücken halte ich jedenfalls für falsch.[/i]
Ich halte es auch für sachlich falsch ihn als Nazi zu bezeichnen. Er ist ein Christlicher Rechts-außen.
Man sollte auch nicht ganz unter den Tisch fallen lassen, dass Hohmanns Meinungsfreiheit auch von verschiedenen Juden und Menschen jüdischer Abstammung verteidigt wurde, darunter Norman Finkelstein (Historiker), Sonja Margolina (Journalistin) und Moishe Friedman (Oberrabbiner der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde Österreichs). Allerdings richtete sich die Aufmerksamkeit der Medien vor allem auf die Empörung der Zentralratsmitglieder, die mal wieder von der "schlimmsten Beleidigung seit dem Holocaust" sprachen, und auf SPD/Grüne, die offenkundig heilfroh waren, dass dieses Spektakel von ihrem Reformchaos ablenkte. Dass sich die CDU/CSU zu einer panischen "Distanzierung"/"Reinigung" hat treiben lassen (woran erinnert mich das jetzt?), war eine heftige Überreaktion und nur durch eine aus den Fugen geratene Medienkampagne zu erklären: Zeitungen wie die "WAZ" gingen soweit, Hohmann mit Goebbels zu vergleichen; die "Bild" bezeichnete ihn durchgehend als "Hetzer" usw.
In der Entscheidung der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Fulda, auf die Strafanzeigen unter anderem des Zentralrats wegen Volksverhetzung kein Ermittlungsverfahren gegen Hohmann einzuleiten, heißt es: Hohmann habe festgestellt, dass weder die Deutschen noch die Juden ein "Tätervolk" seien.
Richtig. Gleichzeitig hat er festgestellt, die Gottlosen seien das "Tätervolk". Es gibt keinen Zentralrat der Gottlosen, der Strafantrag hätte stellen können. Atheismus und Agnostizismus sind Lobbylose Weltanschauungen.
Trotzdem halte ich die Rede für abenteuerlich (was ich jetzt lang und breit begründen könnte, hab ich aber keinen Bock zu). Genauso abenteuerlich finde ich allerdings, dass viele Leute bei ihrem Urteil immer noch nicht in der Lage sind, zwischen einzelnen Äußerungen und der betreffenden Person zu unterscheiden. Natürlich gehört das zum politischen Machtspiel.
Ich halte die Rede historisch gesehen wegen den Ford-Zitaten für abenteuerlich. Das ist sicher ungeschickt, aber nicht zwingend antisemitisch. Wie gesagt: Ich sehe da durchaus den Tatbestnd des 130 erfüllt, nur eben nicht im Bezug auf die zur Anzeige gebrachten Passagen.
susu
Re: Bald ist Europawahl.... und wieder Zahlenmystik
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 31. Mai 2004 09:57:51:
Familien erbringen zum Erhalt und Fortbestand unseres Staates eine sehr erhebliche und sehr wichtige Vorleistung.
In Wirklichkeit bringt nicht die Familie die Vorleistung für die Kinder, sondern die Allgemeinheit und davon sogar überproportional die Kinderlosen. Familien mit Kindern nehmen verständlicherweise weit mehr öffentliche Ressourcen (Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen...) in Anspruch. Das Geld kommt natürlich nicht "vom Staat", wie es immer so schön heißt. Der kann ja nur umverteilen.
Zum Dank dafür führt eine seit Jahrzehnten verfehlte Familienpolitik dazu, daß Kinder heute zum Armutsrisiko werden.
Diese Auffassungen stützen sich doch weitgehend auf zweifelhafte Rechentricks. Da wird behauptet, eine Familie bringe für ein Kind bis zu dessem 18. Lebensjahr 350 000 Euro auf. Das sind pro Monat 1620 Euro, die "die Familie" für ein Kind, vom Säugling bis zum Abiturienten, monatlich angeblich aufbringt. Klar, dass bei solcher Rechnerei die Familien völlig verarmen müssen.
Es wäre für die Anliegen der Familienpartei sicher besser, wenn sie auf solche unsinnigen Zahlenspiele verzichten würde,
meint äußerst skeptisch
Eugen
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Manfred am 31. Mai 2004 11:24:58:
Ich halte Parteien die von vorneherein in extrem lobbyistischer Manier auf spezielle Grüppchen abzielen für äusserst fragwürdig.
darf ich Dich darauf aufmerksam machen, daß die überwältigende Mehrheit der Bundesbürger in Familien lebt?<
Darfst Du. Du darfst auch wählen wen Du willst, solange Du mir zubilligst, dass ich es genauso halte.
Hach Manfred,
selbstverständlich billige ich Dir das zu. Politik ist eben auch ein Thema, über welches sich trefflich streioten läßt. (
)))
Auch Du wirst vermutlich nicht aus einem Reagenzgals oder einem Waisenhaus stammen? <
Was solls, während meiner Geburt war auch ein Arzt anwesend, muß ich deswegen die "Deutsche Ärztepartei" wählen?
Nee, 1942 war bei meienr Geburt nur nn`e Hebamme dabei, Hausarzt war an der Westfront.(
))
Wenn Du eine so große Wählerschicht wie unsere Familien als "spezielle Grüppchen" bezeichnest, <
Ah, jetzt kommt er zum Punkt...
Während ich das schrieb schoß mir der Gedanke von der Partei der "Raucher" der "Biertrinker", der Senioren etc. durch den Kopf. Das sind Grüppchen, die Senioren eine Gruppe und die Familien wohl (noch) die am wenigsten spezielle. Habe es schlecht rübergebracht; dass Familien durch die "Grüppcheneigenschaft" nicht gut beschrieben werden, billige ich gerne zu.
Darum ging es mir, unterstellen wollte ich Dir nichts! (
))
Trotzdem ändert das nichts an meiner Grundhaltung, denn nach Deiner gesamten Argumentation könntest Du genausogut die "Frauenpartei" wählen.
Hä? Nur über meine Leiche ! (
)))
und wenn Du ihnen nicht das Recht auf eine faire Wahlbeteiligung zubilligst, dann ist auch das mehr als fragwürdig.<
Ja wenn! Allerdings wirst Du das in mein Posting nicht hineindeuteln können, sofern Du Deinerseits fair bleibst.
Versuche ich es mal, allerdings, auch wenn wir uns sehr bemühen, so ganz freimachen von subjektiven Vorstellungen können wir uns beide nicht.
Der alte Spruch des Freiherrn von Stein...<
Ich habe neben der Bibel eine über 700 Seiten starke "Zitaten- und Sprüchesammlung", soll ich jetzt damit kommen? Zumindest ist da für jede Lebenslage was drin
Ich habe neben den genannten Büchern sogar noch den Koran und die
Torra. Weiß also wie Du es meinst.(
)))
Zum Dank dafür führt eine seit Jahrzehnten verfehlte Familienpolitik
dazu...<
Glatte Themaverfehlung! Das sehe ich ganz ähnlich und es gibt keinen sachlichen Grund mir etwas anderes unterstellen zu wollen!
Ich will nichts unterstellen Manfred, will das nur für alle Leser klargestellt wissen. Und wenn ich gerade diesen Aspekt sehr in den Mittelpunkt stelle, wenn ich gerade davon meine Wahlentscheidung auch abhängig mache, dann natürlich auch, weil mich eben dieser Aspekt sehr interessiert und bewegt. Viele meiner Fälle aus der Familienberatung verfolgen mich nämlich bis in meine nächtlichen Träume.
Nochmal: ich spreche mich weder gegen Familien aus, noch dagegen, dass eine vernüftige Familienpolitik sinnvoll ist.
Das war und ist mir durchaus klar Manfred. Aber, ich muß herausstellen, für mich zählen zur Familie nicht nur Frauen und Kinder sondern auch Männer und Väter. Ich kann nicht ertragen, wenn "Familienpolitik", so wie heute üblich, als reine Frauernpolitik, interpretiert und praktiziert wird.
Ich spreche mich aber nach wie vor gegen Parteien aus, die zusehr auf Gruppenlobbyismus abhebt, was man zugegebenermaßen am Namen der Partei nicht eindeutig festmachen kann, letztlich noch nicht mal am Parteiprogramm.
Du meinst natürlich sogenannte Programmparteien und hier stimme ich Deinen Bedenken zu, selbst bezüglich der Familienpartei. Aber nenne mir bitte einen besseren Weg, die Dinge, welche mir wichtig sind zu verändern, zu verbessern, dann gehe ich diesen Weg.
Eine Partei, die antritt, nur um eine bestimmete Gruppe zu protegieren (wenn es auch eine große Gruppe ist) handelt in meinen Augen gesamtgesellschaftlich verantwortungslos, weil sie sich von vorne herein von der Verpflichtung der Ausgewogenheit und eines sozialen Konsens freispricht.
Moment, wie ich schon sagte, bessere Familienpolitik kommt letztlich
a l l e n Bevölkerungskreisen, selbst den Singles zugute. Ich will keine Gruppe benachteiligen, selbst gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften nicht. Aber wir haben eben dringendere Probleme als die der Lesben und Schwulen.
Schöne Grüße,
Manfred
(der, wenn er wieder an Deine Brust kommen darf um Nachricht bittet
Hey, natürlich darfst Du! (
)) Man kann ja in Sachfragen unterschiedlicher Meinung sein, trotzdem aber die besten Freunde bleiben. Und so weit wie es jetzt ausschaut, sind wir doch gar nicht voneinander entfernt.
Herzliche Grüße
von Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 31. Mai 2004 12:25:53:
(der, wenn er wieder an Deine Brust kommen darf um Nachricht bittet
<<
Hey, natürlich darfst Du! (
)) <
Puh, nochmal gutgegangen *sich den Schweiß von der Stirn wischt*, ich mein, wer verärgert schon gern seinen "Don" ?
Aber nochmal kurz und ganz im Ernst:
Wir sind tatsächlich nicht weit auseinander. Ich habe lediglich gegen Parteien wettern wollen, die mit allzugroßer Dreistigkeit ihr eigenes Gruppen-Süppchen kochen und auf dem Rücken des Restes der Welt durchdrücken zu wollen.
Dazu habe ich Dein Posting über die Familienpartei zwar zum Anlaß genommen, ohne diese Partei aber explizit damit zu meinen. Damit habe ich,-zugegebenermaßen- ungeschickter- aber auch unbeabsichtigterweise ein Mißverständnis ausgelöst.
Aber jetzt scheint ja alles klar zu sein. Ja, Parteipolitik ist Feiertagefüllend - und mehr.
Auch wäre noch der Aspekt zu erwähnen, dass es durchaus einen Unterschied macht, welche Stellung eine Partei innehat; ob sie also die Regierung anführt, kleiner Koalitionspartner ist, in der Opposition sitzt oder an einer Prozenthürde scheitert.
Für die letzteren, weniger verantwortungsvollen Positionen, ertrage ich dann auch womöglich mal ein wenig mehr Lobbyismus.
Schöne Grüße,
Manfred
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von susu am 31. Mai 2004 12:19:02:
Hallo Susu,
Die Gründe aus denen "Soldaten sind Mörder" straffrei bleiben kann, sind bei der Hohmann Rede nicht gegeben. Der Satz "Die Gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts." [...]
Ich denke, dass Hohmann hier mit diesen gottlosen Ideologien z.B. den Nationalsozialismus, Kommunismus etc. meint - wie es aus dem Kontext der Rede eigentlich ersichtlich ist. Ich glaube nicht, dass er hier Atheisten mit rechtsstaatlichem und demokratischen Empfinden mit obigen in einen Topf wirft. Der Kontext einer Rede ist natürlich zu beachten, und nicht mögliche volksverhetzende Sätze allein.
Natürlich ist die Aussage von Hohmann falsch, da z.B. früher die Inquisition, heute die radikalen Islamisten alles andere als eine gottlose und friedliche Ideologie vertreten.
Dass die Rede bedenklich ist, steht außer Frage. Volksverhetzung liegt hier aber - meiner Meinung nach - nicht vor.
Bedauerlich ist nur, dass viele Menschen, wie z.B. Jörg, nicht in der Lage sind, sich ein eigenes Bild davon zu machen, sondern den Nazi-Vorwurf aus der Presse blind übernehmen und dann für gegensätzliche Pressemitteilungen und Gegendarstellungen völlig blind sind.
Die einzigen, die sich bei dieser ganzen Aktion strafbar gemacht haben, sind die Medien u. der Zentralrat der Juden, die eine regelrechte, verleumderische Hetzkampagne ohne Sinn und Verstand gestartet haben, und alle Leute, die auf diesen Zug aufgesprungen sind. Sie sollten sich eigentlich entschuldigen, aber nicht umgekehrt. Ich finde, es ist ein unsäglicher Zustand, dass man mit einfachen und falschen Vorwürfen das Leben eines Mannes - vielleicht sogar einer Familie - zerstören kann. Aber daran denken die politisch "korrekten" überhaupt nicht, sondern lassen sich von ihrem blinden Hass und beschränktem Weltbild einfach leiten. Sie sind auch nicht viel besser, als andere Radikale andere Strömungen.
Viele Grüße,
Magnus
Das ist nicht richtig....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 31. Mai 2004 10:13:09:
Also, die CSU sieht zusätzlich auch Familie nur dort, wo das Paar einen Trauschein hat.
Immer diese Vorurteile und Gerüchte - ist wirklich schlimm!
Gerade in der CSU sind Vorschläge gekommen, Familien mit Kindern zu fördern - unabhängig vom Trauschein! Im übrigen hatte Stoiber als Familienexpertin in der Bundestagswahl Katharine Reiche nominiert, die OHNE TRAUSCHEIN mit einem CDU-Landtagsabgeordneten zusammenlebt, der der Vater ihrer beiden Kinder ist. Stoiber hatte die Berufung als "Grundsatzentscheidung" bezeichnet und als Beleg dafür, dass die CDU/CSU keine "rückwärtsgewandte Ehe- und Familienpolitik" betreibe. Das ganze blieb natürlich nicht ohne Folgen: Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner forderte nach dieser Entscheidung die CDU/CSU auf, das "C" im Parteinamen zu streichen: "Wenn Ministerpräsident Stoiber die Nominierung von Frau Reiche als 'Grundsatzentscheidung' bezeichnet und damit die Ehe ohne Trauschein als das Ehe- und Familien-Ideal der 'C'-Parteien, muss man ihm sagen: Seien Sie dann konsequent und streichen Sie das 'christlich' aus beiden Parteinamen. Das ist jetzt eine Frage der Glaubwürdigkeit."
