Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Propaganda und Männerbewegung

Max, Friday, 14.05.2004, 00:30 (vor 7939 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Propaganda und Männerbewegung von Texaco am 12. Mai 2004 21:20:04:

Hi Texaco,

Andererseits muß man eben auch aufpassen, sich mit seinen eigenen Anliegen nicht instrumentalisieren zu lassen. Wer woanders als Querkopf gilt und nicht mehr dazugehört, ist froh, seine Gedanken publizieren zu können und vielleicht sogar noch bezahlt zu werden. Solche Querköpfe können für Propagandisten sehr wertvoll sein: Ihnen folgen andere frisch Enttäuschte. Die sind eventuell gerade an einem Punkt in ihrem Leben angelangt, an dem sie so bereit wie sonst nie sind, ihre früheren Überzeugungen radikal zu verändern. Und wenn sie einem Querkopf gefolgt sind, dann lesen sie vielleicht auch die anderen Artikel einer Website wohlwollender.
[quote]Mein Eindruck - wenn auch nur ein flüchtiger - ist, daß das genau das Konzept der vulgär-neoliberalen Publikation "eigentümlich frei" ist. Und wenn man beobachtet hat, wie sich einige aus M&M's Forum politisch entwickelt haben, dann paßt das ziemlich gut dazu.
[/quote]

...interessanter Gedankengang, den ich so auch noch nicht gedacht hatte.
So auf die Schnelle gebe ich dir allerdings recht: Wenn ich mir ueberlege, welche Positionen ich noch vor drei Jahren im Brustton der tiefsten Ueberzeugung mit Zaehnen und Klauen verteidigt haette, dann wird mir heute fast schlecht. Ich kann es kaum fassen, dass ich mich bis dahin fuer einen Linken und dem Feminismus wohlwollend gesonnenen, irrsinig aufgeklaerten Zeitgenossen gehalten habe. Das wirft natuerlich Fragen nach der Berechtigung meiner jetzigen Standpunkte auf - womoeglich sind die auch noch nicht der Weisheit allerletzter Schluss.
Dass "eigentuemlich frei" eine "vulgaer-neoliberale Publikation" sein soll: Der guten Ordnung halber weise ich hier darauf hin, dass es sich dabei lediglich um eine Texaco-Definition handelt. Ich halte "ef" weder fuer vulgaer noch fuer neo-irgendwas, und ich warne sehr davor, diese Publikation mit einem Etikett versehen zu wollen. Dass sie allerdings der althergebrachten Gutmenschendenke eine Dorn im Auge sein muss, - das ist klar. Insofern betrachte ich deine Etikettierung solange als Diffamierung, bis du hier dargelegt hast, was an "ef" vulgaer-neoliberal sein soll.
Wird wohl muehsam werden....

Freundlicher Gruss -

Der wider den Stachel loeckt - Max


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