Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau

Sven75, Friday, 09.04.2004, 00:42 (vor 7973 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau von Pokemon am 08. April 2004 21:24:44:

Vom biologischen her gesehen ist der Mann der Esel. Das Ziel der Evolotion: Die Erhaltung der eigenen Rasse, also Fortpflanzung und Jungenaufzucht.

Das einzige vom biologischen her festzustellende ist, dass für JEDES Lebewesen zur Zeugung sowohl eine Ei- als auch eine Samenzelle vonnöten ist. Manche Lebewesen können beide Zellen generieren, manche nur eines davon. Das Einzige bezüglich des Zusammenlebens von Mann und Frau, das sich biologisch festlegen lässt ist, dass zur Fortpflanzung beide Geschlechter nötig sind. Alles andere sind gesellschaftliche und religiöse Konstrukte!

So steht es schon in der Bibel. Sie bekommt die Kinder und hockt im Nest, während er Essen heranschafft und um sie herumschawenzelt und versucht, ihr das Leben so erträglich wie möglich zu machen (siehe mein Beitrag"Die Strategie des Jammerns"). Und indem er für sie günstige Bedingungen schafft nützt das auch gleich den Kindern usw.

Die Bibel ist das größte und älteste Märchenbuch der Menschheit und stark an der jeweiligen Gesellschaft orientiert, die zum Schreibzeitpunkt der unterschiedlichen Passagen vorherrschte. Somit steht in der Bibel auch nur das, was Gesellschaft und Religion konstruiert haben.

Man schaue sich die Tiere an. Bei den meisten Säugetieren leistet die Mutter den größten Beitrag zur Aufzucht der Jungen. Der Vater ist sehr oft nur an der Zeugung beteiligt und verschwindet dann. Für den Erhalt der Art ist dann der Tod der (trächtigen) Mutter ein größeres Problem als der des Vaters.

Das ist wohl eher davon abhängig, welcher Part sich einfacher ersetzen liesse, sprich wieviel Männer und wieviele Frauen vorhanden sind.

Deshalb sind viele Wissenschaftler auch der Meinung, das weibliche Geschlecht sei eigentlich das Höherstehende. Das männliche sei nur dazu da um ihr zu dienen.

Was ausgemachter Blödsinn ist. Beide Geschlechter haben sich gemeinsam bzw. parallel entwickelt. Es gibt kein höherstehendes Geschlecht, solches Gerede ist in die gleiche Schublade zu stecken wie das Gerede von der "höherstenden Rasse". Was die Folgen des Wunsches nach Unterordnung bzw. Versklavung sind, hat die Menschheit nun ja schon oft genug erfahren.

Das Urteil vieler Wissenschaftler: Diese religiösen Auswüchse, die ursprünglich mal zum Schutz der Frauen (Sicherheit des Hauses) entstanden haben sich nun zum Gegenteil gewandelt weil die Männer damit ihre eigene evolutive Minderwertigkeit überspielenn wollen. Doch da scheiden sich sicher die Geister.

So ein Urteil ist überaus anmaßend. Denn unsere gesellschaftliche Form des Zusammenlebens, die Ehe, ist auch nur ein religiöses, gesellschaftliches und gesetzliches Konstrukt. Unsere eigene "Religion" zieht sich wie ein roter Faden durch Gesellschaft und natürlich auch die Formen des Zusammenlebens. Wer sind wir, zu meinen, über die religiösen Auswüchse anderer Kulturen zu urteilen? Unsere "Kultur" hat zahllose andere vernichtet, aber offenkundig sind wir erst zufrieden, wenn wir uns allesamt selbst vernichtet haben.


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