Die Kritik wurde aber zurückgewiesen:
Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU) weist die scharfe Kritik an Frau Reiche zurück. Dass jemand uneheliche Kinder hat, bedeutet nicht, dass er zu familienpolitischen Fragen den Mund halten muss, so der Parlamentarier im Gespräch mit idea. CSU-Generalsekretär Thomas Goppel warf im Magazin Focus (München) dem Kölner Kardinal vor, er verwechselt offenbar die Union mit dem Vatikan. Die CDU/CSU betreibe keine Kirchenpolitik, sondern Politik für die Bürger in unserem Land.
Persönlich halte ich zwar nicht so viel von Frau Reiche, aber es widerspricht deiner Darstellung!
Natürlich legt die CSU Wert auf das Ideal der Ehe - aber sie ist nicht zwingend notwendig für die von der CSU geplanten familienpolitischen Begünstigungen.
Alles weitere kann hier: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Programme/a_Familienpolitik/s_329.html nachgelesen werden.
Die CSU ist alles andere als eine Partei von gestern oder vorgestern.
Gruß,
Magnus
Re: Wahl-o-mat...warum denn das?
Als Antwort auf: Re: Wahl-o-mat...warum denn das? von Odin am 30. Mai 2004 23:59:14:
Die Hochzeit des Feminismus war immerhin während der Kohlregierung.[/b] Muß ja auch irgendeinen Grund dafür geben.
Wie auch immer: Mit absoluter Sicherheit werde ich bei der nächsten Wahl NICHT die höchste aller Quotenfrauen Deutschland wählen und offenen Auges in das dargebotene Messer laufen.<<<
Hi Odin
Ich denke ehr, das wir diese Hochzeit mit rot/grün erlebt haben und noch erleben.
Unter Kohl wurde das ganze wohl eingeleitet. Seit die grünen mit in der Regierung auf den ersten Plätzen sitzen,
ist das ganze in einer nie da gewesenen Form pervertiert.[/b]
Das blieb auch gar nicht aus, bedenkt man deren Gesinnung insgesamt.
Er schon im Parteibuch festschreibt, das die Würde des Menschen zugunsten der Würde der Frau zurücktreten muss,
der kann nur Politik in Perversion und Extrem gestalten.
Das diese sich zusätzlich zu Stiefelleckern von Schröder entwickeln, um an der Macht zu bleiben, ist folglich ein fast natürlicher Weg.
Denn nur mit dieser Macht ist es denen möglich, ihr Diktat zu erweitern.
Ich brauch da nicht viel anzuführen. Bedenkt man die jungsten Absonderungen dieses Bütti und seiner
Spießgesselinnen in Bezug auf das Zuwanderungsgesetz, dann fasst man sich doch an den Kopf....
Absolut unwählbar, kann ich dazu nur sagen!
Wenn sich dazu die roten darin gefallen, sich die Stiefel lecken zu lassen, um ebenfalls keine Macht abgeben zu müssen,
dann ist das genauso fragwürdig.
Insofern sind beide Parteien keineswegs vertrauenswürdig, und somit unwählbar.
Aber schau selbst nach:
Freundlicher Gruß back
MeckMAx
Re: Das ist nicht richtig....
Als Antwort auf: Das ist nicht richtig.... von Magnus am 31. Mai 2004 13:34:33:
In Ordnung Magnus,
ich nehme Deine Richtigstellung, Belehrung und Kritik gerne an und bedanke mich für diese Informationen. Natürlich werde ich das mit dem Trauschein in Zukunft nicht mehr behaupten.
Sorry
Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 31. Mai 2004 12:58:43:
Hallo Magnus
Ich denke, dass Hohmann hier mit diesen gottlosen Ideologien z.B. den Nationalsozialismus, Kommunismus etc. meint - wie es aus dem Kontext der Rede eigentlich ersichtlich ist. Ich glaube nicht, dass er hier Atheisten mit rechtsstaatlichem und demokratischen Empfinden mit obigen in einen Topf wirft. Der Kontext einer Rede ist natürlich zu beachten, und nicht mögliche volksverhetzende Sätze allein.
Richtig. Der Kontext lautet hier allerdings: > > Diese gottlosen Ideologien gaben den "Vollstreckern des Bösen" die Rechtfertigung, ja das gute Gewissen bei ihren Verbrechen. So konnten sie sich souverän über das göttliche Gebot "Du sollst nicht morden" hinwegsetzen. Ein geschichtlich bisher einmaliges millionenfaches Morden war das Ergebnis. Daher, meine Damen und Herren, plädiere ich entschieden für eine Rückbesinnung auf unsere religiösen Wurzeln und Bindungen. Nur sie werden ähnliche Katastrophen verhindern, wie sie uns Gottlose bereitet haben. Die christliche Religion ist eine Religion des Lebens. Christus hat gesagt: "Ich will, daß sie das Leben haben und daß sie es in Fülle haben" (Joh 10, 10). Damit ist nicht nur das jenseitige, sondern ganz konkret unser reales heutiges Leben und Überleben gemeint. Deswegen ist es auch so wichtig, daß wir den Gottesbezug in die europäische Verfassung aufnehmen.<<
Und damit eben schon eine direkte Folgerung, von der Gottlosigkeit zu den "Katastrophen, wie sie uns Gottlose bereitet haben". Die Aussage: "Die Nazis waren Atheisten" ist nur sachlich falsch (da hat jemand seinen Deschner nicht gelesen). Die Aussage "Die Atheisten sind schuld am Nationalsozialismus" ist volksverhetzend. Hohmann erklärt die Gottlosen zu denen, die das > > göttliche Gebot "Du sollst nicht morden"<< außer Kraft gesetzt hätten. D.h. er unterstellt, der nicht-Glaube an einen Gott, schließe den Glauben mit ein, es sei moralisch vertretbar zu morden. Und dieser Schluß ist nicht nur falsch, sondern eben auch verläumderisch gegenüber einer weltanschaulichen Gruppe.
Dass die Rede bedenklich ist, steht außer Frage. Volksverhetzung liegt hier aber - meiner Meinung nach - nicht vor.
Bedauerlich ist nur, dass viele Menschen, wie z.B. Jörg, nicht in der Lage sind, sich ein eigenes Bild davon zu machen, sondern den Nazi-Vorwurf aus der Presse blind übernehmen und dann für gegensätzliche Pressemitteilungen und Gegendarstellungen völlig blind sind.
Hohmann erfordert mit Sicherheit eine Umfassendere Analyse als diese, da gebe ich dir Recht.
Aber daran denken die politisch "korrekten" überhaupt nicht, sondern lassen sich von ihrem blinden Hass und beschränktem Weltbild einfach leiten. Sie sind auch nicht viel besser, als andere Radikale andere Strömungen.
Wobei ich Hohmann jetzt ohne zu zögern als Radikalen anderer Strömung bezeichnen würde.
susu
Re: Bald ist Europawahl.... und wieder Zahlenmystik
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... und wieder Zahlenmystik von Eugen Prinz am 31. Mai 2004 12:24:34:
Familien erbringen zum Erhalt und Fortbestand unseres Staates eine sehr erhebliche und sehr wichtige Vorleistung.
In Wirklichkeit bringt nicht die Familie die Vorleistung für die Kinder, sondern die Allgemeinheit und davon sogar überproportional die Kinderlosen. Familien mit Kindern nehmen verständlicherweise weit mehr öffentliche Ressourcen (Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen...) in Anspruch. Das Geld kommt natürlich nicht "vom Staat", wie es immer so schön heißt. Der kann ja nur umverteilen.
Da würde ich nicht so sicher sein Eugen,
denn Familien müssen unabhänig davon, ob sie nun arm oder reich sind konsumieren und erhebliche Teile Ihres Einkommens für Mehrwertsteuer ausgeben. Einfach darum, weil hier Konsumzürckhaltung kaum möglich ist. Bekanntlich haben nämlich Kinder aus reichen Familien genau den gleichen Hunger wie Kinder aus armen Familien. Und um Nahrungsmittel allein, geht es längst nicht.
Und weil sie eben konsumieren, werden Arbeitsplätze geschaffen und erhalten, wovon ohne Zweifel auch Kinderlose profitieren. Nur mal so als ein Beispiel hier erwähnt. (
)))
Und dann denke ich, als Single kann man Mehrwertsteuer sparen, etwa indem man sich entscheidet, ob man nun Prosche fahren muß oder ob es auch ein lütter Vauweh tut. (
)))
Zum Dank dafür führt eine seit Jahrzehnten verfehlte Familienpolitik dazu, daß Kinder heute zum Armutsrisiko werden.
Diese Auffassungen stützen sich doch weitgehend auf zweifelhafte Rechentricks. Da wird behauptet, eine Familie bringe für ein Kind bis zu dessem 18. Lebensjahr 350 000 Euro auf. Das sind pro Monat 1620 Euro, die "die Familie" für ein Kind, vom Säugling bis zum Abiturienten, monatlich angeblich aufbringt. Klar, dass bei solcher Rechnerei die Familien völlig verarmen müssen.
Zugegeben, solche Rechnungen finde ich ja auch nicht so überzeugend. Allerdings beachte doch bitte, ich habe nur im Rahmen demokratischer Gesetzmäßigkeiten Einfluß auf die Parteiargumentation.(Hüstel) Eigentlich fehlt es mir nur an Mitgliedern, welche meine diesbezügliche Meinung mittragen, schon wäre das, im Gegensatz zu den Großparteien, geändert. Daß ist ja das Tolle an Kleinparteien, daß jedes Mitglied noch die Chance hat, Einfluß zu nehmen, vorausgesetzt, es bemüht sich praktisch um Verbesserungen und arbeitet konstruktiv mit. Nur Kritik reicht eben nicht, das ist zu leicht. Viel schwerer ist es zu sagen, wie und was man besser machen könnte. Eben das versuche ich.
Es wäre für die Anliegen der Familienpartei sicher besser, wenn sie auf solche unsinnigen Zahlenspiele verzichten würde,
meint äußerst skeptisch
Eugen
Ist doch Dein gutes Recht als Demokrat, das über unsere Page mal dem Bundesvorstand zu vermitteln. Mach das, ich wäre hoch erfreut.
Herzliche Grüße
Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von susu am 31. Mai 2004 14:45:48:
Hallo susu,
Richtig. Der Kontext lautet hier allerdings: > > Diese gottlosen Ideologien gaben den "Vollstreckern des Bösen" die Rechtfertigung, ja das gute Gewissen bei ihren Verbrechen. So konnten sie sich souverän über das göttliche Gebot "Du sollst nicht morden" hinwegsetzen. Ein geschichtlich bisher einmaliges millionenfaches Morden war das Ergebnis. Daher, meine Damen und Herren, plädiere ich entschieden für eine Rückbesinnung auf unsere religiösen Wurzeln und Bindungen. Nur sie werden ähnliche Katastrophen verhindern, wie sie uns Gottlose bereitet haben.[...]<<
Und damit eben schon eine direkte Folgerung, von der Gottlosigkeit zu den "Katastrophen, wie sie uns Gottlose bereitet haben".
Ja, aber es sind hier nicht alle Gottlose gemeint, sondern nur die, die Katastrophen über die Menschheit gebracht haben - z.b. die Kommunisten in China, Russland, Kambodscha, DDR etc...
Die Aussage "Die Atheisten sind schuld am Nationalsozialismus" ist volksverhetzend.
Stimmt! Wurde aber so nie getätigt.
Hohmann erklärt die Gottlosen zu denen, die das > > göttliche Gebot "Du sollst nicht morden"<< außer Kraft gesetzt hätten. D.h. er unterstellt, der nicht-Glaube an einen Gott, schließe den Glauben mit ein, es sei moralisch vertretbar zu morden. Und dieser Schluß ist nicht nur falsch, sondern eben auch verleumderisch gegenüber einer weltanschaulichen Gruppe.
Die Schlussfolgerung von dir ist nicht richtig. Genau das wird eben nicht gesagt. Nur weil er sagt, dass gottlose Ideologieen Verbrechern den Mord gwissenlos ermöglichte, heißt das nicht, dass Gottlose generell einen Mord gewissenlos durchführen können.
Hohmann ist ein ziemlich extremer Christ, wie es scheint, der obendrein sehr bibeltreu ist. Aus diesem Grund bezeichnet er die, die gegen das Gebot "du sollst nicht töten" agieren als gottlos. Aus diese Aussage kann man aber nicht schlussfolgern, dass alle gottlosen das Gebot "Du sollst nicht töten" mißachten.
Vergleichbar ist das, wenn einer sagt: "Alle Neger sind Menschen" - und du sagst daraufhin: Der ist rassistisch, denn darus kann man schlussfolgern, dass es heißt: "alle Neger Menschen sind" - genau das kann man aber nicht.
Desweiteren ist die Staatsanwaltschaft bei Mehrdeutigkeit hingehalten, das weniger gefährliche anzunehmen! Aus diesem Grund hätte eine Klage gegen Hohmann auf dieser Basis wenig Sinn - dazu ist der Text zu frei interpretierbar. Es fehlen die wirklich klaren, eindeutigen und unmissverständlichen Aussagen in der Rede, die volksverhetzend sind.
Gruß,
Magnus
Richtigstellung....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 31. Mai 2004 15:24:47:
Vergleichbar ist das, wenn einer sagt: "Alle Neger sind Menschen" - und du sagst daraufhin: Der ist rassistisch, denn daraus kann man schlussfolgern, dass er meint: "alle Menschen sind Neger" - genau das kann man aber nicht.
So muss es natürlich heißen...
Gruß Magnus.
Re: Bald ist Europawahl.... und wieder Zahlenmystik
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... und wieder Zahlenmystik von Don Pedro am 31. Mai 2004 15:05:30:
>Es wäre für die Anliegen der Familienpartei sicher besser, wenn sie auf solche unsinnigen Zahlenspiele verzichten würde,
meint äußerst skeptisch
Eugen
Ist doch Dein gutes Recht als Demokrat, das über unsere Page mal dem Bundesvorstand zu vermitteln. Mach das, ich wäre hoch erfreut.
