Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss

Hetzi, Friday, 09.04.2004, 14:28 (vor 7973 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss von Ferdi am 08. April 2004 19:09:00:

Hallo zusammen!
Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises zieht - laut General-Anzeiger für Bonn und Umgebung - ein positives Fazit.
Zum Jahreswechsel 2003/2004 waren beim Rhein-Sieg-Kreis1460 Menschen beschäftigt. 559 davon sind Männer, 901 Frauen. Bei den Beförderungen betrug der Frauenanteil immerhin 55,4 %. Bei den Höhergruppierungen war der Anteil sogar 65 %. So war es heute morgen im General-Anzeiger zu lesen (leider nicht online gestellt).
Und jetzt kommt der Hammer: Trotz dieser für die Frauen hervorragenden Zahlen, die eigentlich vermuten lassen, dass die Gleichstellungsforderungen übererfüllt sind, ist ein neuer Frauenförderungsplan aufgelegt worden, der bis 2006 laufen soll (erinnert mich immer an die Fünfjahrespläne des Politbüros des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden). Er hat - laut dieser Zeitungsmeldung - zum Ziel, das Gleichstellungsgebot von Frauen und Männern zu verwirklichen. Bei gleicher Qualifikation sollen Frauen bevorzugt werden, damit ihr Anteil zunimmt.
Besser kann sich Staatsfeminismus und Frauenförderwahnsinn doch nicht entlarven und enttarnen.

Diese Vorgehensweise ist klar gesetzeswiedrig. In D gilt die Quotenförderung für Frauen im öffentlichen Dienst, wenn im entsprechenden Bereich die Frauen unterrepräsentiert sind. In D heißt unterrepräsentiert, wenn dort weniger als 50% Frauen sind und Bereich ist die jeweilige Besoldungsgruppe bzw. Funktionsgruppe, also nicht die gesamte Dienststelle.

Hetzi

BGleiG


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