Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Hexenverfolgung und andere nützliche Mythen

Nick, Wednesday, 14.04.2004, 02:57 (vor 7968 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Hexenverfolgung und andere nützliche Mythen von Odin am 13. April 2004 22:32:17:

Hallo Odin,

Ich fand das auch bemerkenswert, vor allem auch für uns, die wir im Moment noch gegen Zeitgeist-Windmühlenflügel kämpfen.

Ja, wie Don Quichote, ich weiß das sehr genau. Vordergründig ist das alles wohl frustrierend. Aber es zahlt sich trotzdem aus, auch wenn man erst überhaupt nichts merkt. Wahrheit gewinnt und Lüge findet ihren Tag der Schande. Das ist immer so. Darauf kann man sich hundertprozentig verlassen.

Aus genau diesem Grunde ist es gut(!) und nicht schlecht, wenn Alice hyperventiliert und überschnappt: "Wir Frauen, das gefolterte Geschlecht!" Ich kann gar nicht angemessen mit Worten ausdrücken, wie außerordentlich ich mich über diesen hypertrophierten Quark gefreut habe - vor allem darüber, daß sie ihn bei Amnesty International "unterbringen konnte"! Sie hält das für einen großen Sieg. Soll sie... :-)

Man denke, sie hätte ihn nur in ihrer Sektenpostille abgedruckt. Wer hätte den Quatsch dann zur Kenntnis genommen? Eben! Niemand. So aber wird er von vielen, vielen ai-Leuten gelesen, von Leuten aus deren Umfeld, von Politikern und Medienfritzen etc. Manche von denen glauben das vielleicht sogar beim ersten Lesen, mag sein. Es wird aber irgendwann einmal öffentliches Thema werden, was da wirklich dran ist, an der "Folterei eines ganzen Geschlechts".

Der Antwort auf diese Frage sehe ich mit der allergrößten Gelassenheit entgegen. Die Antwort wird nämlich NICHT von Alice Schwarzer gegeben werden, das meint sie nur (und das soll sie auch meinen). Sie hat in Wahrheit aber diese Frage in den öffentlichen Raum geworfen, und zwar in einer dermaßen dämlichen Form, wie es bekloppter nicht hätte passieren können - völlig ohne Not (von ihrem Standpunkt aus gesehen). Ein kardinaler Strategiefehler allererster Güte also. Sie wird das merken. Sie wird die wahre Antwort darauf erhalten, das ist absolut gewiß.

Die Antworten, die wir von Amnesty auf unser "Paper" erhielten, waren überwiegend "geifernd", möchte ich mal sagen. Die üblichen Verdächtigen, Funktionäre, ein paar ehrliche Häute. Das ist also auch gut. Der Grund für das reflektorische Gegeifer mag vielleicht tatsächlich darin liegen, daß "mitgeteilt wurde", aus "welcher Ecke" das kommt. Nun kennt man diese Ecke also etwas besser? Auch das ist gut.

Wichtig sind nicht die, die laut schreien (abgesehen davon, daß sie sehr hilfreich sind). Wichtig sind die, die sich nicht äußern, sondern nachdenken und sich ihr eigenes Bild machen. Ich bin völlig sicher, daß sie das tun werden, und zwar anhand der Wirklichkeit. Je mehr, desto besser.

Deshalb: "Danke, Alice!"

Der Stratege Hsun Dsi, der vor 2500 Jahren in China lebte, sagte: "Lege Köder aus, um den Feind zu verführen. Gib vor, schwach zu sein, damit er überheblich wird. Täusche Unordnung vor, um ihn zu zerschmettern."

Daran soll man sich halten :-)

Es ist wie du sagst: "Das Lügenwerk des Feminismus bröckelt!"

Gruß vom
Nick


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