Herzliche Grüße
Don Pedro[/i]
Ich habe genau deswegen vor einigen Wochen einen mail-Wechsel mit Wolfgang Britz, dem Beisitzer für Öffentlichkeitsarbeit im Bundesvorstand der Familienpartei geführt. Was dabei hängen geblieben ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Ich habe ihn auch auf die damalige Diskussion des Themas in den Foren hingewiesen, von der er aber nicht begeistert schien. So könnte es sein, dass meine trefflichen Argumente wegen der schrägen Begleitmusik etwas untergegangen sind.
Aber das soll ja schon öfter vorgekommen sein 
Schönen Gruß von Eugen
Re: FDP
Als Antwort auf: Re: FDP von Sam am 30. Mai 2004 20:16:18:
Ich habe einen Link angegeben. Die inhaltliche Auseinandersetzung damit kann ich Dir nicht abnehmen.
Das ist ja das Problem an der Partei. Warum soll man sich mit Inhalten auseinandersetzen, wenn die Inhalte beliebig sind?
Hohmanns Volksverhetzung zu Lasten der Religionslosen
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von susu am 31. Mai 2004 09:34:29:
Hallo,
ich bin auch der Meinung, dass Hohmann hier eine Volksverhetzung zu Lasten der Atheisten und Agnostiker begangen hat.
Es gab allerdings keinen Strafantrag seitens der Staatsanwaltschaft bezüglich der Anti-Atheistischen und Anti-Agnostischen Teile des Textes, die durchaus unter den Strafbestand der Volkverhetzung fallen könnten. Ohne Strafantrag keine Richterliche Prüfung. [
] Gleichzeitig hat er festgestellt, die Gottlosen seien das "Tätervolk". Es gibt keinen Zentralrat der Gottlosen, der Strafantrag hätte stellen können. Atheismus und Agnostizismus sind Lobbylose Weltanschauungen.
Interessanterweise wurde er deswegen tatsächlich von einem Verein, der sich als Lobby der Religionslosen sieht, angezeigt: dem Bund für Geistesfreiheit, Erlangen.
Die Staatsanwaltschaft Fulda hat aber die Ermittlungen eingestellt.
Habe gerade ein bisschen gegoogelt, hier ein Auszug aus der Einstellungsverfügung:
1. § 130 Abs. 1 und 2 StGB
Soweit Hohmann in seiner Rede die "Gottlosen" als "Tätervolk" bezeichnet und diese für die Verbrechen Bolschewismus, Kommunismus und Nationalsozialismus verantwortlich macht, entfällt eine Strafbarkeit nach § 130 Abs. 1 und 2 StGB, da die "Gottlosen" kein Teil der Bevölkerung im Sinne von § 130 StGB sind. Angriffsobjekt der Volksverhetzung sind Teile der inländischen Bevölkerung, die sich aufgrund gemeinsamer innerer oder äußerer Merkmale (Rasse, Volkszugehörigkeit, Religion, politische oder weltanschauliche Überzeugung, soziale und wirtschaftliche Stellung) als eine von der Bevölkerung unterscheidbare Bevölkerungsgruppe darstellen und individuell nicht mehr überschaubar sind (OWG Stuttgart NJW 2002, 2893).
Dies trifft auf die sogenannten "Gottlosen" nicht zu.
2. Auch scheidet eine Strafbarkeit nach §§ 185f. StGB aus, da sogenannte "Gottlose' als Personenmehrheit nicht beleidigungsfähig sind.
Gruß,
Daddeldu
Strafanzeige:
www.fen-net.de/bfg/frames/hohmann.html
Re: Hohmanns Volksverhetzung zu Lasten der Religionslosen
Als Antwort auf: Hohmanns Volksverhetzung zu Lasten der Religionslosen von Daddeldu am 31. Mai 2004 21:07:45:
ich bin auch der Meinung, dass Hohmann hier eine Volksverhetzung zu Lasten der Atheisten und Agnostiker begangen hat.
Angesichts der massiven "Volksverhetzungen", die sich allein in diesem Forum hier gegen die Nicht-Religionslosen finden lassen, eine etwas weit hergeholte Ansicht. Besonders wenn sie ausgerechnet von dir geäußert wird.
Es sei denn, das gälte eben auch in diesem umgekehrten Fall (was ich allerdings beiderseits völlig debil finde).
Aber ich vermute, so hast du das vielleicht nicht gemeint 
Gruß vom
Nick
P.S.: Wie findest du denn inzwischen den Feuerbach?
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 30. Mai 2004 23:11:06:
Das mit den Krankenkassen ist wohl die erste Erfolgsmeldung von 6 Jahren Regierungszeit. Ansonsten schau dir die Statistik über die Verschuldung an. Dann fallen dir vielleicht die Schuppen von den Augen!
Die Staatsverschuldung kann im Moment nicht sinken, weil wir nicht in der Lage sind, Schulden zurückzuzahlen. Tatsache ist aber, daß die immense Steigerung zu Kohl Zeiten endlich gestoppt ist. Tafelsilber ist schon genug verkauft und pünktlich zu Jahresbeginn wurde entweder die Tabaksteuer oder die Mineralölsteuer hochgesetzt - nicht um Lohnnebenkosten zu senken, sondern um Haushaltslöcher zu stopfen.
Immerhin ist es so wenigstens gelungen, die starke Steigerung der Staatsverschuldung ein wenig einzudämmen - schon unter Lafontaine, mehr aber unter Eichel.
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 30. Mai 2004 17:09:15:
Und was deine SPD überzeugung angeht: die SPD ist regierungsunfähig und hat Deutschland - schon damals in der sozial-liberalen Koalition - in den Ruin getrieben, durch Zins und Zinseszins.
Die Schulden der Regierung Kohl (auch ohne Wiedervereinigung) waren am Ende doch viel höher. Und zwar ohne Ölkrise.
(Widervereinigung wäre vielleicht die bessere Bezeichnung. Schließlich haben in den letzen 10 jahren ja alle geklägt, wie blöd das war, in Ost und in West...)
Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Odin am 31. Mai 2004 22:40:32:
Die Staatsverschuldung kann im Moment nicht sinken, weil wir nicht in der Lage sind, Schulden zurückzuzahlen. Tatsache ist aber, daß die immense Steigerung zu Kohl Zeiten endlich gestoppt ist.
Tafelsilber ist schon genug verkauft und pünktlich zu Jahresbeginn wurde entweder die Tabaksteuer oder die Mineralölsteuer hochgesetzt - nicht um Lohnnebenkosten zu senken, sondern um Haushaltslöcher zu stopfen.
[quote]Immerhin ist es so wenigstens gelungen, die starke Steigerung der Staatsverschuldung ein wenig einzudämmen - schon unter Lafontaine, mehr aber unter Eichel.[/quote]
Toller Witz - der Dienstag ist gerettet!
http://f27.parsimony.net/forum66387/messages/13471.htm
Obige Seite hatte ich mir gebookmarkt - die Grafik bitte als Hintergrund für deinen Bildschirm!
Magnus
Re: Mir fällt noch was ein...
Als Antwort auf: Mir fällt noch was ein... von Magnus am 30. Mai 2004 23:25:53:
Entschuldige für den Unsinn! Mein Fehler!
Jeder kann sich mal vertun, da brauchste dich nciht zu netschuldigen.
Aber sie haben trotzdem keine 11 AKWs bzw. 59 Blöcke am Rhein. - ich würds übrigens Standorte und AKWs nennen.....
Jörg
Re: Mir fällt noch was ein...
Als Antwort auf: Re: Mir fällt noch was ein... von Jörg Rupp am 01. Juni 2004 08:37:07:
...11 AKWs bzw. 59 Blöcke am Rhein. - ich würds übrigens Standorte und AKWs nennen.....
Jörg
AKW ist falsch, der Kern liefert die Energie.
KKW muss es heissen.
*haarspalt*
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von Jörg Rupp am 30. Mai 2004 18:54:49:
Sie ist außerdem gegen die Wehrpflicht.
Soll ich jetzt lachen? Die haben in ewigen Jahren Regierungsbeteiligung nicht eine Initiative dahingehend gestartet...
...vor kurzem stellte die FDP im Bundestag den Antrag auf Aussetzung der Wehrpflicht. Dieser wurde von den übrigen Parteien auch mit Stimmen der Grünen, die angeblich immer so gegen die Wehrpflicht seien abgelehnt.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 29. Mai 2004 22:34:37:
Hallo Leute,
ich hab den Wahl-o-mat auch mal probiert. Ich denke, das ist eine ganz lustige Spielerei, aber bringen tut´s für uns nichts, denn unsere Themen sind da ja gar nicht berücksichtigt.
Nach meinem Ergebnis müsste ich die SPD wählen, was ich aber natürlich nicht mache, denn 6 Jahre Jungen ausgrenzende Bildungs- und Jugendpolitik von Rot-Grün haben zu einer beispiellosen Jungendiskriminierung geführt, die ich nicht noch belohnen werde. Das ganze auf Europaebene wäre eine Katastrophe für die Jungen.
Alternativen gibt es allerdings auch kaum. Die CDU mit ihrer Wehrpflicht aus den Zeiten des Kaiserreiches ist nicht überzeugend. Aber auch die SPD ist ja für die archaische Pressung der jungen Männer zu Zwangsdiensten. Und den Grünen fällt immer nur zu Wahlen ein, dass man die Wehrpflicht abschaffen sollte nur um dann, wenn sie gewählt wurden, wieder nichts zu tun. Ich hoffe, dass die jungen Männer auf diesen Männernepp nicht mehr reinfallen.
Auch in der Männergesundheit hat die CDU ebenso wie die SPD und die Grünen ihre Politik längst offiziell frauenspezifisch ausgerichtet. Alle Parteien dulden zudem die m.E. verfassungswidrige Benachteiligung der Männer in der Hautkrebsvorsorge.
Die FDP? Na ja, Sie will Europa ja mit ihrer Kandidatin auf Vorderfrau bringen. Wem´s gefällt. Bei der Anfrage von MANNdat bezüglich Maßnahmen zur Jungenförderung war die Antwort der FDP enttäuschend. SPD und die Grünen hatten es übrigens nicht nötig zu antworten. Es ging ja bloß um Jungen.
Ich weiß nicht was ich wählen soll. Aber ich werden auf keinen Fall Parteien wählen, die von Gleichberechtigung reden, aber Diskriminierung männlicher Mitbürger meinen.
Vielleicht wähle ich nicht. Das ist auf jeden Fall besser, als eine Jungen- und Männer feindliche Partei zu wählen. Man muss bedenken, dass die Parteien genau untersuchen, welches Wählerpotential nicht zu mobilisieren gelang.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von Bruno am 01. Juni 2004 11:33:30:
...vor kurzem stellte die FDP im Bundestag den Antrag auf Aussetzung der Wehrpflicht. Dieser wurde von den übrigen Parteien � auch mit Stimmen der Grünen, die angeblich immer so gegen die Wehrpflicht seien � abgelehnt.
Mhm, weil man die Wehrpflicht nicht sofort aussetzen kann. EIn reinn populistischer Vorschlag.
Eher peinlich als sinnvoll...naja, allerdings sieht man, dass es Leute gibt, die drauf reinfallen.
Jörg
Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Bruno am 01. Juni 2004 11:35:34:
Hallo Bruno,
ich kann dir nur tief seufzend beipflichten. Eigentlich kann man bei unserer Interessenlage überhaupt nicht wählen - höchstens abwählen, wenn das ginge.
Letztlich bedeutet das, dass wir versuchen müssen, unsere Interessen außerhalb der geistigen Trampelpfade der Parteienpolitik durchzusetzen.
D.h. wir setzen nicht auf die lumpige Wahlstimme, die vom Idioten bis zum Genie sowieso jeder kriegt, sondern wir versuchen, außerparlamentarische Mehrheiten für unser Anliegen zu finden.
Die nächste Regierung wird dann wieder von einem "überwältigenden Wahlsieg" reden, ihre Legitimation aber in Wahrheit von lächerlichen 20% Gutgläubigen ableiten, die noch zur Wahl geschlappt sind.
Was hältst du von diesem Vorschlag - wir brauchen ja noch Geld für unsere Vereinskasse: Wir bieten unsere Wahlstimmen meistbietend zum Verkauf an ?-)
Schönen Gruß von Eugen
Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen von Eugen Prinz am 01. Juni 2004 11:58:12:
Was hältst du von diesem Vorschlag - wir brauchen ja noch Geld für unsere Vereinskasse: Wir bieten unsere Wahlstimmen meistbietend zum Verkauf an ?-)
Schönen Gruß von Eugen
Hallo Eugen,
das könnte klappen. Die Frauenförderkassen sind ja gut gefüllt.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen von Eugen Prinz am 01. Juni 2004 11:58:12:
Hi,
Was hältst du von diesem Vorschlag - wir brauchen ja noch Geld für unsere Vereinskasse: Wir bieten unsere Wahlstimmen meistbietend zum Verkauf an ?-)
die Idee ist gar nicht mal schlecht: Vielleicht kommen einige Stimmen zusammen, die dann über Ebay versteigert werden. Mit der Argumentation: Wenn sich sowieso keine Partei um Männerthemen kümmert, ...
Das Anbieten der eigenen Stimme ist, soweit ich weiß, illegal, aber darum geht es ja nicht, sondern um die Öffentlichkeit, die sich so möglicherweise erzielen ließe. Wichtig wäre halt im Vorfeld eine entsprechende Pressearbeit.
Wir müssen endlich lernen, die Medien für unsere Zwecke zu benutzen. Und noch einmal, da dies die entscheidende nächste Hürde ist: Wir müssen endlich lernen, die Medien für unsere Zwecke zu benutzen.
Gruß Dirk
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von Jörg Rupp am 01. Juni 2004 11:45:27:
...vor kurzem stellte die FDP im Bundestag den Antrag auf Aussetzung der Wehrpflicht. Dieser wurde von den übrigen Parteien ? auch mit Stimmen der Grünen, die angeblich immer so gegen die Wehrpflicht seien ? abgelehnt.
