Re: Dank
Als Antwort auf: Dank von Jeremin am 05. April 2004 21:25:32:
Hi, Jeremin,
natürlich hoffe ich darauf, auch für ihn, dass er seinen Abschluss besteht. Tut er das nämlich nicht, wäre er sehr unglücklich, und ich sehe die Menschen, die ich liebe, ungern unglücklich.
Auch bei mir gibt es eine Menge Leute, unter anderem mein Freund, die hoffen und erwarten, dass ich in Kürze meinen Abschluss mache. Das ist kein rein maskulistisches Problem, der Druck lastet da auch auf mir.
Ich habe mich aber mit Sicherheit nicht mit dem Hintergedanken in ihn verliebt, dass er irgendwann grosses Geld verdient. Geld verdienen kann ich selber. Allerdings: Es gilt halt: Gleich und gleich gesellt sich gern.
Für mich ist es nicht so wichtig, dass mein Partner die perfekte Figur hat und immer absolut top aussieht. Er muss auch nicht besonders jugendlich wirken. Für mich steht im Vordergrund, dass wir ähnlich denken, ähnliche Werte vertreten, ähnliche Freizeitbeschäftigungen haben und ähnliche Wünsche und Träume.
Das ist eher bei jemandem gegeben, der auch einen ähnlichen Bildungshintergrund hat. Erfahrungsgemäss halten Partnerschaften bei mir auch länger, wenn diese Dinge gegeben sind.
Wenn Du jetzt beispielsweise bei einer Frau hauptsächlich auf die perfekte Figur und das schicke Outfit achtest, ist es ziemlich egal, ob sie nun bildungsmässig einen ähnlichen Stand hat wie Du. Ich hab schon extrem schicke Friseusen und weniger schicke Studentinnen gesehen.
Wer also bei seiner Partnerwahl äussere Schönheit zum Hauptkriterium macht, sollte sich nicht wundern, vielleicht auch an jemanden zu geraten, der wenig bis keine Bildung hat und somit stärker auf "Versorgung" angewiesen ist.
Vielen Männern ist das Äussere ihrer Partnerin extrem wichtig. Bildung, Interessen etc. zählen sehr viel weniger.
Ausserdem wählen ja nicht nur Frauen ihre Partner, sondern auch Männer ihre Partnerinnen. Ich habe auch schon ab und zu einen Korb von einem Mann bekommen und war unglücklich verliebt.
Für dauerhafte Partnerschaften scheinen nicht nur viele Frauen ältere Partner, sondern viele Männer auch jüngere Partnerinnen zu bevorzugen. Jüngere Partnerinnen sind aber oft in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung weniger weit als ältere, einfach, weil es seine Zeit dauert, bis eine bestimmte Karrierestufe erreicht ist. Gibt es Kinder, wird möglichst viel Geld gebraucht. Wenn es, wie ich es in vielen Fällen hier in D mitbekomme und mitbekommen habe, sehr schwierig ist, Kind und Beruf zu vereinbaren, muss einer der beiden Partner eben kürzer treten. Weil der Mann dann eine hähere Karrierestufe erklommen hat (und sein Gehalt im typischen Männerberuf oft höher ist als das Gehalt im typischen Frauenberuf), wird eher die Frau aussetzen oder zurückstecken, denn auf das niedrigere Einkommen kann eher verzichtet werden.
In einem Punkt gebe ich Maskulisten aber 100%ig recht: Es sollten mehr Männer die Kinder zugesprochen bekommen. Vielleicht würde sich dann endlich etwas an der Betreuungssituation in Deutschland für Kinder ändern, weil dann auch Männer davon betroffen wären und nicht nur Frauen.
Es grüsst
das Emmalein
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