Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Tagung für Männer

Odin, Friday, 28.05.2004, 00:47 (vor 7925 Tagen) @ Jörg Rupp

Als Antwort auf: Tagung für Männer von Jörg Rupp am 27. Mai 2004 09:57:13:

9.00 Vortrag
MUSS DAS GENDER MAINSTREAMING
„GEGENDERT“ WERDEN?
Das Potenzial des Gender Mainstreaming für die Veränderung
der Geschlechterverhältnisse wird derzeit nur zu einem Bruchteil
ausgeschöpft, weil es bisher eine versteckte Gender-Bias reproduziert:
Es besitzt die Tendenz, mit Gender primär Frau zu meinen.
Damit gelingt der radikale Schritt von Frauenpolitik und
Frauenförderung hin zu tatsächlichem Gender Mainstreaming
bislang nur in Ansätzen. Die das Gender Mainstreaming auf der
Metaebene anführenden Institutionen sind weitgehend unreflektiert
von Frauen besetzt und geführt. Das betrifft ebenso das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
(BMFSFJ) wie das GenderKompetenzZentrum und andere
Steuerungsinstitutionen auf Länderebene. Dies hat Auswirkungen
auf deren Politik, Förderung und Publikationen. Eine notwendige
Basis, Männer künftig als Akteure des Wandels zu
erkennen und zu gewinnen ist, dass diese Institutionen ‚gegendert’
werden. Wie kann ein Top-Down-Ansatz funktionieren, wenn er
schon ganz oben nicht umgesetzt wird? Bisher gelten Frauenförderung
und Gender Mainstreaming als zwei zentrale Säulen
einer Gleichstellungspolitik. Für eine nachhaltige Praxis muss als
dritte Säule eine gezielte Männerförderung hinzukommen.
Willi Walter, inmedio, genderWerk und AK Kritische
Männerforschung, Berlin, Männer- und Geschlechterforscher;
Ausbilder für Mediation, Gender- und Konfliktmanagement

Das geht ja runter wie Öl :-)


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