Mhm, weil man die Wehrpflicht nicht sofort aussetzen kann. EIn reinn populistischer Vorschlag.
Eher peinlich als sinnvoll...naja, allerdings sieht man, dass es Leute gibt, die drauf reinfallen.
...ist klar. Rot/Grün sind ja erst 6 Jahre an der Regierung. In der kurzen Zeit kann man natürlich kein Konzept zur Abschaffung der Wehrpflicht erarbeiten. Ich gehe davon aus, dass das Thema erst kurz vor der nächsten Bundestagswahl wieder ein Thema wird, wobei der Wahlkampf und das Thema natürlich rein zufällig aufeinander fallen. Die Grünen machen ja keine populistischen Aktionen 
Was ich an den Grünen so schätze ist ihre Ehrlichkeit. Ich erinnere an das Wahlplakat der Grünen, auf dem eine Frau abgebildet war, die ihre Füße auf dem darunterliegenden Mann abstellte. Das zeigte zumindest, welche Rolle die Grünen sich für die Männer in der Gleichberechtigung ausgedacht haben, nämlich die Rolle des Fußabtreters. Das spiegelt sich auch in ihrer "Gleichberechtigungs"politik wieder.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: FDP
Als Antwort auf: Re: FDP von Sam am 30. Mai 2004 13:42:14:
Hallo Sam!
"Die FDP will mehr Eigenverantwortung der Bürger"
Von Neoliberalistisch ins Deutsche übersetzt bedeutet das:
"Die FDP möchte, daß die jetzigen 'Arbeitgeberanteile' an den Sozialversicherungsbeiträgen wegfallen, selbstverständlich ohne den Beschäftigten für diese von ihnen als inoffizieller Teil des Lohnes oder Gehaltes erarbeiteten Geldsummen irgendeinen Ausgleich zu gewähren. Jeder abhängig Beschäftigte kann dann zusehen, wieviel Sozialversicherung er sich von seinem sinkenden Real-Netto-Lohn noch leisten kann. Die so entstehenden sozialen Probleme stören uns nicht. Ganz im Gegenteil: Je mehr Menschen es schlecht geht, umso geringere Löhne werden sie fordern. Reibach, Reibach über alles!"
"Die Spitzenkandidatin ist sicherlich auch keine Femi-Zicke."
Vielleicht. Ich glaube aber kaum, daß es Zufall war, daß eine Frau als Spitzenkandidatin aufgestellt wurde. Damit schielt die FDP nach genau den Wählern, die bisher gern die Grünen gewählt haben, weil sie Frauen in der Politik für kompetenter halten. Und dieser Klientel wird man gern auch noch weiter entgegen kommen, fürchte ich.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen von Der Dirk am 01. Juni 2004 12:23:29:
Hi,
Was hältst du von diesem Vorschlag - wir brauchen ja noch Geld für unsere Vereinskasse: Wir bieten unsere Wahlstimmen meistbietend zum Verkauf an ?-)
die Idee ist gar nicht mal schlecht: Vielleicht kommen einige Stimmen zusammen, die dann über Ebay versteigert werden. Mit der Argumentation: Wenn sich sowieso keine Partei um Männerthemen kümmert, ...
Das Anbieten der eigenen Stimme ist, soweit ich weiß, illegal, aber ...[/i]
...ich will ja nur eine Kaution, und ich verspreche auch feierlich, sie zurückzuzahlen, wenn die Partei nach der Wahl das Versprechen einlöst, das sie vorher gegeben hat
Bisher habe ich ja dummerweise immer Blankovollmachten unterschrieben 
Eugen
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Bruno am 01. Juni 2004 11:35:34:
<Man muss bedenken, dass die Parteien genau untersuchen, welches Wählerpotential nicht zu mobilisieren gelang>
Hallo Bruno, wie wollen die den herausfinden, welches Wählerpotential nicht mobilisiert werden konnte. Durch Umfragen? Ich finde es besser, wenn man wählt, und zwar eine Partei, die einem noch am besten entspricht
gruss Domi
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von Bruno am 01. Juni 2004 12:32:31:
...ist klar. Rot/Grün sind ja erst 6 Jahre an der Regierung.
Richtig, und seid der Zeit machen die GRünen das zum Thema und für diese Legislatur stehts im Koalitionsvertrag. DIe Prüfung der Wehrpflicht steht an, aber du weisst doch sicher auch, dass da noch die SPD davor ist...und die CDU....und die FDP natürlich....
Jörg
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von Bruno am 01. Juni 2004 12:32:31:
<Was ich an den Grünen so schätze ist ihre Ehrlichkeit. Ich erinnere an das Wahlplakat der Grünen, auf dem eine Frau abgebildet war, die ihre Füße auf dem darunterliegenden Mann abstellte. Das zeigte zumindest, welche Rolle die Grünen sich für die Männer in der Gleichberechtigung ausgedacht haben, nämlich die Rolle des Fußabtreters. Das spiegelt sich auch in ihrer "Gleichberechtigungs"politik wieder.>
Ja, an das Plakat kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Das Problem: ich hab es das erste mal in der Wohnung meiner Schwester und ihres Freundes gesehen. Das war natürlich erstmal ein Schock. Naja, sie fanden es ja "sooo lustig" und haben es einfach mal mitgenommen. Seitdem sind die Grünen für mich gestorben.
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von Jörg Rupp am 01. Juni 2004 12:52:31:
>...ist klar. Rot/Grün sind ja erst 6 Jahre an der Regierung.
Richtig, und seid der Zeit machen die GRünen das zum Thema und für diese Legislatur stehts im Koalitionsvertrag.
...und da steht es ganz still und stumm - bis zum nächsten Wahlkampf.
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von gole am 01. Juni 2004 12:57:01:
Seitdem sind die Grünen für mich gestorben.
...na, dann hatte das Plakat doch immerhin etwas Gutes.
Herzliche Grüße
Bruno
Gleichberechtigung ist etas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Wahl-o-mat...warum denn das?
Als Antwort auf: Re: Wahl-o-mat...warum denn das? von MeckMax am 31. Mai 2004 13:45:12:
<Unter Kohl wurde das ganze wohl eingeleitet. Seit die grünen mit in der Regierung auf den ersten Plätzen sitzen,
ist das ganze in einer nie da gewesenen Form pervertiert.>
Ist das wirklich durch die Parteien und Politik zustandegekommen? Ich denke doch, dass Deutschland nicht das einzige Land ist, das diese feministische Entwicklung aufweist. Das hat doch eher etwas mit der Beeinflussung der Gesellschaft durch die Medien zu tun. Wisst ihr eigentlich, ob es westliche Länder gibt, in denen das nicht so abgelaufen ist?
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von Bruno am 01. Juni 2004 12:32:31:
Hi Bruno!
[quote]Was ich an den Grünen so schätze ist ihre Ehrlichkeit. Ich erinnere an das Wahlplakat der Grünen, auf dem eine Frau abgebildet war, die ihre Füße auf dem darunterliegenden Mann abstellte. Das zeigte zumindest, welche Rolle die Grünen sich für die Männer in der Gleichberechtigung ausgedacht haben, nämlich die Rolle des Fußabtreters. Das spiegelt sich auch in ihrer "Gleichberechtigungs"politik wieder.[/quote]
Man sollte immer wieder auf diese Ehrlichkeit hinweisen, damit sie nicht verblasst und in Vergessenheit gerät.
![[image]](http://pu.parsimony.net/user290/fraugruen.jpg)
Ich zeige dieses Wahlplakat bei jeder Diskussion, die sich in Vorwahlzeiten in Fussgängerzonen ergibt, vor - natürlich mit entsprechendem Kommentar. Auf dem Bild fehlt eigentlich nur noch die berühmte Hundeleine.
Gruss,
Ferdi
Let's agree to disagree.
Als Antwort auf: Re: FDP von Garfield am 01. Juni 2004 12:41:10:
Hallo Garfield,
ich glaube, in diesem Punkt unterscheiden sich unser beider Einstellungen grundlegend. Ich will hier jetzt auch keine endlose politische Offtopic-Diskussion anfangen. Für wichtig halte ich es lediglich, überhaupt zur Wahl zu gehen. Und wer sich - im Hinblick auf Männeranliegen durchaus nachvollziehbar - sagt: "Eigentlich alles Müll, aber die Grünen sind Sondermüll", nun, der wählt eben den Müll, damit der Sondermüll prozentual möglichst wenig abkriegt. 
Sam
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von susu am 31. Mai 2004 09:34:29:
Hallo Susu!
"Verbindendes Element des Bolschewismus und des Nationalsozialismus war also die religionsfeindliche Ausrichtung und die Gottlosigkeit."
Hm, da hat Hohmann etwas falsch verstanden. Tatsächlich gab es sowohl im Nationalsozialismus als auch im Stalinismus so etwas wie Religion. Hitler z.B. war sehr wohl religiös. Er glaubte an einen Gott und an eine Vorsehung, und sich selbst sah er als eine Art Messias. Wie die meisten Diktatoren duldete er jedoch keine weiteren Mächte neben sich, und so waren ihm auch die christlichen Kirchen unangenehm. Die SS schuf sich ebenfalls so etwas wie eine Religion, inklusive Kulthandlungen. Man wollte die christlichen Religionen nicht einfach abschaffen, sondern sie durch die "nationalsozialistische Religion" ersetzen.
Bei Stalin war es so, daß er (wie auch andere Diktatoren im Ostblock) sich quasi selbst als Gott einsetzte und entsprechend verherrlichen ließ. Die Bibel wurde durch Werke von Marx, Engels, Lenin und (in einigen Ostblockländern) Mao ersetzt. Auf Grundlage dieser Werke wurden dann Dogmen geschaffen, die zur Basis allen Handelns wurden. Genau wie die katholische Kirche das im Mittelalter tat. Es gab dann auch in den Ostblockländern ganz ähnliche Diskussionen, wenn es darum ging, den politischen oder wirtschaftlichen Kurs mit diesen Dogmen in Einklang zu bringen. Da ging es manchmal zu wie auf einem Kirchenkonzil im Mittelalter.
Es liegt eben in der Natur des Menschen, an etwas zu glauben. Wer als Dikator erfolgreich sein und bleiben will, muß das beachten. Hitler beispielsweise war von Anfang an sehr bewußt, daß er die breite Masse nicht durch logische Argumentation für sich gewinnen konnte, sondern vor allem durch eingängige Parolen, durch Mimik, Gestik, Tonfall usw. Er übte das alles vor dem Spiegel und indem er sich bei diesen Übungen auch fotografieren ließ; er ließ sich von Experten beraten und tat auch sonst viel dafür, um die Menschen auf der unbewußten Ebene zu beeinflussen. Z.B. indem er häufig Musik-Kapellen aufmarschieren ließ, abends Märsche mit Fackeln und tagsüber Märsche mit vielen Fahnen und Standarten veranstalten ließ usw. Er hat es immer weitgehend vermieden, der NSDAP ein klares, fest definiertes Programm zu geben, sondern er wollte eine Art Religion schaffen, an die die Menschen blind glaubten. Das ist ihm dann ja auch bei vielen Menschen gelungen.
So gesehen werden Hohmanns Aussagen sogar noch gefährlicher, denn sie legen die Auffassung nahe, daß Glauben und Religion immer positiv wären. So ist das aber eben nicht - man kann sehr wohl auch Glauben und Religion negativ einsetzen, was ja auch mit den christlichen Religionen über Jahrhunderte hinweg getan wurde.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Let's agree to disagree.
Als Antwort auf: Let's agree to disagree. von Sam am 01. Juni 2004 13:49:18:
Hallo Sam!
Diesem Beitrag von dir stimme ich allerdings zu. Tatsächlich sehe ich im Moment in Deutschland überhaupt keine Partei, deren Standpunkten ich 100%ig zustimme. Diesen Wahl-o-mat hab ich auch mal ausprobiert, und bei mir stand die SPD an der Spitze, extrem knapp gefolgt von der CSU... Ganz am Schluß landete die PDS, und die Grünen waren auch ziemlich weit hinten.
Ich versuche einfach, die Partei zu wählen, die vielleicht nach der Wahl den geringsten Schaden anrichten wird. Aber es ist eben immer nur die Wahl des kleinsten Übels... 
Ein Wahlboykott, wie er hier ja auch schon vorgeschlagen wurde, wäre durchaus sinnvoll - wenn die Aussicht bestünde, daß sich wirklich sehr viele Wähler daran beteiligen. Allerdings glaube ich, daß für das Europaparlament auch eine nur 10%ige Wahlbeteiligung für unsere Politiker kein Anlaß wäre, eine Neuwahl anzusetzen. Die würden das einfach darauf schieben, daß die Deutschen wohl noch zu wenig über die Europawahl informiert gewesen wären oder daß das Interesse an Europa wohl nicht so groß wäre...
Bei der nächsten Bundestagswahl wäre das schon interessanter. Aber im Moment erscheint es mir wichtiger, diese inkompetenten Grünen endlich wegzuwählen. Wahrscheinlich werden die auf Kosten der SPD sogar noch wieder ein paar Prozent dazugewinnen - da zählt jede Stimme dagegen.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Ja!
Als Antwort auf: Re: Ja! von Ferdi am 01. Juni 2004 13:29:04:
Hallo Ferdi,
du sagst es.
Ein Plakat, das mehr als 1 Million Worte sagt.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Volksverhetzung zu Lasten der Religiösen
Als Antwort auf: Re: Hohmanns Volksverhetzung zu Lasten der Religionslosen von Nick am 31. Mai 2004 21:39:08:
Hallo,
[quote]ich bin auch der Meinung, dass Hohmann hier eine Volksverhetzung zu Lasten der Atheisten und Agnostiker begangen hat.[/quote]
Angesichts der massiven "Volksverhetzungen", die sich allein in diesem Forum hier gegen die Nicht-Religionslosen finden lassen, eine etwas weit hergeholte Ansicht. Besonders wenn sie ausgerechnet von dir geäußert wird.
Das verstehe ich nicht. Ob Hohmann in seiner Rede eine Volksverhetzung begangen hat oder nicht, kann doch wohl kaum davon abhängen, ob in diesem Forum auch welche begangen wurden. Es kann auch nicht davon abhängen, ob ich dieser Ansicht bin oder nicht.
