Re: Frauen - das friedliche Geschlecht
Als Antwort auf: Frauen - das friedliche Geschlecht von Odin am 07. April 2004 12:42:03:
Auch nach den germanen habe ja frauen ihre soehne,
maenner, brueder in den krieg geschickt. Geradezu
klassisch ist doch die geschichte in England vor
dem Grossen Krieg (1. weltkrieg).
<ul>
<li>Die suffragette Emmeline Pankhurst erkaempft
sich zugestaendnisse vom staat (wahlrecht),
indem sie propaganda fuer die einfuehrung
der wehrpflicht macht: For men must fight
and women must work.
</li>
<li>Es gab den "Order of the White Feather".
Frauen wurden aufgefordert, jedem jungen
mann, der nicht in uniform war, eine weisse
feder als zeichen seiner feigheit zu ueberreichen.
Sehr lesenswert, mit aussagen von zeitzeugen:
http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/FWWfeather.htm
und
http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/FWWwomenrecruit.htm
</li>
</ul>
Marius ist natuerlich auch eine wichtige figur
bei der diskussion um die wehrpflicht. Durch
seine heeresreform wurde ja die wehrpflicht
abgeschafft und ein soeldnerheer aufgebaut.
Ich empfinde Marius nicht unbedingt als sympathische
figur. Dennoch befuerworte ich die abschaffung der
wehrpflicht. Die probleme, die bei Marius' reform
entstanden (die mehr oder weniger vermeidbar sind),
werden in der Marius-biographie
http://www.novaesium.de/glossar/marius.htm
beschrieben:
Aufgrund seines militärischen Erfolges in Numidien hielten die Römer Marius als einzigen für fähig, auch mit den Gefahren fertig zu werden, die von Seiten der Germanen drohten, und wählten ihn für 104 v. Chr. und die folgenden vier Jahre jeweils wieder zum Konsul. Marius erste große Leistung in seiner zweiten Konsulatszeit war die Vollendung seiner bereits im Jugurthinischen Krieg in Ansätzen eingeleiteten Heeresreform. Dadurch wurde nicht nur die Schlagkraft der Armee erhöht, sondern auch der Übergang vom freiwilligen Bauernheer zum Berufsheer vollzogen wurde, das in den Bürgerkriegen der späten Republik zum wesentlichen Machtfaktor in den Händen reicher, einflußreicher Politiker wurde. Dabei löste er das nach timokratischem Prinzip aufgebaute Milizheer, dem die häufigen Feldzüge des 3. und 2. Jhs. v.Chr. durch Ruinierung der ländlichen Unterschicht, aus der sich die Masse der Legionare rekrutiert hatte, die Grundlage entzogen hatten, durch ein Heer berufsmäßiger, auf Staatskosten bewaffneter Söldner ab. Er gab den Zensus als Kriterium der Rekrutierung auf und bot damit dem Proletariat eine Existenzmöglichkeit in Form des Wehrdienstes.
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Odin,
07.04.2004, 15:42
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