Re: @Manfred: Apartheid
Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Andreas am 13. Mai 2004 12:25:52:
Da stimme ich zu: Die Parallelen: Apartheit - Feminismus sind nicht zu übersehen. Ich finde es auch sehr wichtig, Mechanismen und Formen von Machtergreifung und Machterhalt zu studieren, wo und wann immer sie sich zeigen.
Es bringt nichts, ein Denkmal zu enthüllen und zu sülzen, dass "so etwas" sich nie wiederholen dürfe. Magerquark! Es gilt, ein Unheil in seinen neuen Gewändern zu erkennen, bevor es zum Ausbruch kommt.
Dass sich schlussendlich die Logik, die Vernunft, die Rationalität durchsetzt, bezweifle ich. Um es wieder mal zu sagen: "Es geht nicht darum, etwas zu beweisen, es geht darum, etwas zu erreichen." Feministinnen führen uns dieses Prinzip äußerst erfolgreich vor.
Du schreibst: "Der Feminismus leugnet die Existenz der Logik." Ich wage zu behaupten: Er interessiert sich überhaupt nicht dafür. Wir können sie uns wohin schieben, unsere Logik. Sie wollen Macht für Frauen, also verlangen sie - gegen jede Logik - Frauenquoten in Bereichen, wo längst eine Männerquote angebracht wäre. Sie haben derzeit die Macht dazu. Männer haben sie ihnen gegeben. Frauen - wie gemein - benutzen ihre eigene "Logik" ... und gewinnen. Davon können wir was lernen.
Es hilft nicht drumrum zu reden: Wir müssen Frauen etwas wegnehmen, auch wenn sich das nicht nett anhört. Als erstes natürlich den Heiligenschein. Das ist überwiegend eine private Übung, denn eigentlich neigen Männer dazu, Frauen zu vergöttern. Deshalb ist das so wichtig. Denn einer Heiligen darf man ja nichts wegnehmen. Sonst weint sie ... und dann sind wir zerknirscht vor Reue.
Als nächstes die ungerechtfertigten Privilegien. Dazu müssen wir uns trauen zu sagen: "Was wir wollen ist Macht - Macht für Männer!" Nicht morgens vor dem Spiegel, oder hier in der Abgeschiedenheit unserer kleinen Diskussionsrunde, sondern öffentlich! - in der nächsten Diskussion, oder im Hörsaal, wenn die Dozentin mal wieder Blödsinn sabbert. Frauen haben sich das getraut. Jutta Limbach (EX-BVG-Präsidentin), öffentlich: "Was wir wollen ist Macht - Macht für Frauen." Und jetzt haben sie sie. Entgegen allen Behauptungen haben Männer nämlich keine Macht. Ich nicht, Andreas nicht, Manfred nicht... Und wir haben auch garnichts davon, dass der Chef von Daimler-Chrysler oder der Deutschen Bank ein Mann ist.
Der Rest ist Arbeit: Sich organisieren, sich auf die kleinsten gemeinsamen Ziele einigen, sie durchsetzen. Wie konnten wir ehrenwerte Organisationen wie Amnesty den Feministinnen überlassen? Während wir unsere Pornohefte lasen, haben FeministInnen die ökologische Idee usurpiert, und nun haben wir eine grün angestrichene Frauenpartei. Und weil wir so wild auf Arbeit sind, arbeiten Frauen Teilzeit, und arbeiten derweil die Gewerkschaften zur Frauenfilzmatte um. Und während wir Computer programmieren, haben Feministinnen alle politischen Parteien und öffentlichen Institutionen umprogrammiert.
Das Internet ist eine feine Sache - ein wirklich nützliches Instrument. Aber wenn wir drin bleiben, dann machen sie einen Zaun drumrum und wir können hier debattieren soviel wir wollen. Morgends, mittags und abends gibts dann ein Tässchen Hängulintee, damit wie keine Dummheiten machen...
Wir kriegen immer wieder Schreiben von Männern mit Ideen und legitimen Anliegen. Und dann kommt häufig der Satz: "Aber ich möchte anonym bleiben." So geht es nicht, liebe Brüder. Mehr Mut. Mehr Selbstbewusstsein. Mehr Offenheit. Sind wir vielleicht Spinner, Chaoten, Verbrecher? Macht euch bekannt. Trefft euch. Kooperiert! Gründet eine Gruppe in eurer Firma, an eurer Uni, beim Militär. Ich renne derzeit rum und sammle Unterschriften für eine Petition, die ein anderer Mann formuliert hat. Na und? Bricht mir deswegen ein Zacken aus der Krone?
Ihr müsst nicht die zwanzigste Interseite zum Thema Männerrechte machen - es gibt schon genug. Ihr müsst auch nicht den zwanzigsten Ein-Mann-Männerrat gründen. Viele Häuptlinge - wenige Indianer! Das haben wir schon. Vergesst alle anonymen Aktionen. Da weiß die Gegenseite von vorneherein, dass ihr euch nicht traut, den Kopf rauszustrecken. Und jeder, der fürs Auswandern oder für religiöse Konzepte missioniert, oder seine Zeit damit verschwendet, kleinen Emmaleins, Mayas, Anonymas usw. "das Gegenteil" beweisen zu wollen: Gesprächstherapie: Weidenruten ... nicht unter zwanzig Streichen...
Eugen
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- @Manfred: Apartheid -
Andreas,
13.05.2004, 12:32
- Re: @Manfred: Apartheid -
Ferdi,
13.05.2004, 13:58
- Re: @Manfred: Apartheid -
Andreas,
13.05.2004, 14:42
- Re: @Manfred: Apartheid -
Der Bachelor,
13.05.2004, 15:18
- Re: @Manfred: Apartheid -
Andreas,
13.05.2004, 15:25
- nicht zu machen.. - Leser, 13.05.2004, 15:41
- Re: @Manfred: Apartheid -
Eugen Prinz,
13.05.2004, 15:42
- Re: @Manfred: Apartheid - Max, 13.05.2004, 16:25
- Re: @Manfred: Apartheid -
Manfred,
14.05.2004, 01:50
- Re: @Manfred: Apartheid - Eugen Prinz, 14.05.2004, 01:58
- Re: @Manfred: Apartheid - Odin, 14.05.2004, 15:58
- Re: @Manfred: Apartheid -
Andreas,
13.05.2004, 15:25
- Re: @Manfred: Apartheid -
Der Bachelor,
13.05.2004, 15:18
- Re: @Manfred: Apartheid -
Andreas,
13.05.2004, 14:42
- Re: @Manfred: Apartheid - Leser, 13.05.2004, 15:34
- Re: @Manfred: Apartheid -
Max,
13.05.2004, 17:14
- Re: @Manfred: Apartheid -
Emmalein,
14.05.2004, 12:38
- Re: @Manfred: Apartheid -
Emmalein,
14.05.2004, 13:22
- Re: @Manfred: Apartheid - Manfred, 15.05.2004, 18:50
- Re: @Manfred: Apartheid -
Emmalein,
14.05.2004, 13:22
- Re: @Manfred: Apartheid -
Emmalein,
14.05.2004, 12:38
- Re: @Manfred: Apartheid -
Ferdi,
13.05.2004, 13:58