Es würde mich auch interessieren, welche Volksverhetzungen gegen religiöse Menschen in diesem Forum Du meinst. Und: möchtest Du andeuten, ich hätte eine Volksverhetzung zu Lasten der Religiösen begangen?
Es sei denn, das gälte eben auch in diesem umgekehrten Fall
Was genau meinst Du denn mit diesem umgekehrten Fall? Alles was Du schreibst bleibt irgendwie schwammig.
Wenn Hohmann etwas gesagt hätte wie:
Verbindendes Element des Bolschewismus und des Nationalsozialismus war also die religiöse Ausrichtung und die Gottesliebe. Daher sind weder "die Deutschen", noch "die Juden" ein Tätervolk. Mit vollem Recht aber kann man sagen: Die Religiösen mit ihren religiösen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts. Diese religiösen Ideologien gaben den "Vollstreckern des Bösen" die Rechtfertigung, ja das gute Gewissen bei ihren Verbrechen. So konnten sie sich souverän über das moralische Gebot "Du sollst nicht morden" hinwegsetzen. Ein geschichtlich bisher einmaliges millionenfaches Morden war das Ergebnis.",
ja, dann hätte er eine Volksverhetzung gegen die Religionsanhänger begangen. (Ich weiß, die Ummodelung hakt an einigen Stellen, danke.)
was ich allerdings beiderseits völlig debil finde
OK, nicht alles was Du schreibst bleibt schwammig. Wenn Du ausdrücken willst, dass Du anderer Meinung bist, dann wirst Du regelmäßig mehr als deutlich. Ein finde ich nicht, ich bin anderer Meinung oder das ist falsch genügt Dir nicht, die Gegenmeinung ist immer mindestens völlig debil. Auf mich wirken Menschen, deren Argumente im Ungefähren bleiben, während ihr Urteil über die Gegenmeinung glasklar und aggressiv rüberkommt nicht sehr überzeugend.
Wie findest du denn inzwischen den Feuerbach?
Meine Meinung über ihn hat sich nicht geändert. Habe ich bisher überhaupt schon irgendetwas über ihn geschrieben? Ich denke, nein.
Gruß,
Daddeldu
P. S.: Ich schulde Dir noch eine Reaktion auf Deinen letzten Beitrag, das weiß ich. Mir fehlt die Muße. Hab Geduld.
Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen von Der Dirk am 01. Juni 2004 12:23:29:
Wir müssen endlich lernen, die Medien für unsere Zwecke zu benutzen. Und noch einmal, da dies die entscheidende nächste Hürde ist: Wir müssen endlich lernen, die Medien für unsere Zwecke zu benutzen.
Gruß Dirk
Schön gesagt lieber Dirk,
nur mußt Du mal beachten, wieviele Schwule, Leseben und Radikalfemis in Redaktionen Lektoraten und Verlagen beschäftigt werden. Sogar in Buchhandlungen werden Bücher mit Frauenthemen auf Vorrat gehalten und beworben. Willst Du ein Werk mit Männerthemen, muß das erst bestellt werden. Mach einen Test, frage irgendeine Buchhändlerin nach "Die Frau an seiner Seite" von Karin Jäckel. Wetten? Ist nicht auf Lager, muß erst bestellt werden. Oder noch besser: Frage mal nach "Täterinnen" von Claudia Heyne und beobachte das Gesicht der Buchhändlerin. (
)))
Außerdem, viele Printmedien, vorneweg die Regenbogenpresse, müssen sich frauenfreundlich artikulieren, sonst kauft diese Käseblätter keine Frau.
Heitere Grüße
von Don Pedro
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Magnus am 31. Mai 2004 15:24:47:
Hallo Magnus!
Die Problematik in diesen Aussagen von Hohmann besteht eben darin, daß er behauptet, daß Atheismus quasi die Wurzel allen Übels und daß nur ein christliches Europa die Garantie für Frieden und Freude wäre.
Man kann aber sehr wohl auch Glauben und Religionen mißbrauchen. Auch die christliche Religion wurde über Jahrhunderte hinweg mißbraucht. Man suggerierte dem Volk, daß die bestehende Ordnung gottgewollt und daß es somit ein Frevel gegen Gott wäre, sich gegen Ausbeutung und Unterdrückung durch die etablierten weltlichen und geistlichen Machthaber zur Wehr zu setzen. Und nicht nur das: Man rechtfertigte damit Raubzüge gegen andere Völker, wenn die keine Christen waren. Zu der Zeit war Europa erklärtermaßen christlich, und die katholische Kirche hatte häufig tatsächlich die Macht, über Krieg oder Frieden zu entscheiden. Anstatt aber diese Macht immer zum Positiven zu nutzen, haben mehrere Päpste Könige oder Kaiser sogar dazu gezwungen, Kreuzzüge gegen Andersgläubige zu unternehmen. Und später, als sich im Zuge der Reformation andere christliche Kirchen bildeten, hatte man auch keine Skrupel, ganz offen gegen Christen vorzugehen. All die hohen christlichen Ideale spielten dabei überhaupt keine Rolle.
Nun könnte man ja einwenden, daß das alles schon vor Jahrhunderten passiert wäre und daß die Menschen heute ja viel aufgeklärter wären. Aber George W. Bush hat seine Feldzüge für Öl und Profit u.a. auch damit begründet, daß man die christliche Welt gegen die Bedrohung durch den Islam verteidigen müsse.
Religiöser Fundamentalismus - ganz egal, ob islamisch, christlich oder sonstwie - wird uns mit Sicherheit nicht vorwärts bringen.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 30. Mai 2004 09:47:53:
Hallo Pedro!
Da du die Familienpartei wählen möchtest, gehe ich mal davon aus, daß du selbst Kinder hast. Die Forderung nach Wahlrecht für Kinder würde für dich also mindestens eine zusätzliche Stimme bedeuten. Außerdem verspricht die Familienpartei natürlich auch mehr Geld für Eltern, was dir sicher auch nicht unangenehm wäre.
Das ist soweit nachvollziehbar, denn Menschen neigen nun einmal dazu, Vorteile anzunehmen, die ihnen angeboten werden.
Was ist nun aber, wenn deine Frau darauf besteht, die Stimme für euer Kind abzugeben? Und wenn sie leider nicht dasselbe wählen möchte wie du?
Und was ist, wenn dein Kind dann vielleicht mit 6 Jahren selbst wählen kann und dann eine Kinderpartei wählt, die verspricht, Eltern dazu zu verpflichten, Kindern monatlich ein Taschengeld von 1000 Euro zu zahlen? Und wenn diese Partei tatsächlich an die Regierung kommt, dieses Taschengeld-Gesetz durchdrückt und du dann zusehen kannst, wie du jeden Monat 1000 Euro für jedes deiner Kinder aufbringst?
Denn leider denken Kinder eben nicht so gründlich nach und machen sich keine Gedanken darüber, woher die 1000 Euro kommen sollen. Wieso auch - manche Erwachsene machen ihnen das ja so vor und denken jetzt auch nicht wirklich darüber nach, woher das viele Geld, das Eltern mehr bekommen sollen, eigentlich kommen soll.
Das sollen natürlich die bösen Kinderlosen zahlen, denn jeder weiß ja, daß die die Geldsäcke in ihren Luxusvillen bis zur Decke stapeln. Nur irgendwann sind deine Kinder aus dem Haus, und dann bist du praktisch auch ein Kinderloser. Dann gibt es nämlich kein Kindergeld und keine Kinderfreibeträge mehr. Dann darfst du auch wieder die volle Steuerlast tragen, die dann auch aufgrund zusätzlicher Leistungen für Eltern noch höher sein wird als heute. Dann arbeitest du nicht mehr nur etwa 6 Monate allein für den Staat, sondern 7 oder gar 8. Es gäbe nur einen Ausweg: Neue Kinder. Die werden aber nicht drin sein, denn deine Frau ist dann schon zu alt dafür, und adoptieren kann man ab einem gewissen Alter auch kein Kind mehr. Deine Kinder werden vielleicht arbeitlos sein und dich deshalb auch nicht finanziell unterstützen können. Oder sie haben dasselbe Problem wie du, arbeiten also zwar, kriegen netto aber durch die hohe Steuerlast auch wenig raus.
Tja, dann hast du die Wahl: Bis zur Rente (die du allerdings erst mit 70-75 antreten kannst, weil sie deutlich niedriger sein wird als heute) für einen mickrigen Netto-Lohn weiter schuften, oder aber schwarz arbeiten...
Und, gefällt dir dieser Ausblick?
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... Stimme zu verkaufen von Don Pedro am 01. Juni 2004 17:10:16:
Hallo Don,
werden. Mach einen Test, frage irgendeine Buchhändlerin nach "Die Frau
an seiner Seite" von Karin Jäckel. Wetten? Ist nicht auf Lager, muß erst > bestellt werden. Oder noch besser: Frage mal nach "Täterinnen" von
Claudia Heyne und beobachte das Gesicht der Buchhändlerin. ()))
Ich weiß, ich weiß. Ich hatte mein Schlüsselerlebnis vor einiger Zeit, als ich Arnes Buch bei Karstadt bestellte und am nächsten Tag abholen wollte: Die Verkäuferin gab sich zuerst lieb, nett und freundlich, fast schon flirtend. Als sie dann registrierte, um welches Buch es ging: Versteifen der Gesichtszüge, der ganze Körper eine fleischgewordene Abwehrhaltung.
Man kann ihr gar nicht mal einen Vorwurf machen, sie ist halt auch nur ein Produkt ihrer Umwelt. Wie sagte doch der gute alte Charlie: Das Sein bestimmt das Bewusstsein.
Deswegen ist mein obiger Satz doppelt wichtig: Wenn wir irgendwann aus der kuscheligen Forenwelt raus wollen, müssen wir endlich lernen, die Medien zu instrumentalisieren. Argumente sind dabei weniger wichtig, sondern eher öffentlichkeitswirksame, also umsatzfördernde Aktionen.
Ich denke übrigens nicht, dass in den Medien nur Kampfemanzen sitzen. Es dürfte eher so sein, dass dort schlicht und einfach kein Bewusstsein für Männerthemen vorherrscht. Also eher Unwissenheit statt böser Wille. Gäbe es für Männerthemen einen relevanten Käufermarkt, wären diese ständig präsent. Dieses Bewusstsein (sprich diesen Markt) können leider nur die Medien schaffen, die kein Interesse daran haben, weil es sich nicht verkauft, ... usw.
Die Katze beißt sich also in den Schwanz. Die Zukunft der Männerbewegung ist davon abhängig, ob es uns gelingt, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Übrigens, sollte hier nicht vor einiger Zeit mal ein Preis für Männerfeindlichkeit verliehen werden? Ich glaube, mich an eine lila Kröte erinnern zu können. Wäre schade, wenn diese geniale Idee im Sande verlaufen wäre, weil es genau solche Aktionen sind, mit denen Mann in die Medien kommt. Einziger, aber wichtiger Kritikpunkt an der damaligen Aktion: Keine Zeichnung, sondern Skulptur. Ist einfach "greifbarer"
Aus dem gleichen Gründen werden die Medien auf Männer anpringen, die, da sowieso rechtlos, ihre Stimme über Ebay verkaufen. Hier kommt es sehr auf die Formulierung an: witzig und symphatisch ohne jede Verbissenheit. Und es sollte ein Verein dahinterstehen, um ernst genommen zu werden.
Gruß Dirk
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Garfield am 01. Juni 2004 18:16:41:
Hallo Pedro!
Da du die Familienpartei wählen möchtest, gehe ich mal davon aus, daß du selbst Kinder hast. Die Forderung nach Wahlrecht für Kinder würde für dich also mindestens eine zusätzliche Stimme bedeuten. Außerdem verspricht die Familienpartei natürlich auch mehr Geld für Eltern, was dir sicher auch nicht unangenehm wäre.
Also Garfield,
da kann ich Dir versichern, mir geht es nicht um persönliche Vorteile. Zwar habe ich "Kinder" aber immerhin schon 22 und 26 Jahre alt und beide im Studium. Auch wenn ich die Familien-Parteri wähle, bedeutet dies nicht zwangsläufig, daß ich sämtliche Ziele der Partei mittrage. Hauptgrund ist die Tatsache, daß die Familienpartei ein neues und konfliktmilderndes Familienrecht anstrebt und sich dabei am Kindeswohl orientiert. In 20 Jahren Familienberatung habe ich viel zu oft erleben müssen, wie Kinder vor die Hunde gingen und somit liegt hier eine meiner Hauptinteressen, die ich bei keiner anderen Partei angemessen vertreten sehe. Übrigens, auch viele Männer und Väter sind durch unser unzulängliches Familienrecht teilweise bis in den Selbstmord getrieben worden. Auch das wünsche ich zu verhindern!
Das ist soweit nachvollziehbar, denn Menschen neigen nun einmal dazu, Vorteile anzunehmen, die ihnen angeboten werden.
Zustimmung, aber ich darf anmerken, daß auch Du bei jeder Partei welche Du wählen möchtest, Kompromisse machen mußt, eben nicht alles mitragen kannst und willst. Oft kann man nur zwischen zwei Übeln das weniger schlimme Übel wählen. Und ich gebe zu, jeder Mensch verteidigt wohl seinen Glauben und seine Überzeugung mit einer gewissen Selbstgerechtigkeit. Davon bin auch nicht nicht ganz frei.(
)))
Was ist nun aber, wenn deine Frau darauf besteht, die Stimme für euer Kind abzugeben? Und wenn sie leider nicht dasselbe wählen möchte wie du?
Da meine Jungen volljährig sind, kann mir das nicht passieren. Aber natürlich wird diese Situation in der Praxis vorkommen. Es wird auch wohl zu erwarten sein, daß geschiedene Eltern hier noch zusätzliche Probleme bekommen. Aber irgendwie läßt sich das regeln. Und Kinder sind nach Auffassung nahmhafter Völkerrechtler Grundrechtsträger. Nur weil bei der Stimmabgabe Probleme entstehen könnten, darf ihnen das Wahlrecht meiner Meinung nach nicht einfach vorenthalten werden. Übrigens stützt diese Forderung auch der ehemalige Budespräsident Roman Herzog, der es als Verfassungsjurist ja wohl wissen muß. Und ich bin davon auch selbst so überzeugt, daß ich die diesbezügliche Verfassungsklage der Familienpartei finanziell unterstütze. Aber ich stimme Dir sonst zu, hinsichtlich der Stimmabgabe besteht noch gesetzgeberischer Präzisierungs- und Ausfüllungsbedarf.
Und was ist, wenn dein Kind dann vielleicht mit 6 Jahren selbst wählen kann und dann eine Kinderpartei wählt, die verspricht, Eltern dazu zu verpflichten, Kindern monatlich ein Taschengeld von 1000 Euro zu zahlen?
Nicht die geringeste Gefahr, mit 6 Jahren ist kein Kind in der Lage, eigenverantwortlich eine Wahlentscheidung zu treffen.
Und wenn diese Partei tatsächlich an die Regierung kommt, dieses Taschengeld-Gesetz durchdrückt und du dann zusehen kannst, wie du jeden Monat 1000 Euro für jedes deiner Kinder aufbringst?
Die Partei würde im Falle der Regierungsgewalt derartige Dinge nie durchsetzen, einfach weil das nicht finanzierbar ist. Das ginge allenfalls, wenn 6jährige auch im Bundestag sitzen.(
))
Denn leider denken Kinder eben nicht so gründlich nach und machen sich keine Gedanken darüber, woher die 1000 Euro kommen sollen. Wieso auch - manche Erwachsene machen ihnen das ja so vor und denken jetzt auch nicht wirklich darüber nach, woher das viele Geld, das Eltern mehr bekommen sollen, eigentlich kommen soll.
Das stimmt durchauzs, kann aber nicht verallgemeinert werden. Meine Parteifreunde machen sich genau wie ich, durchaus Gedanken über die Finanzierbarkeit und wir sind sicher, es kann finanziert werden. Und persönlich bin ich sogar sicher, es dient dem Wohl aller Mitbürger. Nimm mal das angestrebte Familiengehalt. Dafür fällt stufenweise das Kindegeld fort. Da es steuer- und sozialversicherungspflichtig ist, bekommen die Kommunen wieder mehr Lohnsteuer, können neue Projekte damit finanzieren und das schafft Arbeitsplätze, auch für Singles. Heute ist es so, daß der versorgende Elternteil keinen eigenen Rentenanspruch durch Familienarbeit erwirbt. Zukünftig wird er einen eigenen Rentenanspruch aufbauen und das wird der Altersarmut entgegenwirken. Damit werden Millionen an Sozialhilfe eingespart. Im Falle der Scheidung würde zudem das Familiengehalt auf den Unterhalt angerechnet werden, während heute sehr viele Unterhaltspflichtige am Rande des Existenzminimums vegetieren oder sogar beide Seiten über Jahrzehnte der Sozialhilfe anheimfallen.
Das sollen natürlich die bösen Kinderlosen zahlen, denn jeder weiß ja, daß die die Geldsäcke in ihren Luxusvillen bis zur Decke stapeln.
Nee, ich sehe Kinderlose nicht als böse oder als Geldsäcke und sie werden ebenso wie die Familien durch eine wieder prosperierende Wirtschaft profitieren. In einer Situation, in der Staatsschulden bereits mangels Masse nicht mehr getilgt werden können, wäre es doch volkswirtschaftlicher Unsinn, durch Kürzungen und Kaputtsparen die Wirtschaft anzukurbeln zu wollen. Es geht nur durch zusätzliche Investitutionen an den richtigen Stellen.
Nur irgendwann sind deine Kinder aus dem Haus, und dann bist du praktisch auch ein Kinderloser. Dann gibt es nämlich kein Kindergeld und keine Kinderfreibeträge mehr. Dann darfst du auch wieder die volle Steuerlast tragen, die dann auch aufgrund zusätzlicher Leistungen für Eltern noch höher sein wird als heute. Dann arbeitest du nicht mehr nur etwa 6 Monate allein für den Staat, sondern 7 oder gar 8. Es gäbe nur einen Ausweg: Neue Kinder. Die werden aber nicht drin sein, denn deine Frau ist dann schon zu alt dafür, und adoptieren kann man ab einem gewissen Alter auch kein Kind mehr. Deine Kinder werden vielleicht arbeitlos sein und dich deshalb auch nicht finanziell unterstützen können. Oder sie haben dasselbe Problem wie du, arbeiten also zwar, kriegen netto aber durch die hohe Steuerlast auch wenig raus.
Du das sind natürlich rein theoretische Überlegungen. Meine Jungen sind ja schon aus dem Haus und ich bin bald 62 Sommer jung. Aber ich habe heute Kosten, wie nie vorher, z.B durch die Reformpolitik, durch die Gesunheitsreform etwa. Ich habe mir, ohne eigene Schuld, eine schwere chronische Vireninfektion zugezogen, muß seit der Gesundheitsreform Praxisgebühern und den vollen Beitrag zur Pflegevericherung von meiner Rente zahlen. Obendrein gebe ich für ein lebensnotweniges Medikament noch monatlich an die 900 aus, weil es von der Versicherung nicht mehr gezahlt wird. Wäre aber die Familien-Partei an der Macht, hätten entweder ich, oder meine Frau aufgrund des Familiengehaltes eine Zusatzrente. Aber auch das sind rein theoretische Überlegungen. Meine Virusinfektion (nicht HIV) ist praktisch unheilbar und bis es mal für chronisch Kranke hier zu Verbesserungen durch die Familien-Partei kommen kann, werde ich wohl schon lange den Löffel abgegeben haben. Und keine Sorge, nach einem erfüllten Männerleben, schreibe ich das ohne Sorge und gänzlich ohne jede
Angst.(
))
Tja, dann hast du die Wahl: Bis zur Rente (die du allerdings erst mit 70-75 antreten kannst, weil sie deutlich niedriger sein wird als heute) für einen mickrigen Netto-Lohn weiter schuften, oder aber schwarz arbeiten...
Und, gefällt dir dieser Ausblick?
Durchaus, Arbeit ist mein Lebensinhalt und wenn ich einmal sterbe, werde ich die Arbeit wohl niemanden vererben.(
) Zudem bin ich überzeugt, daß es so nicht kommen muß, ich habe schon oben auf die Vermeidung von Altersarmut, für die ja heute auch die Steuern der Singles herhalten müssen hingewiesen. Zur Zeit korregiere ich die Doktorarbeit meines Ältesten, mein sogenannter Ruhestand ist also praktisch auch heute schon zum Unruhestand geworden.(
)))
Dir herzliche, liebe und heitere Grüße
Dein Don Pedro
Mitglied der Familien-Partei Deutschlands.
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Garfield am 01. Juni 2004 17:15:27:
Hallo Garfield!
Es ist alles richtig was du sagst. Die Rede von Hohmann finde ich auch abenteuerlich, aber es ging darum, ob eine Volksverhetzung vorliegt oder nicht. Und da, denke ich, hat die Staatsanwaltschaft richtig entschieden.
Gruß,
Magnus
Re: Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Schuldenzuwachs gestoppt... von Magnus am 31. Mai 2004 23:57:44:
Toller Witz - der Dienstag ist gerettet!
http://f27.parsimony.net/forum66387/messages/13471.htm
Obige Seite hatte ich mir gebookmarkt - die Grafik bitte als Hintergrund für deinen Bildschirm!
Magnus
Mir scheint, Du solltest Dir die Grafik wirklich mal etwas genauer anschauen. Vielleicht fällt Dir was auf.
Vielleicht noch einige Zahlen zur Erklärung:
Ergebnis Schuldenporträt Helmut Kohls als Ministerpräsident von Rheinland Pfalz 1969-1976
Helmut Kohl startet als Ministerpräsident von Rheinland Pfalz 1969 mit einem Schuldenberg von 2 Milliarden und 442 Millionen Euro. In nur sieben Jahren steigert er die Schuldenlast um 145% auf 5 Milliarden und 984 Millionen Euro mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 12,8%. Aber auch Bayern, Baden- Württemberg und Hessen liegen in dieser Zeit sehr hoch, weil das verwöhnte Wir-sind-wieder-wer- und "Wirtschaftswunder"-Deutschland seine ersten Rezessionen bewältigen mußte, ein später Triumpf für die Fiskalpolitik von Fritz Schäffer: Jetzt hätte man seinen Juliusturm dringend gebraucht. Schon damals hätte man die verantwortlichen PolitikerInnen ihrer Ämter wegen partieller Geschäftsunfähigkeit entheben müssen. Auch die pro Kopf Verschuldung steigt entsprechend extrem.
Ergebnis Schuldenporträt Helmut Kohls als Bundeskanzler 1982-1998
Die Verschuldung des Bundes lag, als Kohl 1982 sein Amt antrat, bei 157 Milliarden und 722 Millionen Euro. Es gelingt diesem Finanzchaoten mühelos, diesen Schuldenberg in seinen vier Amtsperioden zu verdreifachen auf 487 Milliarden und 991 Millionen Euro. Das ist eine relative Steigerung von 309% gegenüber dem Ausgangswert und nach dem Modell der Zinseszinsrechnung errechnet sich demnach eine durchschnittliche jährliche Schuldenwachstumsrate von 7,06. Demgegenüber stieg das Bruttoinlandsprodukt im Zeitraum 1982 bis 1998 nur um eine durchschnittliche Wachstumsrate von 5,3% - maßgeblich mitbestimmt durch den Wiedervereinigungseffekt (1990 - 1992).
Kommentar (Allgemeines zum Schuldenproblem)
Wie man sieht, konnte Helmut Kohl nie richtig richtig haushalten, sparen und wirtschaften. Das hat er als Ministerpräsident mit seinen extrem bananenrepublikanischen Schuldenwachstumsraten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Er hätte nie Bundeskanzler werden dürfen und mit seiner extremen Verschuldungspolitik - wie andere Länderchefs auch - seines Amtes enthoben gehört. Aber so etwas funktioniert in Deutschland nicht und deshalb stimmt auch diese Demokratie und dieser Rechtsstaat nicht. Die weitaus besten Ergebnisse auf Länderebene lieferte Lafontaine. Das scheint auch der einzige zu sein, der in Sachen Ostdeutschland wirklich eigene Ideen hat und rechtzeitig warnte.
Zu berücksichtigen ist natürlich die Wiedervereinigung, die von Kohl mit einem naiven wirtschaftspolitischen Dilettantismus und einer vollständigen Konzeptionslosigkeit - unter tatkräftiger Mithilfe einer schwachen Bundesbank und sogenannter "Wirtschaftsweiser" - betrieben wurde, daß man mit Fug und Recht sagen kann: Kohl war im Nachkriegsdeutschland das größte Unglück der Amigorepublik, die er entscheidend mitgeprägt, verschleimt und vermurkst hat. Massenarbeitslosigkeit, Sozialabbau, Aufblähung der Staatsquote, Schuldenwahn, Privatfernsehkloake und allgemeine Volksverdummung (siehe PISA), der völlige Niedergang von Verantwortung und Leistung, Selbstbedienungsmentalität und die Verwahrlosung vermeintlicher Eliten durch das amigorepublikanische Iditiotenprinzip - Wer Mist macht auf höherer Ebene, wird gnadenlos belohnt - geht zu einem großen Teil auf die Ära Kohl zurück. Es ist geradezu ein Treppenwitz der Weltgeschichte, daß der Kanzler, der wegen der Weidervereinigung - die ihm in den Schoß fiel und die nicht sein Verdienst ist - in die Geschichte eingehen wird, zugleich als ein großer Totengräber des einst tatsächlich blühenden Westdeutschlands gelten darf.
Leider Gottes können unsere PolitikerInnen so wenig das Richtige und Wichtige wie unsere Wirtschaftskoryphäen: umsichtig und verantwortlich haushalten, wirtschaften und sparen getreu dem Motto eines ehrlichen Kaufmannes, daß man auf Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt. Unsere PolitikerInnen können leider ihren Job nicht und für die meisten gilt leider die Metapher der vierköpfigen Hydra.
Ergebnis Schuldenporträt Oskar Lafontaine (Saarland 1985-1998):
Oskar Lafontaine beginnt 1985 mit 5 Milliarden 187 Millionen Euro Schulden und steigert diesen Betrag bis 1993 auf 9 Milliarden und 64 Millionen Euro. Ab 1994 gelingt es ihm, die Schulden Jahr für Jahr zu senken, immerhin jährlich um rund 2%, so daß 1998 noch ein Schuldenstand von 8 Milliarden und 73 Millionen Euro besteht. Insgesamt steigerte er in den 13 Jahren seiner Amtszeit die Schulen um 2 Milliarden und 886 Millionen Euro. Nach der Zinseszinsformel ergäbe sich eine durchschnittliche Wachstumsrate von 3,4 %. Ähnliches zeigt sich bei der pro Kopf Verschuldung. Sie betrug im Jahre 1985 viertausendneunhundertundachtundvierzig Euro. Die durchschnittliche Wachstumsrate nach der Zinseszinsrechnung ergäbe 3,2%. Das ist zwar insgesamt immer noch zu viel, aber immerhin, er hat das Blatt ab 1994 dauerhaft gewendet und in die richtige Richtung gebracht.
Kommentar (Allgemeines zum Schuldenproblem)
Wie man sieht, konnte auch Lafontaine bis 1993 nicht richtig haushalten, sparen und wirtschaften. Immerhin ist er der einzige unter den LänderchefInnen, der ab 1994 überhaupt das Ruder deutlich herumriß und eine solche Minderungs- Bilanz mit Weichenstellung vorweisen kann. Das kann man leider von den allermeisten unserer schwarzrotgrüngelbbraunen PolitikerInnen nicht sagen (deshalb brauchen wir ja die Weißen). Die ganz große Mehrheit kann ihren Job nicht finanz- und sachkompetent ausführen und leider gilt für die meisten die Metapher der vierköpfigen Hydra. Wie es kam, daß aus dem sozialdemokratischen Schuldensaulus ein Verantwortungspaulus wurde, weiß ich leider nicht.
Die erfolgreiche Schuldenminderungspolitik Lafontaines konnte oder wollte Peter Müller, der seit dem 29. September 1999 im Amt ist, nicht fortsetzen. Bereits von 2001 auf 2002 stieg die Verschuldung wieder von 7103 auf 7469 Euro, also um 5,15 % und das ist ein erheblicher Anstieg.
Ergebnis Schuldenporträt Hans Eichels als Ministerpräsident Hessens 1991-1999
Hans Eichel startet 1991 mit 23 Milliarden und 744 Millionen Euro Schulden und steigert diese auf den Höhepunkt 1998 mit 30 Milliarden und 599 Millionen Euro. Zwei Mal gelingt ihm im Gegensatz zu den meisten seiner LänderkollegInnen eine Schulden-Verminderung. Insgesamt ist seine Schuldenwachstumsrate mit 2,86% im Ländervergleich nicht so hoch wie die der meisten anderen. Die Schuldenwachstumsrate seines Nachfolgers Roland Koch ist mit 3,47% deutlich höher. Das hesssische Volk hat einen schlechten Tausch gemacht. Es gibt zwar keinen Grund vom eisernen Sparhans zu reden, aber so schlecht, wie er die letzten Jahre geredet wurde, ist Hans Eichel ganz sicher nicht, sondern deutlich besser als die meisten staatlichen Finanzchaoten (ein Chaos-Fürst unter ihnen ist sicher Kohl).
Ergebnis Schuldenporträt Hans Eichels als Bundesfinanzminister 1999-2003
Die Verschuldung des Bundes lag 1999 bei 714 Milliarden und 69 Millionen Euro und kletterte 2003 auf 767 Milliarden und 697 Millionen Euro. Das entspräche einer rückgerechneten Zinseszins-Rate von jahresdurchschnittlich 1,82%. Das ist zwar kein Schuldenabbau (> Was zum Teufel heißt eigentlich "Sparkurs"?), aber die Rate erscheint im Mittel nicht mehr so hoch wie früher. Bei den Ländern sieht es teilweise viel schlimmer aus. Allerdings muß man sehen, daß die optisch klein wirkende Rate von 1,82 % durch die ersten beiden Jahre 1999 und 2000 zustande kommt. Bereits 2003 ergibt sich wieder ein beängstigendes Wachstum von 5,83 %. Zum Vergleich werden die Bruttoinlandsproduktwerte (BIP) und die zugehörige durchschnittliche Wachstumsrate für den gleichen Zeitraum angegeben. Zwar erscheint 1,83 % hier fast im gleichen Umfang, nimmt man aber das letzte Vergleichsjahr 2003, so zeigt sich, daß die Verschuldungsjahresrate mit 5,83 % rund sechsmal so groß ist wie die Wachstumsrate des BIP, d.h. die Schere klafft dramatisch auseinander.
Wie man sieht, kann auch Hans Eichel nicht richtig haushalten, sparen und wirtschaften, obwohl er insgesamt besser abschneidet als viele seiner KollegInnen. Leider Gottes können unsere PolitikerInnen das Richtige und Wichtige nicht: umsichtig und verantwortlich haushalten, wirtschaften und sparen getreu dem Motto eines ehrlichen Kaufmannes, daß man auf Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt. Unsere PolitikerInnen können leider ihren Job nicht und für die meisten gilt leider die Metapher der vierköpfigen Hydra. Die Politik erkennt nicht, daß das Zentralproblem in ihnen selbst liegt, wie sie wirtschaften und das Geld zum Fenster rauswerfen, viel zu wenig bei den Gutverdienenden und den PlutokratInnen abholen. Die Hauptweiche wurde von Konrad Adenauer 1957 falsch eingestellt als er Fritz Schäffer als Finanzminister abberief.
Re: Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Re: Schuldenzuwachs gestoppt... von Odin am 01. Juni 2004 21:24:56:
noch den Link dazu
Re: Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Re: Schuldenzuwachs gestoppt... von Odin am 01. Juni 2004 21:24:56:
Mir scheint, Du solltest Dir die Grafik wirklich mal etwas genauer anschauen. Vielleicht fällt Dir was auf.
Kurze Frage: Machst du das mit Absicht? Die von dir verlinkt Seite ist ja der größte Witz, und weißt du warum? Weil die den Anfang einer SPD-Legislaturperiode auf das Jahr danach legen - also wenn die SPD schon über ein Jahr das Land in den Ruin getrieben hat.
1999 - ist doch nicht der Beginn für Eichels Finanzpolitik, zumalen die Schulden immer am Ende des Jahres bemessen werden. 1998 - ist der Ausgangspunkt!
Also zurück zur Grafik unter http://www.tagesschau.de/styles/container/image/style_images_default/0,1307,OID2960968,... bzw. http://f27.parsimony.net/forum66387/messages/13471.htm
Schauen wir mal, wann die SPD and die Macht kam: das war 1974 und 1998.
Im Jahr 1975, nach einem Jahr und 3 Monaten Regierungszeit der SPD, haben sich die Gesamtschulden im Vergleich zum Vorjahr schlagartig um etwa 30% erhöht, die Schulden des Bundes fast verdoppelt. Desweiteren ist zu beobachten, dass ab dem Zeitpunkt der SPD/FDP die Schulden viel schneller anwachsen. Zurückzuführen ist das auf die verdreifachung der jährlichen Sozialausgaben. Die Schulden des Bundes haben sich von 1974 bis 1982 praktisch mehr als vervierfacht!
Und nun schau dir das Jahr 1999, nach einem Jahr und 3 Monaten Regierungszeit der SPD, an! Wie sahs 1998 aus, und wie sieht es 1999 aus? Na, Odin? Fällt dir was auf?
Noch was zu Rheinlandpfalz. Mag sein, dass Kohl nicht so gut war, allerdings sind seit 15 Jahren SPD in Rheinland Pfalz an der Macht und heute betragen dort nicht mehr Schulden 5 Miard. Euro, sondern 25 Miard. Euro. Außerdem - es mag sein, dass Lafontain prozentual geringfügig 'besser' wirtschaftete. Allerding hat das Saarland nur 1 Mio. Einwohner und Rheinland-Pfalz 4 Mio. Einwohner. Ergo: am Ende der Legislatur periode von Kohl gab es in RF eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1250 Euro, bei Lafontain gab es im Saarland am Ende eine Pro-Kopf-Verschuldung von 9000 Euro! Aha!
Im übrigen hat die Bundespolitik auch indirekt Einfluss auf die Länderfinanzen:
Hier ein Beispiel einer der reichsten Städte aus Rheinland-Pfalz:
http://www.fdp-bitburg-pruem.de/images/debt.png Zur Erinnerung: 1982
wurde auf Bundespolitik von SPD abgesetzt. In Rheinlandpalz regiert ab 1991 die SPD - prompt wurde die Sparpolitik ausgebremst.
Vielleicht ist dir ja auch der Länderfinanzausgleich ein Begriff. Dann wird dir vielleicht auffallen, dass vorzugsweise CDU/CSU-regierte Länder Geberländer sind, die SPD regierten Länder allerdings die größte Pro-Kopf-Verschuldung aufweisen.
Magnus
P.S.: Das nächste mal schreib was selber, anstatt von einer Seite mit copy-and-past Unsinn zu verbreiten!
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 01. Juni 2004 19:32:36:
Hallo Pedro!
Das mit der Finanzierbarkeit von einem Familiengehalt sehe ich etwas anders. Das Problem besteht darin, dass unsere Gesellschaft leider so organisiert ist, dass man für jede finanzielle Leistung eine Gegenleistung erbringen muß. In der Regel geschieht dies durch Arbeit.
Auch bei Arbeitslosengeld oder Rente ist das so. Dort wird die Gegenleistung im Voraus in Form von Beiträgen erbracht. Allerdings kann es hier schon passieren, dass jemand mehr herausbekommt als er eingezahlt hat z.B. wenn er häufig arbeitslos ist oder wenn er ein sehr hohes Alter erreicht. Dann kann das nur ausgeglichen werden, indem mindestens ein anderer Mensch weniger herausbekommt, als er eingezahlt hat, z.B. wenn er nur kurz oder nie arbeitslos ist oder wenn er kurz vor dem Renteneintrittsalter oder kurz danach stirbt.
Es gibt aber auch jetzt bereits finanzielle Leistungen, für die keinerlei Gegenleistung erbracht werden muß. Dazu zählen z.B. Sozialhilfe und auch Kindergeld. Und das von dir gewünschte Familiengehalt würde auch darunter fallen.
Da die Empfänger dieser Leistungen dafür effektiv keine Gegenleistungen erbringen, müssen diese Gelder von anderen erarbeitet werden. Je mehr man diese Leistungen ausdehnt, umso mehr müssen andere dafür arbeiten.
Nun wirst du sicher einwenden, dass Kinderbetreuung auch Arbeit ist. Das ist richtig aber es ist keine Arbeit, die in unserem real existierenden System einen finanziellen Nutzen erbringt. Dieser finanzielle Nutzen ist in unserem System aber unbedingt erforderlich, um solche Leistungen zu finanzieren. Außerdem gibt es auch genügend Eltern, die zwar Kinder haben, sich den Streß mit Kinderbetreuung und erziehung aber gern weitgehend ersparen und ihre Kinder verwahrlosen lassen. Die könnten solch ein Familiengehalt aber auch auf Kosten anderer beziehen.
In einem anderen Beitrag hast du geschrieben, dass Kinder doch ein wesentlicher Wirtschaftfaktor wären, weil sie die Eltern zum Konsum zwingen würden. Und dass man durch solch ein Familiengehalt so Arbeitsplätze schaffen könne.
Leider ist das eine Milchmädchenrechnung. Nach dieser Logik könnte ein Ladenbesitzer, dessen Geschäft schlecht läuft, das einfach ändern, indem er sich vor seinen Laden stellt und jedem Passanten 100 Euro schenkt, unter der Bedingung, dass der dann diese 100 Euro in seinem Laden ausgibt. So würde er seinen Umsatz mit Sicherheit steigern. Nur leider wäre er trotzdem sehr schnell pleite. Überlege mal, wieso. Dann wird dir nämlich auch klar werden, wieso so ein Familiengehalt in unserer jetzigen Gesellschaft nicht finanzierbar ist.
Obendrein kann mit dieser Logik letztendlich jeder ein Gehalt vom Staat beanspruchen. Autofahrer beispielsweise könnten sagen, dass sie ja durch ihren Benzinverbrauch die Konjunktur ankurbeln und obendrein über die Mineralölsteuer die Staatskasse füllen. Und dass sie als Gegenleistung dafür gern eine staatliche Prämie hätten, z.B. 10 Cent pro verbrauchten Liter Benzin. Vor allem Fahrer großer Luxusautos mit hohem Verbrauch könnten dann gut abkassieren. Auch Raucher oder Alkoholiker könnten mit demselben Recht dieselbe Forderung stellen...
Und was das Wahlrecht für Kinder angeht: Du schreibst ja selbst, daß ein Kind mit 6 Jahren noch gar nicht fähig ist, politische Entscheidungen zu treffen. Hältst du es für demokratisch, wenn jemand für eine andere Person eine Wahlstimme abgibt?
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Re: Schuldenzuwachs gestoppt... von Magnus am 02. Juni 2004 10:03:25:
Hi
Weil die den Anfang einer SPD-Legislaturperiode auf das Jahr danach legen - also wenn die SPD schon über ein Jahr das Land in den Ruin getrieben hat.
1999 - ist doch nicht der Beginn für Eichels Finanzpolitik, zumalen die Schulden immer am Ende des Jahres bemessen werden. 1998 - ist der Ausgangspunkt!
Sorry, hier ist eine kleine Korrektur notwendig.
Das erste Kabinett Schröder amtierte erst ab dem 27. Oktober 1998.
Somit sind die Schulden 1998 auch im wesentlichen noch der Regierung Kohl anzulasten. Vor allem die Zinszahlungen.
Ein Teil des Zuwachses ist auf die Schattenhaushalte zurückzuführen, die später (richtigerweise) als Schulden im Bundeshaushalt geführt werden.
CDU-Seite hierzu .
Eichel war dann sowiso erst nach Lafontaines Rücktritt zuständig.
IMHO ist u.a. auch der völlig unnötige und pompöse Umzug des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin ein gigantischer Kostenfaktor, bis heute.
Inklusive der immensen Kosten duch Beamte die durch das Hin- und Hergefliege zwischen Bonn und Berlin entstanden sind.
Dafür muß ebenfalls das Kabinett Kohl geradestehen.
Des weiteren schlägt die völlig verfehlte Fianzierung der dts. Einheit zu Buche.
Die aufgelaufenen Kosten sollten bis 2012 abbezahlt werden, was schon bei dieser Planung völlig illusorisch gewesen ist.
Allerdings bin ich bestimmt kein Sympathisant der Regierungen Schröder.
Gruß
Norbert
Re: Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Re: Schuldenzuwachs gestoppt... von Norbert am 02. Juni 2004 14:13:45:
Hi
Weil die den Anfang einer SPD-Legislaturperiode auf das Jahr danach legen - also wenn die SPD schon über ein Jahr das Land in den Ruin getrieben hat.
1999 - ist doch nicht der Beginn für Eichels Finanzpolitik, zumalen die Schulden immer am Ende des Jahres bemessen werden. 1998 - ist der Ausgangspunkt!
Sorry, hier ist eine kleine Korrektur notwendig.
Das erste Kabinett Schröder amtierte erst ab dem 27. Oktober 1998.
EBEN!
Denn die Schulden waren 1998 WESENTLICH WENIGER als 1999. Schau dir doch die Grafik an! Die Schulden werden immer am Ende eines Jahres gemessen. Somit ist der Ausgangspunkt für die SPD 1998 aber nicht 1999, denn bei 1999 hat sie schon über ein Jahr regiert und schon kräftig Schulden gemacht. Oder hast du eine andere Erklärung dafür, dass sowohl 1975 als auch 1999 die Schulden plötzlich schlagartig um etwa 30% angestiegen sind - nach 1 Jahr Regierungszeit!
Ist eigentlich einfach nahzuvollziehen, oder nicht?
Magnus
Nachtrag:
Als Antwort auf: Re: Schuldenzuwachs gestoppt... von Norbert am 02. Juni 2004 14:13:45:
Der Schuldenstand von 1998 bezeichne ich als Anfangspunkt für die SPD. Alles was über diesen Stand hinausgeht, geschieht unter SPD-Führung. 1999 wurde das Geld quasi zum Fenster rausgeschmissen, was an der Grafik gut erkennbar ist.
Magnus
Re: Nachtrag:
Als Antwort auf: Nachtrag: von Magnus am 02. Juni 2004 15:20:44:
Der Schuldenstand von 1998 bezeichne ich als Anfangspunkt für die SPD. Alles was über diesen Stand hinausgeht, geschieht unter SPD-Führung. 1999 wurde das Geld quasi zum Fenster rausgeschmissen, was an der Grafik gut erkennbar ist.
Magnus
Es geht um die Formel der von Odin verlinkten Seite
Hier für Hans Eichel:
Schulden-Wachstums-Rate nach der Formel Endwert = Anfangswert * ez * n. Hier n = 4 = 2003-1999. Rechnung: z = [ln(E/A)]/n, also z.B. für die absoluten Schulden: [ln(767697 / 714069)]/4 = [ln(1,075102)]/4 = [0,0724155]/4 = 0,0181038 = 1,81 %. Probe: (1,0181)^4 = 1,0744059 * 714069 [Anfangswert] = 767200 [Endwert] ("wahrer End-Wert" = 767697).
Tatsächlich müsste man sich aber an dem Wert von 1998 orientieren, da 2003 Eichel nicht 4 Jahre, sondern bereits 5 Jahre Finanzminister war.
Magnus
Re: Volksverhetzung zu Lasten der Religiösen
Als Antwort auf: Volksverhetzung zu Lasten der Religiösen von Daddeldu am 01. Juni 2004 16:49:04:
Hallo,
ich bin auch der Meinung, dass Hohmann hier eine Volksverhetzung zu Lasten der Atheisten und Agnostiker begangen hat.
Angesichts der massiven "Volksverhetzungen", die sich allein in diesem Forum hier gegen die Nicht-Religionslosen finden lassen, eine etwas weit hergeholte Ansicht. Besonders wenn sie ausgerechnet von dir geäußert wird. [/i]
Das verstehe ich nicht. Ob Hohmann in seiner Rede eine Volksverhetzung begangen hat oder nicht, kann doch wohl kaum davon abhängen, ob in diesem Forum auch welche begangen wurden.
Wahrscheinlich meint er: Wenn selbst die in diesem Forum geäußerten Ansichten (oft scharf gegen Religion) keine Volksverhetzung sind, dann sind die (seiner Ansicht nach milder formulierten) Hohmanns erst recht keine; so was nennt man, glaube ich, argumentum a maiore ad minorem (vom Größeren zum Kleineren) 
Gruß, Rüdiger
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Garfield am 02. Juni 2004 11:58:16:
Hallo Garfield,
da ich Dich als typisches Kind unserer modernen Anspruchsgesellschaft wohl kaum zu überzeugen vermag, spare ich mir wohl besser weitere Argumente? Mir ist natürlich klar, daß sich mit der Verschlechterung des demoskopischen Faktors auch der Sozialneid verstärkt und die Verteilungskämpfe erbitterter geführt werden.
Immerhin wage ich den Versuch, Dir mit dem unten angegebenen Link ansatzweise zu vermitteln, welche wichtige gesamtstaatliche Bedeutung die Familie und die Familienarbeit haben.
Gleichberechtigung fängt in der Familie an
meint Don Pedro
Re: Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Re: Schuldenzuwachs gestoppt... von Magnus am 02. Juni 2004 15:15:36:
Hi
Weil die den Anfang einer SPD-Legislaturperiode auf das Jahr danach legen - also wenn die SPD schon über ein Jahr das Land in den Ruin getrieben hat.
1999 - ist doch nicht der Beginn für Eichels Finanzpolitik, zumalen die Schulden immer am Ende des Jahres bemessen werden. 1998 - ist der Ausgangspunkt!
Sorry, hier ist eine kleine Korrektur notwendig.
Das erste Kabinett Schröder amtierte erst ab dem 27. Oktober 1998.
EBEN!
Denn die Schulden waren 1998 WESENTLICH WENIGER als 1999. Schau dir doch die Grafik an! Die Schulden werden immer am Ende eines Jahres gemessen. Somit ist der Ausgangspunkt für die SPD 1998 aber nicht 1999, denn bei 1999 hat sie schon über ein Jahr regiert und schon kräftig Schulden gemacht. Oder hast du eine andere Erklärung dafür, dass sowohl 1975 als auch 1999 die Schulden plötzlich schlagartig um etwa 30% angestiegen sind - nach 1 Jahr Regierungszeit!
Ist eigentlich einfach nahzuvollziehen, oder nicht?
Magnus
Hi Magnus
Du hast den Teil über den Schattenhaushalt überlesen, dieser macht schlappe 500 Mrd DM aus.
Rechne diesen Betrag entsprechend ein, erst das Ergebnis zeigt dann wirklich vergleichbare Zahlen.
Ich zitiere aus der angegeben Website der CDU:
Die Behauptung, unter Verantwortung der CDU-geführten Bundesregierung sei die Verschuldung des Bundes von 300 Milliarden DM auf 1.500 Milliarden DM angestiegen, ignoriert einige wesentliche Fakten. Zur Erinnerung: Bis 1969 spielte die Verschuldung des Bundes eher eine untergeordnete Rolle. Ende 1969 hatte die CDU-geführte Bundesregierung der sozial-liberalen Koalition eine Gesamtverschuldung des Bundes von 45 Milliarden DM hinterlassen. Dies waren damals weniger als 8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Unter Verantwortung der SPD von 1969 bis 1982 sind die Schulden des Bundes auf 309 Milliarden DM - fast 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes - deutlich angestiegen. In der Zeit der sozial-liberalen Koalition wurden Schulden von fast 12 Prozent des Bruttoinlandprodukts gemacht, die deshalb zusätzliche Belastungen künftiger Generationen darstellen. Eine derart abenteuerliche Schuldenpolitik hat es unter der CDU-geführten Regierung nicht gegeben. Von 1982 bis 1989 hat sich unter Verantwortung der CDU der Anstieg der Verschuldung des Bundes deutlich verlangsamt. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt betrug die Verschuldung des Bundes damals rund 22 Prozent (490 Milliarden DM).
...
Zur Finanzierung der solidarischen Aufgabe des Aufbaus in den neuen Bundesländern ist die Verschuldung des Bundes seit 1990 bis 1998 auf 954 Milliarden DM angestiegen. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt lag der Anteil mit 25 Prozent nur wenig höher als 1989. Hinzu kommen die Schulden der Sonderrechnungen, im wesentlichen für die Übernahme der Schulden des SED-Regimes in Höhe von rund 500 Milliarden DM. Sie betragen rund 13 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Aus Gründen der Transparenz wurde diese Verschuldung außerhalb des Bundeshaushaltes in Sonderrechnungen geführt. Ziel der CDU-geführten Bundesregierung war es, die im Erblastentilgungsfonds zusammengefassten SED-Erblasten innerhalb eines Generationenzeitraums abzutragen. Die Kreditmarktschulden des Fonds Deutsche Einheit sollten bis zum Jahr 2012 abgetragen werden. Schröder-Regierung hat nun aber die Sonderrechnungen in den Haushalt integriert, um so neue Verschiebebahnhöfe zu Lasten kommender Generationen zu erschließen.
Sieht man von der enthaltenen Verteidigungspolemik ab, zeigt es folgendes:
Verschuldung bis 1969 ca. 45 Mrd DM, lt. anderen Quellen ab 1965 keine Tilgungen mehr.
Verschuldung von 1969 bis 1982 ca. 309 Mrd DM, Zunahme in ca 12 Jahren: 264 Mrd.
Verschuldung von 1982 bis 1989 ca. 490 Mrd DM, Zunahme in ca 7 Jahren: 181 Mrd.
Verschuldung von 1990 bis 1998 ca. 954 Mrd DM + 500 Mrd DM = 1454 Mrd DM
Dass diese Verschuldung zum Großteil der Wiedervereinigung und vielen Dummheiten in der Zeit (Gedanke : aus der Portokasse) zu 'verdanken' ist, steht außer Zweifel.
Es bleibt die Aussage, dass weder die einen, noch die anderen mit Geld umgehen können.
Die immensen Schulden ab 1990 engten/engen den Entscheidungsspielraum jeder Regierung massiv ein, bis zur Handlungsunfähigkeit.
Gruß
Norbert
Re: Bald ist Europawahl....
Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 02. Juni 2004 16:50:08:
Hallo Pedro!
Was verstehst du unter einem "typischen Kind unserer modernen Anspruchsgesellschaft"?
Und was hat das, was ich geschrieben habe, mit Sozialneid zu tun? Bin ich "sozialneidisch", wenn ich es schon schlimm genug finde, über 6 Monate im Jahr nur für den Staat zu arbeiten und keine Lust habe, das in Zukunft 8 oder noch mehr Monate lang zu tun? Bin ich "sozialneidisch", wenn ich mir für meine 40 Wochenarbeitsstunden auch mal etwas leisten möchte? Damit meine ich jetzt nicht den von dir anderswo bereits erwähnten Porsche (ich fahre einen VW "Lupo" und habe nicht die Absicht, das in den nächsten Jahren zu ändern), sondern z.B. mal ein Buch oder einen Kinobesuch. Den einzigen "Luxus", den ich anstrebe, ist ein eigenes Haus - und das vor allem deshalb, weil sowas die beste Altersvorsorge ist. Ich werde mir im Alter nämlich die Wuchermieten nicht mehr leisten können.
Wie wäre es, wenn du mal auf meinen Beitrag eingehst, anstatt mir pauschal irgendwelche niederen Beweggründe zu unterstellen?
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Re: Schuldenzuwachs gestoppt... von Magnus am 02. Juni 2004 10:03:25:
Schauen wir mal, wann die SPD and die Macht kam: das war 1974 und 1998.
Sorry, aber die SPD kam 1969 an die Macht, nicht 1974. Daß die Verschuldung ab 1974 ruckartig anstieg (nicht nur in Deutschland), lag an Yom-Kippur-Krieg - arabischem Boykott - Ölkrise - und der weltweiten Wirtschaftskrise, in die der gesamte Westen danach rutschte. Mit erstmals über 1 Mio. Arbeitslosen.
Gruß, Rüdiger
Re: Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Re: Schuldenzuwachs gestoppt... von Magnus am 02. Juni 2004 10:03:25:
Noch was zu Rheinlandpfalz. Mag sein, dass Kohl nicht so gut war, allerdings sind seit 15 Jahren SPD in Rheinland Pfalz an der Macht und heute betragen dort nicht mehr Schulden 5 Miard. Euro, sondern 25 Miard. Euro. Außerdem - es mag sein, dass Lafontain prozentual geringfügig 'besser' wirtschaftete. Allerding hat das Saarland nur 1 Mio. Einwohner und Rheinland-Pfalz 4 Mio. Einwohner. Ergo: am Ende der Legislatur periode von Kohl gab es in RF eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1250 Euro, bei Lafontain gab es im Saarland am Ende eine Pro-Kopf-Verschuldung von 9000 Euro! Aha!
.... und vor allem wurde dem Saarland, als es dort am schlimmsten war, eine Zeitlang massiv vom Bund unter die Arme gegriffen, ähnlich wie dem überschuldeten Bremen. Wohingegen Länder wie Ba-Wü massiv in den Finanzausgleich zahlen müssen.
Gruß, Rüdiger
argumentum a maiori ad minus
Als Antwort auf: Re: Volksverhetzung zu Lasten der Religiösen von Rüdiger am 02. Juni 2004 15:59:56:
Wahrscheinlich meint er: Wenn selbst die in diesem Forum geäußerten Ansichten (oft scharf gegen Religion) keine Volksverhetzung sind, dann sind die (seiner Ansicht nach milder formulierten) Hohmanns erst recht keine; so was nennt man, glaube ich, argumentum a maiore ad minorem (vom Größeren zum Kleineren)
Das argumentum a maiori ad minus (so steht es in meinem Wörterbuch) macht aber in einer Diskussion nur Sinn wenn der Gesprächspartner in dem Ausgangspunkt (dem Größeren) auch übereinstimmt.
Ich kann doch einen Öko nicht von Kohleverstromung überzeugen, indem ich sage: Wenn schon Kernkraft super ist, dann doch wohl auch Kohleverstromung.
Gruß,
Daddeldu
Re: Schuldenzuwachs gestoppt...
Als Antwort auf: Re: Schuldenzuwachs gestoppt... von Rüdiger am 02. Juni 2004 18:55:27:
Schauen wir mal, wann die SPD and die Macht kam: das war 1974 und 1998.
Sorry, aber die SPD kam 1969 an die Macht, nicht 1974. Daß die Verschuldung ab 1974 ruckartig anstieg (nicht nur in Deutschland), lag an Yom-Kippur-Krieg - arabischem Boykott - Ölkrise - und der weltweiten Wirtschaftskrise, in die der gesamte Westen danach rutschte. Mit erstmals über 1 Mio. Arbeitslosen.
Hallo Rüdiger!
Hast Recht! Brand war ja Bundeskanzler von 69 bis 74.
Die Ölkrise hat natürlich stark angeschlagen und die Folgen waren groß. Man würde dem absolut unrecht tun, wenn man nur die SPD bzw. Helmut Schmidt für den Schuldenanstieg dafür verantwortlich macht.
Gruß,
Magnus
Moment mal.
Als Antwort auf: Re: Ja! von Bruno am 01. Juni 2004 12:32:31:
Ich erinnere an das Wahlplakat der Grünen, auf dem eine Frau abgebildet war, die ihre Füße auf dem darunterliegenden Mann abstellte. Das zeigte zumindest, welche Rolle die Grünen sich für die Männer in der Gleichberechtigung ausgedacht haben, nämlich die Rolle des Fußabtreters.
Ganz sooooo eindeutig ist das Plakat aber nicht ausgefallen. (Ferdi hat es ja in diesem Thread gepostet.) Und was fanden Goles Schwester und ihr Freund so komisch?